Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik gesucht: 50Hz Generator fein einstellbar


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Andi M. (andi6510) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

ein Kollege benötigt für seinen Plattenspieler einen 50 Hz Generator. 
Dieser soll die 50Hz ersetzen, die dort aus der Netzfrequenz gewonnen 
werden und den Antrieb synchronisieren. Der Generator soll Quarzgenau 
sein und sich in einem gewissen Bereich verstimmen lassen. Idealerweise 
mit zwei Tastern für schneller und langsamer in möglichst feinen 
Schritten. Er will damit eine Art pitch-control nachrüsten.
Ich habe ihm vorgeschlagen so etwas auf Basis eines Mikrocontrollers zu 
realisieren. Jetzt ist der Kollege allerdings rein analog vorbelastet 
und entwickelt prima Höchstfrequenzschaltungen. Mit digitaler Elektronik 
und Programmierung hat er aber so gar nichts am Hut. Daher hätte er 
gerne eine mehr oder weniger fertige Lösung. Einen Atmel Controller zu 
flashen könnte ich für ihn erledigen, für die komplette Entwicklung 
fehlt mir allerdings momentan die Zeit, auch wenn das ganze vermutlich 
in einem Wochenende erledigt wäre.

Daher nun meine Frage:
Kennt jemand von euch eine fertige Schaltung, die das gewünschte leistet 
und die man nur noch nachbauen muss? Oder sogar einen fertigen Bausatz 
mit Platine, vorprogrammiertem Controller etc? Für sachdienliche 
Hinweise wäre ich sehr dankbar!

----
http://www.fpgasid.de

: Verschoben durch Moderator
von Christian S. (roehrenvorheizer)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

sollen 230V 50Hz für einen Spaltpolmotor generiert werden oder wird nur 
ein 50Hz-Signal ohne Leistung benötigt?

Würde man einfach mittels Timer im Mikrocontroller herunter teilen, sehe 
ich den Jitter durch den Interrupt als mögliche Störung des Gleichlaufs. 
Dir Frage wäre nur, inwiefern dieser relevant ist.


Erstaunlich, wie weit entfernt die Höchstfrequenztechnik von "normaler" 
Elektronik doch entfernt liegt.

Mit freundlichem Gruß

von Joe F. (easylife)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert

von Andi M. (andi6510) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nach seiner Aussage benötigt er nur das Signal ohne Leistung. Ich 
vermute, der Plattenspieler regelt die Drehzahl mit einer PLL aus einem 
Tachosignal und der 50 Hz Referenz.
Wenn man das Signal aus einer hohen Clock von z.B. 16MHz mit 
ganzzahligen Teilern runter teilt, bekommt man keinen zusätzlichen 
jitter. Der kommt erst hinzu, wen man fraktionale Teilerverhältnisse 
braucht. Aber das ist hier aufgrund der hohen Teiler nicht nötig.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Motor-Netzteil oben aus dem Link scheint aber keinen Quarz zu haben, 
sondern eine Wien-Robinson-Brücke, die direkt den Sinus erzeugt.

von Jobst M. (jobstens-de)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
DDS. AD9833 mit 1MHz Quarzoszillator dran lässt sich in 4mHz Schritten 
verstellen. Ich habe auch schon mal irgendwo etwas mit 4pHz in den 
Händen gehabt. Wenn es das sein soll, suche ich das nochmal heraus.


Gruß

Jobst

von Andi M. (andi6510) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Interessanter Baustein. Um den anzusteuern brauche ich aber auch wieder 
einen Mikrocontroller, und wenn ich den schon am Start habe, kann der 
mir die 50 Hz ja auch gleich erzeugen... hmmmm....

von Jobst M. (jobstens-de)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na denn: eine schnelle PWM, ein Tiefpass mit 50Hz. (Nicht, dass Du noch 
einen externen DAC benötigst)
Einen IRQ alle 1ms, in welcher ein 16-Bit Phasenakkumulator um 3277 (+/- 
je nach Geschwindigkeit) erhöht. Mit den oberen 8-Bit in einer 
256-stelligen Sinustabelle nachgeschlagen, diesen Wert in die PWM.
Im Hauptprogramm Tastenabfrage, Setzen des Additionswertes. (Winkel pro 
ms, 65536 = 360° bzw. Wert = (Frequenz * 65536)/ 1000)


Gruß

Jobst

von Ralph B. (rberres)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. schrieb:
> Idealerweise
> mit zwei Tastern für schneller und langsamer in möglichst feinen
> Schritten. Er will damit eine Art pitch-control nachrüsten.

Welche Auflösung? und welcher Stellbereich?

Mann könnte sowas mit einen TTL Grab realisieren, ganz ohne 
Programmierung, mit Hilfe von Zählerics einen oder mehreren 
BCD-Dezimaldecoder mit 16 Ausgängen und einen Widerstandsnetzwerk für 
die Sinus nachzubilden.

Ist aber ein Hardwareaufwand der schnell mal eine Eurokarte mit ICs 
füllen könnte.

Hat aber den Vorteil es kann kein Programm abstürzen, muss auch keines 
erstellen.

Gab es nicht in den Buchreihen 30X Schaltungen von Elektor so einen 
Bauvorschlag?

Ralph Berres

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ralph B. schrieb:
> Welche Auflösung? und welcher Stellbereich?

Rechteck oder Sinus?

Also mal Butter bei die Fische.

von Andi M. (andi6510) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Rechteck. Kein sinus!

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. (andi6510) schrieb:
> Rechteck. Kein sinus!

Also eine der nötigen Angaben hätten wir damit schon.
Wann kommt der Rest?

von Andi M. (andi6510) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.

von Norbert (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. (andi6510) schrieb:
> Idealerweise mit zwei Tastern für schneller und langsamer
> in möglichst feinen Schritten.

> Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.

Also 10000 Werte mit zwei Tastern. Cool!

von Peter D. (peda)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. (andi6510) schrieb:
> Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.

10Hz / 1mHz = 10.000 Tastendrücke. Mußt Du aber Geduld haben.
Wie wärs mit realistischen Angaben?

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. (andi6510) schrieb:
> Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.

Ich habe Schaltung und Programm für einen NF-Rechteckgenerator, der über 
den Bereich 0,1 Hz - 10 kHz per Schrittmotor als Drehgeber abgestimmt 
wird. Durch Drehdynamik ist der große Bereich schnell 'durchgedreht' ;-)
Es ist kein Problem den Bereich auf 45 - 55 Hz einzugrenzen.

Die Frequenz wird mit einem STM32F407 erzeugt und ist superfein 
aufgelöst. Der eingestellte Wert wird per LC-Anzeige abgelesen.

Als Hardware verwende ich eine abgemagerte Schaltung von dieser 
http://mino-elektronik.de/FM_407/fmeter_407.htm#a3. Vielleicht kannst Du 
es gebrauchen.
Alternativ würde auch ein STM32F4-Discovery-Board als Hardware reichen.

von THOR (Gast)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Peter D. schrieb:
> Andi M. (andi6510) schrieb:
>> Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.
>
> 10Hz / 1mHz = 10.000 Tastendrücke. Mußt Du aber Geduld haben.
> Wie wärs mit realistischen Angaben?

Kann man ja was dran machen, ab 5 Sek. gedrückt halten 100er Schritte 
oder so.

Oder 2 Potis, grob und fein.

von Andi M. (andi6510) Benutzerseite


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ich habe Schaltung und Programm für einen NF-Rechteckgenerator, der über
> den Bereich 0,1 Hz - 10 kHz per Schrittmotor als Drehgeber abgestimmt
> [...]
> Als Hardware verwende ich eine abgemagerte Schaltung von dieser
> http://mino-elektronik.de/FM_407/fmeter_407.htm#a3. Vielleicht kannst Du

Cool, das würde zumindest die Voraussetzung "fix und fertig zum 
Nachbauen" erfüllen. Allerdings doch ein bisschen overkill für den 
Anwendungszweck.

Ich muss mal mit meinem Kollegen beratschlagen (sehe ihn erst wieder im 
nächsten Jahr). Womöglich läuft es dann doch darauf hinaus, dass ich ihm 
ein ATMEGA88 aufs Auge drücke und die Firmware für ihn erstelle. Wäre 
eben schön gewesen, wenn es sowas schon fix und fertig gäbe.
Das Problem der Rückmeldung, welche Frequenz nun eigentlich genau 
eingestellt ist, habe ich noch gar nicht durch gedacht. Er wohl auch 
nicht.
Da brauche ich mehr Infos von ihm.

von Georg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. schrieb:
> Das Problem der Rückmeldung, welche Frequenz nun eigentlich genau
> eingestellt ist, habe ich noch gar nicht durch gedacht.

Was sonst als eine Anzeige der Frequenz, gibt es ja wie Sand am Meer. 
Zifferntastaturen übrigens auch.

Georg

von Jobst M. (jobstens-de)


Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg schrieb:
> Was sonst als eine Anzeige der Frequenz, gibt es ja wie Sand am Meer.

Speziell bei 45-55Hz fällt mir dabei der
https://de.wikipedia.org/wiki/Zungenfrequenzmesser
ein.

Georg schrieb:
> Zifferntastaturen übrigens auch.

Hmmm, was gibt man damit ein?
Ist eine Single ... 45 (enter) :-)


Hmmm. Drehgeber und 50mHz in-/decremente.


Gruß

Jobst

von Georg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. (andi6510) schrieb:
> Stellbereich 45-55 Hz. Auflösung sagen wir mal im mHz Bereich.

Jobst M. schrieb:
> Speziell bei 45-55Hz fällt mir dabei der
> https://de.wikipedia.org/wiki/Zungenfrequenzmesser
> ein.

Jobst M. schrieb:
> Hmmm, was gibt man damit ein?
> Ist eine Single ... 45 (enter) :-)

Nach der Forderung des TO beides einfach nur totaler Unsinn. Ein 
Zungenfrequenzmesser mit 10000 Zungen? Eine 2stellige Eingabe für 10000 
Werte? Kommentar überflüssig.

Georg

von Thorsten Legat der Trollkiller (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Als Testplatte verwendete ich wieder einmal hauptsächlich Diana Krall´s 
"The Girl in The other Room". Nach dem Umstecken vom Steckernetzteil auf 
das Fuss-Netzteil, klingt "I´m Pulling Through" und "Black Crow" wie 
ausgewechselt; entgrated, entschärft und gleichzeitig deutlich 
detailreicher, mit tollem Timing und Rhythmus. Alles spielt vor einem 
"schwärzeren" Hintergrund, ruhiger und dabei gleichzeitig aber auch 
insgesamt dynamischer. Instrumente und Dianas Stimme werden klarer 
akzenturiert; eine Rassel ist mir jetzt erst wirklich aufgefallen, 
ertönt frei luftig, detailliert und räumlich klar positioniert. Dianas 
Stimme! Nun endlich erklingt sie warm, voll, "mit Brust", körperhaft und 
ohne lästig scharfe S-Laute.

Janee, is klar.

von Karl O. (knorke)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und wieder mal sinds die Audiophilen, die irgendwelchen unrealistischen 
Käse wollen. Traurig. Nimm Spotify.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Audiophile Welt wird wohl vielen für immer verborgen bleiben und 
werden die Rassel nicht hinter dem Klavierbein entdecken können. Es 
sollen doch nur 50 Hz in den Plattenspieler kommen, ohne daß der TO das 
Quarz selbst von Hand feilen muß.

von Axel R. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"jemand anders" hat einen 60Hz DDS mit einem ATTiny gebastelt und dort 
über zwei MOSFETs einen kleinen Prittrafo betrieben.
war auch sowas in der Art.
Allerdings für 60Hz/110Volt.
Software war eine A4Seite Code... Sinustabelle im Flash und 
Phasenakkumulator "vorsichtig" hochzählen.

StromTuner

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. schrieb:
> Cool, das würde zumindest die Voraussetzung "fix und fertig zum
> Nachbauen" erfüllen. Allerdings doch ein bisschen overkill für den
> Anwendungszweck.

Was soll sein? Auch bei einer Schaltung mit ATmega88 braucht man eine 
Platine und ein Display, nur der µC ist ein anderer. Vorgeschlagen hatte 
ich diese Schaltung, weil dafür Platinen verfügbar sind sowie ein 
Programm, was nur minimal abgeändert werden müßte: letztlich ein 
geringer Aufwand.

> Womöglich läuft es dann doch darauf hinaus, dass ich ihm
> ein ATMEGA88 aufs Auge drücke und die Firmware für ihn erstelle. Wäre
> eben schön gewesen, wenn es sowas schon fix und fertig gäbe.
> Das Problem der Rückmeldung, welche Frequenz nun eigentlich genau
> eingestellt ist, habe ich noch gar nicht durch gedacht.

Auch dafür hätte ich etwas ;-)
http://mino-elektronik.de/fmeter/fm_software.htm#bsp13
Im Kern ist es eine Platine mit 5-stelliger LED-Anzeige und ein ATmega88 
mit ein paar freien Ein-/Ausgängen. Die Anzeige paßt genau für Deine 
Anforderungen "50.000", die Frequenz kann per Timer1 an OC1A erzeugt 
werden und den Drehgeber schließt man an andere Eingänge an. Wie man mit 
Timer1 genaue Frequenzen erzeugt, wird hier gezeigt: 
http://mino-elektronik.de/Generator/takte_impulse.htm
Und wie man abschließend einen Schrittmotor als dynamischen Drehgeber 
verwendet, findet sich hier: 
Beitrag "Schrittmotor als Drehgeber mit Dynamik, AVR"
Es muß also nicht jedes Rädchen neu erfunden werden.

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ein alternativer Drehgeber wäre natürlich ein optischer Drehgeber mit 64 
- 256 Impulsen/Umdrehung, der allerdings auch etwas kostet.

Ganz günstig hingegen wäre ein Poti, welches sich in Mittenstellung 
neutral verhält und je nach Drehrichtung und Drehwinkel, den 
Einstellwert in unterschiedlicher Schrittweite verändert. Mit 
Rückstellfeder wäre dies beispielsweise ein Joystick.

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Um ein Gefühl für die Frequenzeinstellung per Poti zu bekommen, habe ich 
ein Programm zusammengestellt und diverse Versionen getestet. Die 
Einteilung des Drehwinkels des Potis in separate (hier zehn) Stufen 
scheint mir die beste Bedienung zu ergeben. Einen Joystick habe ich 
nicht, es sollte sich aber noch besser eignen, da er sich von alleine 
auf den 0-Punkt zurückstellt.

Wer Interesse hat findet hier Schaltung, Programm und ein bißchen Text 
dazu: http://mino-elektronik.de/Generator/takte_impulse.htm#bsp9

von eagle user (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andi M. schrieb im Forum "*Analoge* Elektronik und Schaltungstechnik":

> Ein Kollege benötigt für seinen Plattenspieler einen 50 Hz Generator.
> (...)
> Jetzt ist der Kollege allerdings rein analog vorbelastet und
> entwickelt prima Höchstfrequenzschaltungen.

=> Schwebungssummer. Zwei genau gleiche VCXOs, thermisch gekoppelt. Die 
Ausgänge werden runter gemischt. Die Varicap des einen bekommt eine 
feste Vorspannung, die andere bekommt sie von einem ein 
(10-Gang-(mit-umschaltbarem-Getriebe-)) Poti. Evt. auch beide 
gegenläufig?

Wenn es unbedingt mit Tasten sein muss: Statt Poti ein Integrator. Mit 
verschiedenen Eingangswiderständen und 4 Tastern kann man << < > >>. 
Zwecks der Drift: OPs gibt es, Kondensator muss man ein wenig suchen, 
Platinen kann man waschen und coaten; es gibt auch Keramik-Platinen oder 
die gute alte Keramik-Lötleiste. Bandfilter mit 10u,1% und 270M,1% 
funktionieren.

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
eagle user schrieb:
> => Schwebungssummer. Zwei genau gleiche VCXOs, thermisch gekoppelt. Die
> Ausgänge werden runter gemischt.

Die Schaltung wird sehr aufwändig und am Ende wohl nicht stabil 
arbeiten. Ob man mit einem 10-Gang Poti einen Einstellbereich von 
1:10000 reproduzierbar erreicht, bleibt fraglich. Ich hätte da meine 
Zweifel.
Um die genaue Frequenz anzuzeigen, braucht man doch wieder einen 
reziproken Frequenzzähler.

Auch, wenn das hier unter "Analogtechnik" diskutiert wird, ist der 
Aufwand für eine rein analoge Lösung nicht gerechtfertigt.

von eagle user (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
m.n. schrieb:
> eagle user schrieb:
>> => Schwebungssummer. Zwei genau gleiche VCXOs, thermisch gekoppelt. Die
>> Ausgänge werden runter gemischt.

> Die Schaltung wird sehr aufwändig und am Ende wohl nicht stabil
> arbeiten.

Ich bin doch nicht der HF-Guru :) Aber ja, man müsste wohl gute 1Mhz 
Quarze nehmen. Andererseits: wieviel stabil brauche ich, wenn ich die 
Musik mutwillig um mehr als ganzen Ton verstimmen will?

> Ob man mit einem 10-Gang Poti einen Einstellbereich von
> 1:10000 reproduzierbar erreicht, bleibt fraglich.

? 45-55Hz sind doch bei 1MHz nur ±5ppm?

> Um die genaue Frequenz anzuzeigen, braucht man doch wieder
> einen reziproken Frequenzzähler.

Das hat Jobst doch schon gelöst: Zungenfrequenzmesser!

> Auch, wenn das hier unter "Analogtechnik" diskutiert wird, ist der
> Aufwand für eine rein analoge Lösung nicht gerechtfertigt.

Aufwand, pah!

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
eagle user schrieb:
> ? 45-55Hz sind doch bei 1MHz nur ±5ppm?

Was meinst Du mit 'nur'?
Wenn ich nicht irre, brauchst Du für das Vorhaben eine Genauigkeit von 
1E-9 oder 1 ppb: 1 mHz / 1 MHz

>> Um die genaue Frequenz anzuzeigen, braucht man doch wieder
>> einen reziproken Frequenzzähler.
>
> Das hat Jobst doch schon gelöst: Zungenfrequenzmesser!

Besser nicht in den Mund stecken!

von TK (Gast)


Angehängte Dateien:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Das Ding im Bild treibt seit ca. 4 Jahren meine russischen Schiffsuhren
mit Synchronmotor an mit einer Abweichung von knapp 2 Minuten im Jahr.
Das sollte für eine Plattenfräse auch reichen.
Regelbereich geht von 45Hz bis 60Hz.
Der OPV ist ein LM165 und am Ausgang ein Heiztrafo 6V / 220V.
Doppelpoti, Trafo und Lampe sind zwar recht groß, alles findet aber
auf einer 8 x 10cm Lochrasterplatte Platz.

von Simpel (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn man in den alten Filmen die Leute sieht, mit welch freudigem 
Enthusiasmus sie zu ihren leiernden Schelllackplatten auf dem Grammophon 
getanzt haben, und diese Stimmung mit der nüchtern-kritischen 
Erbsenzählervisage eines Hightechfetischisten vergleicht, bekommt man 
Zweifel, ob das was wir so benennen wirklich Fortschritt bedeutet... :)

von eagle user (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
m.n. schrieb:
> eagle user schrieb:
>> ? 45-55Hz sind doch bei 1MHz nur ±5ppm?
>
> Was meinst Du mit 'nur'?
> Wenn ich nicht irre, brauchst Du für das Vorhaben eine Genauigkeit von
> 1E-9 oder 1 ppb: 1 mHz / 1 MHz

Danke! Die 10000 Schritte hab' ich natürlich völlig verdrängt. Analog 
gibts's sowas nicht (außer bei drahtgewickelten 10-Gang-Potis). 
Natürlich könnte man sich auch hier wieder mit Genauigkeit!=Auflösung 
rausreden ;)


TK schrieb:

> Das Ding im Bild treibt seit ca. 4 Jahren meine
> russischen Schiffsuhren mit Synchronmotor an mit
> einer Abweichung von knapp 2 Minuten im Jahr.

OK, du hast gewonnen. Ohne wenn und aber.

von Edi M. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jobst M. schrieb:
> Na denn: eine schnelle PWM, ein Tiefpass mit 50Hz. (Nicht, dass Du noch
> einen externen DAC benötigst)
> Einen IRQ alle 1ms, in welcher ein 16-Bit Phasenakkumulator um 3277 (+/-
> je nach Geschwindigkeit) erhöht. Mit den oberen 8-Bit in einer
> 256-stelligen Sinustabelle nachgeschlagen, diesen Wert in die PWM.
> Im Hauptprogramm Tastenabfrage, Setzen des Additionswertes. (Winkel pro
> ms, 65536 = 360° bzw. Wert = (Frequenz * 65536)/ 1000)

Wieso eine PWM? Eher den DAC direkt auf ein TP-Filter, die PWM erzeugt 
doch wieder eine Phaseninterferenz mit der generierenden 
Digitalschaltung, macht Schwebungen, die dann den Gleichlauf 
beeinflussen.

von Jobst M. (jobstens-de)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg schrieb:
> Nach der Forderung des TO beides einfach nur totaler Unsinn. Ein
> Zungenfrequenzmesser mit 10000 Zungen?

Meinst Du, dass Netzfrequenz nur in 1Hz Schritten abweicht?
Meinst Du, dass die Bandbreite einer Zunge 0Hz ist?
Schon mal einen Zungenfrequenzmesser in Betrieb gesehen?


> Eine 2stellige Eingabe für 10000
> Werte? Kommentar überflüssig.

Vor allem, weil Du den Smiley dahinter offenbar nicht wahrgenommen hast.


Edi M. schrieb:
> Wieso eine PWM?

Steht direkt in Klammern dahinter und hat seinen Grund in folgender 
Aussage zu einem DDS-Chip:

Andi M. (andi6510) schrieb:
> Um den anzusteuern brauche ich aber auch wieder
> einen Mikrocontroller, und wenn ich den schon am Start habe, kann der
> mir die 50 Hz ja auch gleich erzeugen.

Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass es ein Rechteck sein muss.
Aber er möchte auf jeden Fall einen Chip zusätzlich zum Controller 
vermeiden.

(Ich würde dennoch die DDS-Lösung bevorzugen, mit ordentlichem Filter 
und Schmidt-Trigger dahinter. Wobei - ich habe mich schon für eine 
andere Lösung entschieden: Technics SL-1210 MK2)


Gruß

Jobst

von m.n. (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jobst M. schrieb:
> Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass es ein Rechteck sein muss.

Ich würde es anders formulieren und zwar, daß es ein Rechtecksignal sein 
darf.

> Aber er möchte auf jeden Fall einen Chip zusätzlich zum Controller
> vermeiden.

Wie oben gezeigt, ist das doch alles kein Problem. Ein ATmega48 reicht 
völlig aus und steuert noch ein Display an (LED oder LCD).

von Georg (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jobst M. schrieb:
> Schon mal einen Zungenfrequenzmesser in Betrieb gesehen?

Ja, durchaus, aber dabei ist mir nicht klar geworden, dass man damit 
10000 verschiedene Frequenzen auflösen kann, das musst du mit deinem 
offensichtlich überragenden Fachwissen schon näher erläutern. Wie sieht 
deiner Meinung nach ein Zungenfrequenzmesser aus, der 45..55 Hz in 
mHz-Schritten anzeigt?

Georg

von Jobst M. (jobstens-de)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg schrieb:
> aber dabei ist mir nicht klar geworden, dass man damit
> 10000 verschiedene Frequenzen auflösen kann

Sieht ganz danach aus. Kann man aber auch nicht. Wird das benötigt?

> das musst du mit deinem
> offensichtlich überragenden Fachwissen schon näher erläutern.

Ich muss gar nix ;-)


Gruß

Jobst

: Bearbeitet durch User
von Jacko (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich befürchte, dass man sowas (sym. Rechteck 50 Hz +/- einige
Promille bis 1 Prozent) sauber mit Quarz, Tiny25 und 2 Tastern:
[-] [+] (beide zusammen = Nennwert) unhörbar gut hinbekommt.

Einstellung ginge aber auch (über ADC) mit Poti!

Und dann befürchte ich noch, dass 99% der Audiphilister
nichts merken, solange sie es nicht wissen!

(Die restlichen 1% sind Zufallstreffer bei Ewig-Nörglern.)

von Andi M. (andi6510) (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Leute,

Sorry, ich war ein paar Tage afk. Danke für die vielen 
Lösungsvorschläge, insbesondere die analogen...

Ich hatte das Thema im übrigen unter der Rubrik uC und Elektronik 
eingestellt und ein eifriger Moderator hatte es, aus mir nicht ganz 
erfindlichen Gründen, in die Analogecke gesteckt.

Ich melde mich wieder, sobald ich mit meinem Kollegen gesprochen habe.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.