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Forum: HF, Funk und Felder 433,92 MHz Detektor


Autor: Georg M. (g_m)
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Hallo,
folgendes Problem:
bevor ich etwas weiter mache, möchte ich wissen, wie stark die Umgebung 
mit dieser Frequenz belastet ist, d.h. wie oft gefunkt wird.

Ich will nur die Frequenz selbst registrieren, und nicht die versendeten 
Daten. Ob das Wetterstationen sind, oder Funkschalter, oder irgendwas 
anderes – ist unwichtig, ist für mich nur Störung.

Zu diesem Zweck habe ich den 433Mhz Superheterodyne Receiver RXB8 für 
1,99 € gekauft im naiven Glauben, dass er nur dann an seinem 
Digitalausgang irgendwelche Daten ausgibt, wenn er irgendwelche Signale 
dieser Frequenz empfängt, und sonst ganz ruhig bleibt, so dass ich nur 
eine LED zusätzlich brauche. Leider ist es nicht so, und der Receiver 
produziert das Rauschen. Akustisch kann ich das Signal sehr gut vom 
Rauschen unterscheiden. Es ist aber eine Zumutung, dieses digitale 
Knallrauschen über längere Zeit zu hören.

Meine Frage: wie kann man die 433,92 MHz Frequenz am einfachsten / am 
billigsten registrieren?

: Verschoben durch Moderator
Autor: Stefan M. (derwisch)
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Besorg dir einen gebrauchten Funkscanner.
Die 433,92 MHz sind auch lediglich eine ungefähre Frequenz.
Viele Geräte senden nicht exakt auf der Frequenz, würden einen billigen 
Datenempfänger ( Funkthermometer ) aber dennoch negativ beeinflussen.

Dein Kontrollempfänger sollte also besser mehr können, als nur exakt 
433,92 MHz zu empfangen.

Wenns etwas besser sein darf, hol dir den "RF Expolorer" ( Google ).

Autor: Chris K. (Gast)
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Auf welche Modulationsart willst du denn schauen? Sollen es genau 433,92 
MHz sein oder interessiert dich auch eine gewisse Bandbreite darum 
herum? Muss das ganze irgendwie ausgewertet / protokolliert werden oder 
schaust du selber auf das Spektrum?

Wenn du alle diese Fragen nur mit einem Achselzucken beantworten kannst, 
lautet dein Stichwort "USB Stick SDR"

Autor: M. Köhler (sylaina)
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Filtern kann hilfreich sein. Wenn du das Signal schon "aktustisch 
Filtern kannst" dann schau doch mal mit einem Oszi um die Frequenzen 
heraus zu finden und bau dir einen passenden Bandpass dazu.

Autor: Joachim B. (jar)
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: Bearbeitet durch User
Autor: hinz (Gast)
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Joachim B. schrieb:
> sdr wäre mein Tipp

ACK, und die dafür geeigneten DVB-T USB-Sticks gibts mittlerweile zum 
Restpostenpreis.

Autor: Matthias K.(DO4MKA) (kannichauch)
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Oder bau doch eine Funkübertragung mit geringstmöglicher, normal noch 
ausreichender Sendeleistung und einem Signal, welches Du sicher 
identifizieren kannst.
Dann siehst Du direkt, ob etwas bei Deinem Vorhaben stört.
Das Störvermögen unerwünschter Signale hängt auch davon ab, wie Daten 
übertragen werden, bzw. die werden auch codiert übertragen, was zu einer 
größeren Sicherheit führt.

MfG

Autor: Georg M. (g_m)
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Vielen Dank für alle eure Antworten und konstruktiven Vorschläge.

Es geht um die Frequenz 433,92 MHz, denn das ist die Mitte des 
ISM-Bandes 433,05 ... 434,79 MHz. Modulationsart: OOK/ASK.

Offen gestanden, ich habe an etwas ganz einfaches gedacht. Ich dachte, 
wenn schon eine einfache Funksteckdose das Signal empfangen und 
auswerten kann, müsste das Empfangen ohne Auswertung noch einfacher 
funktionieren.

Und einen Scanner brauche ich m.E. nicht, denn ich muss nicht scannen, 
ich kenne schon die Frequenz, die ich beobachte. Außerdem soll die 
Registrierung der Funksignale keine Hauptbeschäftigung am PC sein, 
sondern tagelang im Hintergrund laufen und nur die Aktivität der Sender 
jedes Mal kurz melden.


Mit dem einfachen RC-Filter konnte ich leider kein gewünschtes Ergebnis 
erzielen.

Für die Digitale Signalverarbeitung (Digital Signal Processing) wäre die 
Aufgabe sicherlich ganz ganz einfach. Aber da kenne ich mich leider 
nicht aus.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Wenn es ein Funkmodul sein soll, dann sollte "RSSI" irgendwo im 
Datenblatt auftauchen, "received signal strenght indicator".
USB-DVB-T-Stick ist natürlich eine Möglichkeit, das geht auch mit dem 
Raspberry.
Oder ein chinesisches Dorji-Funkmodul für 13,90€ mit serieller 
Ansteuerung:
http://www.box73.de/product_info.php?products_id=3245
(das kann auch mit 1 Watt senden - nur für Funkamateure!).
https://www.aatis.de/content/bausatz/AS806P_Platin...
eine Platine dazu

: Bearbeitet durch User
Autor: HF-Pfuscher (Gast)
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Georg M. schrieb:
> müsste das Empfangen ohne Auswertung noch einfacher funktionieren.

Was verstehst du denn unter "Empfangen ohne Auswertung" genau?

Ein HF-Signal lokal nachweisen funktioniert mit einer (Draht-)
Antenne plus Schwingkreis plus Schottky-Detektordiode die eine
Gleichspannung hergibt. Nachdem das Ganze nicht sehr empfindlich
ist wirst du vermutlich damit nur das empfangen was du
(lokal) an HF-Aussendungen im Raum hast. Den Nachbar der seine
433MHz Fernbedienung benutzt wirst du schon nicht mehr nachweisen
können.

Ist es das was du willst?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Georg M. schrieb:
> Es geht um die Frequenz 433,92 MHz, denn das ist die Mitte des
> ISM-Bandes

Genau deshalb bevorzugen es die allerallerbilligsten Funkmodule
in diesem Band, folglich ist just diese Frequenz (± Toleranz des
SAW-Resonators) auch die am meisten belegte im ISM-Band.

Jeder, der ein bisschen mehr auf sich hält, nutzt lieber andere
Frequenzen innerhalb dieses Bandes.

Oder hast du tatsächlich vor, die gesamten fast 1,8 MHz Bandbreite
für dich zu belegen, dass du unbedingt genau in Bandmitte sein musst?

Ansonsten würde auch ich zum SDR-Stick raten.

Autor: Joachim B. (jar)
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Georg M. schrieb:
> Und einen Scanner brauche ich m.E. nicht, denn ich muss nicht scannen,
> ich kenne schon die Frequenz, die ich beobachte.

woher kennst du die?

Hast du die selbst gemessen oder glaubst du nur das die Frequenz dort 
liegt?

Georg M. schrieb:
> Ich dachte,
> wenn schon eine einfache Funksteckdose das Signal empfangen und
> auswerten kann, müsste das Empfangen ohne Auswertung noch einfacher
> funktionieren.

die streuen doch wie alte Trapperflinten und sind keine Präzisionware.

Dann wäre da noch Bandbreite, Modulationsart und Protokoll.....

Jörg W. schrieb:
> Ansonsten würde auch ich zum SDR-Stick raten.

mehr ist dazu nichts zu sagen!

Autor: oszi40 (Gast)
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Georg M. schrieb:
> Ob das Wetterstationen sind, oder Funkschalter, oder irgendwas
> anderes – ist unwichtig, ist für mich nur Störung.

DIE Störung kann jeden Tag anders sein bedingt durch Witterung oder 
durch weitere hinzugekommene Geräte. Umsonst gibt es nicht den Spruch: 
"Wer Funk kennt, nimmt Kabel". Zur Netiquette gehört auch, daß man das 
wahre Problem beschreibt. Es ist ein kleiner Unterschied, ob man eine 
Fernbedienung für ein Atomkraftwerk oder eine Haustürklingel braucht.

Autor: Georg M. (g_m)
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> Was verstehst du denn unter "Empfangen ohne Auswertung" genau?
Ohne Decodierung. Protokollunabhängig.

> Ist es das was du willst?
Ich möchte schon alles registrieren, was als Störung infrage kommen 
könnte.


> Genau deshalb bevorzugen es die allerallerbilligsten Funkmodule in diesem
> Band, folglich ist just diese Frequenz (± Toleranz des SAW-Resonators) auch
> die am meisten belegte im ISM-Band.
Ja, genau darum geht es. Genau deswegen möchte ich wissen, wie stark 
diese Frequenz in der Gegend präsent ist.


> Jeder, der ein bisschen mehr auf sich hält, nutzt lieber andere
> Frequenzen innerhalb dieses Bandes.
Ich bin kein Funktechniker, benutze das, was weit verbreitet ist, was 
für jedermann zugelassen ist, was überall zu kaufen ist.

Meine Kenntnisse im Fachgebiet "Elektromagnetisches Feld" sind sehr 
gering. Ich weiß sogar nicht, ob es den Äther gibt oder nicht.

Ich habe dieses Thema nicht zufällig im Elektronik-Forum eröffnet und 
nicht im Forum für HF und Funk. Es geht hier nicht um die HF. Ich bin 
mit dem 2-Euro-Receiver sehr zufrieden, was seine HF-Komponente 
betrifft. Nur unterscheiden zwischen Signal und Rauschen am Ausgang muss 
ich leider "manuell". Das will ich aber nicht, ich will diesen Prozess 
irgendwie automatisieren.
Das ist alles.


> die streuen doch wie alte Trapperflinten und sind keine Präzisionware.
Trotzdem erkennt der Empfänger seinen Sender, und decodiert das Signal. 
Also funktioniert das Verfahren.


> DIE Störung kann jeden Tag anders sein bedingt durch Witterung oder durch
> weitere hinzugekommene Geräte.
Ja, deswegen würde die regelmäßige Überwachung nicht schaden.


> Zur Netiquette gehört auch, daß man das wahre Problem beschreibt.
Das Problem ist schon oben erwähnt worden: "...diese Frequenz (± 
Toleranz des SAW-Resonators) auch die am meisten belegte im ISM-Band".


> Es ist ein kleiner Unterschied, ob man eine Fernbedienung für ein
> Atomkraftwerk oder eine Haustürklingel braucht.
Für die Elektronik ist es völlig egal, sie weiß gar nicht, was sie 
steuert. Natürlich sind Sicherheitsanforderungen unterschiedlich, aber 
das wäre schon ein anderes Thema.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Georg M. schrieb:
> Ich habe dieses Thema nicht zufällig im Elektronik-Forum eröffnet und
> nicht im Forum für HF und Funk. Es geht hier nicht um die HF.

Nur deshalb nicht, weil du noch nicht begriffen hast, dass das sehr
wohl ein HF-Thema ist.

Ein einzelner Empfänger kann zwar aus einem genügend stark einfallenden
Signal seine Information vom Rauschen unterscheiden, aber wenn du
wissen willst, was insgesamt auf dem Band „los ist“, dann bist du
eben doch bei der HF.  Deinen 08/15-Empfänger kannst du an dieser
Stelle komplett vergessen, denn der rauscht, wenn er kein Signal hat,
einfach zusammen, was das Zeug hält.  (Das ist so, wie ein
FM-Radio ohne Rauschsperre, wenn kein Signal anliegt).  Dieses Rauschen
kannst du nicht auf Bitebene (also rein digital, nach dem Decodieren)
von einem beliebigen anderen Funksignal unterscheiden.

Wenn dein Empfänger einen RSSI-Ausgang hat, könntest du bestenfalls
noch den über die Zeit mitloggen.

Aber ansonsten: schau dir an, wie einfach mit so einem SDR-Stick
(DVB-T-Stick etc.) ein kleiner Spektrumanalysator aufzubauen ist,
mach es – denn dieser liefert dir dann wirklich die von dir
gewünschte Information: Belegung des Bandes einschließlich
Signalstärke über die Zeit.

Beiträge, wie man sowas macht, gibt's im Netz (und auch hier im
Forum) zu Haus, der Kostenpunkt ist bei weniger als 20 Euro, was
willst du mehr?

Autor: W.S. (Gast)
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Georg M. schrieb:
> Nur unterscheiden zwischen Signal und Rauschen am Ausgang muss
> ich leider "manuell". Das will ich aber nicht, ich will diesen Prozess
> irgendwie automatisieren.
> Das ist alles.

Verstehe das Ganze mal richtig: in diesem Band wird meistens relativ 
genau auf der genannten Frequenz gesendet, aber die Empfänger sind 
Scheunentore und die müssen das auch sein. Grund: Jeder Sender sendet 
nur ein zeitlich ganz kurzes Signal und das dafür meist recht schnell 
moduliert (on/off). Das kostet Bandbreite.

Auf der Empfängerseite wird zwischen allgegenwärtigem Rauschen und 
Nutzsignal eigentlich nur durch den nachfolgenden µC unterschieden. 
Wenn der im Rauschen Signale mit "seiner" Puls- und Pausenzeit bzw. 
seinem Signalschema entdeckt, dann weiß er, daß er was empfangen hat - 
und sonst eben nicht. Immerhin senden normalerweise alle möglichen (und 
unmöglichen) Gerätschaften auf derselben Frequenz. Unterschieden wird da 
wirklich nur durch den Dateninhalt. Deshalb scheint mir dein Anliegen 
etwas daneben zu sein. Konzipiere für eine eigene Funkstrecke lieber ein 
sinnvolles eigenes Datenformat und mehrere Wiederholungen wegen der 
immer zu erwartenden Kollisionen.

W.S.

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