Video über USB Typ-C IC mit RGB Input?

Gast #4842206
Hallo,


nachdem Apple angefangen hat, springen jetzt immer mehr Laptop 
Hersteller auf die USB-C Schiene mit drauf.
So wie ich es verstanden habe, ist es möglich einen Videostream über den 
USB zu tunneln um damit direkt externe Monitore zu bedienen.

Wie sehr schätzt ihr denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass USB C 
irgendwann den HDMI ablöst?

Und kennt ihr schon irgendwelche ICs, mit denen es möglich ist, ein RGB 
Videosignal einzuspeisen und hinten den "USB Out" zu haben?



Danke.
Bei USB-C gibt es da ein grosses Problem: Der Adapter und das 
Ausgabegerät müssen den selben USB Alternate Mode beherschen [1].
Da gibt es erstmal 1 Video und 2 Video+Audio Protokolle: DisplayPort, 
MHL, HDMI
Dann gibt es noch die Möglichkeit einer USB oder Thunderbolt Grafikkarte 
im Adapter (Bei PC->Video). Und dann sind noch Proprietäre 
Protokolle/Modi möglich.

Das bedeutet, bei einem USB-C->Video Adapter muss der Adapter und das 
Ausgabegerät einen gemeinsamen Modus finden, den beide Unterstützen. Für 
einen Beamer oder Bildschirm mit USB-C würde dies das Implementieren von 
3 Modi und eventuell einer GraKa beinhalten, damit die Kunden sich nicht 
ständig beschweren sie hätten doch USB-C und bei XY gienge es auch. 
Deshalb werden Bildschirme & Co. vermutlich nie USB-C mitbringen.

Beim Kauf eines Laptops bedeutet dies, das die meisten keine dieser 
Alternate Modes unterstützt, und die Konsumenten beim Kauf nicht auf 
irgendwelche kleinen Symbole achten, oder Display Port mit Display Port 
Alternate Mode verwechseln (selbes Symbol), etc. Weil man den 
Anschlüssen, Geräten und Adaptern nicht ansieht, was diese denn nun 
unterstützen, und Normaluser auch keine Technikexperten sind, wird es 
für diese nie Funktionieren, und sich die Technik nicht durchsetzen, 
zumindest solange sich kein Quasi-Standard durchsetzt welche Alternate 
Modes unterstützt werden.

1) https://en.wikipedia.org/wiki/USB_Type-C#Alternate_Mode
Gast
Danke für die hilfreiche Info.

Ich dachte die ganze Zeit, dass HDMI und Co. über USB irgendwie 
"getunnelt" wird, aber dass dies direkt auf physikalischer Ebene 
mithilfe von Muxen passiert, dachte ich nicht.

Ist ja ein totales Chaos dann mit USB Typ C was die Unterstützung von 
zusätzlichen Protokollen angeht wie soll denn da der Endverbraucher noch 
durchblicken, was sein Notebook dann unterstützt und was nicht :-O
Gast
Eine Frage habe ich dann aber noch:

Beispiel aktuelles MacBookPro, unterstützt laut Angabe bis 5K Auflösung 
über einen USB Typ C Port.

Was in dem MacBook Pro implementiert ist, ist ja quasi USB 3.1 mit 
AlternateMode "Thunderbolt3", wo quasi über die 4 äußeren Lanes im USB-C 
einfach PCIe übertragen wird.

Thunderbolt-Controller enthalten quasi immer auch einen Mux noch für 
DisplayPort mit drinnen, wenn ich es richtig verstanden habe. Bzw. 
müssen es enthalten?

Bei TB3 ist laut Wikipedia DisplayPort 1.2 mit drinnen.

Laut Spezifikation unterstützt Displayport 1.2 aber nur bis 4K? Wie 
kommt bei Apple dann 5K zustande?

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