Hallo,
ich bin nicht so bewandert in Schrittmotoren.
Ich habe eine Schlatung für die mir ein Schrittmotor mit 1,8A empfohlen
wurde. Für meine Anwendung brauche ich aber nicht so einen starken
Schrittmotor sondern würde gerne einen nehmen, den ich noch hier habe.
Ich habe einen mit Strangstrom von 0.4:
http://www.pollin.de/shop/downloads/D310455D.PDF
Kann ich den nun an die Schaltung mit 1.8A dranhängen?
Wenn nicht kann ich den Strom irgendwie begrenzen, so dass ich meinen
kleineren Schrittmotor ansteuern kann?
An der Ansteuerplatine kann ich nichts mehr ändern, die ist mit 1.8A so
fertig aufgebaut.
Danke...
T.Baumbach schrieb:> An der Ansteuerplatine kann ich nichts mehr ändern, die ist mit 1.8A so> fertig aufgebaut.
hast du mal ein paar Infos zu Schaltung?
T.Baumbach schrieb:> Mehr Infos habe ich nicht :-(
dann kann dir wohl keiner Helfen. Es kommt auf die Steuerung an. Wenn
sie Versucht 1,8A durch einen Motor zu jagen wird es ihm nicht gut
bekommen.
Kannst du eine Foto von der Treiber-Platine machen?
Nee kann ich leider nicht, die Platine ist in der Maschine verbaut.
Dann bleibt mir also nur einen anderen Motor zu verwenden, also einen
mit 1.8 Ampere? Heißt denn 1.8 Ampere pro Strang oder insgesamt?
Und muss ich bei einem geeigneten Schrittmotor noch auf die Spannung
ahcten? Da gibt es ja welche mit 6V, 12V, 24V etc.?
T.Baumbach schrieb:> Heißt denn 1.8 Ampere pro Strang oder insgesamt?
ich denke je Strang
> Und muss ich bei einem geeigneten Schrittmotor noch auf die Spannung> ahcten? Da gibt es ja welche mit 6V, 12V, 24V etc.?
kommt wieder auf die Schaltung an. Wenn sie mit Strombegrenzung arbeitet
dann sollte es egal sein.
T.Baumbach schrieb:> also einen> mit 1.8 Ampere?
Das ist ein ganz falscher Ausdruck. Also: bei allen Schrittmotoren wird
zumeist angegeben, was für ein Haltemoment sie bei welchem Strom
erzeugen. Das ist eigentlich der Knackpunkt.
Obendrein wird auch deren Induktivität und/oder eine angenommene
Spannung angegeben. Schrittmotoren werden nämlich mit Strom getrieben
und die zu applizierende Spannung richtet sich nach der Schnelligkeit
der gewünschten Stromänderung in den Wicklungen - und damit nach der
angestrebten Geschwindigkeit. Wundere dich also nicht, wenn ein Motor
der zu 3.6 Volt ausgepreist ist, mit 24 Volt am SM-Treiber betrieben
wird.
Normalerweise kann man bei einer wenigstens einigermaßen guten
SM-Ansteuerung den Strom dynamisch regeln. Der Grund dafür ist, daß man
fast immer zum Fahren und Anfahren mehr Strom haben will als wenn der
Motor still steht. Immerhin hat jeder SM einen nicht unerheblichen
ohmschen Widerstand und an selbigem fällt dann die Verlustleistung (eben
auch im Stillstand!) ab, die den Motor aufheizt. Kann verdammt heiß
werden.
W.S.
T.Baumbach schrieb:> Ich habe eine Schlatung für die mir ein Schrittmotor mit 1,8A empfohlen> wurde.
Schön für dich, wir haben sie nicht.
> Ich habe einen mit Strangstrom von 0.4:> Kann ich den nun an die Schaltung mit 1.8A dranhängen?
Nein, er würde überhitzen, und zwar sehr schnell sehr deutlich.
> Wenn nicht kann ich den Strom irgendwie begrenzen, so dass ich meinen> kleineren Schrittmotor ansteuern kann?
Normalerweise kann man das auf Schrittmot-Treiberplatinen einstellen,
also zumindest reduzieren, was ja reichen würde.
> An der Ansteuerplatine kann ich nichts mehr ändern, die ist mit 1.8A so> fertig aufgebaut.
Tja, dann ist er eben nicht verwendbar.
Hallo zusammen,
die Endstufen aus der Stepcraft-Steuerung sind nicht einstellbar, weil
die Steuerung zur Maschine maßgeschneidert ist. Wenn es unbedingt diese
Steuerung sein muss, sollte der Motor auch ca. 1,8A Strangstrom haben.
Passende Motoren findest du z.B. bei mir im Shop. Alternativ auch eine
vergleichbare Steuerung mit entsprechenden Einstellmöglichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Du kannst ja für deinen Motor eine andere Steuerung nehmen, B von Pololu
dort kannst und musst du die Strombegrenzung einstellen. Kostet nicht
viel.
https://www.pololu.com/product/2131
Du bist ja sehr kauffreudig, wobei der ausgesuchte Motor nicht schlecht
ist.
Zur vorgeschlagenen Spannungsabsenkung hast Du Dich nicht geäußert; auch
ohne diese würden zwei Leistungswiderstände in den Zuleitungen der
Wicklungen den Motorstrom ebenfalls begrenzen.
Ist aber vermutlich auch eine zu einfache Lösung ;-)
T.Baumbach schrieb:> aber wie finde ich nun einen geeigneten> Schrittmotor?
1. Kriterium: Wieviel Haltemoment muß der SM aufbringen können?
Suche also nach Motoren, die bei deinen 1.8 A das Haltemoment stemmen
können. Wieviel das für deine Anwendung ist, weißt nur du selber.
2. Kriterium: Was für eine Versorgung hast du und wie schnell muß der SM
drehen können?
Hier fängt das Rechnen an: dI/dt=U/L und nun hast du je nach gewünschter
Endgeschwindigkeit (und Schrittanzahl/Umdrehung) nur eine Zeit dt zur
Verfügung, um die Spule umzuladen. Die Strang-Induktivität ist
eigentlich immer angegeben, dein Strom ist bei besagten 1.8A und nun
kannst du dir ausrechnen, was du für eine Spannung zum Umladen brauchst.
Umgekehrt kannst du dir aus U, I, L auch die maximale Drehzahl
ausrechnen.
3. Kriterium: Guck deine SM-Treiberschaltung an, ob die überhaupt was
taugt. Wenn die den Motorstrom nicht per Schaltregler auf einem
vorgesehenen (und per Inputsignal einstellbaren) Wert hält, sondern
stupide ne Spannung anlegt, womit der Motor im Stillstand anfängt zu
glühen, dann ist sie Bockmist und du solltest dir was Anderes suchen.
Die dynamische Einstellbarkeit ist eigentlich essentiell: Zum Stehen
braucht man meistens weitaus weniger Moment als beim Fahren und zum
Anfahren und Bremsen muß man ja ein System beschleunigen, also braucht
man dafür nochmal mehr Moment als zum reinen Fahren. Wielviel, hängt
davon ab, wie schnell man beschleunigen will - ist ganz genauso wie beim
Autofahren.
W.S.
Hallo "m.n."
> Zur vorgeschlagenen Spannungsabsenkung hast Du Dich nicht geäußert; auch> ohne diese würden zwei Leistungswiderstände in den Zuleitungen der> Wicklungen den Motorstrom ebenfalls begrenzen.> Ist aber vermutlich auch eine zu einfache Lösung ;-)
Das ist nicht nur die einfachste Lösung, sondern auch die technisch
schlechteste. Das hat man vor rund 50 Jahren in den 1960'ern so gemacht,
weil alles andere zu aufwändig war. Heute gehört sowas in die
Geschichtsbücher. Nicht nur das man damit den Wirkungsgrad deutlich
verschlechtert, man verhindert auch das Eingreifen des Stromreglers und
damit einen funktionierenden Mikroschritt-Betrieb.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Thorsten O. schrieb:> Das ist nicht nur die einfachste Lösung, sondern auch die technisch> schlechteste. Das hat man vor rund 50 Jahren in den 1960'ern so gemacht,
Hallo "Thorsten Ostermann"
Sei froh, wenn es in Geschichtsbüchern steht. Aus eigener Erfahrung
könntest Du es ja sonst nicht wissen ;-)
Die Frage war, den Strom irgendwie zu begrenzen. Ein Widerstand macht
dies klaglos! Zudem wird die Kraft des Motors wohl garnicht benötigt und
der ausgewählte Motor ist sowieso ein 'Gurkenmotor', wie er in
Geschichtsbüchern zu finden ist. Passt also gut zusammen!
Mit dem nun ausgesuchten Motor wird vermutlich ein neues Problem
auftauchen. Die Kraft könnte zu groß sein und der Motor je nach
Steuerung und Mechanik ziemlichen Radau machen.
m.n. schrieb:> Du bist ja sehr kauffreudig, wobei der ausgesuchte Motor nicht schlecht> ist.
Wenn der Motor nicht zur Aufgabe passt ist der Motor sehr schlecht.
Auch wenn der Thread schon alt ist, möchte ich ihn hier nochmal
aufwärmen:
Kennt jemand eine externe (Serien-)Beschaltung mit der ich den
Maximalstrom eines Schrittmotors begrenzen kann?
Um flotten Standardantworten zuvor zu kommen: Ich verwende schon einen
guten Controller, der "sogar" eine programmierbare Begrenzung hat.
(Leider kein Poti...) Wenn aber da was schiefgegangen ist oder getunt
bzw. manipuliert wird, möchte ich das zuverlässig hardwaremäßig
begrenzen. Ein Lastwiderstand würde die Performance im normalen
Standardbetrieb ja stören. Gibt es da vllt. sogar was fertiges zu
kaufen?
0,5 ... 4A?
Danke schon mal,
Ralf
Ralf P. schrieb:> Kennt jemand eine externe (Serien-)Beschaltung mit der ich den> Maximalstrom eines Schrittmotors begrenzen kann?
Betreibe ihn bei seiner Nennspannung. Dann wird der Strom durch den
Wicklungswiderstand ausreichend begrenzt.