ATX: Hart-Aus bei kurzem Tastendruck

OP (Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #4854633
Mal wieder ein interessanter PC-Fehler:

nach kurzem Tastendruck auf den "PWR-BTN" zum Herunterfahren
machte mein Rechner gestern abend einen auf hart-aus.
So wie wenn man hinten den Kippschalter schaltet
oder eben den Stecker zieht.

beim nächsten Wiedereinschalten lädt Windows nicht mehr richtig:

"failed - a required device is missing"

Hardware konnte ich ausschliessen,
mit einem live-Ubuntu war alles da,
alle Daten zugänlich.

OK, Windows-DVD und "reparieren":
es sucht sich nach einem installierten Windows tot,
nach einer halben Stunde dann gefunden.

auf "reparieren" geklickt kommt die Meldung "kann nicht".

geklonte Platte angeschlossen - genau das selbe.

letzter Ratschluss = BIOS blöd?

nach Reset funzt alles wieder normal.

sorry wenn ich schreie, aber:

WAS ZUM GEIER VERSTELLT MIR DAS BIOS ??
● J-A V. schrieb:
> wären bei einer leeren Batterie nicht auch Zeit/Datum blöd?

Nicht unbedingt. Die Fehler, die bei einer beinahe leeren CMOS-Batterie 
auftreten, variieren extrem. Wenn die RTC noch läuft und ständig die 
Uhrzeitfelder auffrischt...

Wenn der PC an einer Steckdosenleiste hängt und das Board scheiße 
entworfen ist, versorgt die CMOS-Batterie eventuell noch andere 
Schaltkreise und ist schneller leer. Oder die Batterie war schon neu ein 
billiges Lagerkind...

Eine weitere Möglichkeit ist, dass du dir schlicht einen Virus gefangen 
hast, der auch auf der geklonten Platte drauf ist und allen möglichen 
Murks macht. Linux ist dann naturgemäß nicht betroffen.

Als die Sasser-/Blasterwellen unter XP liefen, wurden die Systeme 
reihenweise schon während der Installation infiziert...
S. R. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> wären bei einer leeren Batterie nicht auch Zeit/Datum blöd?
>
> Nicht unbedingt. Die Fehler, die bei einer beinahe leeren CMOS-Batterie
> auftreten, variieren extrem. Wenn die RTC noch läuft und ständig die
> Uhrzeitfelder auffrischt...

Im Gegensatz zu früher werden bei heutigen BIOSsen die 
Konfigurationsdaten nicht mehr in einem Battery-backed-CMOS-RAM 
gespeichert, sondern in einem speziellen Sektor des BIOS-Flashs. Die 
Batterie wird nur noch für die RTC und (wenn vorhanden) den 
Tamper-Switch verwendet.

In manchen BIOSsen gibts noch nen "config reset"-Bit. Wenn die Spannung 
der Batterie zusammenbricht, wird das auch zurückgesetzt und beim 
nächsten Start setzt das BIOS dann den Config-Sektor im Flash zurück. 
Das wird vermutlich gemacht um das alte Verhalten mit dem 
Battery-backed-RAM zu emulieren.

Da gibt es jetzt also keinen Fall mehr in dem nur ein Teil der 
Einstellungen erhalten bleibt oder verstellt wird.
Ich will Dir nun wirklich keine Angst machen, aber die aktuellen (U)EFI 
(also das, was wir in aktuellen Boards so als BIOS-Nachfolger haben) 
sind durchaus aus dem OS erreichbar. Und beschädigbar.

https://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=UEFI-rm-root-directory

Geht leider auch mit Windows, wie ich rausfinden durfte. Und angesichts 
dessen, dass das Sicherheitskonzept von Windows nur ein "all or nothing" 
vorsieht, kann im Prinzip jedes Programm das erhöhte Rechte einfordert 
mal eben lustig das Mainbaord zum Hühnerfutterersatzteillager machen.

Nett, nich'?
Gast
Heinz L. schrieb:
> Ich will Dir nun wirklich keine Angst machen, aber die aktuellen (U)EFI
> (also das, was wir in aktuellen Boards so als BIOS-Nachfolger haben)
> sind durchaus aus dem OS erreichbar. Und beschädigbar.
>
> https://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=UEFI-rm-root-directory
>
> Geht leider auch mit Windows, wie ich rausfinden durfte. Und angesichts
> dessen, dass das Sicherheitskonzept von Windows nur ein "all or nothing"
> vorsieht, kann im Prinzip jedes Programm das erhöhte Rechte einfordert
> mal eben lustig das Mainbaord zum Hühnerfutterersatzteillager machen.
>
> Nett, nich'?

Das dies nur bei einem bestimmten Hersteller funktioniert, hast du aber 
weggelassen.

Davon abgesehen war es auch eine blöde Idee die NVRAM Variablen in Linux 
R/W einzubinden...
Es war mir ehrlich gesagt nicht bewußt, dass dies nur mit einem 
Hersteller geht. Welcher wäre das? Soweit mir bisher bekannt geht dies 
mit jedem UEFI-Board.

Und, wie gesagt, die Variablen sind auch in anderen Systemen erreichbar, 
so gesehen... wenn schon mal was OS-unabhängig funktioniert, warum 
kann's nicht was Nützliches sein...
Gast
Hersteller müsste ich jetzt recherchieren. Das Problem war, es wurde 
eine Variable im NVRAM erzeugt, bei deren nicht vorhanden sein der 
Bootprozess gestoppt wurde bzw. abstürzte.

Normalerweise kann man alle Variablen (z.B. SetupData) komplett löschen, 
das System bootet dann mit defaults und legt eine neue Variable mit den 
default Einstellungen an...
OP (Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite
bei meinem alten XP-Rechner musste auch gelegentlich
-ca alle 20 mal booten
das BIOS aufgerufen werden. Nichts verstellen,
sondern nur auf "save settings" gehen.
"quit without saving" ging dabei nicht.

Sonst wollte der auch nicht starten, blieb ohne Fehlermeldung
mit blinkenden Cursor als einzige Anzeige einfach stehen.

Das ging auch mit einer neuen BIOS-Batterie so.
OP (Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite
nach einem Ubuntu Update heute bleibt beim Rechnerstart
die Num-Lock LED aus.

hats hier also auch ins BIOS eingegriffen.

warum lassen OS das BIOS nicht in Ruhe?
Warum meint ein Entwickler dass ich jetzt das KP
nicht zur Zifferneingabe nutzen soll???

Was also muss man dann noch am BIOS verändern, was nicht so auffällig 
ist?
Die NumLock-Einstellung ist zwar eine BIOS-Einstellung, die aber von 
modernen Betriebssystemen (also Windows ab NT 3.1, Linux, OS/2) 
vollständig ignoriert wird. Daher bieten diese Betriebssysteme auch 
keine Möglichkeit an, diese Einstellung zu verändern.

Damit basiert deine Folgefrage auf einer falschen Grundannahme es gilt 
der der Grundsatz "aus Falschem folgt Beliebiges".

Die Antwort auf deine Frage lautet "gar nicht", denn was du willst, ist 
für dich nicht möglich. Das hilft dir aber auch nicht weiter.

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