Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Tastkopf Anforderungen Warum


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von Huan (Gast)


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Hallo,

auf der Wikipediaseite über Tastköpfe findet man folgende Anforderungen 
an den passiven Tastkopf:


    Die Eingangsimpedanz soll möglichst hoch sein.

    Damit soll der ohmsche Eingangswiderstand möglichst groß sein.
    Zugleich soll die Eingangskapazität möglichst gering sein.

    Reflexionen auf der Messleitung sollen möglichst nicht auftreten.


Kann jemand bitte erklären, warum das so ist?

: Verschoben durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Gegenfrage: Was wäre, wenn

- die Eingangsimpedanz relativ niedrig ist
- der ohmsche Eingangswiderstand relativ niedrig ist
- die Eingangskapazität relativ hoch ist
- Reflexionen auf der Messleitung auftreten

Das bringt dich der Antwort näher . . .

von Dieter W. (dds5)


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Da stellen wir uns mal ganz dumm und fragen: was passiert in der 
Schaltung, an die wir den Tastkopf anschließen, wenn die aufgeführten 
Merkmale gut erfüllt sind oder wenn sie schlecht erfüllt sind.

von Teo D. (teoderix)


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Einfach mal Extremwerte annehmen und den Einfluss auf die zu Messende 
Schaltung, Messgerät, Messgröße,.. überlegen.

Falk B. schrieb:
> - der ohmsche Eingangswiderstand relativ niedrig ist

Beginnen wir da doch mal bei 0.....

von Huan (Gast)


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Jeder hat die gleiche Frage und keiner hat ne Antwort.....


Die Kapazität ist klar, dass die niedrig sein soll, da sonst bei hohen 
Freq. der Widerstand großer wird, der das Messergebnis verfälscht

von THOR (Gast)


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Huan schrieb:
> Jeder hat die gleiche Frage und keiner hat ne Antwort.....
>
> Die Kapazität ist klar, dass die niedrig sein soll, da sonst bei hohen
> Freq. der Widerstand großer wird, der das Messergebnis verfälscht

Der Widerstand eine Kapazität wird kleiner bei hohen Frequenzen.

von Michael W. (wiebel42)


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Eine niedrige Eingangsimpedanz bzw. ein niedriger Gleichstromwiederstand 
belastet dein Messobjekt.

Nimm mal an du hast einen Spannungsteiler, der 10V mit 2 1kOhm 
Widerständen teilt. Du hast also in der Mitte 5V, wenn Du das Messen 
möchtest und dein Tastkopf/Messinstrument hat eine niedrige Impedanz 
(wir verwenden das hier mal ausnahmsweise synonym mit dem 
Eingangswiderstand) von sagen wir 1kOhm, dann hast du da nicht mehr 5V 
sondern nur noch 3.3V.
Generell verändert Dein Messen immer den Zustand Deines Messobjekts, 
nicht  immer so drastisch wie bei Schrödingers Katze, aber immer. Daher 
zeichnet sich ein gutes Messgerät dadurch aus diese Veränderung auf ein 
Minimum zu begrenzen, was immer das im Einzelfall bedeutet.

Mit einer hohen Kapazität (gegen Masse) baust Du dir, zusammen mit dem 
Eingangswiederstand einen Tiefpass, willste nicht.

Aber um ehrlich zu sein solltest Du Dich erstmal mit Messgeräten 
langsamerer Bauart (Multimeter) auseinandersetzen. Einen Tastkopf 
brauchst Du erst wenn Du das alles ohnehin schon verinnerlicht hast.

von Manfred (Gast)


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Huan schrieb:
> soll der ohmsche Eingangswiderstand möglichst groß sein.

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/1006071.htm

Erste Zeichnung "Erweiterte Reihenschaltung":
R3 und R1 sind Dein Gerät, R2 ist der Eingangswiderstand Deines 
Tastkopfes.

Jetzt setzt Du alle drei Werte auf 1 MegOhm und rechnest die Spannung. 
Dann veränderst Du R2 und rechnest wieder - dann wird das hoffentlich 
klar.

von Huan (Gast)


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Das ist so ähnlich, wie mit einem Spannungsmessgerät, der möglichst 
einen unendlich hohen innenwiderstand haben soll.

Bei der Kapazität müsste es das gleiche Prinzip sein. Die Kapazität vom 
Kabel ist in Reihe mit der Kapazität des Tastkopfes. Das bedeutet ja die 
Gesamtkapazität ist kleiner als die kleinste Einelkapazität?!
Aber was verursacht die Kapazität? Vermutlich wird der angezeigte 
Kurvenlauf verfälscht. Was hat die Kapazität damit zu tun?

von Elektrofan (Gast)


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