Forum: PC Hard- und Software womit LWL-Netzwerk-Kabel zurechtschneiden und an Stecker verbinden


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von Hugo (Gast)


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Hi, ich will Netzwerkkabel verlegen und habe dazu diese neueren Kabel 
gefunden:

https://www.reichelt.de/LWL-Kabel/LWL-U-DQ-4-100/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=67488&GROUPID=5859&artnr=LWL+U-DQ+4-100&SEARCH=%252A

Dazu passende Stecker:
https://www.reichelt.de/LWL-Dosen-Stecker/LWL-STECKER-SC/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=10967&GROUPID=5858&artnr=LWL+STECKER+SC&SEARCH=%252A

Braucht man für die LWL-Kabel eine passende Crimpzange, um das Kabel mit 
dem Stecker zu verbinden wie bei den RJ45-Steckern?

: Verschoben durch Moderator
von franz b (Gast)


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LWL sind kompliziert zu verbinden
a.) spleißen (beste Möglichkeit)
b.) kleben
c.) crimpen

Alles erfordert Fachwissen und extrem teures Werkzeug. Nimm ein fertiges 
LWL-Außenkabel mit Steckern.

von Thomas (Gast)


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Hallo Hugo,

das wird wohl nicht zusamenpassen:

Das Kabel ist Multimode (50/125um) und der Stecker ist für Singlemode 
(9um).

von Gerd E. (robberknight)


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Neben dem was Franz und Thomas schon geschrieben haben:

Hugo schrieb:
> 
https://www.reichelt.de/LWL-Kabel/LWL-U-DQ-4-100/3/index.html?ACTION=3&LA=2&ARTICLE=67488&GROUPID=5859&artnr=LWL+U-DQ+4-100&SEARCH=%252A

Das ist OM2-Kabel. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Nimm besser gleich 
OM4-Kabel. Das ist nicht viel teurer, erlaubt aber auch 10 Gigabit über 
ne gewisse Strecke.

von Hugo (Gast)


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franz b schrieb:
> c.) crimpen

würde das Crimpen von LWL-Kabeln mit diesem Crimpeinsatz gehen?

http://www.knipex.de/index.php?id=1216&L=0&page=art_detail&parentID=1299&groupID=1449&artID=3852
?

von Thomas (Gast)


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Hugo,

befass Dich mal bitte ausgführlicher mit LWL und wie man diese benutzt!

Natürlich würde die Crimpzange einen SC-Stecker, wie Du ihn oben 
verlinkt hast, an ein LWL-Patchkabel(!) ancrimpen können. Du hast oben 
allerdings ein VERLEGEkabel (sogar für Erdverlegung) ausgesucht! Dieses 
spleisst man üblicherweise an ein Patchfeld an und erst an dieses kommen 
die Patchkabel, welche du mit der Crimpzange bearbeiten könntest.

Das Verlegekabel hat ja sogar 4 Fasern, wovon jede auf eine eigene 
Buchse im Patchfeld gespleisst werden müsste.
Einen SC-Stecker wirst Du daran nicht befestigen können, denn es fehlt 
der Mantel um die Einzelfaser, welcher das ganze am Stecker (mit Hilfe 
der zu crimpenden Hülse) befestigt.

Selbst, wenn Du die Crimpzange hast, so hast Du noch nicht das Problem 
gelöst, wie Du die Faser fachgerecht(!) abschneidest und in der Ferrule 
befestigst.

Lass es lieber und höre auf "franz b".

von Hugo (Gast)


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franz b schrieb:
> Alles erfordert Fachwissen und extrem teures Werkzeug. Nimm ein fertiges
> LWL-Außenkabel mit Steckern.

Thomas schrieb:
> Lass es lieber und höre auf "franz b".

Würde ich gerne machen, das Problem ist nur, dass die Stecker zu groß 
sind und ich die Löcher entsprechen vergrößern müsste und fertig 
konfektionierte Längen haben.

@Thomas, wenn Du in einer Wohnung ein Kabel für eine Steckdose verlegst, 
den Schlitz in die Wand gestemmt hast - kaufst Du dann ein fertig 
abgelängtes Kabel? Was ist, wenn es genau 5cm zu kurz ist oder 10m zu 
lang? Wo soll dann der Rest vom Kabel rein? Ich zumindest kaufe mir 
50/100m Rollen oder wenn ich eine größere Menge brauche, dann greif ich 
sogar auch schon mal zu einer ganzen Trommel mit 500/1000m, wenn ich 
mehr Steckdosen, Schalter, Lampen etc. neu machen muss.

Thomas schrieb:
> Das Verlegekabel hat ja sogar 4 Fasern

Es gibt sogar Kabel mit 12 und 24 Fasern - habe ich gesehen. Man kann 
auch die Adern einzeln rausführen und an mehrere Stecker ancrimpen, 
warum sollte das nicht gehen?

von Georg (Gast)


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Hugo schrieb:
> Man kann
> auch die Adern einzeln rausführen und an mehrere Stecker ancrimpen

Das Problem ist, dass du überhaupt nicht verstehst wie Glasfasern 
miteinander gekoppelt werden. Am Ende mit dem Crimpwerkzeug die 
Zugentlastung anzubringen ist völlig nebensächlich.

Bei einem 50µ-Kabel müssen die Faserenden auf wenige µ genau 
positioniert werden - glaubst du im Ernst, die von dir ausgesuchte 
Knipex-Zange arbeitet so genau?

Als Fachmann wird man nicht geboren, das kann man werden, aber nur wenn 
man sich drum bemüht. Und in dem Fall kommt noch der Aufwand für 
geeignetes Werkzeug dazu.

Georg

von franz b (Gast)


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Hugo schrieb:
> Würde ich gerne machen, das Problem ist nur, dass die Stecker zu groß
> sind und ich die Löcher entsprechen vergrößern müsste und fertig
> konfektionierte Längen haben.

Dann verlege ein normales LWL Kabel und hole dir einen Elektriker mit 
Wissen im netzwerktechnikbereich (Spleißen) - rechne allerdings mit etwa 
600-800€ für 4 x spleißen inkl. OTDR und 2x Spleißbox+Pigtails

LG

von Gerd E. (robberknight)


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Hugo schrieb:
> Würde ich gerne machen, das Problem ist nur, dass die Stecker zu groß
> sind und ich die Löcher entsprechen vergrößern müsste und fertig
> konfektionierte Längen haben.

Entweder lebst Du damit und bohrst größere Löcher und legst die 
Überlänge irgendwo im Kreis oder Du lässt einen Dienstleister mit 
Fusionsspleißgerät kommen der Dir Deine Kabel vor Ort spleißt.

> @Thomas, wenn Du in einer Wohnung ein Kabel für eine Steckdose verlegst,
> den Schlitz in die Wand gestemmt hast - kaufst Du dann ein fertig
> abgelängtes Kabel? Was ist, wenn es genau 5cm zu kurz ist oder 10m zu
> lang? Wo soll dann der Rest vom Kabel rein? Ich zumindest kaufe mir
> 50/100m Rollen oder wenn ich eine größere Menge brauche, dann greif ich
> sogar auch schon mal zu einer ganzen Trommel mit 500/1000m, wenn ich
> mehr Steckdosen, Schalter, Lampen etc. neu machen muss.

Das ist bei 3x1,5er-Kabel auch kein Problem. Das kannst Du zur Not mit 
nem Taschenmesser abisolieren.

Jetzt stell Dir vor man könnte dieses Kabel nur mit einer ganz 
speziellen Abisolierzange, bei der die billigsten Modelle ab 5000 EUR 
kosten, abisolieren.

von Multiboot (Gast)


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Der Preis kommt hin, wenn das Kabel schon liegt und nur noch gespleißt 
werden muss. Aber vergiss nicht eine gewisse Bevorratung an beiden 
Kabelenden, falls mal neu gespleißt werden soll!

Alternativ gibt es Kabel fester Länge mit Pigtails schon dran zu kaufen 
- die kann man gut geschützt auch einziehen und sind nicht so viel 
dicker als das Kabel. Ist ja kein CEE-Stecker bei LWL...

von Hugo (Gast)


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Georg schrieb:
> Bei einem 50µ-Kabel müssen die Faserenden auf wenige µ genau
> positioniert werden - glaubst du im Ernst, die von dir ausgesuchte
> Knipex-Zange arbeitet so genau?

Und warum gibt es dann so eine Crimpzange für LWL-Kabel, wenn das nicht 
gut funktionieren soll?

Georg schrieb:
> Das Problem ist, dass du überhaupt nicht verstehst wie Glasfasern
> miteinander gekoppelt werden

Doch, das weis ich schon, nur hast Du anscheinend nicht verstanden, dass 
ich nicht zwei Glasfasern miteinander fest verbinden will, sondern ein 
Glasfaserkabel an eine Buchse anbringen möchte, um am anderen Ende einen 
Stecker dort einzuführen, den ich dann mit meinem Switch verbinde. Wenn 
ich zwei Kabel aneinander bringen möchte, dann gebe ich Dir recht, sie 
müssen irgendwie aneinandergeklebt oder mit Wärme zusammengeschmolzen 
(also geschweisst) werden.

Es kann doch nicht so schwierig sein, ein solches Kabel irgendwie 
abzuschneiden, in den Stecker reinzuführen, mit der Crimpzange alles zu 
verpressen und in die Wand-Dose einsetzen.

von Hugo (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> Das ist bei 3x1,5er-Kabel auch kein Problem. Das kannst Du zur Not mit
> nem Taschenmesser abisolieren.

Ich habe auch schon 5x4,0er verlegt, nicht nur 3x1,5er.

von Hugo (Gast)


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Gerd E. schrieb:
> Jetzt stell Dir vor man könnte dieses Kabel nur mit einer ganz
> speziellen Abisolierzange, bei der die billigsten Modelle ab 5000 EUR
> kosten, abisolieren.

Hier gibts ein Abisolierwerkzeug schon für knapp 60 Euro für LWL-Kabel, 
das ist günstiger als die 5000 Euro für eine Abisolierzange.

https://www.werkzeuggigant.com/item.php5?id=98852483&ref=froogle

Und wenn ich nur ein paar Kabel abisolieren müsste, was spricht gegen 
ein scharfes Skallpell oder so? Ich habe auch ein kleines USB-Mikroskop, 
mit dem ich arbeiten kann.

von Multiboot (Gast)


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Probier es aus, wird schon klappen. Muss ja nicht industriequalität sein 
und ist doch nur für ein mal - da darf es eben nicht 5000€ kosten. Beim 
Ali gibt es außerdem Spleißgeräte für 1-2k$.

Das worauf es ankommt ist am Ende die Dämpfung - kommt genug Licht durch 
haste glück, wenn nicht - pech. Dann kannste immer noch den teuren Profi 
rufen der sich dann über den Amateur-Versuch amüsiert.

von Gerd E. (robberknight)


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Hugo schrieb:
> Gerd E. schrieb:
>> Jetzt stell Dir vor man könnte dieses Kabel nur mit einer ganz
>> speziellen Abisolierzange, bei der die billigsten Modelle ab 5000 EUR
>> kosten, abisolieren.
>
> Hier gibts ein Abisolierwerkzeug schon für knapp 60 Euro für LWL-Kabel,

das war als Analogie gedacht.

Die Werkzeuge zum richtigen Verarbeiten von LWL kosten > 5000.

von Skyper (Gast)


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Hugo schrieb:
> Es kann doch nicht so schwierig sein, ein solches Kabel irgendwie
> abzuschneiden, in den Stecker reinzuführen, mit der Crimpzange alles zu
> verpressen und in die Wand-Dose einsetzen.

Doch, ist es!!!

Ich habe das vor jahren selber in der Ausbildung gemacht - draußen 
Leitungen gespleißt und auch die Anschlüße bei den Kunden eingerichtet.

https://www.youtube.com/watch?v=fUp7yWLBRis

Ab 1:11 siehst Du wie das Erdkabel ins Haus kommt, dann die Fasern in 
die Kassette "gelegt" werden, an die Fasern werden dann kurze 
Pigtail-Kabel mit fertigen Verbindern angespleißt, über die dann später 
die Verbindung hergestellt wird... bei mehreren Fasern ist das dann halt 
ein Patchfeld, wo hinten in der Kassette die Fasern liegen und kurzen 
Enden mit den Buchsen angeschlossen werden...

Was man selber machen kann, siehst Du hier:

https://www.youtube.com/watch?v=B1BRStAes7w

Das sind aber nur die LWL-Patchkabel - und selbst das würde ich lassen 
und mir fertige Kabel kaufen...


Der Umgang mit LWL-Kabel erfodert mehr Wissen und auch spezielles 
Werkzeug im Vergleich zu Kupfer...

von Multiboot (Gast)


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Aber nicht bei Ali!

von Hugo (Gast)


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Multiboot schrieb:
> Das worauf es ankommt ist am Ende die Dämpfung - kommt genug Licht durch
> haste glück, wenn nicht - pech. Dann kannste immer noch den teuren Profi
> rufen der sich dann über den Amateur-Versuch amüsiert.

Man kann auch das Kabel etwas länger machen und wenn es nicht klappt, 
dann schneidet man den mißratenen Versuch ab und beseitigt alle Spuren. 
Aber nicht jeder, der sich Profi nennt, arbeitet auch professionell. Ich 
habe mir mal Fenster neu machen lassen und eins davon öffnet sich nicht 
richtig, aber der Fensterbauer hat mir lieber 500 Euro Geld 
zurückbezahlt als das Fenster ordentlich nachzubearbeiten.

Gute Handwerker sind Gold und auch ihr Geld wert, aber sagt mir, dass 
ein Elektriker die Kabel ordentlich für 500 Euro oder so anbringt und es 
dann auch richtig funktioniert? Wir hatten im Ort schon mal einen Fall 
gemacht, dass ein Kanalbauer einen falschen Film von einer 
Kanal-Kameraaufnahme dem Kunden zeigte, wie kann ich sicher sein, dass 
mir kein falsches Messprotokoll bei der Dämpfungsmessung untergejubelt 
wird?

von Multiboot (Gast)


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Nur durch selber machen, das ist ja das Problem.

Deshalb messe ich jedes Kabel (LWL und Kupfer) selber nach das wir 
verlegen lassen...

von Hugo (Gast)


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Skyper schrieb:
> Ich habe das vor jahren selber in der Ausbildung gemacht - draußen
> Leitungen gespleißt und auch die Anschlüße bei den Kunden eingerichtet.

Ich will es ja nicht draußen machen, sondern drinnen bei mir. Da sind 
die äußeren Einflüsse nicht so wie draußen, wo viel Dreck ist, Wind weht 
und die Lichtverhältnisse schwierig sind.

Damals gab es sicherlich noch nicht so komfortable Steckverbinder. Es 
müsste doch heute einfache schnelle Klick-Verbinder geben nach 20-30 
Jahren Entwicklungszeit. Und so ein Klickverbinder müsste doch 
Massenware sein nud vlt. 3-5 Euro pro Stück kosten.

von Hugo (Gast)


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Multiboot schrieb:
> Deshalb messe ich jedes Kabel (LWL und Kupfer) selber nach das wir
> verlegen lassen...

Du scheinst das schon ein paar mal gemacht zu haben mit dem Verlegen von 
solchen Kabeln? Was für eine Schneidzange nimsst Du und welche 
Stecker/Kupplungen werden von Dir verwendet?

von Skyper (Gast)


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Hugo schrieb:
> Damals gab es sicherlich noch nicht so komfortable Steckverbinder. Es
> müsste doch heute einfache schnelle Klick-Verbinder geben nach 20-30
> Jahren Entwicklungszeit. Und so ein Klickverbinder müsste doch
> Massenware sein nud vlt. 3-5 Euro pro Stück kosten.

LWL-Technik ist halt kein Massenmarkt... dafür gab/gibt es POF (Polymere 
optische Fasern) für den Heimbereich, Toslink etc... gibt es auch für 
Ethernet...

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Hugo schrieb:
> Es müsste doch heute einfache schnelle Klick-Verbinder geben nach 20-30
> Jahren Entwicklungszeit.

Müsste. Gibt es aber nicht. Und deswegen ist Glasfaser etwas, was man 
auch nur nutzt, wenn es wirklich unumgänglich ist.
Wünschen kann man sich natürlich vieles.

von Reinhard S. (rezz)


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Hugo schrieb:
> Gute Handwerker sind Gold und auch ihr Geld wert, aber sagt mir, dass
> ein Elektriker die Kabel ordentlich für 500 Euro oder so anbringt und es
> dann auch richtig funktioniert?

Dafür gibts Messungen und deren Protokolle.

> Wir hatten im Ort schon mal einen Fall
> gemacht, dass ein Kanalbauer einen falschen Film von einer
> Kanal-Kameraaufnahme dem Kunden zeigte, wie kann ich sicher sein, dass
> mir kein falsches Messprotokoll bei der Dämpfungsmessung untergejubelt
> wird?

Sei dabei und schau zu. Lass es dir erklären.

Zum Thema: Wie willst du die Glasfasern (mit Umantelung 250µm) denn 
stabil in Stecker bekommen? Sollen die dünnen Fasern dann einfach so 
rumbaumeln?

Ich kenn die Crimpzange nicht, es gibt aber auch Innenkabel, die etwas 
dicker ummantelte Glasfasern haben, die eben genau dafür gedacht sind, 
direkt Stecker dranzufriemeln.

Gerd E. schrieb:
> Hugo schrieb:
>> Gerd E. schrieb:
>>> Jetzt stell Dir vor man könnte dieses Kabel nur mit einer ganz
>>> speziellen Abisolierzange, bei der die billigsten Modelle ab 5000 EUR
>>> kosten, abisolieren.
>>
>> Hier gibts ein Abisolierwerkzeug schon für knapp 60 Euro für LWL-Kabel,
>
> das war als Analogie gedacht.
>
> Die Werkzeuge zum richtigen Verarbeiten von LWL kosten > 5000.

Das Werkzeug, um ein Kabel bis runter auf die Glasfaser abzumanteln ist 
noch ziemlich Standard. Teuer wirds, wenn du die Glasfasern dann 
verbinden willst, dann kommt deine Schätzung hin. Zumindest im 
FTTH-Bereich ist es auch üblich, Glasfasern mit fertigen Steckern zu 
verwenden und dann mit den Fasern aus dem Kabel im Haus zu verbinden. 
Ist deutlich einfacher.

von Hugo (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Müsste. Gibt es aber nicht. Und deswegen ist Glasfaser etwas, was man
> auch nur nutzt, wenn es wirklich unumgänglich ist.
> Wünschen kann man sich natürlich vieles.

Glasfaser ist doch jetzt das non-plus-ultra? Bei mir an der Arbeit in 
den Büros sind auch überall Glasfasern verlegt. An jedem Punkt ist dann 
eine Art Switch mit 8 RJ-45-Steckern, die das Glasfasersignal in ein 
Ethernet-RJ45-Signal umwandeln. So ein fertiges Switch hätte ich mir 
dann in die Wand reingebaut. Es muss doch einen Sinn haben, dass überall 
die Glasfaserkabel heute verlegt werden und man auf Cu-Kabel verzichtet 
und diese veraltete Technik mit Glasfaserleitungen ersetzt?

von Hugo (Gast)


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so welche meinte ich:

http://www.ubf.de/shop/index.htm?kabelkanal-bodentank-installations-switch.shtml

Ich suche dann nur welche, die nicht 400-800 Euro kosten, sie sollten so 
30-50 Euro pro Stück kosten. Der in dem Link der kann sogar PoE, ist mir 
zwar ein Rätsel, wie der Strom über das LWL-Kabel geleitet wird, aber 
die Technik machts möglich.

von Reinhard S. (rezz)


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Hugo schrieb:
> so welche meinte ich:
>
> http://www.ubf.de/shop/index.htm?kabelkanal-bodentank-installations-switch.shtml
>
> Ich suche dann nur welche, die nicht 400-800 Euro kosten, sie sollten so
> 30-50 Euro pro Stück kosten. Der in dem Link der kann sogar PoE, ist mir
> zwar ein Rätsel, wie der Strom über das LWL-Kabel geleitet wird, aber
> die Technik machts möglich.

Lesen machts möglich. Laut Artikelbeschreibung braucht der ein externes 
Netzteil. Es gibt den auch mit Kupfer-Uplink, dann kann man den auch 
fernspeisen, vermute ich. Power over Fiber ist bisher nicht im Stil von 
PoE möglich.

Hugo schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>> Müsste. Gibt es aber nicht. Und deswegen ist Glasfaser etwas, was man
>> auch nur nutzt, wenn es wirklich unumgänglich ist.
>> Wünschen kann man sich natürlich vieles.
>
> Glasfaser ist doch jetzt das non-plus-ultra?

Sicher, aber dann bitte als Singlemode und ordentlich verarbeitet. Und 
das kostet. Mit Multimode hast du Längenbegrenzungen (okay, 500m bei 10 
GBit/s) und brauchst dafür halt etliche Fasern mehr. Dafür ist die 
aktive Technik billiger.


> Es muss doch einen Sinn haben, dass überall
> die Glasfaserkabel heute verlegt werden und man auf Cu-Kabel verzichtet
> und diese veraltete Technik mit Glasfaserleitungen ersetzt?

Nicht alles, was gemacht wird, muss Sinn ergeben. Als Zuführung zum Haus 
ist Glasfaser sehr sinnvoll (FTTB/FTTH), im (Privat-)Haus noch nicht so 
ganz.

: Bearbeitet durch User
von Ich (Gast)


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Hugo schrieb:
> Georg schrieb:
>> Bei einem 50µ-Kabel müssen die Faserenden auf wenige µ genau
>> positioniert werden - glaubst du im Ernst, die von dir ausgesuchte
>> Knipex-Zange arbeitet so genau?
>
> Und warum gibt es dann so eine Crimpzange für LWL-Kabel, wenn das nicht
> gut funktionieren soll?
Die Crimpzange ist nur dafür da, die Zugentlastung zu vercrimpen. Dazu 
werden die Aramid-Fasern aus dem Kabel mit einer Metallhülse auf den 
Stecker gepresst.

Die eigentliche Faser wird von ihrer schützenden Kunststoffummantelung 
(250 µm Durchmesser) befreit. Die Zangen dafür beginnen ab 100 Euro und 
müssen entsprechend präzise sein, um die 250 µm sicher einzuschneiden 
und festzuhalten, und trotzdem den Faserkern nicht zu beschädigen.

Danach hat man die eigentliche Glasfaser in der Hand, Außenglas (Mantel) 
125 µm, Kern 50 µm. Das wird zusammen mit dünnflüssigem Klebstoff in die 
eng tolerierte Bohrung in der Keramikferrule des Steckers gefädelt (ca. 
128 µm, Faser bricht beim Verkanten sofort, die Reste sind sauschwer aus 
dem Stecker zu entfernen). Faser vor dem Stecker brechen und dann 
zusammen mit der Ferrule schleifen und polieren. Mit Fasermikroskop 
kontrollieren.

Das ist alles nicht ganz trivial. Ich habe mir das alles beibringen 
lassen, man bekommt das mit viel und regelmäßiger Übung auch gut hin. An 
letzterem scheitert es ... inzwischen sind wir (wie die allermeisten 
anderen) dazu übergegangen, fertige Pigtails zu nehmen und die mittels 
Spleißgerät ans Kabel zu bringen. Oder halt die Kabel in der gewünschten 
Konfiguration gleich vom Zulieferer zu bestellen.

Nebenbemerkung: Es gibt keine Glasfaser-Buchsen, nur Stecker und 
Koppler.

Lösungsansatz wäre eventuell Polymerfaser, die sind einfacher zu 
konfektionieren (sauberer, senkrechter Schnitt mit einem Skalpell reicht 
aus). Allerdings ist da m.W. bei 1 GBit/s Schluss.
Ansonsten reicht Kupfer für 10 GBit auch noch aus ... ist doch eh nur 
noch Backbone fürs WLAN ;-)

von Hugo (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Power over Fiber ist bisher nicht im Stil von
> PoE möglich.

Du schreibst "noch nicht", gibt es aber Entwicklungen in dieser 
Richtung? Ich überlege gerade, wie man das technisch hinbekommen könnte. 
Man müsste es ähnlich wie beim DSL-Signal machen.

Man nimmt ein energiereiches Trägersignal und ein energiearmes 
Datensignal, man moduliert das Datensignal auf das Trägersignal. Am 
anderen Ende muss man das Lichtsignal wieder trennen wie bei einem 
DSL-Splitter. Den energiereichen Anteil leitet man dann über eine kleine 
Fotozelle an einen 5V-Ausgang und kann damit kleine Verbraucher 
anschlißene.

Ich weis nur noch nicht, wie man ein Lichtsignal wieder auftrennt. 
Wahrscheinlich muss man eine Art Prisma benutzen und eine entsprechende 
Optio dahinterschalten.

von Hugo (Gast)


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Aber irgendwie ist das alles zu kompliziert.
Ich dachte
- LWL Kabel kaufen,
- auf Länge abschneiden,
- abisolieren in den Stecker schieben,
- ancrimpen,
- fertig

Dem ist irgendwie nicht so :-(

Ich hasse ab heute LWL-Kabel.

von Ich (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Hugo schrieb:
>> Es müsste doch heute einfache schnelle Klick-Verbinder geben nach 20-30
>> Jahren Entwicklungszeit.
>
> Müsste. Gibt es aber nicht. Und deswegen ist Glasfaser etwas, was man
> auch nur nutzt, wenn es wirklich unumgänglich ist.
> Wünschen kann man sich natürlich vieles.
Die Genauigkeitsanforderungen sind m.E. der springende Punkt. +/- wenige 
µm ist halt schwer mit "robust und einfach" zu verbinden. Dafür ist die 
Verbindungstechnik (Lichtbogenschweißen a.k.a. Spleißen) gut 
vorangeschritten.
https://www.youtube.com/watch?v=hUqDhA6Iy3U

Zur Stecker-Methode: https://www.youtube.com/watch?v=v7u4frIDBeQ

von Thomas (Gast)


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Hugo schrieb:
> @Thomas, wenn Du in einer Wohnung ein Kabel für eine Steckdose verlegst,
> den Schlitz in die Wand gestemmt hast - kaufst Du dann ein fertig
> abgelängtes Kabel? Was ist, wenn es genau 5cm zu kurz ist oder 10m zu
> lang? Wo soll dann der Rest vom Kabel rein? Ich zumindest kaufe mir
> 50/100m Rollen oder wenn ich eine größere Menge brauche, dann greif ich
> sogar auch schon mal zu einer ganzen Trommel mit 500/1000m, wenn ich
> mehr Steckdosen, Schalter, Lampen etc. neu machen muss.

Ich würde mir auch Kabel von der Rolle nehmen und es selber anschließen. 
WEIL ICH ES KANN.
Bei Glasfaserkabel würde ich mir eine Fachfirma nehmen. WEIL ICH ES 
NICHT KANN.
An dieser Einsicht mangelt es scheinbar bei Dir.

> Thomas schrieb:
>> Das Verlegekabel hat ja sogar 4 Fasern
>
> Es gibt sogar Kabel mit 12 und 24 Fasern - habe ich gesehen. Man kann
> auch die Adern einzeln rausführen und an mehrere Stecker ancrimpen,
> warum sollte das nicht gehen?

Weil Du um JEDE Einzelfaser eine Schutzhülle mit Aramidfasern brauchst, 
um diese dann zu vercrimpen. Da Verlegekabel aber nicht zum ancrimpen 
gedacht sind, wird das so auch nicht funktionieren.

Entschuldige den Vergleich, aber Du versuchst mit 'nem Düsenjet auf 
einem Feldweg zu starten. Und weil das nicht klappt, hüpfst Du jetzt auf 
und nieder und rufst "Ich will aber!".

Ich bin dann ab hier raus.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Hugo schrieb:
> Glasfaser ist doch jetzt das non-plus-ultra?

In den Hochglanzprospekten der Netzwerkausstatter sicherlich.

> Bei mir an der Arbeit in den Büros sind auch überall
> Glasfasern verlegt.

Du willst nicht wissen, was das gekostet hat.

Kupfer ist noch lange nicht tot - GBit-Ethernet ist damit problemlos auf 
100m-Segmenten möglich, 10-GBit-Ethernet ist damit auf bis zu 30m* 
möglich.

Ob man in absehbarer Zeit im Wohnumfeld wirklich zu jedem Endgerät mehr 
als 10 GBit benötigt? Und ob die heute aktuelle Glasfasertechnik 
geeignet ist, mehr als 10 GBit zu übertragen?

Wenn ich auf Zukunftssicherheit viel Wert lege, verlege ich Leerrohre. 
Ausreichend dimensionierte Leerrohre. Und ich lasse an den Enden der 
Leerrohre ausreichend Platz für Verteilertechnik.


*) kann auch mehr sein, die Technik entwickelt sich weiter, selbst wenn 
man ihr dabei nicht zusieht.

von (prx) A. K. (prx)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Kupfer ist noch lange nicht tot

Kupfer erweist sich letztlich als zäher als Glasfaser. Marktgetrieben. 
Myriaden von E-Technikern beschäftigen sich jahrelang in aller Welt nur 
damit, eine neue Geschwindigkeitsklasse des Ethernets auf Jahrzehnte 
alter Kupfertechnik zum laufen zu kriegen. Und schaffen irgendwann das 
früher völlig unmöglich Erscheinende.

Bei Glasfaser definiert man statt dessen eine neue Fasertechnik, von OM1 
bis OM4, und wenn das nicht reicht schaltet man sie halt bündelweise 
parallel. So gehts schneller. Soll der Kunde doch sehen, wie er das mit 
seiner bestehenden Faser-Infrastruktur in die Reihe bekommt, oder wie 
eng er die Räume und Gebäude zusammenschieben kann, um sie mit den 
schrumpfenden Distanzen der Fasern in Einklang zu bringen.

Folge: Infrastruktur-Investition in Kupfer hält länger als in Glasfaser. 
Nur ist man dann eben nicht der erste, der die neue 
Geschwindigkeitsklasse nutzen kann.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Hugo schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Power over Fiber ist bisher nicht im Stil von
>> PoE möglich.
>
> Du schreibst "noch nicht", gibt es aber Entwicklungen in dieser
> Richtung?

Eher nicht. So 500mW hab ich experimentel mitbekommen, aber mehr ist 
meines Wissens nach nicht. Wenn man die Leistung erhöht hat man an den 
Steckern relativ hohe Verluste auf kleinster Fläche.

> Ich weis nur noch nicht, wie man ein Lichtsignal wieder auftrennt.
> Wahrscheinlich muss man eine Art Prisma benutzen und eine entsprechende
> Optio dahinterschalten.

Gibts schon, nennt sich WDM. Allerdings kann man prinzipiell jede 
Wellenlänge voller Energie pumpen.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Hugo schrieb:
>> Glasfaser ist doch jetzt das non-plus-ultra?
>
> In den Hochglanzprospekten der Netzwerkausstatter sicherlich.

Im WAN-Bereich definitiv.

> Kupfer ist noch lange nicht tot - GBit-Ethernet ist damit problemlos auf
> 100m-Segmenten möglich, 10-GBit-Ethernet ist damit auf bis zu 30m*
> möglich.

Cat6a und Cat7/7a sollen 10 GBit/s über die üblichen 100m schaffen.

> Ob man in absehbarer Zeit im Wohnumfeld wirklich zu jedem Endgerät mehr
> als 10 GBit benötigt? Und ob die heute aktuelle Glasfasertechnik
> geeignet ist, mehr als 10 GBit zu übertragen?

Singlemode defintiv (auch wenn dann wegen anderer Effekte die Länge 
relativ zusammenbricht), Multimode naja. Für 10 GBit/s über Kupfer wären 
stromsparende und günstige Netzwerkkarten toll.

> Wenn ich auf Zukunftssicherheit viel Wert lege, verlege ich Leerrohre.
> Ausreichend dimensionierte Leerrohre. Und ich lasse an den Enden der
> Leerrohre ausreichend Platz für Verteilertechnik.

+1

von Reinhard S. (rezz)


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A. K. schrieb:
> Soll der Kunde doch sehen, wie er das mit
> seiner bestehenden Faser-Infrastruktur in die Reihe bekommt, oder wie
> eng er die Räume und Gebäude zusammenschieben kann, um sie mit den
> schrumpfenden Distanzen der Fasern in Einklang zu bringen.

Singlemode rules! ;) Ja, ich weiß, die Kosten für die aktive Technik. 
Und mit 100G bewegt man sich auch nur noch im 3stelligen km-Bereich.

von (prx) A. K. (prx)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Und ob die heute aktuelle Glasfasertechnik
> geeignet ist, mehr als 10 GBit zu übertragen?

Der erste Ansatz für praktikables Inhouse/Campus-Ethernet verwendet 4 
Faserpaare für 40Gb und 10 Faserpaare für 100Gb. So konnte man auf 
bestehender Technik aufbauen.

Geht auch anders, war aber erheblich teurer als ich mal hinsah. Hab was 
von 7000€ für ein 40Gb Transceiver-Modul in vager Erinnerung.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Hugo schrieb:

> @Thomas, wenn Du in einer Wohnung ein Kabel für eine Steckdose verlegst,
> den Schlitz in die Wand gestemmt hast - kaufst Du dann ein fertig
> abgelängtes Kabel?

Es gibt aber deutliche Unterschiede zwischen Steckdosenkabeln
und Lichtleitkabeln. Bevor Du diese Unterschiede nicht gelernt
hast, macht eine weitere Diskussion keinen Sinn.

von Harald W. (wilhelms)


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Georg schrieb:

> Bei einem 50µ-Kabel müssen die Faserenden auf wenige µ genau
> positioniert werden

Eher auf Bruchteile von µ.

von Harald W. (wilhelms)


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Gerd E. schrieb:

> Das ist bei 3x1,5er-Kabel auch kein Problem. Das kannst Du zur Not mit
> nem Taschenmesser abisolieren.

...und einen Schifferknoten zur Verbindung von zwei Drähten machen.
Das ist zwar nicht so toll, würde aber funktionieren. Bei Lichtleit-
kabeln dagegen geht ohne professionelle Technik garnichts.

von Reinhard S. (rezz)


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Harald W. schrieb:
> Georg schrieb:
>
>> Bei einem 50µ-Kabel müssen die Faserenden auf wenige µ genau
>> positioniert werden
>
> Eher auf Bruchteile von µ.

Naja, Multimode ist nicht sooo anspruchsvoll, das man Bruchteile von µ 
braucht.

von Elo (Gast)


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Autor: Hugo (Gast)
Datum: 30.12.2016 17:14

> Hi, ich will Netzwerkkabel verlegen und habe dazu diese neueren Kabel
> gefunden:

Und warum nimmst du nicht einfach nur Kat 5  6  7 Kupfer-Kabel? Ist 
dir wohl zu simpel und einfach gewesen?
Also nun doch zurück zu Kupfer?

von Gerd E. (robberknight)


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Elo schrieb:
> Und warum nimmst du nicht einfach nur Kat 5  6  7 Kupfer-Kabel? Ist
> dir wohl zu simpel und einfach gewesen?

Oben hat er ja Erdkabel verlinkt - vielleicht möchte er 2 verschiedene 
Häuser untereinander verbinden?

Dann macht LWL Sinn um eine vollständige galvanische Trennung zwischen 
den Häusern beizubehalten.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Gerd E. schrieb:
> Dann macht LWL Sinn um eine vollständige galvanische Trennung zwischen
> den Häusern beizubehalten.


vollständige galvanische Trennung geht aber dann (bei ca. 100 m Abstand) 
auch (wegen der Spleissthematik) "einfach" über Kupfer:

Haus1:
Einspeisung Kupfer mit POE Injektor (zur Versorgung des LWL Wandlers an 
der Gegenseite)

unterwegs:
100 m  Cat6 oder Cat7 Erdkabel

Haus 2:
ETH -> LWL Umsetzer (gespeist aus Haus 1)
1 Meter vorkonfektioniertes LWL
LWL -> ETH umsetzer (gespeist aus Haus 2)

: Bearbeitet durch User
von IT Abteilung (Gast)


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Aber von der Entfernung die überbrückt werden soll steh hier noch 
nirgends was, das wäre der wichtigste Fakt erstmal!

Offiziell ist bei 100m Schluß mit Kupfer - inoffiziell habe ich auch bei 
150m Cat7 inclusive zwei Telegärtnern dazwischen immer noch stabil Gbit 
ohne CRC-Fehler gehabt.

Die Switches an beiden Enden werden bei Faser nicht billig sein, ist 
eben doch etwas feineres als ein einfacher Cu-Hub.

Wenn es Glasfaser sein soll dann kauf ein fertiges Kabel mit LC-Steckern 
an beiden Enden (die sind schön klein) und zwei Medienkonverter 
LC<>RJ45. Das ist die billigste Lösung...

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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IT Abteilung schrieb:
> Aber von der Entfernung die überbrückt werden soll steh hier noch
> nirgends was, das wäre der wichtigste Fakt erstmal

Naja, im ersten Beitrag des Ursprungs-Schreibers war eine Referenz zu 
einem Reichelt Artikel (100m LWL Kabel). Da war für mich die Annahme 
nahe liegend, daß max. 100m überbrückt werden sollen.

von Elo (Gast)


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Er hat aber auch seltsame Ansichten: Löcher für die Stecker zu klein, 
....

> Hi, ich will Netzwerkkabel verlegen und habe dazu diese neueren Kabel
> gefunden:
???

> Naja, im ersten Beitrag des Ursprungs-Schreibers war eine Referenz zu
> einem Reichelt Artikel (100m LWL Kabel). Da war für mich die Annahme
> nahe liegend, daß max. 100m überbrückt werden sollen.
Mit Links auf Apotheken wie Reichelt und den blauen Claus sollte klar 
sein worauf das hinaus läuft?
Für 100 mtr. LWL 100,- Euro !!!, wo es stupides Kat-7-Kabel schon für 
unter 50,- Euro ? in der e-Bucht per Gratisversand gibt!?

Es ist dann wohl anzunehmen, dass er in einem privaten Gebäude ein paar 
Strecken geplant hat, denn in einem EFHs sind 100 mtr. auch schon recht 
schnell verbraucht. Vom Keller bis zum Dach oder 1.OG locker über 20 
mtr., wenn es nicht in jeder Etage einen extra Etagen-VT dafür gibt.

Bzgl. der "IT-Abteilung" mit deren Weisheit der Segmentlänge von 
angeblich 100 mtr. >>>>> es sind max. 90 mtr.!

Bzgl. dem Trick mit der Pot.Trennung, das ist so nicht zulässig, weil 
das Cu-Kabel bei der Einführung in das andere Gebäude dort auf dem 
örtlichen PE zu erden ist. Einzig die Netz- und damit Datenseite 
dahinter nach dem Konverter hat damit einen gewissen Schutz.

von Andreas Domnick (Gast)


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Multiboot schrieb:
> Probier es aus, wird schon klappen. Muss ja nicht
> industriequalität sein
> und ist doch nur für ein mal - da darf es eben nicht 5000€ kosten. Beim
> Ali gibt es außerdem Spleißgeräte für 1-2k$.
>
> Das worauf es ankommt ist am Ende die Dämpfung - kommt genug Licht durch
> haste glück, wenn nicht - pech. Dann kannste immer noch den teuren Profi
> rufen der sich dann über den Amateur-Versuch amüsiert.

Wer hat gerufen?#

Gruß Andreas

von Reinhard S. (rezz)


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Elektriker, die spleißen, sind eh immer schlecht :D

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