Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik VMS 4.1 PIC 18f65j50 Firmware über ICSP einspielen?


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von Manuel J. (sisco09)


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Moin und ein frohes neues Jahr in die Runde!

Ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen.
Ich habe ein American Audio VMS 4.1 (ein MIDI- Mischpult & Soundkarte) 
repariert, bei dem durch Anschließen eines falschen Netzteils der 
Spannungswandler buchstäblich durchgebrannt war.
Jetzt funktioniert elektrisch alles wieder einwandfrei, nur wird die 
Kiste am Computer über USB nicht mehr erkannt (unter Windows wird zwar 
zumindest erkannt, daß irgend etwas mit USB verbunden wird, aber es kann 
kein Gerät identifiziert werden).

In dem Ding werkelt ein PIC 18f65j50 , der offenbar die Firmware enthält 
und auch für den USB zuständig ist und dort vermute ich den Fehler:

 - entweder ist der PIC kaputt oder
 - der PIC hat seine Firmware "vergessen"

ich habe vom Hersteller eine Firmwaredatei (eine .syx), die aber nur 
über USB mit einem Loader eingespielt werden kann, was nicht geht, weil 
es kein USB-Gerät gibt.

Das Board hat aber einen Steckanschluß zur direkten ICSP - 
Programmierung des PIC mittels Programmer.

Nun meine Fragen:

 - Gibt es eine Möglichkeit, die Firmware.SYX in ein Format zu bringen, 
mit dem der Programmer etwas anfangen kann oder sind das komplett 
unterschiedliche Dinge, sprich die zur Verfügung gestellte "Firmware" 
nicht wirklich das "Programm" des PIC?

 - Und gibt es eine Möglichkeit, den PIC im eingebauten Zustand auf 
Funktion zu prüfen oder zu testen, ob das Programm noch korrekt drauf 
ist?

 - kann man evtl. die Firmware, wenn noch vorhanden, auch über ICSP 
auslesen (sofern nicht geschützt, natürlich)?

Vielen Dank schonmal,
Sisco

: Bearbeitet durch User
von Jochen-paul S. (picfan)


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Hallo Manuel,
deiner Beschreibung nach scheint mir, dass der Pic Schaden genommen hat.
Über ICSP könnte man evtl. mit dem Programmer testen, ob der Pic
noch erkannt wird, die Firmware ist leider fast immer durch Codeprotect 
vor dem Auslesen geschützt.
Eine Firmware wird normalerweise mit einem .hex File in den PIC 
gebrannt,
ich glaube, mit dem von dir genannten file geht das nicht....
freundliche Grüsse Jochen-Paul

von Manuel J. (sisco09)


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Hm, danke erstmal für die Antwort; das habe ich schon befürchtet. Ich 
habe mit PICs bisher nichts zu tun gehabt, nur mit Atmel. Werde mir dann 
mal einen PicKit- Klon besorgen und schauen, was der sagt.

Wie sieht das beim PIC aus; hat der von sich aus eine Art Grundprogramm, 
das ihn über USB eigentlich ansprechbar machen sollte oder ist die 
USB-Verbindung Teil der Firmware und somit ohne Firmware auch nicht 
vorhanden?

von Stefan (Gast)


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Wenn du einen neuen PIC kaufst ist der leer.
Da ist nichts drauf um mit USB zu kommunizieren.
Ich schätze mal auf dem Pic war ein Bootloader
drauf, der die Verbindung mit dem PC herstellen
kann um ihn dann zu programmieren. Die Software die
dir geschickt wurde, wird wahrscheinlich nur die
Anwendersoftware sein und kein Bootloader enthalten.
Somit kannst du das Gerät in den Müll werfen.
Oder mal beim Hersteller nachfragen ob sie dir
einen neuen PIC zuschicken.

von Manuel J. (sisco09)


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Okay, gibt es denn für den Bootloader irgend einen Standart? Denn ich 
habe ja eine Firmware zum draufladen. Wenn es ein Standartprogramm zur 
USB-Kommunikation gibt, könnte ich doch damit den PIC ansprechbar machen 
und dann die richtige Firmware drauspielen. Oder ist der Bootloader 
immer ein Teil der Firmware, der beim Upload erhalten bleiben und darum 
individuell vom Hersteller kommen muß?

von Manuel J. (sisco09)


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Soooo, okay, ich habe jetzt hier ein PicKit3 und ein Macbook mit 
installiertem MPLab X IDE.
Nun ist aber das englische Manual leider offenbar für die 
Windoof-Version geschrieben, die offenbar vollkommen anders aussieht und 
funktioniert.

Wenn ich jetzt als Debug-Device das PicKit auswählen will, gibt es einen 
Fehler, daß angeblich das Kit bereits anderweitig verwendet wird.

Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, wie ich einfach nur "quick & 
dirty" eine Verbindung zum PIC im Board aufbauen kann, um zu sehen, ob 
er überhaupt noch erkannt wird?

Die Steckverbindung ist klar, die Pins auf dem Board sind korrekt mit 
dem PicKit verbunden (soweit ich das beurteilen kann). Nur ist mir 
unklar, wie ich der Software sage, sie soll mal nachsehen, was dran 
hängt... oO

von Manuel J. (sisco09)


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Jut. Ich hab's jetzt geschafft, den PIC zumindest zu finden.
Die Versorgungsspannung und der Pic selbst werden am PicKit3 erkannt. 
Mehr kann ich aber wohl ohne Firmwaredatei nicht tun, oder?
Eine Art Fehlertest werde ich von außen nicht anstoßen können, nehme ich 
an?

von Fabian (Gast)


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Vielleicht hat es ja auch nur die Überspannungsdioden am USB-Port 
gekillt?
Das der Pic seine Firmware vergisst ist zwar denkbar, würde ich aber als 
eher unwahrscheinlich beziffern - eher raucht er ganz ab.

von Manuel J. (sisco09)


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Also, buchstäblich in Rauch aufgegangen war ein TP211A, der zwischen der 
Spannungsversorgung über USB und dem Netzteil "vermitteln" sollte. 
Diesen schwarzen Fleck auf der Platine hat der Vorbesitzer offenbar 
einfach überbrückt und die Versorgung fest für das Netzteil verkabelt 
und die USB-Spannung praktisch abgeklemmt. Dabei hat er aber die Schäden 
auf der Platine nicht repariert, so daß es nach kurzem Betrieb bei mir 
plötzlich erst brutzelig roch und dann gar nichts mehr ging.
Darauf ging ich dann auf Fehlersuche.

Den TPS2111A habe ich ersetzt und auf eine externe Miniplatine 
ausgelagert, das verbrannte Platinenstück durch Verkabelung ersetzt und 
alle Verbindungen nochmal mit dem Schaltplan abgeglichen und 
durchgemessen. Es kommt jetzt überall das da an, was und wo es soll.
Das Gerät lässt sich auch einschalten, macht einen kurzen 
Startselbsttest, der über LEDs die Firmwareversion anzeigt und ist als 
reines Hardwaremischpult nutzbar. Nur die Intelligenz ist "stumm" und es 
wird am USB kein Gerät erkannt.
Windoof macht zwar "PalimPalim", mehr aber auch nicht. Ob da nur erkannt 
wird, daß ein Verbrauchen angesteckt wird oder ob wirklich irgendwelche 
Daten übertragen werden, weiß ich nicht.

NAch Schaltplan sind die Datenleitungen des USB direkt mit dem PIC 
verbunden (und laut Messung sind sie das auch wirklich) und die 
Stromversorgung eben über den Muxer, was ja auch funktioniert, da ich 
jetzt das Board im Testbetrieb auch wieder nur über USB powern kann.

Ich finde es zwar seltsam, daß beim Start die LED die richtige Firmware 
anzeigen, weiß aber nicht, ob das wirklich direkt über den PIC 
realisiert ist und wenn, ob nicht trotzdem einfach ein Teil der Firmware 
noch zuckt...

Kann ich denn irgendwie die USB-Kommunikation abhören oder prüfen, ob da 
überhaupt etwas ausgetauscht wird?

von Fabian (Gast)


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So wie Du es beschreibst, hat sich der Eingangs des PICs, der für USB 
zuständig ist, verabschiedet. Den wirst Du wohl auch nicht mehr zum 
Leben bekommen. Ich vermute mal, der hat eine Kernschmelze hintersich.
Hast Du die USB Leitung mal im ausgeschalteten Zustand gegen VCC bzw. 
GND gemessen? - Könnte mir vorstellen, dass dies niederohmig ist.

Sollte dem der Fall sein, kannst Du versuchen, das Ding "frei zu 
brennen". Die Chancen es zu retten sind aber relativ gering.

von Manuel J. (sisco09)


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Also gegen VCC sind's um 6 MOhm und gegen GND um 10MOhm. Evtl. mess' ich 
aber da auch meine Finger mit ;-)
Ne, also Niederohmig gegen Masse oder VCC is da nix.
Bei mir lief die Kiste auch erst noch normal und hat sich dann im 
Normalbetrieb verabschiedet (also nicht durch neue Überspannung o.ä.) Ch 
denke mal, daß bei mir einfach eine der sowieso schon verkohlten 
Leiterbahnen ganz abgeraucht ist und dann eben Ende der 
Energieversorgung war.
Es kann aber eben sein, daß beim Messen irgendwo etwas gebrückt worden 
ist, was nicht hätte sollen o.ä. . Also jedenfalls eigentlich nichts, 
was den PIC hätte braten können...
Aber vielleicht kann er ja beim ursprünglichen "Überspannungsunfall" 
eine Macke bekommen haben. Da muß denke ich mal mindestens ein 
12V-Netzgerät statt des zugehörigen 6V eingestöpselt worden sein; der 
Muxer hatte jedenfalls ein Loch in die Platine gebrannt...

von Manuel J. (sisco09)


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Falls damit jemand etwas anfangen kann, hier die Ausgabe vom MPLAB IPE:

2017-01-09 18:35:07 +0100 - Completed loading IPE.


*****************************************************

Connecting to MPLAB PICkit 3...

Currently loaded firmware on PICkit 3
Firmware Suite Version.....01.46.14
Firmware type..............PIC18FJ

Target voltage detected
Target device PIC18F65J50 found.
Device ID Revision = 3
2017-01-09 18:40:24 +0100 - Reading...

The following memory area(s) will be read:
program memory: start address = 0x0, end address = 0x7ff7
configuration memory

Reading...
Read complete
2017-01-09 18:40:30 +0100 - Read complete

2017-01-09 18:40:59 +0100 - Verifying...

Verifying...

The following memory areas(s) will be verified:
program memory: start address = 0x0, end address = 0x7ff7
configuration memory

configuration memory
Address: 7ff8 Expected Value: 80 Received Value: 0
Verify failed
2017-01-09 18:41:05 +0100 - Verify failed

von tommy (Gast)


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Hast Du die Treiber für die VMS4.1 installiert?

von Manuel J. (sisco09)


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Für den Mac benötigt man keine speziellen Treiber und das Gerät lief ja 
auch bis zum Totalausfall an dem Computer.
Zusätzlich habe ich es testweise auch an einen Windiws- und einen 
Linuxrechner angeschlossen. Die Treiber auf dem Windowsrechner benötigt 
man aber auch nur für die Nutzung mit der DJ-Software, das USB-Gerät 
sollte auch ohne erkannt werden. Keiner der Recher sieht aber ein 
USB-Gerät, nur Windows mekdet, daß etwas an den Anschluss gesteckt 
wurde, mehr aber auch nicht.
Mein Fazit ist, daß entweder keine oder nur eine gestörte Komminikation 
über den USB läuft. Jedenfalls funktioniert offenbar schon die 
"Begrüßung" nicht.

von Manuel J. (sisco09)


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Der Hersteller ist leider nicht bereit, mir die Firmware als Hexdatei 
zur Verfügung zu stellen (ist ja auch verständlich). Aber immerhin 
bekomme ich ein neues Mainboard zu vertretbaren Konditionen. So habe ich 
dann wieder ein funktionierendes VMS4.1 und kann die alte Platine noch 
als Grundlage für ein Bastelprojekt "Midi-Controller" nehmen, das dann 
eben einen eigenen PIC oder ATMega als Hirn bekommt. Auch gut. Oder 
vielleicht fällt mir ja doch noch ein Weg ein, wie ich aus der 
Firmware-Bin ein nutzbares Hexfile machen kann o.ä...

von Christian Rozé (Gast)


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Hallo, darf ich fragen wo du den Schaltplan herbekommen hast ?

von Manuel J. (sisco09)


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Den Schaltplan habe ich freundlicherweise ganz unkompliziert vom Support 
des Herstellers auf meine Mailanfrage bekommen. Die waren da sehr 
hilfsbereit und sind sogar ins Lager gerannt, um mir ein Foto von einer 
unbeschädigten Platine zu schicken, damit ich weiß, wie das Layout an 
der verbrannten Stelle aussah. :-)

von Christian Rozé (Gast)


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Das erlebt man selten.
Meinst du es wäre möglich dass du mir den Schaltplan per email an 
christian.roze@gmx.de schickst ?

von Manuel J. (sisco09)


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Ich habe den Schaltplan mal online abgelegt (da hier kein PDF-Format 
upgeloadet werden darf):
http://www.HofBree.de/downloads/VMS4-DSP%26MCU-Backboard%20REV3.1%2020110922.pdf

Ich hoffe, es ist erlaubt, hier die Adresse einzustellen.

von Christian Rozé (Gast)


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Vielen Dank. Habe mir das PDF runter geladen, wenn du also Bedenken 
wegen der rechtmäßigkeit hast, kannst du die Datei wieder entfernen. 
Jetzt schau ich mal ob ich das Teil repariert bekomme.

von Manuel J. (sisco09)


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Gerne, viel Erfolg!
Meins läuft mit dem neuen Board immernoch 1A. Auf dem alten war bei mir 
tatsächlich der USB-Teil des PIC gegrillt und damit nur noch für 
Bastelprojekte brauchbar.
Bei dem Link war nur die Frage, ob man hier im Forum extern verlinken 
darf. Bei der Datei gehe ich einfach mal davon aus, daß das okay ist. 
Wenn jemand etwas dagegen hat, genügt ein kurzer Hinweis und ich nehme 
sie sofort offline.

: Bearbeitet durch User
von Christian Rozé (Gast)


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Es sieht nicht gut aus mit dem VMS4.1. Der PIC läuft irgendwie nicht 
hoch. Spannungen liegen alle am PIC an, Oszillation 4MHz ist auch da, 
aber an keinem Pin ist irgend eine Kommunikation zu messen (USB, I2C,). 
Der PIC gibt das POWERON Signal nicht aus, was die restlichen Spannungen 
einschalten soll.
Entweder bleibt er beim initialisieren irgend einer Komponente hängen 
oder er ist tot. Meinst du, du könntest die Firmware  auch mal hochladen 
?
Ich würde probieren einen neuen PIC mit dem Standard Bootloader von 
Microchip auszustatten und so deine Firmware irgendwie in den Controller 
zu bekommen.

von Manuel J. (sisco09)


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Das funktioniert leider so nicht, weil die "Firmware" offenbar gar nicht 
wirklich die Firmware ist, sondern nur ein Teil davon. Es muß ein 
funktionierender OriginalChip da sein, der mit der extra Updatesoftware 
von American Audio kommunizieren kann und nur mit der kann man dan die 
"Firmwaredatei" einspielen. Es muß also irgend ein Grundprogramm auf dem 
Chip vorhanden sein, das die Verbindung zu der Windowssoftware 
herstellt. Ist ja auch logisch, sonst könnte jeder einfach beliebig die 
PICs clonen...

von pic (Gast)


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Miss mal den Widerstand am Usb Port nach, vielleicht ist dieser nur ein
bisschen durchgeschmort und ausserhalb Tolleranz.

von Christian Rozé (Gast)


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Manuel J. schrieb:
> Das funktioniert leider so nicht, weil die "Firmware" offenbar gar nicht
> wirklich die Firmware ist, sondern nur ein Teil davon. Es muß ein
> funktionierender OriginalChip da sein, der mit der extra Updatesoftware
> von American Audio kommunizieren kann und nur mit der kann man dan die
> "Firmwaredatei" einspielen. Es muß also irgend ein Grundprogramm auf dem
> Chip vorhanden sein, das die Verbindung zu der Windowssoftware
> herstellt. Ist ja auch logisch, sonst könnte jeder einfach beliebig die
> PICs clonen...

Ich hätte zuerst einen alternativen Bootloader: 
http://www.ucapps.de/mios_bootstrap_newbies.html auf dem PIC 
installiert.
Der PIC wird dann als DMX/MIDI Interface am PC erkannt. Damit sollte 
sich das Firmware File dann einspielen lassen.

von Manuel J. (sisco09)


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Ich hab' die "Firmware", die mir der Support geschickt hatte und den 
Uploader in einer Zip mal hier abgelegt:

http://www.HofBree.de/downloads/VMS%204.1%20Firmware%20und%20uploader.zip

Bin gespannt, ob Du damit was anfangen kannst. Bitte halte uns hier mal 
auf dem Laufenden, ob Du damit weitergekommen bist.

Viel Erfolg!

von Christian Rozé (Gast)


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Hallo Manuel, vielen dank für die Files.
Wie ich es vor hatte mit dem alternativen Bootloader hat es leider nicht 
funktioniert.
Ich habe daher mal das .syx File analysiert, was es damit auf sich hat 
und herausgefunden dass das im Musikerbereich ein sehr weit 
verbreitetets Format ist um z.B. Daten von Synthesizern zu sichern oder 
eben zurückzuspielen.
Also habe ich nachdem mir die Datenstruktur klar war ein Perl Programm 
geschrieben, welches mir die .syx Datei in eine .hex Datei umwandelt.
Das Ergebnis habe ich mir dann mit einem Decompiler angeschaut (MPLAB 
X).

Mein Plan war, auf den Bootloader zu pfeifen und das .hex File beginnend 
z.B. bei Adresse 0x0020 zu schreiben. An diese Adresse wäre ich dann per 
simplem GOTO 0x0020 am Reset Vector gesprungen.
Leider habe ich jedoch festgestellt dass einfach zu viel Code fehlt, 
nichtmal das initialisieren der I/O konnte ich feststellen.
Die Aktion ist daher hiermit beendet.

von Manuel J. (sisco09)


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Hm, dann hast Du jetzt bestätigt, was ich schon vermutet hatte. Da ist 
einfache eine Art feste, proprietäre  Grundfirmware auf dem Chip, in die 
man zwar Bausteine nachladen kann, die aber zu nichts kompatibel ist und 
bei der man die Bausteine für sich genommen nicht verwenden kann. 
Eigentlich ein schlau konstruierter Schutz, nur eben blöd für uns... ;-)

Ich hab das Board immernoch rumliegen und finde keine Zeit aber 
irgendwann gehe ich das Projekt mal an, eine eigene Firmware zu 
erstellen, um mit dem board noch was anfangen zu können, ist ja an sich 
eine prima Bastelgrundlage... :-)

von Manuel J. (sisco09)


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Der Link zu dem Schaltplan hat sich geändert. Da ich den alten Beitrag 
nicht bearbeiten kann, hier der aktuelle Link zum Schaltplan:
http://downloads.hofbree.de/VMS4-DSP%26MCU-Backboard%20REV3.1%2020110922.pdf

Und hier der neue Link zur Firmware:
http://downloads.hofbree.de/VMS%204.1%20Firmware%20und%20uploader.zip

: Bearbeitet durch User
von Mario (Gast)


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Hallo, ich habe einen VMS4.1-Controller mit dem gleichen Problem.
Ich denke, das Mikrofon wurde deprogrammiert, da Windows es nicht 
erkennt und ich überprüft habe, dass das Mikrofon kein POWERON-Signal 
ausgibt.
Könnten Sie die Programmierung eines Mikrofons klonen, das in Ordnung 
ist?

von Manuel J. (sisco09)


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Moin,
nein, der Microchip (nicht Mikrofon, da hat der Google-Übersetzer Mist 
gebaut :-) ) ist geschützt, so daß man ihn nicht auslesen kann und der 
Hersteller gibt natürlich in keiner Form eine Datei zum neu 
programmieren heraus. Es gibt nur ein Update, das aber auch nicht mit 
einer defekten Firmware funktioniert, weil zum Einspielen des Updates 
ein funktionierender Chip benötigt wird.
Ich davon aus, daß bei dem Ding der Teil abraucht, der für USB und 
Kommunikation zuständig ist - und dann geht eben nichts mehr.
Man kann nur einen neuen PIC kaufen und selbst eine neue Firmware 
entwickeln. Ich habe so etwas noch als Spaßprojekt im Hinterkopf, das 
Board liegt dafür noch in der Bastelkiste bereit. Für das Pult habe ich 
aber vom Hersteller zähneknirschend eine neue Hauptplatine gekauft (rund 
100 Euro waren das, glaube ich).
Tja, tut mir leid aber auch mit dem PIC-Kit kommt man leider nicht 
weiter als nur den Tod festzustellen... :-(

: Bearbeitet durch User
von Mario (Gast)


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Danke, dass du Freund geantwortet hast.
Ja, der Übersetzer tut was er kann.
Schade um das zu lesen. Am Ende muss ich den Fahrer in den Müll werfen.
Trotzdem danke.

von Mario (Gast)


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Hallo nochmal
Ich habe den Mikrocontroller mit dem pickit3 getestet und die 
Überprüfung ist in Ordnung und sagt, es hat Programmierung und beginnt 
bei Adresse 0x0000.
Ich habe die Untersuchung mit dem elektrischen Schema fortgesetzt und 
sehe, dass das Rücksetzsignal konstant auf "low (0 Volt)" ist, so dass 
der Audioprozessor kontinuierlich zurückgesetzt wird.
Beim Anschließen eines externen Netzteils sehe ich, dass der 
Mikrocontroller an den Zweigen 14 und 15, bei denen es sich um die D + - 
und D- USB-Signale handelt, ungefähr 1 Volt hat, ohne dass das USB-Kabel 
an den PC angeschlossen ist.
Wenn ich auch das USB-Kabel an den PC anschließe, fallen die Signale D + 
und D auf 0 Volt.
Ich denke der Mikrocontroller ist definitiv nicht richtig.

von Manuel J. (sisco09)


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Das klingt, als ob auch bei Dir mindesten der USB-Teil hinüber ist. 
Damit bleibt Dir wohl nur ein neues Board als Option. Oder Du setzt 
einen neuen PIC ein, mußt dann aber eine eigene Firmware entwickeln.
Als Grundlage für ein eigenes Bastelprojekt ist das Board sicher noch 
gut, für den Einsatz im Pult aber wohl eher nicht mehr geeignet. :-(

Viel schlimmer ist, daß offenbar auch die Software nicht mehr 
weiterentwickelt wird, so daß das Pult mit dem neuesten Mac-OS nicht 
mehr funktioniert, ohne eine neue Software zu kaufen... und dann zu 
hoffen...

von Robert G. (robert_g)


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Hallo Manuel J.

Darf ich fragen welchen Support du bemüht hast für deinen VMS 4.1?
Ich bräuchte den Schaltplan für den VMS 4.0 und der ist etwas anders, 
als deiner.

Auf der Webseite finde ich keine E-mail Adresse.

: Bearbeitet durch User
von Manuel J. (sisco09)


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Ich hab einfach an den Service des Herstellers geschrieben und gefragt: 
service@adjgroup.eu

Ansonsten findest Du eine Mailadresse immer im Impressum:
https://www.americandj.eu/de/impressum

oder Du benutzt das Mailformular auf der Kontaktseite:
https://www.americandj.eu/de/contact-us

: Bearbeitet durch User

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