Bürstenfeuer bei Staubsauger nach Kohlentausch wie viel ist normal?

OP #4852316
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Hallo liebe Freunde der Elektronik (und hoffentlich auch Elektrik)

Mein neuestes Reparaturobjekt ist ein Industriestaubsauger (weiss nicht, 
ob die wirklich so heissen, auf jeden Fall so einer mit einer Tonne 
unten dran) der nicht mehr lief. Ich hab ihn auseinandergebaut, 
Kollektor gereinigt und abgebürstet, sodass der Kohleabrieb weg ist und 
neue Kohlen eigesetzt (nicht Originalkohlen, sondern nur solche mit 
gleichen Dimensionen).
Als ich ihn dann einsteckte, sah ich Kohlenfeuer mit Funken, die 
teilweise bis 180° um den Kollektor noch brannten. Also nahm ich an, 
dass die Feder von den neuen Kohlen keinen genug hohen Anpressdruck 
erzeugen und setzte die alten Federn einfach zusätzlich auch noch ein. 
Jetzt gibt es zwar deutlich weniger Bürstenfeuer aber halt immer noch.
Meine Frage nun: Kann ich den Staubsauger mit solchem Bürstenfeuer noch 
weiter verwenden oder lieber nicht? Und: kann es sein, dass sich die 
Kohlen noch weiter einlaufen und das Feuer weniger wird? Der Motor lief 
bis jetzt insgesamt vielleicht 3 Minuten.

Danke für die Antworten! Ich hab halt leider absolut keine Erfahrung mit 
dem Thema.

Lieber Gruss
Bert

Video: 
https://www.dropbox.com/s/7x3mbuvrrdpm3go/VID_20170105_112815.mp4?dl=0
Angehängte Dateien:
#4852399
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Außerdem würde ich den Kollektor mit einem Ohm-Meter überprüfen.
Zwischen den Lamellen setzt sich mit der Zeit Abrieb von den Kohlen ab.

Durchgang darf nur mit der jeweils gegenüberliegenden Lamelle
vorhanden sein.
Wenn mehrere Lamellen Durchgang haben, entsteht auch Bürstenfeuer.
Dann reinige mal die Isolierstrecken zwischen den Lamellen vorsichtig
mit einer Nadel(Reißnadel),dabei aber nicht die Lamellen beschädigen...
Gast #4852406
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Vielleicht sind auch die Lager nicht mehr ganz in Ordnung, oder der 
Rotor müsste abgedreht werden?. Die neuen Kohlen habe ja auch mehr 
Masse, so dass sie dem "eierden" Rotor nicht mehr so gut folgen können. 
Aber ich habe keine praktische Erfahrung damit.
Gast #4852414
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Eine Nadel geht auch, aber falls man seiner eigenen Vorsicht nicht recht 
sicher ist, kann man auch eine Bürste nehmen. Etwa eine Zahnbürste. 
Notfalls eine alte, aber die sind auch wieder weich.

Du hast ja geschrieben, dass Du die Kohlereste schon entfernt hast. Zur 
Sicherheit könntest Du den Kollektor aber doch noch mal ein paar Stunden 
in Weißöl tauchen und nochmal abbürsten.

Sind die Kohlen, an der Stirnseite, mit der sie den Kollektor berühren, 
denn schon rundgeschliffen, oder noch flach?

Ergänzende Informationen oder wenigstens Einschätzungen könnte man 
abgeben, wenn man die Maße der Kontaktflächen und der Kohlen sowie die 
Leistungen wüsste. Sind die neuen Kohlen ganz sicher höchstens genauso 
groß (an der Stirnfläche) wie die alten?
Gast #4852416
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Der Tip mit dem Weißöl leider unter Vorbehalt. Man weiß ja nicht, wie 
stark der Kollektor-Grundkörper das Weißöl aufnimmt. Wenn man das nicht 
restlos entfernt, gibt es wieder eine Brandgefahr.

 Vielleicht mag das jemand noch kommentieren.
Gast #4852422
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Bert L. schrieb:
> alten Federn einfach zusätzlich auch noch ein.
> Jetzt gibt es zwar deutlich weniger Bürstenfeuer aber halt immer noch.

Das würde für mich dazu passen, dass der Kollektor eben einen zu 
schlechten Rundlauf hat. Aber warum lief denn der Motor mit den alten 
Kohlen gar nicht mehr? Gibt es da eine automatische Abschaltung?
Gast #4852428
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Bert L. schrieb:
> Und: kann es sein, dass sich die
> Kohlen noch weiter einlaufen und das Feuer weniger wird? Der Motor lief
> bis jetzt insgesamt vielleicht 3 Minuten.

Theroretisch schon, praktisch nicht, weil das Material ja lange
halten soll und daher eher abriebfest ist. Da kann das auf
natürlichem Weg mitunter einige hundert Betriebsstunden dauern,
bis sich das eingeschliffen hat. Daher sollte man lieber mit
einer Halbrundfeile quer zur Drehrichtung eine halbrunde
(konkave) Form in die Lauffläche feilen, die sich möglichst
dem Kollektor anpasst. Die Bürsten müssen im Betrieb nämlich
immer zwei benachbarte Lamellen bestromen.
Ungeschliffen liegen die Kohlen da nicht optimal, weil tangentiell,
auf und durch den Luftspalt entsteht dann halt auch ein verstärktes
Bürstenfeuer, dass dann den Motor schaden könnte.
Messen mit einem Multimeter hilft nur, wenn man Wicklungen auf
Unterbrechung prüfen will. Da die Wicklungen sehr niederohmig
sind, macht eine andere Messung, z.B. auf Kurzschluss wenig Sinn.
Kohlestaub zwischen den Lamellen macht gewöhnlich keinen Ärger, weil
der ja immer vorhanden ist und von der Fliegkraft weg geschleudert
werden soll, was wie ein Selbstreinungseffekt zu verstehen ist.
#4852456
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Nur drei Sachen würde ich machen:
1. Die Gelegenheit nutzen klar Schiff zu machen, wenn man schon mal
   dabei ist.
2. Eine starke Leuchte hinter den Neuling halten. Das schafft Durchblick
   und hilft bei einer eventuellen Schätzung der Auflage.
3. Explizit überprüfen ob die Kohlen leichtgängig sind und ob die Federn
   nicht ausgeleiert sind.

Darüber hinaus würde ich erst mal nichts machen.

Natürlich waren die "Vorgänger" ideal an den Kollektor angepasst. Zu 
versuchen das "nachzuschleifen" ist vergebene Liebesmüh.
#4852469
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Sebastian, den Nick lautet "Amateur", ich dagegen bin Profi und habe in 
fast 30 Jahren ein paar hundert Motoren repariert.
Das Einschleifen ist bei uns heute nicht mehr nötig, da die Kohlen schon 
vorgeformt kommen, aber das Einschleifen gehört grundsätzlich dazu.
Auch wie das gemacht wird, ist eine eindeutige Sache. Es wird 
Schmirgelleinen unter die Kohlen auf den Kollektor gelegt und dann der 
Kollektor von Hand hin und her gedreht.
Alle Grafitkohlen lassen sich sehr leicht einschleifen. Diese Kohlen 
werden wohl am häufigsten verwendete.
#4852547
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Ist das Bild schon vorher da gewesen?

Also, der Kollektor sieht blau aus, das könnte schon auf einen 
Kurzschluss hinweisen, aber das stelle ich mal zurück.
Unbedingt aussägen! Man sieht Einbrände von Lamelle zu Lamelle.
Eigentlich müsste der Kollektor abgedreht und ausgesägt werden. Die 
Kohlebürste trägt überhaupt nicht. Das hat Thomas sehr gut gesehen.
Gast #4852813
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F. F. schrieb:
> Äh, wie viele Motoren hast du schon repariert?

Sagen wir es mal so: Defekte Motore mit Bürsten hatte ich schon
über Hundert, aber wenn die Ankerwicklung hin war, waren die nicht
ohne Ersatz zu reparieren und das ist meist ein unwirtschaftlicher
Totalschaden. Wenns nur die Kohlen waren, ist das ja bezahlbar
und das waren schon eine ganze Menge. Im Moment habe ich eine
defekte Maschine auf dem Tisch, wo der Motor intakt ist, aber die
Softstartelektronik nicht. Mal sehen, ob die wirtschaftlich zu
reparieren ist.
Gast #4852820
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Cyborg schrieb:
> wo der Motor intakt ist, aber die
> Softstartelektronik nicht. Mal sehen, ob die wirtschaftlich zu
> reparieren ist.

Sicher nicht! Du wirst es schon hinbekommen, dass der Kunde bei dir ein 
neues Gerät kauft. :-)

Aber der TO sollte doch den Staubsauge im eingebauten Zustand testen.
Vielleicht hat er so nur eine zu hohe Drehzahl.
#4852821
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Dann hast du aber auch nur Glück gehabt, wenn Kohlenstaub zwischen den 
Lamellen nicht zu Problemen geführt hat.
Das steht übrigens auch in der Fachlektüre so drin.
Ich mache meinen Job fast 30 Jahre und habe schon einige 100 Motoren 
repariert.
Du kannst mir das gerne glauben oder auch mal ein paar alte Bücher über 
dieses Thema lesen.

Natürlich steht es dir frei das zu glauben.
#4853191
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F. F. schrieb:
> Dann hast du aber auch nur Glück gehabt, wenn Kohlenstaub zwischen den
> Lamellen nicht zu Problemen geführt hat.
> Das steht übrigens auch in der Fachlektüre so drin.
> Ich mache meinen Job fast 30 Jahre und habe schon einige 100 Motoren
> repariert.
> Du kannst mir das gerne glauben oder auch mal ein paar alte Bücher über
> dieses Thema lesen.

ich denke das ist allg. bekannt. Sollte es sein :-)
#4853407
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Cyborg schrieb:
> F. F. schrieb:
>> Natürlich steht es dir frei das zu glauben.
>
> Aus dem Forum? Nie! Wer glauben will, überall gibts Kirchen.
>
> F. F. schrieb:
>> Ich mache meinen Job fast 30 Jahre und habe schon einige 100 Motoren
>> repariert.
>
> In dreißig Jahren ist das nicht viel. Mach das mal beruflich, dann
> kommst du auf die Zahl die Woche.

Du reparierts einige Hundert pro Woche ???
Witzbold.... ach, vor den kopf klatsch, klar... Freitag !
#4853676
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Cyborg schrieb:
> In dreißig Jahren ist das nicht viel. Mach das mal beruflich, dann
> kommst du auf die Zahl die Woche.

Ich repariere nicht nur Motoren und gingen die so häufig kaputt, würde 
wohl kaum noch jemand unser Produkt kaufen.
Für gewöhnlich halten die Motoren in den Gabelstaplern sehr lange.

Hätte ich deins gelesen, Stephan, dann hätte ich mir meins sparen 
können.
#4853683
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F. F. schrieb:
> Hätte ich deins gelesen, Stephan, dann hätte ich mir meins sparen
> können.

Lesen bildet halt .. :-)))

ne im Ernst, wer sich so aus dem Fenster lehnt hat es nicht anders 
verdient.
Du hast ja von Dir gesprochen, er vielleicht vom Auftragsvolumen seiner 
FA oder seines AG. Wir haben hier auch einen Elektromaschinenbauer und 
ich habe Motoren mit mehreren Tonnen gesehen. Da will ich mal sehen wie 
er davon einige am Tag schafft. :-o  Es wurden ja lediglich Mengen 
genannt.
#4853694
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Bei mir kommt, neben dem Wissen und der langen Erfahrung, noch hinzu, 
dass ich die Schäden nun  auch selbst feststelle. Daher kenne ich die 
Ausfallursachen. Habe schon genug Motoren, die schon Aussetzer hatten, 
im eingebauten Zustand repariert.
Lamellen ausgekratzt, Schmirgelleinen über ein so breites Pappestück wie 
die Kohlen breit sindk, anstatt einer Kohlebürste das dann in den Halter 
und laufen lassen. Meine Firma würde zwar lieber einen neuen Motor 
verkaufen, aber meine Kunden danken es mir durch Jahrzehnte lange Treue.
#4853806
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Ihr habt ja wenigstens noch Schleifsteine in Form einer überlangen 
Schleifkohle die Ihr im Motorbetrieb am Kollektor ansetzen könnt. Staubt 
kurz und der Stein ist dann weg, aber wenn der Kollektor dann doch 
wieder an den Lamellen blau anläuft ist eben doch Schluss. Ich habe das 
immer mit 600er Leinen im laufenden Betrieb gemacht. Half aber nix.... 
Schluss und tot. RIP  Schönes WE
Gast #4854035
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stephan- und Foldi

Ich schreibt euch vielleicht einen Blödsinn zusammen.
Ich repariere solche Motore nicht beruflich. Wenn in 30
Jahren über Hundert zusammen kommen ist das für eine
Elektrofachkraft nebenberuflich normal, je nach dem, wie
er da gefordert wird. Das bezog sich auf mich.
Wenn das jemand beruflich macht, z.B. in einem Reparatur-
Kundendienst können da schon über Hundert/Woche zusammen
kommen. Manchmal wird da eben nur Schrott produziert und
lange kann man sich damit auch nicht lange aufhalten.
Das bezog sich nicht auf mich. Jetzt gerafft?
#4859477
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Habe nicht geguckt ob auf YT dazu was gibt, aber wenn du Bürstenfeuer 
hast, dann siehst du das beim Anlaufen des Motors, bei Richtungswechsel 
und bei hohen Drehzahlen. Oder aber, wenn der Motor stark beschädigt 
ist, auch immer.

Ähnlich wie eine Wunderkerze.
Gast #4860187
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F. F. schrieb:
> Youtube-Video "Gleichstrommotor mit Bürstenfeuer"
> Das hier ist zwar ein großer Motor und der feuert schon recht heftig.
> Grundsätzlich sieht das aber so aus.

Holi Shit... da bekommt man ja angst, das einen der Motor abbrennt! 
Respekt wer das Ding anschmeißt, ohne das die Feuerwehr bereit steht...
Von den Lichteffekten wäre das vielleicht was für eine Bühne oder Disco 
:-)
#4860234
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F. F. schrieb:
> https://youtu.be/L_Jp6sVERYY
> Das hier ist zwar ein großer Motor und der feuert schon recht heftig.
> Grundsätzlich sieht das aber so aus.

Das ist schon etwas mehr als "nur" Bürstenfeuer ;-)

Aber in den Vorschlägen kommt dann ein Video wo man das Bürstenfeuer an 
einem "Haushaltsüblichen" Motor sehr schön in allen seinen Ausprgungen 
sehen kann.

ISt in diesem Fall zwar dem Betrieb unter grob (vorsätzlich) falschen 
Betriebsbedingungen geschuldet(Doppelte Betriebsspannung und ohne Last), 
aber doch fast ein perfekter ZEitraffer eines Motorlebens von 
Normalfunktion bis Wohnungsbrand ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=D8zXyFKfMSg

Als "Schwachströmer" ohne besonders tiefgehende Motorkentnisse würde ich 
mal behaubten:

Ab 0,20min erstes leichtes Auftreten schlicht durch die viel zu hohe 
Drehzahl (damit teilweise schlechter Kohlenkontakt, noch ohne Defekt am 
Motor).

Dann ab 0,30min erste größe Ereignisse. Wohl durch übermäßigen und immer 
weiter zunehmenden Abrieb der Kohlen der da dann für ungewollte 
Verbindungen sorgt.

Ab 1,30 dann erster Wicklungsschluss durch die Überlastung...

Liege ich da halbwegs richtig?

Gruß
Carsten
#4860239
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F. F. schrieb:
> Das ist ja auch noch (sieht für mich in dem Video so aus) ein
> mannshoher
> Stationärmotor. Es muss auch einen ganz schönen Lärm machen.

Jo,
in den Kommentaren steht dazu etwas mehr:

Es ist ein Antriebsmotor aus einem Walzwerk in einem Stahlwerk.

Leistung 19,4 MW, Betriebsspannung 10 kV

Mit Wicklungsschluss in Folge einer Falschbeschaltung...

Also alles in allem ein normales Motörchen wie ihn fast jeder 
Hobbyelektroniker in der Bastelkiste hat ;-)

Gruß
Carsten
OP #4895327
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Liebe Leute, vielen Dank für die vielen Antworten!!

Ich habe versucht, die Kohlen mit einer Rundfeile einzuschleifen aber 
das resultierte nur in noch mehr Feuer.
Ich habe mich deshalb dazu entschieden, den Rotor nochmals zu reinigen 
und alles zusammenzubauen und mal schauen wie gut der Staubsauger 
funktioniert.
Die Saugkraft ist sehr ordentlich, also nicht irgendwie fühlbar 
schwächer als erwartet.

Ich werde den Sauger nun eine Weile so benutzen um ihn dann nochmals 
aufzumachen und zu sehen, wies aussieht...

Noch ein paar Antworten zu Fragen, die aufgetaucht sind:
Warum der Staubsauger vorhin nicht mehr anlief, weiss ich nicht. Aber 
als ich ihn das erste mal auseinanderbaute und wieder zusammensetzte, 
lief er wieder mit Bürstenfeuer an einer Kohle. Diese eine Kohle war 
auch ziemlich ramponiert bzw. hatte keine schöne Lauffläche mehr.

Ja, die neuen Kohlen haben höchstens die selbe Auflagefläche wie die 
alten, weil sie auch in die alten "Laufschienen" (oder wie das heisst) 
reinpassen mussten.

Abdrehen und Aussägen kann ich leider nicht, da mir dazu das Werkzeug 
fehlt...

EInbrandstellen sind keine sichtbar an den Lamellen und einen stark 
unrunden Lauf des Rotors habe ich auch nicht feststellen können. Die 
Kohlen sind jedoch noch ziemlich flach also liegen sie nicht auf der 
ganzen Fläche auf.

Vielen Dank für all die Tipps, ich hoffe der Sauger fängt jetzt nicht an 
zu brennen :)

Lieber Gruss

Bert
Gast #4895367
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Bert L. schrieb:
> Vielen Dank für all die Tipps, ich hoffe der Sauger fängt jetzt nicht an
> zu brennen :)

Musst halt drauf achten, das Gerät nicht dauerhaft zu überlasten.
Das kann dann passieren, wenn der Luftstrom längere Zeit blockiert
wird, was such ja auch gewöhnlich an einem veränderten Geräuschpegel
bemerkbar macht. Vielleicht schleifen sich die Kohlen ja ein.
Gast #4895429
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Bert L. schrieb:
> Ich habe versucht, die Kohlen mit einer Rundfeile einzuschleifen aber
> das resultierte nur in noch mehr Feuer.

Kein Wunder, das ist auch völlig daneben. Den richtigen Tipp hast du 
also überlesen.

F. F. schrieb:
> Auch wie das gemacht wird, ist eine eindeutige Sache. Es wird
> Schmirgelleinen unter die Kohlen auf den Kollektor gelegt und dann der
> Kollektor von Hand hin und her gedreht.

Jedenfalls hat das bei mir immer geklappt.
Gast #4895434
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Michael K. schrieb:
> Wie kann man einen Staubsauger durch Zuhalten der Saugöffnung
> überlasten? Der Motor wird eher weniger belastet, weil er keine Luft
> förden muss und dreht auch deswegen hörbar höher. Der Motor geht nur
> durch Entzug von Kühlluft kaputt.

Ne, wenn der Luftstrom blockiert wird, wirkt ja eine Gegenkraft,
weil die aufgebrachte Kraft auf den Luftwiderstand trifft.
Kannst ja mal den Strom messen. Im Normalfall wird das unschädlich
sein, weil die Konstrukteure das berücksichtigt haben. Aber, dass
ist hier ja kein Normalfall.

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