Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Cruble-Schaltung nur mit Analogteilen ?


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von Pascal (Gast)


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Hallo

Ich habe ein kleines Projekt hier was bis jetz noch keinen 
Microcontroller oder so hat.

Ich brauche jetz zusätzlich noch eine Crumble Schaltung. Und frage mich 
ob das auch mit normalen Bauteilen machbar ist.

Also z.b. mit zwei NE555.

Ich brauche also ein Crumble-Rechtecksignal mit 2 Pins, Pin1 soll der 
frühere sein, der Pin2 soll der Spätere sein. Frequenz ca 100-1000HZ mit 
Poti, muss aber nicht genau stimmen. Die überlagerung minimum 50uS.

Also Pin1 geht hoch, bleibt hoch, 50uS vor dem Abschalten von Pin1 geht 
Pin2 hoch, Pin1 fällt, Pin2 bleibt hoch. 50uS vor dem Abschalten geht 
Pin1 wieder hoch und immer so weiter. Leistung sollte reichen um einen 
MSPA42 Transistor schalten zu können.


Weiss jemand ob es "anlaog" geht, oder ob hier ein Micrcontroller 
montiert werden muss

von Pascal (Gast)


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Sorry im Titel ist ein Fehler, sollte natürlich CRUMBLE nicht Cruble 
heissen!

von Max D. (max_d)


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Rechteck, Invertierer und Ausschaltverzögerung ?

von Stefan F. (Gast)


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Was ist eine "crumble schaltung"? Habe ich noch nie von gehört.
Google liefert nur leckere Kuchen zu dem Suchwort: 
https://www.google.de/search?q=crumble+schaltung&client=firefox-b&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjimZy9xZnRAhUBqCwKHWK0AHcQ_AUICCgB&biw=1920&bih=957

> Also Pin1 geht hoch, bleibt hoch
Wann und warum geht Pin1 hoch?

> 50uS vor dem Abschalten von Pin1 geht Pin2 hoch, Pin1 fällt, Pin2 bleibt hoch.
Wer und warum schaltet Pin1 ab?

> 50uS vor dem Abschalten geht Pin1 wieder hoch und immer so weiter.
Vor dem Abschalten von was?

Kannst du das mal vorwärts beschreiben, damit man keinen Knoten im Kopf 
bekommt? Oder besser noch: Aufmalen.

Welche Pins sind Eingang, welche sind Ausgang?

von Pascal (Gast)


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Die Pins sollen das selber machen, ohne Eingänge, nur 2x Ausgang.

Eigentlich ein Wechselblinker, nur muss der jeweils andere Ausgang 
angehen bevor der vorherige abschaltet. Wenn man die Signale "zusammen" 
anschaut, ist es "dauer ein" ohne unterbruch.

Ich habe ein Bild gezeichnet, in echt müssen/sollten die signale 
natürlich gleiche länge und abstände haben.

Auf einem Microcontroller ist das kein Problem, da nimmt man einfach 2 
PWM Pins und startet den einen etwas später.

von W.S. (Gast)


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Pascal schrieb:
> Also Pin1 geht hoch, bleibt hoch, 50uS vor dem Abschalten von Pin1 geht
> Pin2 hoch

Entweder du formulierst das komplett um - oder es geht prinzipiell 
nicht. Die Logik, die Pin 2 bedient, kann unmöglich für 50µs in die 
Zukunft schauen, um zu erahnen, daß dann Pin 1 wieder auf low gehen 
wird.

Also eher Pin 1 auf hi, dann Pin 2 auf hi, dann nach 50 µs Pin 1 wieder 
auf lo und so weiter.

W.S.

von Pascal (Gast)


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Hier noch ein bild

von Stefan F. (Gast)


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Ich habe den Ablauf jetzt so verstanden:

1) Ausgang 1 geht auf High
1a)  dies triggert einen Timer, der 50µS danach Ausgang 2 auf Low setzt
2) 1-10 Millisekunden warten
3) Ausgang 2 geht auf High
3a)  dies triggert einen Timer, der 50µS danach Ausgang 1 auf Low setzt
4) 1-10 Millisekunden warten

Die Schritte 1-4 kann man mit einer astabilen Kippstufe realisieren.
Die beiden Timer 1a und 3a kann man mit zwei monostabilen Kippstufen 
realisieren. Für die beiden Ausgänge braucht man dann noch jeweils ein 
S/R Flipflop.

Ich schätze, dass man das mit zwei CMOS IC'S hin bekommen kann. Mir 
fallen spontan CD4584 (oder CD40106) und CD4043 ein:
1
              
2
                                   +----------------------------------------- Set 1
3
                                   |
4
                                   |          GND
5
                                   |     47nF  | 
6
       ______          ______      |          ===   ______       ______
7
      |   __ |        |   __ |     |    1k     |   |   __ |     |   __ |
8
  +---| _//  |o---+---| _//  |o----+---[===]---+---| _//  |o----| _//  |o--- Reset 2
9
  |   |______|    |   |______|                     |______|     |______|
10
  |               |                                 ______       ______
11
  |               |                                |   __ |     |   __ |
12
  +-----[===]-----+----------------+---[===]---+---| _//  |o----| _//  |o--- Reset 1
13
  |   10-100k                      |     1k    |   |______|     |______|
14
 ===                               |          ===
15
  |  100nF                         |    47nF   |
16
 GND                               |          GND
17
                                   +---------------------------------------- Set 2
18
 
19
              _______
20
   Set 1 ----| S   Q |-------- Ausgang 1
21
             |       |
22
 Reset 1-----| R     |
23
             |_______|
24
25
              _______
26
   Set 2 ----| S   Q |-------- Ausgang 2
27
             |       |
28
 Reset 2-----| R     |
29
             |_______|

von Pascal (Gast)


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Wo ist das Poti in der gezeigten Schaltung angebracht?


Vieleicht versuche ich nochmal zu erklären was genau ich suche:

Stellt euch ein Rechtecksignal Signal vor das 100mS ein und 100mS aus is 
(SIGNAL1).
Ein zweites Rechtecksignal SIGNAL2 müsste nun genau in der zeit ein 
sein, wo SIGNAL1 aus ist, und aus wenn ein.

Prinzipiell könnte man ja nun ein NE555 nehmen, und an den Ausgang ein 
Invertierer-IC packen, dann hätte man das.

Nun brauche ich aber noch eine "Schaltung" die die beiden Signale zum 
laggen bringen, also sowas wie eine Ausschaltverzögerung.

Das Poti soll die beiden Signale gleichmässig beeinflussen.


Meine IDEE war mit Kondensator, aber ich weiss nicht wie viel Energie 
ein Kondensator hat bzw. ob man in in der gewünschten Zeit füllen kann.

Wen das Signal dann ja weg ist, könnten die 50uS doch vom Kondensator 
überbrückt werden, oder nicht?

von Stefan F. (Gast)


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> Wo ist das Poti in der gezeigten Schaltung angebracht?

Beim Taktgeber: 10-100k

Ich verstehe immer noch nicht, was du eigentich willst. Mit jedem 
weiteren Beitrag verwirrst du mich mehr.

von Kalk (Gast)


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100mS  -> 100 Millisiemens

100 ms -> 100 Millisekunden

von Pascal (Gast)


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Hilft es wenn ich erkläre wie man das in einem Microcntroller macht?



Eine funktion in Arduino würde aussehen wie folgt:

void loop(){
digitalWrite(OUT1, HIGH);
delay(99ms);
digitalWrite(OUT2, HIGH);
delay(1ms);
digitalWrite(OUT1,LOW);
delay(99ms);
digitalWrite(OUT1,HIGH);
delay(1ms);
digitalWrite(OUT2,LOW);
}

das erzeugt das gewünschte Signal

von eagle user (Gast)


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Hmm, vielleicht so?

Hier ist die gemeinsame Ein-Zeit allerdings ein fester Prozentsatz der 
Periode, also minimal 50us bei 1000Hz und gute 500us bei 100Hz.

Pascal schrieb:

> (...) muss aber nicht genau stimmen (...)

das schafft die Schaltung auf jeden Fall :)

von Thomas E. (picalic)


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Vielleicht ein 74HC132 mit einem Kondensator und einem Widerstand? Der 
macht dann aus einem Rechtecksignal zwei sich überlappende 
Ausgangssignale:

von Thomas E. (picalic)


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Oder auch gleich mit eingebautem Oszillator:

von Manfred (Gast)


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Pascal schrieb:
> Hilft es wenn ich erkläre wie man das in einem Microcntroller macht?
Kreuze an:
[ ] Ich hätte_gerne_ein_Problem
[ ] Ich will_unbedingt wissen_wie

Du weisst, wie es per Arduino geht.
Ich weiß, was Arduinos (Nano, ProMini) aus Fernost kosten.
Ich habe früher umfangreiche Logikschaltungen mit 74xx und 40xx 
aufgebaut.
Ich würde eine Lösung mit 40xx finden.
Ich habe PAL und GAL programmiert und könnte es auch damit.

Was würde ich heute tun: Ich nehme einen Arduino, weil es einfach der 
kürzeste Weg zum Ergebnis ist.

von Peter D. (peda)


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Manfred schrieb:
> Was würde ich heute tun: Ich nehme einen Arduino, weil es einfach der
> kürzeste Weg zum Ergebnis ist.

Und man muß auch keine Widerstände und Kondensatoren ausprobieren oder 
berechnen, sondern trägt die gewünschten Zeiten in Klartext in den Code 
ein und läßt die Umrechnungsformeln den Compiler ausrechnen.
Vom Quarztakt abgeleitete Zeiten sind genauer, als ein 5% 
Folienkondensator.

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