Ich habe vorübergehend eine Mitbewohnerin, nämlich den Hund meiner
Freundin. Da ich heute frei habe und bis Montag noch was dringend fertig
gemacht werden muss, hatte mein Chef mich gestern gefragt, ob ich ein
paar wichtige Unterlagen mit nach Hause nehmen könnte und das Ganze am
Wochenende noch fertig mache. Da es nur zwei bis drei Stunden Arbeit
sind er unter Druck steht, habe ich "ja" gesagt. Bei den Unterlagen
waren ein paar wichtige Originaldokumente bei, die sich nicht ohne
weiteres ersetzen lassen.
Jetzt hat meine Mitbewohnerin sich heute nach anscheinen entschieden,
sich die Sachen von der Kommode im Flur runterzuholen und ein bisschen
dran zu knabbern. Ein bisschen SEHR. Die Kralle hat sich auch mal dran
getestet. Der verärgerte Hinweis von mir, dass ich das "Schieße" finde,
wurde nur mit Schwanzwedeln quittiert. Naja, jetzt sitzt sie erstmal im
Hundeknast, a.k.a. ihre Box und ich stelle mir die Frage, wer für die
Ganze Schose haftet bzw. verantwortlich ist und wie ich jetzt am Besten
weiter vorgehe?
Bisschen blöder Ort hier um sowas zu fragen, falls es ernst gemeint ist.
Da überwiegt die Schadenfreude bzw. die Annahme, dass es ein Witz ist -
und dann noch Freitags, wo sowieso alle Trolle rauskommen.
Am besten einen Rechtsanwalt fragen. Meiner unmaßgeblichen Meinung nach
ist das so.
1. Halter bzw. Versicherung des Halters (deine Freundin)
2. Freunding bzw. Versicherung der Freundin wendet sich an Dich und will
wissen ob Du die nötige Sorgfalt angwandt hast (BGB 5.. irgendwas in den
Fünfhundertern). Je nachdem wie das ausgeht, dann Halter oder
Versicherung und mehr oder weniger Du.
3. Sofern Du selbst (teil-)verantwortlich bist, möglicherweise Deine
Haftpflichtversicherung.
Offen gesagt, die Ausrede, dass Du nicht wissen konntest, dass ein Hund
nicht Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann, wird vermutlich
nicht funktionieren. Vielleicht ein wenig, falls Du nachweisen kannst,
dass Du vorher noch nie mit Hunden zu tun hattest.
Je nachdem, wie man das sieht, eine unerfreuliche Situation oder eine
Prüfung der Beziehung zu Deiner Freundin und Deinem Chef. Wenn das
wirklich ne Ausrede werden soll, würde ich davon abraten und irgendwas
anderes nehmen, wobei nichts unwiederbringlich verloren ist.
Juror schrieb:> Offen gesagt, die Ausrede, dass Du nicht wissen konntest, dass ein Hund> nicht Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann, wird vermutlich> nicht funktionieren. Vielleicht ein wenig, falls Du nachweisen kannst,> dass Du vorher noch nie mit Hunden zu tun hattest.
Das wäre dann im Grunde ein Nachweis, dass er vorher den Hund dazu fähig
hielt. Wär ich vorsichtig, denn es könnte dazu führen, dass der Chef
anschliessend den Hund für geeigneter hält, die Stelle auszufüllen.
Juror schrieb:> 2. Freunding bzw. Versicherung der Freundin wendet sich an Dich und will> wissen ob Du die nötige Sorgfalt angwandt hast (BGB 5.. irgendwas in den> Fünfhundertern).
Nein. Die Tierhalterhaftung nach § 833 BGB ist verschuldensunabhängig,
d.h., der Halter (die Freundin) haftet selbst dann, wenn der Troll von
den Vorlieben seiner Mitbewohnerin wusste. Da müsste schon Vorsatz
vorliegen ("Hier, friss!").
(Es ist natürlich trotzdem möglich, dass Freudin/Versicherung auch ohne
Rechtsgrundlage versuchen, das Geld vom Troll zurück zu bekommen. Und
für die seelische Belastung seines Chefs und die daraufhin nicht
erfolgte Gehaltserhöhung gibt es keinen Schadenersatz.)
grade kein Hundefreund schrieb:> wer für die> Ganze Schose haftet bzw. verantwortlich ist
Ganz klar der Hund!
> und wie ich jetzt am Besten> weiter vorgehe?
Mach Katzenfutter aus ihm!
grade kein Hundefreund schrieb:> Bei den Unterlagen> waren ein paar wichtige Originaldokumente bei, die sich nicht ohne> weiteres ersetzen lassen.
DAS ist der eigentliche Fehler.
Warum nutzt man fuer sowas keine Kopien?
wendelsberg
wendelsberg schrieb:> Warum nutzt man fuer sowas keine Kopien?
Eben! Hier liegt zumindest eine Teilschuld beim Chef.
Was passiert, wenn er die Dokumente mit nach Hause nimmt, in Kofferraum
packt, dann aber im Stau steht. Vor ihm ein Tanklaster voll mit Kerosin
und hinter ihm übersieht der Transporter mit den Silvesterböllern das
Stauende?
*BÄMM!*
Troll... Naja ich versuchs trotzdem.
Bei Luxustieren (und ein Hund ist i.d.R. genau das) gilt:
"Das Vieh ist immer schuld". Solange die Hunderversicherung nicht nach
dem Motto kommt "Ja aber Arbeit zu Hause, das darf er ja gar nicht",
bezahlt das der Eigentümer des Hundes bzw. dessen Versicherung. Ist ja
ein blöder Köter.
Um ein Beispiel zu bringen, bei dem die Hundeversicherung zahlen muss:
- Kind zieht Hund an Haaren, Hund beißt, Besitzer vom Hund zahlt (darf
nicht beissen).
- Hund liegt auf Straße, du fällst drüber, brichst dir nen Arm, Besitzer
vom Hund zahlt.
Im Prinzip zahlt der Hundebesitzer jeden Schaden, der nicht passiert
wäre, wenn es den Hund nicht geben würde.
Und wenn du dich jetzt fragst: Was soll der scheiß? Ja ist leider so.
Hab grad mal auf nem Vergleichsportal nachgeschaut. Meine Haftpflicht
für 2 Personen kostet 67€ im Jahr. Hundehaftpflicht für einen Köter
kostet zwischen 50 und 80€ im Jahr, nur mal so als Vergleich.
Hm schwer zu sagen aber ich hab mal meine Katze nem Kollegen zur Pflege
gegeben diese hat ne Flasche Korn umgekippt und damit seinen Laptop
Vernichtet, gezahlt hat das seine Haftpflicht nicht meine, hatte auch
gedacht das das meine zahlen müsste war aber nicht so.
hmm schrieb:> Im Prinzip zahlt der Hundebesitzer jeden Schaden, der nicht passiert> wäre, wenn es den Hund nicht geben würde.
Die Versicherung zahlt aber nur, wenn auch eine Police abgeschlossen
wurde. Was nicht in allen Bundesländern Pflicht ist. Ländersache.
Andernfalls wird wohl mindestens anteilig derjenige haften, in dessen
Obhut der Hund war. Das war hier der vorläufig ehemalige Hundefreund.
Der kann dann vielleicht die Halterin beschuldigen, ihn nicht davon
unterrichtet zu haben, dass der Hund auf die Vernichtung der
Hausaufgaben ihres Kindes trainiert war.
A. K. schrieb:> Andernfalls wird wohl mindestens anteilig derjenige haften, in dessen> Obhut der Hund war.
Nein. Laut § 833 BGB haftet der Halter, und das ist nicht jemand, der
den Hund nur temporär beaufsichtigt (oder nicht beaufsichtigt).
Clemens L. schrieb:> Nein. Laut § 833 BGB haftet der Halter, und das ist nicht jemand, der> den Hund nur temporär beaufsichtigt (oder nicht beaufsichtigt).
Dann lies mal den nächsten Paragraph. Da stehen dann auch genau jene
Klauseln drin, bei denen es interessant wird.
Troll und Freitag hin oder her.
Als Schüler habe ich meinem Nachbarn ein Röhrenprüfgerät abgetauscht.
Die Geräte werden mit Lochkarten parametriert (Funke W19).
Dummerweise stand das Gerät mal mit offenem Deckel und Kartenfach in der
Garage. Sein Hund hat sich dann bei schlechter Laune immer mal wieder
die eine oder andere Prüfkarte durchgekaut. Mein Glück - ich konnt das
Ding als Schüler meiner Röhrenradiosammlung zuführen. Ich saß dann mit
einem Schulfreund am Küchentisch - und habe aus den Karten versucht -
wieder welche mit Liochverstärkerringen und Tesa zusammenzukleben. Bei
Einigen hat es geklappt - da hat dann die aufliegende Lochkarte
Zahnabdrücke, Löcher und Tesastreifen. Will wer Beweisphotos?
Gute nacht.
Hund röntgen lassen.
Röntgenbilder als Beweismaterial sichern.
Alternativ zum Chinesen bringen und den Magen aufschlitzen lassen.
Win-Win-Lose-Situation.
Korbinian G. schrieb:> Alternativ zum Chinesen bringen und den Magen aufschlitzen lassen.
Da gibt es dann kalten Hund zum Nachtisch. Nicht schlecht, Herr
Specht.
MfG Paul
Maik .. schrieb:> Sein Hund hat sich dann bei schlechter Laune immer mal wieder> die eine oder andere Prüfkarte durchgekaut.
Wer mehr über technisch begabte Hündchen lesen möchte, möge sich die
Ausgabe von 'Television' vom Juni 1982 mit dem Artikel von Les
Lawry-Jones zu Gemüte führen:
http://www.vintage-radio.info/llj/
"Mrs. Daines' Dynatron" feat. 'Jason the Wonder Dog'
Wilhelm M. schrieb:> Das ist ein schöner Freitagswitz!
Auch wenn viele glauben, dass das hier ein Troll ist, hab ich schon ganz
andere Sachen erlebt:
- Jemand bewirbt sich um einen Job
- Soll fürs 2. Gespräch eine spezielle aufwändige Zeichnung anfertigen
und dann mitbringen
- Kurz vorm Termin
- Hund geht ins Zimmer
- Nimmt sich zielsicher das Blatt vom Tisch
- Fängt an darauf herumzukauen
Die Zeichnung konnte gerade noch so gerettet werden. Glücklicherweise
war das Bewerbungsgespräch dann erfolgreich, daher gibts den Hund immer
noch :-P
Daher halte ich die Beschreibungen hier für durchaus möglich, selbst
wenn es ein typisches Freitagsthema ist.
grade kein Hundefreund schrieb:> Naja, jetzt sitzt sie erstmal im> Hundeknast, a.k.a. ihre Box und ich stelle mir die Frage, wer für die> Ganze Schose haftet bzw. verantwortlich ist und wie ich jetzt am Besten> weiter vorgehe?
Welche Dokumente wurden den angeknabbert bzw. warum sind diese denn
nicht wiederherstellbar? Das würde ich einfach zum Problem deiner
Freundin machen. Ihr Köter - ihr Problem.
Übrigens: Bestätigt mich mal wieder in der Ansicht, dass ein Hund
grundsätzlich gar nichts in einer Wohnung verloren hat.
Johannes O. schrieb:> Welche Dokumente wurden den angeknabbert bzw. warum sind diese denn> nicht wiederherstellbar? Das würde ich einfach zum Problem deiner> Freundin machen. Ihr Köter - ihr Problem.
Funktioniert nur wenn er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.
Andernfalls ist es sein Problem (§834 BGB).
Paul B. schrieb:> Das ist ein Reißwolf. Ein Hund macht so etwas nicht.
oh doch, der Hund von meinem Freund hat ein Schnurlostelefon
geschreddert, lauter kleine Plastik- und Platinenschnipsel, bis ca.
1mm².
Mein Freund fragte dann noch ob ich es wieder "zusammen" löten könnte
(scherzhaft).
Schade das Bild habe ich nicht mehr, aber der Akku war nicht nach seinem
Geschmack, ein Biss genügte und der Akku wurde links liegen gelassen.
Es gibt also Reißhunde und nicht nur Reißwölfe.
Johannes O. schrieb:> Übrigens: Bestätigt mich mal wieder in der Ansicht, dass ein Hund> grundsätzlich gar nichts in einer Wohnung verloren hat.
Oh doch!
Ein Hund ist ein Rudelwesen und ist nicht gerne alleine...
Mit dem zweiten Hund spiele ich oft Schach!
Der Hund meiner Mutter hat mir mal eine Figur von meinem Mephisto
Schachcomputer genommen und spontan zerbissen (war eine Kunststoff
Figur). Diese Figuren konnte man damals nicht so einfach nachkaufen,
also hab ich über meinen Händler Kontakt mit Hegener & Glaser
aufgenommen. Die haben verlangt, dass ich die zerbissene Figur
einschicke. Hab ich gemacht und bekam daraufhin kostenlos eine
Ersatzfigur geschickt. Zum Glück hat er die Figur nicht gefressen,
sondern nur zerlegt...
Thomas E. schrieb:> Spannend, wie schlecht erzogene/unterforderte Hunde ihr kennt...
Die sind nicht schlecht erzogen, "die wollten nur spielen¹".
Andreas R. schrieb:> Die haben verlangt, dass ich die zerbissene Figur einschicke. Hab ich> gemacht und bekam daraufhin kostenlos eine Ersatzfigur geschickt. Zum> Glück hat er die Figur nicht gefressen, sondern nur zerlegt...
Sonst hättest du halt einfach den ganzen Hund hingeschickt :)
———————————
¹) Das ist der Standardkommentar der meisten Hunderbesitzer, wenn ihr
Vielbeiner mal wieder etwas kaputt gemacht oder gar jemanden gebissen
hat, nachdem sie zuvor fest versichert haben: "der macht nie etwas
kaputt" bzw. "der beißt nicht". Nur wenn der Übeltäter nicht der
eigene ist, wird auch gerne der Satz "der ist aber schlecht erzogen"
angewandt ;-)
Yalu X. schrieb:> Das ist der Standardkommentar der meisten Hunderbesitzer, wenn ihr> Vielbeiner mal wieder etwas kaputt gemacht oder gar jemanden gebissen> hat
Leider ist das oft so...
Uhu U. schrieb:> Mani W. schrieb:>> Und der tut nix...>> Hoffentlich weiß der das auch...
Das war ironisch/zynisch/sarkastisch ausgedrückt, und Yalu X. hat es ja
noch mal kommentiert...
Einem Hund ist nie zu trauen, wenn der Spieltrieb, die Jagdlust, die
Neugier, das Rascheln von Papier und Plastiksäcken, Fleischduft (Blut),
böse Worte und dazu passende Mimik ins Leben kommen...
Nur muss der Mensch eben lernen, wie er sich verhalten muss, damit
manches erst gar nicht passiert, und ich bin jetzt 47 Jahre mit
Hunden zusammen...
Einem Hund die Schuld für eigenes Versagen zu geben, ist leicht!
Die Aussage, das hat er noch nie getan ist wertlos, denn es gibt immer
ein erstes Mal,
und wenn es das erste Mal ist, dass der Hund das Netzkabel vom PC oder
Drucker einfädelt und diese schrottet...
Will man ihm dann immer noch die Schuld geben wegen falscher Verlegung?
Richard H. schrieb:>> Und jetzt die Version des Beschuldigten?>> NamasteRichard H. schrieb:>> Ich habe keine Unterlagen gefressen.
Und wo ist jetzt wieder der TO?
Mani W. schrieb:> Mit dem zweiten Hund spiele ich oft Schach!
Mit beiden könntest Du Skat spielen.
Ist aber auch blöd, wenn sie dann jedesmal mit dem Schwanz wedeln,
sobald sie ein gutes Blatt haben.
Timm T. schrieb:> Mani W. schrieb:>> Mit dem zweiten Hund spiele ich oft Schach!>> Mit beiden könntest Du Skat spielen.>> Ist aber auch blöd, wenn sie dann jedesmal mit dem Schwanz wedeln,> sobald sie ein gutes Blatt haben.
Es gibt auch linke Hunde...
Mani W. schrieb:> Einem Hund die Schuld für eigenes Versagen zu geben, ist leicht!
wieso, die Schuld wird doch immer den Bissopfern gegeben und nicht den
Hundebesitzern die den Hund nicht erzogen haben.
Wer muss lernen mit Hunde umzugehen, die Besitzer oder die anderen?
Mani W. schrieb:> Nur muss der Mensch eben lernen, wie er sich verhalten muss, damit> manches erst gar nicht passiert,
nein ich als Städter ohne Hund muss es nicht lernen!
Ein Hund ist in meinem Umfeld nichts natürliches.
Das müssen die Hundehalter lernen, von mir aus mit Hundeführerschein,
ein Hund kann eine Waffe sein wie ein Auto und das darf man ohne
Ausbildung auch nicht führen/fahren.
Joachim B. schrieb:> Das müssen die Hundehalter lernen, von mir aus mit Hundeführerschein,> ein Hund kann eine Waffe sein wie ein Auto und das darf man ohne> Ausbildung auch nicht führen/fahren.
Ein Hund kommt ebensowenig wie ein Kind "vermurkst" auf die Welt! Das
ist immer eine Frage der Erziehung, der gemachten Erfahrungen und der
äußeren Umstände.
Ebensowenig gibt es Kampfhunde oder ungefährliche Hunde per se. Ein
Dobermann kann ein Lämmchen sein, genauso wie eine unerzogene "Fußhupe"
alles anfällt. Nur sind bei den Kleinen die Folgen weniger drastisch und
deshalb wird's verniedlicht.
Vorweg: Ich mag Hunde und mit den meisten Exemplaren komme ich auch
prima klar.
Aber so ein Tier hat Zähne an dem einen Ende, und deshalb kann ich schon
nachvollziehen, dass ein Hund bedrohlich wirken kann, wenn er auf einen
Menschen zugerannt kommt - selbst wenn er wirklich nur spielen will.
Diese Erkenntnis geht vielen (nicht allen) Hundehaltern aber völlig ab.
Die fragen sich dann, weshalb das Gegenüber denn so seltsam reagiert, wo
man doch sieht, dass der Hund nur spielen möchte?! Nee, das sieht eben
nicht jeder!
Irgendwo hatte mal jemand gefragt, wie denn so ein Hundehalter reagieren
würde, wenn man mit gezogenem Samuraischwert(stumpfer Theatersäbel
reicht für den Effekt) auf ihn zurennen würde und dabei brüllt: "ICH TU
NIX!! ICH WILL NUR SPIELEN!!"
Das Bild finde ich ebenso amüsant wie passend...
Matthias L. schrieb:> Vorweg: Ich mag Hunde und mit den meisten Exemplaren komme ich auch> prima klar.
ich übrigens auch!
Ich mag Hunde so sehr das ICH mir keinen halte weil ich dem Hund nicht
gerecht werden kann!
Joachim B. schrieb:> Wer muss lernen mit Hunde umzugehen, die Besitzer oder die anderen?
Die Besitzer natürlich!!!
Der Besitzer bzw. Anwender sollte möglichst ein Leitwolf sein und seine
Untergebenen immer im Auge behalten...
Er muss auch erkennen, falls sich eine Person (Kind) nähert, die Angst
hat oder sorglos auf das Tier zugeht.
Und jeder Hundehalter muss immer aufpassen auf seine Hunde als auch auf
die Menschen, die diesen Tieren über den Weg laufen (Jogger z.B...)
Matthias L. schrieb:> Das Bild finde ich ebenso amüsant wie passend...
Kann ich mir lebhaft vorstellen, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin.
Gut, meiner ist jetzt schon über 14 Jahre, aber was würde der Angreifer
mit dem Schwertersatz wohl ausrichten gegen einen dreijährigen Hund, der
dieses Spiel keineswegs als Spiel ansieht?
Man muss immer beide Seiten betrachten, aber
der Hundehalter ist immer haftbar gegenüber Schäden an Gegenständen
oder Personen, und darum kann es keinen anderen geben, der Schuld
daran hat, wenn er gebissen wurde - der Halter hat die Aufsichtpflicht
nicht eingehalten, darum ist etwas passiert und der Halter haftet für
sein Tier! Ende!
Mögen sich das viele tausende Halter von Fußhupen und ähnlichen
Kleinsthunden in die Birne schreiben, denn wenn man mit einem
friedlichen großen Hund in ein Lokal kommt, dann stürzt meist so eine
kleine Bestie von der Bank oder aus der Handtasche und hält ewig nicht
die Schnauze (aber der is ja so lieb, und deppert wie das führende
Menschlein)...
So long, Cowboys
Mani
Matthias L. schrieb:> dass ein Hund bedrohlich wirken kann, wenn er auf einen Menschen> zugerannt kommt - selbst wenn er wirklich nur spielen will.
Weil sein "Spiel" natürlich auch gänzlich anders definiert ist als mein
"Spiel".
Mani W. schrieb:> dann stürzt meist so eine> kleine Bestie von der Bank oder aus der Handtasche und hält ewig nicht> die Schnauze (aber der is ja so lieb, und deppert wie das führende> Menschlein)...
Als ich zu Beginn meiner Ausbildung zum Fernsehklempner meinen Gesellen
gefragt habe: "Warum müssen wir den depperten Kittel anziehen?", sagte
er nur: "Pass mal auf!"
Dann kamen wir zur Oma Häberle(*), deren Stubenhund seine Hundehöhle
direkt vor dem Fernseher hatte (damit ihn Oma Häberle(*) immer schön im
Auge hatte) und mein Geselle schob das Ding zur Seite. Wie ein Pfeil kam
der Hund angetobt und verbiss sich so im "depperten Kittel", dass er,
nachdem mein Geselle aufgestanden war, in einem halben Meter Höhe in der
Luft hing.
Oma Häberle(*) bekam fast einen Herzkasper und beteuerte, dass er "das
noch nie gemacht" habe. Klar, kommt ja auch nicht jeden Tag einer um den
Fernseher abzuholen...
(*) Name frei erfunden
Und unser Bub hat vorletztes Jahr die Zeitung ausgetragen, als so ein
Kalb von Hund über die Terrassenbrüstung sprang, der Besitzer noch
beruhigend rief: "Der tut nichts!" und "der" dann letztlich doch dem
Zeitungsausträger ins Knie biss, dass jener im Krankenhaus behandelt
werden musste.
Da möchte ich mal nicht genau wissen, was passiert wäre, wenn "er" doch
was getan hätte.
Lothar M. schrieb:> Als ich zu Beginn meiner Ausbildung zum Fernsehklempner meinen Gesellen> gefragt habe: "Warum müssen wir den depperten Kittel anziehen?"
bei uns hiess es "wenn du zum Kunden gehst verkleide dich"
Keiner mag es wenn der Chirurg im Blauman zur OP-Tür hereinkommt, oder
der Koch aus der Küche in Gullyreinigerkleidung.
Joachim B. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> Vorweg: Ich mag Hunde und mit den meisten Exemplaren komme ich auch>> prima klar.>> ich übrigens auch!
Ich auch. Am liebsten schön knusprig gebraten...
Uhu U. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> Matthias L. schrieb:>>> Vorweg: Ich mag Hunde und mit den meisten Exemplaren komme ich auch>>> prima klar.>>>> ich übrigens auch!>> Ich auch. Am liebsten schön knusprig gebraten...
Ich hab mal ne Reportage gesehen, wo einer als Rucksacktourist in China
war. Er und der Ober konnten relativ schlecht englisch.
Er bestellte Duck (Ente) und wunderte sich bloß, das die Ente so komisch
aussah...
Auflösung: der Kellner hatte Dog verstanden ;-)))
Lothar M. schrieb:> der Besitzer noch> beruhigend rief: "Der tut nichts!"
Der Hund vom Nachbarn drei Häuser weiter prescht über unser noch nicht
eingezäuntes Grundstück. Der Nachbar: "Keine Angst! Der ist versichert!"
Ja, das nützt mir freilich was, wenn der mein Kind beißt, dass der dann
versichert ist.
Uhu U. schrieb:> Ich auch. Am liebsten schön knusprig gebraten...
Bist Du zufällig aus Sachsen? Dort hatte sich der Hundefleischverzehr in
Deutschland am längsten gehalten.
Ok, einen Hot Dog esse ich schon mal.
Richard H. schrieb:> Bist Du zufällig aus Sachsen?
Nee, aber meine Eltern ;-)
> Dort hatte sich der Hundefleischverzehr in Deutschland am längsten> gehalten.
In Asien gilt Hundefleisch als Delikatesse. Es ist als Karnivorenfleisch
auch besonders teuer zu produzieren - Hundefleisch ist also ein echter
Wohlstandsgenuss.
Dass den nach der feindlichen Übernahme der DDR die Sachsen sich nicht
mehr leisten können, wundert mich nicht...