Forum: Platinen Eagle und 3D - aktuelle Loesungen


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von David .. (volatile)


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Viele kennen das Problem: Man hat in Eagle ein mechanisch komplexeres 
Design und moechte sicherstellen, dass alles zueinander passt (zB 
Gehaeuse, Kuehlkoerper, Verschraubungen usw) - oder man moechte in der 
Frontplatte exakt passende Ausschnitte fuer Stecker haben, ohne dafuer 
fehlertraechtig den relevanten Teil des Designs im MCAD neu zu zeichnen 
und manuell konsistent zu halten...
Ideal waere dafuer eine Loesung, die die Umrisse der Leiterplatte zu 
einem Koerper extrudiert und die im Schaltplan platzierten Komponenten 
in einer lokalen Bibliothek nachschlaegt und die entsprechenden 
3D-Modelle auf der Platine positioniert.
Damit muesste man nur einmalig 3D-Modelle aller Bauteile 
erzeugen/herunterladen und Zuweisungen zu Footprints in Eagle vornehmen 
(ich meine, Eagle3D mit Povray hat damals auch so funktioniert). Dabei 
waere natuerlich ein Standard Datenformart wie STEP ideal.
Waehrend des PCB-Designs muesste man dann nur den Export anstossen und 
erhielte eine Datei, die man im 3D-Tool seiner Wahl anschauen kann...

Beta Layout/PCB Pool bietet uebrigens so einen Service auf ihrer Seite 
an. Die 'Periodendauer' ist allerdings ziemlich hoch (hochladen, warten, 
manuell pruefen ob die Datei schon generiert ist, Zip herunterladen und 
entpacken, hoffen dass die Datei intakt ist...). Ausserdem werden nur 
Standardkomponenten platziert, alles Andere muss man selber machen oder 
muss PCB Pool dafuer bezahlen, die Komponenten in ihre Datenbank 
aufzunehmen.

Was kennt ihr fuer aktuelle Loesungen, die soetwas machen? Wie gesagt, 
das ideale Ziel waere, mit zB einem ULP-Aufruf eine 3D-Datei zu 
erhalten.

von Hardy F. (hardyf)


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David .. schrieb:
> Was kennt ihr fuer aktuelle Loesungen, die soetwas machen?

Mal über den Tellerrand schauen und nach mehr zeitgemäßen 
Layoutprogrammen suchen  ?

Die erzeugen eine 3D Ansicht auf Knopfdruck.

von David .. (volatile)


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Hardy F. schrieb:
> David .. schrieb:
>> Was kennt ihr fuer aktuelle Loesungen, die soetwas machen?
>
> Mal über den Tellerrand schauen und nach mehr zeitgemäßen
> Layoutprogrammen suchen  ?
>
> Die erzeugen eine 3D Ansicht auf Knopfdruck.

Ja, das waere besser. Ich habe auch mit Altium geliebaeugelt, aber das 
muss bezahlt werden (besonders fuer kommerzielle Projekte). Weiss nicht 
ob ich das durch kriege.
Abgesehen davon ist zB Altium auch ein Riesenbrocken, oft reicht 
elektrisch Eagle, aber mechanisch nicht...

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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David .. schrieb:
> Was kennt ihr fuer aktuelle Loesungen, die soetwas machen? Wie gesagt,
> das ideale Ziel waere, mit zB einem ULP-Aufruf eine 3D-Datei zu
> erhalten.

Kicad ???

Und die Komponenten, die es nicht gibt, kann man mit openscad sehr 
schnell selbst machen :)

von Hardy F. (hardyf)


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www.Diptrace.com

über 1 GB 3D Bibliothek dabei

von David .. (volatile)


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Nur um das klarzustellen: Entweder bleibe ich bei Eagle (welches ich 
blind beherrsche und für das Lizenzen da sind) oder ich steige auf was 
Richtiges um, aber nicht Diptrace etc.
Und Kicad... Naja. Ich habs vor Monaten getestet und es wirkte nicht 
richtig durchdacht, aber das ist ein anderes Thema.
Fertige Bibliotheken sind im Uebrigen kein Kriterium.

: Bearbeitet durch User
von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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David .. schrieb:
> Nur um das klarzustellen: Entweder bleibe ich bei Eagle (welches
> ich
> blind beherrsche und für das Lizenzen da sind) oder ich steige auf was
> Richtiges um, aber nicht Diptrace etc.

War bei mir genauso ... Über ein Jahrzehnt mit Eagle gearbeitet ... Hab 
ausschließlich die Befehlszeile verwendet (mit links Befehle getippt, 
mit rechts die Maus bewegt) und die seltsamen Icon-Buttons nie beachtet 
(bzw bei Eagle 3.01 gabs nur Buttons mit Befehlen lol) :)

> Und Kicad... Naja. Ich habs vor Monaten getestet und es wirkte nicht
> richtig durchdacht, aber das ist ein anderes Thema.

Man gewöhnt sich daran ... Mittlerweile arbeite ich mit Kicad fast so 
effizient wie mit Eagle ... Manche Funktionen gefallen mir sogar besser 
:)

: Bearbeitet durch User
von David .. (volatile)


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Mampf F. schrieb:

>> Und Kicad... Naja. Ich habs vor Monaten getestet und es wirkte nicht
>> richtig durchdacht, aber das ist ein anderes Thema.
>
> Man gewöhnt sich daran ... Mittlerweile arbeite ich mit Kicad fast so
> effizient wie mit Eagle ... Manche Funktionen gefallen mir sogar besser
> :)

Ja, aber die Forward-/Backward-Annotation... PCB-Design ist kein 
linearer Prozess

von Eagle_Layouter (Gast)


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Hast du dir schon Eagle in Verbindung FreeCAD angeschaut?

von David .. (volatile)


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Eagle_Layouter schrieb:
> Hast du dir schon Eagle in Verbindung FreeCAD angeschaut?

Nein, und das ist auch nicht sehr einladend:
1
FreeCAD is under heavy development and might not be ready for production use

Aber ich lade es herunter. Du spielst vmtl auf 
https://sourceforge.net/projects/eaglepcb2freecad/ an? Kann das 
automatisch Komponenten platzieren?

von Eagle_Layouter (Gast)


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> Kann das automatisch Komponenten platzieren?
ja, man muss nur das bauteil / die erste komponente (step-modell) 
richtig einpassen

alle weiteren gleichen bauteile werden dann vom programm selbst 
platziert

von David .. (volatile)


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Eagle_Layouter schrieb:
>> Kann das automatisch Komponenten platzieren?
> ja, man muss nur das bauteil / die erste komponente (step-modell)
> richtig einpassen
>
> alle weiteren gleichen bauteile werden dann vom programm selbst
> platziert

Ja, das hat auch funktioniert. Und wenn ich die Eagledatei veraendere 
und neu in Freecad einlese? Muss ich dann erneut zuweisen?

Die Performance von Freecad ist leider ziemlich... Das Design ist nicht 
ganz simpel (~300 Komponenten), laeuft aber in anderen CAD-Systemen 
besser.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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David .. schrieb:
> Ja, aber die Forward-/Backward-Annotation... PCB-Design ist kein
> linearer Prozess

Stimmt, das ist arg seltsam gelöst bei KiCad ... Man muss es im 
Schaltplan ändern, dann Netzliste exportieren, dann Netz importieren ...

Was ich aber gut finde ist, dass man auch zusätzliche Packages wie 
Abschirmcases usw einfach auf dem Board platzieren kann ... Eagles F-/BA 
würde sich da beschweren und man muss aus jedem Package ein Device mit 
Symbol machen, was in solchen Fällen nervig ist.

Aber wir driften ab, sorry :)

von eaglenutzer (Gast)


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Ich verstehe gerade nicht was die Verweise auf andere Layout-Software 
aussagen sollen - Eagle kann doch IDFs aus Platinen erzeugen die man 
anschliessend in sein Lieblings 3D Programm importieren kann ...

von David .. (volatile)


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eaglenutzer schrieb:
> Ich verstehe gerade nicht was die Verweise auf andere Layout-Software
> aussagen sollen - Eagle kann doch IDFs aus Platinen erzeugen die man
> anschliessend in sein Lieblings 3D Programm importieren kann ...

Du hast offenbar nichtmal den Thread gelesen, schade.
Man kann die IDFs importieren, aber kann man sie auch automatisch mit 
3D-Modellen der Komponenten bestuecken lassen?

von David .. (volatile)


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Ich antworte mir mal selber: Ja, es scheint dass FreeCad einmal 
zugewiesene Bauteile automatisch zuweist, wenn man eine beliebige 
Platine oeffnet.
Abgesehen von der Performance kann es damit, was ich brauche - 
dankesehr!

von Christian B. (luckyfu)


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David .. schrieb:
> Abgesehen davon ist zB Altium auch ein Riesenbrocken, oft reicht
> elektrisch Eagle, aber mechanisch nicht...

Das kommt ganz drauf an. Richtig angewendet ist man mit Altium in 
Größenordnungen schneller, besonders bei komplizierten Strukturen. Es 
ist also ne einfache Kosten / Nutzen Rechnung. Auch elektrisch ist 
Altium Eagle um Längen voraus. Das geht beim Bauteilerstellen los, zieht 
sich über die Schaltplanerstellung bis hin zum Layout. Wenn du es 
schaffst mit Altium einen Mannmonat an Arbeit einzusparen, lohnt sich 
die Anschaffung spätestens nach 2 Jahren. Man darf nicht nur die 
Anschaffungskosten sehen. Wenn du 100km fahren musst kannst du das mit 
einem Moped auf der Landstraße erledigen. Du könntest aber auch ein Auto 
nutzen und damit die Autobahn verwenden, was am Ende deutlich Zeit 
einspart. Aber natürlich ist ein Auto in der Anschaffung teurer als ein 
Moped. Wenn du also nur sagen wir 3 mal im Jahr diese Strecke 
zurücklegen musst: Bleib beim Moped, ist es aber häufiger: denke übers 
Auto nach!

Man sollte auch beachten, daß komplexere Projekte auch in den Prototypen 
Geld kosten, wenn man die Mechanik verhaut, weil man irgendein Maß 
falsch interpretiert hat, kann man u.U. die Prototypen wegwerfen. In 
Altium bekommst du ein Step file aus der Konstruktion und sagst dem 
Programm: Das ist meine Kontur. Ganz ohne Messen, in 3 Klicks erledigt. 
Weiterhin kannst du dir auch das Gehäuse als Stepfile in dein Projekt 
laden und siehst sofort, wenn ein Bauteil das Gehäuse berührt -> du 
kannst direkt prüfen, ob der SVB, welcher am Gehäuse angeschraubt werden 
soll auch so platziert ist, daß das funktioniert.

wie gesagt, es kommt drauf an, wieviele und wie komplexe Projekte ihr im 
Jahr bearbeitet, ob sich Altium in der Anschaffung lohnt oder nicht.

: Bearbeitet durch User
von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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Christian B. schrieb:
> Wenn du es
> schaffst mit Altium einen Mannmonat an Arbeit einzusparen

Ich dachte erst, du trägst da etwas dick auf ... Aber nachdem ich ein 
Overview-Video [1] angeschaut hab, glaub ich dir das sogar ... Ist ja 
krass, was Altium alles kann ...



[1] https://www.youtube.com/watch?v=YcTL7iqdYz0

von Layouter (Gast)


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Das ist wieder Typisch für dieses Forum. Wenn jemand ein Thema über 
Eagle eröffnet wird er von allen Seiten befeuert, dass das Programm Mist 
ist und er umsteigen soll.
Er sucht aber eine Lösung in Eagle und nicht ein anderes Programm!!

Deshalb hier meine Lösung für das Problem:

Ich nutze seit langer Zeit dafür FreeCAD. Dafür gibt es die Erweiterung 
PCB2Freecad

https://sourceforge.net/projects/eaglepcb2freecad/

Dazu gehört auch eine ULP für Eagle. Man brauch in Eagle nur noch einen 
Button drücken und schon öffnet sich FreeCAD mit dem Imoprt-Fenster 
(Dort kann man noch ein paar Optionen auswählen).

Man erhält eine Baugruppe, die man auch als .Step Datei abspeichern 
kann.

Beim Einrichten neuer Bauteile muss man den Footprints in Eagle 3D 
Bodies (step, iges, ...) zuordnen, sowie deren Lage auf der Platine 
bestimmen (Drehung, Höhe,..) Das muss man aber für ein Bauteil immer nur 
einmal machen.
Für die wichtigsten Bauteile gibt es eine fertige 3D Sammlung, den Rest 
bekommt man im Netz.

Die Verwendung der Erweiterung ist in einem PDF sehr gut beschrieben.

Ich hoffe, das dir das weiter hilft.

Viele Grüße

von Fabian P. (Firma: www.cyberlabs.at) (tropaion)


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Ich habe 3D-Modelle aus Eagle über SketchUp erstellt.

http://www.cyberlabs.at/3d-modelle-aus-eagle-erstellen/

Hier ein Beispiel:

http://www.cyberlabs.at/bau-einer-back-to-the-future-time-console/

Mfg,
Tropaion

von Unrouted (Gast)


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FreeCAD hat auch einen integrierten IDF Import.

Verwendung wie folgt
EAGLE --> IDF export (2 IDF Dateien) per ULP
(Eagle Extrusionsdaten + Koordinaten in den Bauteilen der EAGLE 
Bibliothek)

IDF Import in FreeCAD
1. Extrudiert vorhandene 3D Daten aus den Eagle Informationen
2. Platziert automatisch darüber "schöne" STEP... Modelle

Zuordnung der Modelle in FreeCAD über .csv Datei mit Bezug zum 
Footprint.

Und ja, FreeCAD ist in Entwicklung. Evtl. muss man sich hierfür ein 
wenig durch python Scripts kämpfen.

von Tom W. (Gast)


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Würdest Du das tool als für professionelle Designs als qualifizierbar 
ansehen?

Wir würden uns gerne von den klassischen Herstellern lösen, weil wir 
einige Sonderanforderungen haben, die wir selber lösen möchten, da die 
lieben Hersteller sich das immer sehr teuer bezahlen lassen. (Mentor 
zuletzt im sechsstelligen Bereich angeboten)

von David .. (volatile)


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Thomas W. schrieb:
> Würdest Du das tool als für professionelle Designs als qualifizierbar
> ansehen?
>
> Wir würden uns gerne von den klassischen Herstellern lösen, weil wir
> einige Sonderanforderungen haben, die wir selber lösen möchten, da die
> lieben Hersteller sich das immer sehr teuer bezahlen lassen. (Mentor
> zuletzt im sechsstelligen Bereich angeboten)

Vmtl eher nein, alleine weil es noch in der Entwicklung ist - Probleme 
hatte ich waehrend der Benutzung aber keine.
Ich befuerchte aber, dass du das selber testen musst...

von W.S. (Gast)


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Layouter schrieb:
> Ich nutze seit langer Zeit dafür FreeCAD. Dafür gibt es die Erweiterung
> PCB2Freecad

Das ist alles sehr schön - im Prinzip.

Das Problem dabei ist Freecad. Es ist sowas von konträr zu Eagle, daß 
zumindest ich mich inzwischen weigere, mich mit Freecad weiter zu 
befassen. Man muß wohl wegen des ins Extreme getriebenen Tool-Denkens 
ein eingefleischter Unixer sein, um damit warm zu werden. Ich will eine 
in sich stimmige Anwendung und keinen Wagon voll kleiner Python-Tools, 
die alle miteinander eben nicht in Verbindung stehen.

Eine Brücke zwischen Eagle und Sketchup hingegen dürfte weitaus besser 
sein, denn beide Programme sind in ähnlicher Denke konzipiert.

W.S.

von Mampf F. (mampf) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Es ist sowas von konträr zu Eagle, daß
> zumindest ich mich inzwischen weigere, mich mit Freecad weiter zu
> befassen.

Das wird dich dann sicherlich freuen zu hören, dass Eagle bald mit 
Autocad verzahnt wird und du dann ein konsistent bedienbares Produkt 
erhalten wirst - ach moment ja, ihr wollt ja alles umsonst ... So wird 
das natürlich nichts ;-)

Wenn du schon Geld hättest, würdest du ja bisher auch schon mit dem 
Altium-Designer arbeiten ...

Für Arbeitslose & Studenten bietet sich eh Linux und Kicad an, dann ist 
es auch konsistent mit FreeCad lol

Hihi, sorry ... War weniger bissig gemeint, als geschrieben :)

von Christian B. (luckyfu)


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Mampf F. schrieb:
> Das wird dich dann sicherlich freuen zu hören, dass Eagle bald mit
> Autocad verzahnt wird und du dann ein konsistent bedienbares Produkt
> erhalten wirst

wers glaubt... Ich würde mir davon nicht allzuviel versprechen.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo W.S.

W.S. schrieb:

> Man muß wohl wegen des ins Extreme getriebenen Tool-Denkens
> ein eingefleischter Unixer sein, um damit warm zu werden.

Ich verstehe gerade das Problem nicht. Schaltplanzeichen- und 
Platinenlayoutprogramme sind doch schon "Tools" an sich?
Wo ist da ein Problem?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Ohne das konkrete Programm zu kennen: Es macht schon einen Unterschied, 
ob ich eine gut integrierte Suite verwende, oder ein Dutzend einzelne 
Programme, die nur leidlich aufeinander abgestimmt sind.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Thorsten O. schrieb:
> Ohne das konkrete Programm zu kennen: Es macht schon einen Unterschied,
> ob ich eine gut integrierte Suite verwende, oder ein Dutzend einzelne
> Programme, die nur leidlich aufeinander abgestimmt sind.

Sicherlich.

Bloß muss man dann festlegen, was "gut integriert" und was vielleicht 
einfach nur "ham wa schon immer so jemacht!" bedeutet.

W.S. schrieb:
> Ich will eine in sich stimmige Anwendung und keinen Wagon voll kleiner
> Python-Tools, die alle miteinander eben nicht in Verbindung stehen.

Ich kann das bei FreeCAD nicht erkennen.

Bei FreeCAD bspw. sah ich bisher keine Notwendigkeit, mich mit Python zu 
beschäftigen - auch wenn das geht und man damit tolle Makros schreiben 
kann.

Man kann mit dem Programm problemlos per Maus arbeiten, ohne auch nur 
eine Zeile programmieren oder mehr als Zahlen eingeben zu müssen.

Welche "Python-Tools" sind denn gemeint, die nicht miteinander in 
Verbindung stehen?

von David .. (volatile)


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Chris D. schrieb:

> Ich kann das bei FreeCAD nicht erkennen.
>
> Bei FreeCAD bspw. sah ich bisher keine Notwendigkeit, mich mit Python zu
> beschäftigen - auch wenn das geht und man damit tolle Makros schreiben
> kann.
>
> Man kann mit dem Programm problemlos per Maus arbeiten, ohne auch nur
> eine Zeile programmieren oder mehr als Zahlen eingeben zu müssen.

! Exakt

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Chris.

Chris D. schrieb:

> Man kann mit dem Programm problemlos per Maus arbeiten, ohne auch nur
> eine Zeile programmieren oder mehr als Zahlen eingeben zu müssen.

Und um die Zahlen wirst Du kaum herumkommen, weil es für technische 
Anwendungen eben sehr oft sehr sinnvoll ist, parametrische Eingaben zu 
machen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thorsten.

Thorsten O. schrieb:
> Ohne das konkrete Programm zu kennen: Es macht schon einen Unterschied,
> ob ich eine gut integrierte Suite verwende, oder ein Dutzend einzelne
> Programme, die nur leidlich aufeinander abgestimmt sind.

Schon. Aber im allgemeinen verwende ich ja Tools, um flexibel auf 
unterschiedliche Anforderungen zu reagieren.

Wenn ich etwas zu Transportieren habe, mache ich mir ja auch Gedanken, 
ob ich z.B. Kisten habe, oder ob mein Transportgut flüssig ist, und 
wähle dann einen Tankwagen für flüssiges, und einen Kastenwagen für die 
Kisten. Alternativ einen Kastenwagen für Fässer mit flüssigem Inhalt 
kann situationsbedingt natürlich auch sinnvoll sein.

Demzufolge erwarte ich auch, dass die Tools halt unterschiedlich sind. 
Oft sind die "Tools" Komandozeilenprogramme, die aber vom Hauptprogramm, 
für die sie Hilfsprogramme sind per GUI bedient werden können.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd W. schrieb:
>> Man kann mit dem Programm problemlos per Maus arbeiten, ohne auch nur
>> eine Zeile programmieren oder mehr als Zahlen eingeben zu müssen.
>
> Und um die Zahlen wirst Du kaum herumkommen, weil es für technische
> Anwendungen eben sehr oft sehr sinnvoll ist, parametrische Eingaben zu
> machen.

So sieht es aus.

Ich kenne kein CAD-System, in dem man das nicht müsste.
Irgendwoher müssen die Maße eben kommen.

Gedankenlesen ist leider(?) noch nicht implementiert :-}

: Bearbeitet durch Moderator
von W.S. (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Ich verstehe gerade das Problem nicht.

Ach Bernd, hast du dir denn schon mal Freecad und Sketchup selbst 
angeschaut und benutzt? wenn ja, dann müßte dir der gewaltige 
Unterschied zwischen beiden doch sowas von aufgefallen sein, 
aufgefallener geht's wirklich nicht.

Bei Sketchup kann man das generelle Funktionsprinzip mit nur wenigen 
dürren Worten recht schlüssig schildern: Man arbeitet in einem 
dreidimensionalen Raum, verlegt dort Linien und verbindet sie zu Flächen 
und macht aus diesen Flächen Körper. Dabei kann man numerisch präzise 
Konstruktions-Hilfspunkte und Hilfslinien setzen, um eine exakte 
Konstruktion zu erzielen.  So.

Bei Freecad findet sich nicht einmal eine schlüssige Schilderung des 
Funktionsprinzipes. Hier mal ein Zitat:

"Das Hauptkonzept der Oberfläche von FreeCAD besteht in der Aufteilung 
in mehrere Arbeitsbereiche. Ein Arbeitsbereich stellt eine Ansammlung 
von Werkzeugen dar, die auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten sind"

Ja. Wenn das Hauptkonzept darin besteht (und genau SO sieht das Ganze 
auch aus!), mehrere Arbeitsbereich zu haben, was ist da denn nun mit dem 
Funktionskonzept? Ich vermisse selbiges. Nebenbei gesagt sind es keine 
echten Tools, sondern sozusagen Einmal-Tools. Finde ich doof. Gegensatz 
Sketchup und Eagle: wenn man dort ein Werkzeug auswählt, dann behält man 
es in der Hand, bis man es selbst wieder weglegt. Finde ich schlüssiger.

Jetzt sag nicht "such doch nach Tutorials". Das Wichtigste an einer 
komplexen Anwendung ist nicht, irgend ein Beispiel sklavisch 
nachzuklicken, sondern es ist das Erklären des Funktionsprinzipes, also 
wie wendet man es an - und nicht was haben wir für Bereiche. Und auch 
nicht der Drill aka Tutorial ("Wir machen jetzt nen Würfel: Also klicke 
zuerst dahin, dann dorthin, dann ...")

Nochwas:
Bei Sketchup hat man mit Maßband und Winkelmesser und Setzen von 
Konstruktions- und Referenzpunkten und der numerischen Eingabezeile und 
dem relativ klugen Rastverhalten allzeit ein zwar ungewöhnlich 
aussehendes, aber funktionelles Mittel, um exakt zu arbeiten. Sieht 
unprofessionell aus - ist es aber nicht.

Bei Freecad vermisse ich das komplett. Es ist ein Sack von einzeln 
dastehenden Tools, die gegenseitig nichts (oder fast nichts) voneinander 
wissen. Mit sowas will ich mich nicht herumärgern müssen. Wenn mir ein 
Programm direkt am Anfang zu sehr mißfällt, dann hat es verloren, ich 
quäle mich dann nicht weiter durch. Das ist genauso wie das mit dem 
Footprint-Zuordnen bei Kicad - worüber schon genug diskutiert wurde.

Ich schätze, daß all diejenigen, die mit Eagle arbeiten, mental auch 
weitaus eher zu Sketchup passen als zu Freecad. Genau das war's. Bei dir 
sehe ich das anders, du bist offenbar ganz anders gestrickt, weswegen du 
auch Kicad besser findest als Eagle. Nun, wenn man dieser Logik folgt, 
müßtest du dich auch bei Sketchup unwohl befinden.

W.S.


Nachtrag:

Chris D. schrieb:
> Ich kann das bei FreeCAD nicht erkennen.
>
> Bei FreeCAD bspw. sah ich bisher keine Notwendigkeit, mich mit Python zu
> beschäftigen..
>
> Man kann mit dem Programm problemlos per Maus arbeiten

Bist du wirklich so oberflächlich?
Schau dir doch mal das Verzeichnis von Freecad näher an. Ich habe nicht 
verlangt, daß du dich mit Python beschäftigst, sondern geschrieben daß 
Freecad eben - mal salopp gesagt - eine leere Kiste mit einigen Fächern 
drin ist, wo die Leute einen Sack voll von eben in Python geschriebenen 
Tools hineingekippt haben. In jedes Fach eine Tüte voll solcher kleiner 
Tools. Jedes für sich, eben ein Potpourri, ein Kessel Buntes und kein 
Gesamtsystem. Wer das mag, bittesehr. Ob man sowas per Namen aufruft 
oder auf ein zugehöriges Icon klickt, ist doch nebensächlich.

von David .. (volatile)


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W.S. schrieb:
> [schwurbel]

Was willst du eigentlich in diesem Thread? Benutz doch Sketchup (welches 
nebenbei bemerkt kein besonders tolles Tool ist - kann das eigentlich 
immernoch nicht das 3D-Standardformat STEP im-/exportieren?) und sei 
zufrieden. Niemanden interessiert, dass du dich weigerst, dich in andere 
Tools einzuarbeiten.

Ist es nicht auch so, dass 'alle' 'unserer' Programme ein Eindenken 
erfordern? Eagle, KiCad, Altium, OpenSCAD, das gute alte PovRay... In 
der Branche, um die sich das Forum dreht, wird von einem erwartet, dass 
man sich in soetwas Banales wie Freecad/Eagle in 3D in kurzer Zeit 
einarbeiten kann...
Also bitte!

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Bei Sketchup kann man das generelle Funktionsprinzip mit nur wenigen
> dürren Worten recht schlüssig schildern: Man arbeitet in einem
> dreidimensionalen Raum, verlegt dort Linien und verbindet sie zu Flächen
> und macht aus diesen Flächen Körper. Dabei kann man numerisch präzise
> Konstruktions-Hilfspunkte und Hilfslinien setzen, um eine exakte
> Konstruktion zu erzielen.  So.

Genau dasselbe hast Du auch bei FreeCAD. Wenn Du möchtest.
Alles dazu Notwendige findet sich in der Sketcher-Workbench.

> Hier mal ein Zitat:
>
> "Das Hauptkonzept der Oberfläche von FreeCAD besteht in der Aufteilung
> in mehrere Arbeitsbereiche. Ein Arbeitsbereich stellt eine Ansammlung
> von Werkzeugen dar, die auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten sind"
> Ja. Wenn das Hauptkonzept darin besteht (und genau SO sieht das Ganze
> auch aus!), mehrere Arbeitsbereich zu haben, was ist da denn nun mit dem
> Funktionskonzept?

Das steht doch dort: jeder Arbeitsbereich enthält alle notwendigen 
Werkzeuge, um die Funktion zu erfüllen, für die dieser Arbeitsbereich 
gedacht ist.

Wenn ich eine 2D-Zeichnung anfertigen möchte, dann benötige ich keine 
3D-Operationen. Also werden diese dann auch nicht angeboten.

Genau so benötige ich für eine FEM-Analyse keine 3D-Grundkörper. Also 
lässt man sie weg. Dafür gibt es eben andere Befehle.

Die Einführung von Arbeitsbereichen ist ja keine Erfindung von FreeCAD. 
Sie wurde notwendig, weil die Anzahl der Möglichkeiten in CAD-Systemen 
immer weiter anstiegen. Glaub mir, Du möchtest nie wieder zurück zu 
AutoCAD 2000 und der Icon-Flut, wenn Du einmal mit Arbeitsbereichen 
gearbeitet hast.

Du kannst natürlich auch immer alles einblenden und die Arbeitsbereiche 
übrigens auch selbst zusammenstellen und eigene anlegen.

Du musst Dich allerdings mit den Arbeitsbereichen selbst auch 
beschäftigen.

> Ich vermisse selbiges. Nebenbei gesagt sind es keine
> echten Tools, sondern sozusagen Einmal-Tools. Finde ich doof. Gegensatz
> Sketchup und Eagle: wenn man dort ein Werkzeug auswählt, dann behält man
> es in der Hand, bis man es selbst wieder weglegt. Finde ich schlüssiger.

Kann es sein, dass Du FreeCAD noch nie wirklich benutzt hast? 
Selbstverständlich kannst Du bspw. so lange Linien konstruieren, bis Du
keine Lust mehr hast. Ohne das Werkzeug immer neu auswählen zu müssen.

> Bei Sketchup hat man mit Maßband und Winkelmesser und Setzen von
> Konstruktions- und Referenzpunkten und der numerischen Eingabezeile und
> dem relativ klugen Rastverhalten allzeit ein zwar ungewöhnlich
> aussehendes, aber funktionelles Mittel, um exakt zu arbeiten. Sieht
> unprofessionell aus - ist es aber nicht.

Genau dasselbe hast Du auch im Sketcher von FreeCAD. Winkel, Maßangaben, 
Konstruktionspunkte, Beziehungen zwischen Elementen, Rastverhalten usw.

Nennt sich parametrisches Konstruieren und ist eine der Möglichkeiten, 
bspw. 3D-Objekte zu erstellen.

Andere Möglichkeiten sind geometrische Operationen mit Grundkörpern. 
Auch das unterstützt FreeCAD. Und da das ein ganz anderes Konzept als 
das parametrische Konstruieren mit Constraints ist, erhält es eine 
eigene Workbench, in der die entsprechenden Operationen eingeblendet 
werden.

> Bei Freecad vermisse ich das komplett. Es ist ein Sack von einzeln
> dastehenden Tools, die gegenseitig nichts (oder fast nichts) voneinander
> wissen.
> Mit sowas will ich mich nicht herumärgern müssen. Wenn mir ein
> Programm direkt am Anfang zu sehr mißfällt, dann hat es verloren, ich
> quäle mich dann nicht weiter durch.

Ok, das ist eine Einstellung, mit der man sich natürlich nie in 
komplexere Software einarbeiten kann. Damit erübrigt sich auch eine 
Diskussion über ein CAD-System und seine Vor- und Nachteile, schlicht 
weil man weder die einen noch die anderen kennt.

Einfach mal eine Stunde Rumklicken reicht nicht, um eine komplexe 
Software einschätzen zu können.

So etwas ist eben kein Minesweeper.

> Ich schätze, daß all diejenigen, die mit Eagle arbeiten, mental auch
> weitaus eher zu Sketchup passen als zu Freecad. Genau das war's. Bei dir
> sehe ich das anders, du bist offenbar ganz anders gestrickt, weswegen du
> auch Kicad besser findest als Eagle. Nun, wenn man dieser Logik folgt,
> müßtest du dich auch bei Sketchup unwohl befinden.

Ich hingegen schätze, dass man sich überhaupt erstmal etwas mit einer 
Software beschäftgen muss, um darüber sinnvolle Urteile abgeben zu 
können.

Das ist vollkommen unabhängig davon, ob man dann Sketcher oder 
FreeCAD/Inventor etc. präferiert.

Aber man sollte die Sachen wenigstens mal eine gewisse Zeit benutzt 
haben.

: Bearbeitet durch Moderator
von W.S. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Einfach mal eine Stunde Rumklicken reicht nicht, um eine komplexe
> Software einschätzen zu können.

Das sagst du jetzt.
Ich sehe das nicht so.
Am Anfang steht bei mir das Manual und dort will ich lesen können, wie 
man mit dem Programm im Prinzip umgeht, also wie es funktioniert. 
Anschließend kommt der erste Start und da will ich schon nach spätestens 
1 Minute wenigstens was völlig Primitives auf der Glotze sehen.
Sozusagen das grafische Hello World.
Daß man sich dann in all die Feinheiten einarbeiten muß, ist mir klar. 
Das kommt mit der Zeit. Bei Autocad hatte ich vor gefühlten 100 Jahren 
auch zuerst mit einfachen 2D Zeichnungen angefangen - und das mit den 
vergleichsweise primitiven Mitteln, die man damals unter DOS hatte. Die 
Hardware ist heutzutage weitaus besser geworden, aber Programme wie 
Freecad sehen immer noch störrisch aus.

W.S.

von il Conte (Gast)


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W.S. schrieb:
> aber Programme wie
> Freecad sehen immer noch störrisch aus

Dieses Verhalten kann man durchaus auch bei Menschen fesstellen ;-)??

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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W.S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Einfach mal eine Stunde Rumklicken reicht nicht, um eine komplexe
>> Software einschätzen zu können.
>
> Das sagst du jetzt.
> Ich sehe das nicht so.
> Am Anfang steht bei mir das Manual und dort will ich lesen können, wie
> man mit dem Programm im Prinzip umgeht, also wie es funktioniert.

Das kannst Du auch bei FreeCAD. Ich selbst arbeite ja auch erst etwas 
über einem Jahr bei FreeCAD und auch ich musste erst lernen, wie man mit 
den Arbeitsbereichen umgeht, einfach weil ich das bisher nicht kannte.

Glücklicherweise habe ich dann aber nicht hingeschmissen sondern 
geguckt, was die einzelnen Workbenches denn so alles können:

http://freecadweb.org/wiki/index.php?title=Workbenches

Und dann war schnell klar, dass die "Part Workbench" das ist, was ich 
von AutoCAD her kannte, also boolsche Operationen auf primitiven 
Grundformen.
Damit konnte ich dann schnell erste Teile konstruieren.

> Anschließend kommt der erste Start und da will ich schon nach spätestens
> 1 Minute wenigstens was völlig Primitives auf der Glotze sehen.
> Sozusagen das grafische Hello World.

Das ist aber kein wirklich gutes Ausschlusskriterium, denn man verbaut 
sich damit den Zugang zu Programmen, die einfach aufgrund der 
Komplexität der Aufgaben Dein "Hello World!" nicht auf allen Ebenen 
bieten können.

Eine FEM-Analyse oder bspw. die "Sheet bending workbench" für das 
automatische Biegen von Blechen kann man nicht in einer Minute so 
beherrschen, dass man Ergebnisse erhält.

Aber davon abgesehen kann man das natürlich für einfache Dinge auch 
unter FreeCad haben, z.B. beim Basic modeling tutorial:

http://freecadweb.org/wiki/index.php?title=Basic_modeling_tutorial

Es dürfte keine fünf Minuten dauern, bis man dort sein erstes 3D-Objekt 
erstellt hat. Viele dieser Tutorien sind extra für Anfänger konzipiert.

> Die
> Hardware ist heutzutage weitaus besser geworden, aber Programme wie
> Freecad sehen immer noch störrisch aus.

Das täuscht :-)

Die Art der Konstruktion hat sich aber in dem zeitraum deutlich 
verändert. Die Konstruktion mit Constraints bspw. war für mich für 
FreeCAD auch neu und ich habe eine gewisse Zeit benötigt, um die 
Vorteile zu erkennen.

Jetzt möchte ich diese Art der Konstruktion nicht mehr missen (und freue 
mich schon auf die 3D-Constraints in den nächsten Versionen).

Hätte ich mich da nicht eingearbeitet, wären mir diese neuen 
Möglichkeiten verschlossen geblieben.

Wenn Du mit dem Sketcher gut zurechtkommst, dann solltest Du den auch 
verwenden. Aber man sollte sich immer die Tür offenhalten und schauen: 
"Was kann andere Software?".

Und wenn es dort anfangs etwas schwieriger wird, weil man seine eigenen 
ausgetrampelten Pfade verlassen muss - und das geht mir ganz genau so -, 
dann kann sich das langfristig sehr lohnen.

Aber nun genug OT von meiner Seite zu FreeCAD - hier geht es ja um Eagle 
3D.

von Wühlhase (Gast)


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Mampf F. schrieb:
> Christian B. schrieb:
>> Wenn du es
>> schaffst mit Altium einen Mannmonat an Arbeit einzusparen
>
> Ich dachte erst, du trägst da etwas dick auf ... Aber nachdem ich ein
> Overview-Video [1] angeschaut hab, glaub ich dir das sogar ... Ist ja
> krass, was Altium alles kann ...

Altium kostet auch deutlich weniger als man es erwarten würde (eine 
Einzellizenz liegt irgendwo in der Nähe von 4.000 Euro oder so ähnlich). 
Es gibt auch kein so kompliziertes Lizenzmodell wie bei Eagle (Betrag x 
-> maximal Eurokarte mit soundso vielen Layern, für Betrag y Platine in 
Türblatt-Größe), sondern es gibt einfach nur die 
Altiumdesigner-Vollversion.

Es gibt allerdings einige Zusatztools für Altium, die extra kosten. 
Diese werden jedoch nicht von Altium hergestellt, da verdienen andere 
Firmen dran. Da wäre z.B. ein Simulationswerkzeug zur 
Stromdichteverteilung/Spannungsfall im Layout oder ein 
Bauteilverwaltungs- und beschaffungsprogramm (sehr nett bei größeren 
Stückzahlen).

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Wühlhase.

Wühlhase schrieb:

> Da wäre z.B. ein Simulationswerkzeug zur
> Stromdichteverteilung/Spannungsfall im Layout

Mit Skineffekt bzw. Proximitieffekt Berücksichtigung?

> oder ein
> Bauteilverwaltungs- und beschaffungsprogramm (sehr nett bei größeren
> Stückzahlen).

Sowas ist toll. Aber wie integriert sich sowas in schon vorhandene 
konzerweite Materialwirtschaftssysteme?

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Wühlhase (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Hallo Wühlhase.
>
> Wühlhase schrieb:
>
>> Da wäre z.B. ein Simulationswerkzeug zur
>> Stromdichteverteilung/Spannungsfall im Layout
>
> Mit Skineffekt bzw. Proximitieffekt Berücksichtigung?

Nein...nur Gleich- bzw. Effektivströme. Und das berechnet noch 
nichteinmal die absolute Temperatur.

Das Simulationsprogramm wird von irgendeiner deutschen Firma 
hergestellt, die viel mit Simulation machen. In der letzten mir 
bekannten Version ist es noch relativ nutzlos, finde ich zumindest. Es 
ist allerdings anzunehmen, daß die das noch weiter entwickeln. Da steckt 
ne Menge Potential drin.


Bernd W. schrieb:
>> oder ein
>> Bauteilverwaltungs- und beschaffungsprogramm (sehr nett bei größeren
>> Stückzahlen).
>
> Sowas ist toll. Aber wie integriert sich sowas in schon vorhandene
> konzerweite Materialwirtschaftssysteme?

Weiß ich nicht genau...ich benutze es nicht. Ich hab davon aber mal eine 
nette Vorführung gesehen. Das Teil läuft einmal über das Projekt und 
versucht, anhand von allen möglichen Bauteilparametern jedes Bauteil 
exakt zu identifizieren. Das Programm gibt auch an, wie sicher es sich 
bei seiner Wahl ist und zeigt die Preise aller möglichen Distris sowie 
mögliche Alternativen an. Macht den Einkäufer also weitgehend 
arbeitslos.

Altium selber gibt für Materiallisten z.B. Excel-Dateien aus. Kann 
Altium auch nach benutzerdefinierter Vorlage generieren. Vermutlich 
funktioniert das darüber.

Ist halt auch eine Frage, wie flexibel die vorhandenen 
Materialwirtschaftssysteme sind. Daran hapert es oft, schätze ich.

von Lukas (Gast)


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Ich nutze auf dem Mac das Programm Copper. Damit lassen sich auch direkt 
Stückllisten erstellen und Preise bei verschiedenen Lieferanten 
nachschlagen. copper-app.com

von Björn G. (tueftler)


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David .. schrieb:
> Hardy F. schrieb:
> Ja, das waere besser. Ich habe auch mit Altium geliebaeugelt, aber das
> muss bezahlt werden (besonders fuer kommerzielle Projekte). Weiss nicht
> ob ich das durch kriege.
> Abgesehen davon ist zB Altium auch ein Riesenbrocken, oft reicht
> elektrisch Eagle, aber mechanisch nicht...

Schau Dir doch mal CircuitStudio von Altium an.
Meiner Meinung nach ein guter Kompromiss wenn man nicht den 
"Riesenbrocken" braucht. Vault ist auch dabei...


Thema Freecad... Hatte ich vor ca vier Jahren mit gearbeitet da es kein 
Geld für ein anständiges 3d-Programm gab. Nachdem es dann plötzlich 
mitten in einem Projekt ständig abgestürzt ist und das Projekt 
durcheinander geschmissen hat, habe ich gestreikt.
Nun nutze ich wenigstens Geomagic Design, was aber natürlich auch Bugs 
hat - aber nicht so gravierende (wie damals).

: Bearbeitet durch User

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