Drehstrommotor innen reinigen

Gast #4839550
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Hallo!

Bin gerade dabei die Lager meiner Emco Star (Holzbearbeitungsmaschine) 
zu tauschen. Dazu habe ich auch den Motor (Dreiphasen) auseinander 
genommen. Innen ist das Ding ziemlich dreckig, also verharztes Öl bzw 
Fett gemischt mit Holzstaub.
Wie bekomme ich den am besten sauber? Spiritus, Waschbenzin oder gar 
Bremsenreiniger?

Danke!
#4839559
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Koarl schrieb:
> Waschbenzin

Mit der Suppe immer wieder durchspülen (übergießen, filtern/Sieben), 
gut lüften und bitte möglichst Umweltfreundlich entsorgen!

Koarl schrieb:
> Bremsenreiniger?
Wär interessant zu wissen was da so in Lösung geht?

Spülie, Warmwasser und etwas schrubben tut's auch....
Min. 3Tage bei geeignetem Klima und Luftströmung trocknen lassen (nach 
dem Lumpen zum Trocknen!)
Gast #4839565
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ich denke auch bremsenreiniger etc ist nicht dramatisch..aber wenn ich 
drüber nachdenke..ich würde wohl Öl verwenden..ein dünnflüssigesöl oder 
Rostlöser etc..
Das löst super an und am ende mit was auch immer alkohilischem 
durchspühlen.
Und Pressluft grob  auspusten
Evtl Lager danach fetten!!! je nachdem was da verbaut ist
Gast #4839574
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Also ich fasse zusammen:

Spüliwasser --> danach gut trocknen, wobei mir das zu gruselig ist. 
Wasser und Strom, lieber nicht.
Rostlöser zb WD-40 danach Spiritus --> ablüften lassen
Waschbenzin --> ebenfalls ablüften lassen
Bremsenreiniger eventuell zu aggressiv

So richtig?

Lager einfetten kann ich mir sparen, werden sowieso ersetzt.

Danke euch und frohes Fest!
#4839575
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Mani W. schrieb:
> Geschirrspülmittel in heißem Wasser und mit Druckspritze aus
> dem Gartenbereich bearbeiten, dann mit Druckluft möglichst viel
> Wasser ausblasen, anschließend in das Backrohr (leicht geöffnet) bei
> 60 bis 80 Grad...
>
> Sollte aber doch jeweils einige Stunden über mehrere Tage dauern...

Chapeau mein Herr.
Aber bitte kein Müll durch die Dichtungen in die Lager Treiben!
#4839576
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In vielen Fällen sind die Wicklungen vergossen mindestens die 
Wicklungsdrähte lackiert.

Also nicht mit zu aggressiven Mitteln rangehen.

Sollte irgendetwas mit Wasser oder auch irgendeine andere Flüssigkeit 
zum Einsatz kommen: Ordentlich ausblasen und so lange in Ruhe lassen, 
bis Du sicher sein kannst, dass das Teil trocken ist. Ein schönes, 
warmes Plätzchen (z.B. auf der Heizung) wäre dann toll.

Die Gelegenheit (auseinandergebaut) nutzen um die Lager in Augenschein 
zu nehmen.
Holzstaub ist sehr fein und das ist nicht fein.
Dringt in Lager ein; Brennt bei übermäßiger Reibung; kann Explodieren.
Lager eventuell wechseln. Kosten kein Vermögen. Sind sie erst mal 
hungrig (Fressen), so lassen sie sich oft nicht mehr lösen.
Gast #4839612
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Koarl schrieb:
> Spüliwasser --> danach gut trocknen, wobei mir das zu gruselig ist.
> Wasser und Strom, lieber nicht.

Quatsch, da passiert nichts.

Koarl schrieb:
> Rostlöser zb WD-40 danach Spiritus --> ablüften lassen
> Waschbenzin --> ebenfalls ablüften lassen
> Bremsenreiniger eventuell zu aggressiv

Solche Sachen können den Tod bedeuten.
Die lösen den Lack usw. an.

Solche Motoren können Kondenswasser z.Bsp. gut verkraften.
Evtl. reicht nur mal ordentlich Druckluft.
Gast #4839781
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Eigentlich weiß ich das ja. Was soll auch passieren wenn, man alles 
trocknen lässt. Trotzdem bin ich da ein Schisser.
Bei Bremsenreinger kann ich mir vorstellen, dass der Lack angegriffen 
wird. Bei WD-40 und Spiritus aber nicht.

Naja mal schauen, heute noch schnell einen größeren Abzieher holen und 
die Sache mit dem Reinigen mal genau überlegen.
#4839964
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damals in der Lehre hab ich genug Motoren reinigen müssen.
Wir haben immer Waschbenzin verwendet und alle Motoren haben das
überlebt. Und falls mal eine Wicklung nass geworden war haben
wir die immer mit DC getrocknet. Heisst nur den Stator an DC
angeschlossen und den Strom so eingestellt, dass er sich auf
ca. 50° erwärmt hat. Nach ca. 1 Tag war wieder alles ok.

Gruß
Jürgen
Gast #4840004
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Meiner sah so aus: (Metall-Fräse von Skoda aus etwa 1942)

Den habe ich vorsichtig mit Zahnbürste und viel schwache Druckluft 
gereinigt, dabei immer von innen nach außen. Mit Waschbenzin oder gar 
Bremsenreiniger würde ich sowas nie angehen, keine Ahnung was die 
getränkten Wicklungen vertragen. Wasser (destilliert) ginge eventuell 
noch, doch warum? Etwas "Schmutz" stört auch nicht. Bei meinem waren 
feine Metallspäne drin (Fräse war im Fensterbau eingesetzt, meist Alu) 
die sind zu vielleicht 95% raus.
Die ganze Aktion war etwa 2006, der Motor läuft noch heute wie am ersten 
Tag.

Deinen Motor würde ich nur innen bürsten (ja, Zahnbürste oder so) und 
leicht ausblasen, dann neue Lager. Das reicht allemal. Meiner ist ja ein 
innenbelüfteter, da sind tatsächlich die Späne mit durchgeflogen. Meine 
Lager sind übrigens noch die alten aus etwa 1942! ;-)

Old-Papa
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Gast #4840072
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Ich habe im Sommer meinen Schwingschleifer eingesaut, der war innen 
komplett gepackt mit Lack- und Gipsstaub. Wollte kaum noch anlaufen.
Komplett zerlegt und gereinigt läuft er wieder wie neu! Verwendet habe 
ich heißes Wasser (Leitungswasser) mit etwas Ajax und eine Bürste. 
Danach mit Isopropanol gespült und vor den Heizlüfter gelegt. Nach 2-3 
Stunden habe ich den schon wieder verwendet.
Gast #4840106
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Ich würde es auch mit Wasser und Spüli machen, hinterher gut abspülen 
und sehr gut trocknen. evtl. Ethanol oder Isopropanol, ist aber nicht 
nötig.

Benzin oder andere polare organische Lösungsmittel (Bremsereiniger) 
würde ich nicht nehmen, die können Kunststoffe wie z.B. Isolierungen 
lösen. Außerdem lösen sie nicht-lipophile Stoffe nicht.

Spülmaschinenreiniger halte ich auch für gewagt. Reinigt natürlich 
super, aber diese Reiniger sind ziemlich stark alkalisch. Alu z.B. kann 
davon deutlich angegriffen werden.
Gast #4840140
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Wie schon geschrieben, so wie der Motor vom TS im Foto aussieht, sehen 
Millionen andere Motoren auch aus. Der läuft noch hundert Jahre so ;-)

Einfach etwas abbürsten, den Rotor mit Benzin (oder WD40) abwischen, 
eventuell neue Lager und gut ist. Solche Motoren haben ja keine 
Kohlebürsten oder andere bewegliche Stromteile, die laufen oder eben 
nicht richtig (dann Windungsmacke, brummt).

In den letzten gut 45 Jahren ist mir nur ein Drehströmer defekt 
gegangen. Bei dem stand im Statorgehäuse etwas Wasser und ich habe ihn 
eingeschaltet..... (hat sich hinterher so rausgestellt)
War ein Betonmischer, der stand ewig im Freien, Kondenswasser kommt so 
immer rein.

Old-Papa

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