Alles was an Riemen/Getriebe/Transmission verwendet wird, kostet
Leistung und bedeutet Verschleiß an einer schlecht erreichbaren Stelle.
Ein Getriebeschaden kann bedeuten, daß die Anlage nur noch Schrottwert
hat.
Daher sind neuere Großanlagen alle direktgekoppelt, der Generator sitzt
ohne Getriebe direkt an der Nabe und dreht mit der Geschwindigkeit des
Windrades. Im Turm gibt es dann unten so eine Art Umrichter, damit der
Generator drehzahlvariabel auf die feste Netzfrequenz arbeiten kann
(doppelt gespeiste Asynchronmaschine). Das einzige Teil was jetzt noch
dem Verschleiß unterliegt ist das Hauptlager und der Turmdrehkranz bzw.
die Hilfsantriebe dafür.
Dazu kommt, daß die Spitzenleistung großer Anlagen 6..7MW beträgt. Eine
Welle, die diese Leistung übertragen kann, ist etwas größer als ein
Zahnstocher, entsprechend teuer und auch entsprechend schwer. Auf Länge
gleich Masthöhe würde sie sich auch verwinden, was zu üblen Schwingungen
im Antriebstrang führen würde.