Hallo, nachdem Apple angefangen hat, springen jetzt immer mehr Laptop Hersteller auf die USB-C Schiene mit drauf. So wie ich es verstanden habe, ist es möglich einen Videostream über den USB zu tunneln um damit direkt externe Monitore zu bedienen. Wie sehr schätzt ihr denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass USB C irgendwann den HDMI ablöst? Und kennt ihr schon irgendwelche ICs, mit denen es möglich ist, ein RGB Videosignal einzuspeisen und hinten den "USB Out" zu haben? Danke.
USB schrieb: > Wie sehr schätzt ihr denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass USB C > irgendwann den HDMI ablöst? 0,1%
Bei USB-C gibt es da ein grosses Problem: Der Adapter und das Ausgabegerät müssen den selben USB Alternate Mode beherschen [1]. Da gibt es erstmal 1 Video und 2 Video+Audio Protokolle: DisplayPort, MHL, HDMI Dann gibt es noch die Möglichkeit einer USB oder Thunderbolt Grafikkarte im Adapter (Bei PC->Video). Und dann sind noch Proprietäre Protokolle/Modi möglich. Das bedeutet, bei einem USB-C->Video Adapter muss der Adapter und das Ausgabegerät einen gemeinsamen Modus finden, den beide Unterstützen. Für einen Beamer oder Bildschirm mit USB-C würde dies das Implementieren von 3 Modi und eventuell einer GraKa beinhalten, damit die Kunden sich nicht ständig beschweren sie hätten doch USB-C und bei XY gienge es auch. Deshalb werden Bildschirme & Co. vermutlich nie USB-C mitbringen. Beim Kauf eines Laptops bedeutet dies, das die meisten keine dieser Alternate Modes unterstützt, und die Konsumenten beim Kauf nicht auf irgendwelche kleinen Symbole achten, oder Display Port mit Display Port Alternate Mode verwechseln (selbes Symbol), etc. Weil man den Anschlüssen, Geräten und Adaptern nicht ansieht, was diese denn nun unterstützen, und Normaluser auch keine Technikexperten sind, wird es für diese nie Funktionieren, und sich die Technik nicht durchsetzen, zumindest solange sich kein Quasi-Standard durchsetzt welche Alternate Modes unterstützt werden. 1) https://en.wikipedia.org/wiki/USB_Type-C#Alternate_Mode
Danke für die hilfreiche Info. Ich dachte die ganze Zeit, dass HDMI und Co. über USB irgendwie "getunnelt" wird, aber dass dies direkt auf physikalischer Ebene mithilfe von Muxen passiert, dachte ich nicht. Ist ja ein totales Chaos dann mit USB Typ C was die Unterstützung von zusätzlichen Protokollen angeht wie soll denn da der Endverbraucher noch durchblicken, was sein Notebook dann unterstützt und was nicht :-O
Eine Frage habe ich dann aber noch: Beispiel aktuelles MacBookPro, unterstützt laut Angabe bis 5K Auflösung über einen USB Typ C Port. Was in dem MacBook Pro implementiert ist, ist ja quasi USB 3.1 mit AlternateMode "Thunderbolt3", wo quasi über die 4 äußeren Lanes im USB-C einfach PCIe übertragen wird. Thunderbolt-Controller enthalten quasi immer auch einen Mux noch für DisplayPort mit drinnen, wenn ich es richtig verstanden habe. Bzw. müssen es enthalten? Bei TB3 ist laut Wikipedia DisplayPort 1.2 mit drinnen. Laut Spezifikation unterstützt Displayport 1.2 aber nur bis 4K? Wie kommt bei Apple dann 5K zustande?
USB schrieb: > Wie kommt bei Apple dann 5K zustande? Durch gleichzeitige Verwendung von zwei DP-Kanälen, die in TB3 verpackt werden.
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