Kabel an Kupferschine

Gast #4859532
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Für einen Batteriesensor an einer 12V Starterbatterie (max. 200A) 
brauche ich eine Lösung, wie man zuverlässig und langzeitstabil Kabel 
(35mm^2) an einer Kupferschiene (20mm breit, 2mm dick) befestigt.
Ich habe spontan an Kabelschuhe mit Ringösen und Schrauben gedacht, aber 
welche Schrauben und Sicherungselemente wählt man da? Ist Polfett 
empfehlenswert?
Oder wäre eine andere Lösung sauberer? Es sollte zumindest auf einer 
Seite trennbar sein, ein Kontakt könnte auch gelötet werden (wie?)
Gast #4859561
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Ring-Kabelschuh. Du brauchst bei 35mm² ein passendes Crimpwerkzeug, das 
ziemlich teuer ist. Der örtliche Elektriker kann das aber gegen ein 
Pfund Kaffee bestimmt machen.

Dann von oben nach unten: Schraube (am besten mit Schaft), Federring, 
Unterlegscheibe, Kabelschuh, Kupferschiene, Unterlegscheibe, 
Sicherungsmutter. Ein passendes Drehmoment ist erreicht, wenn der 
Federring komplett zusammengedrückt wird.

Ich würde das ganze anschließend mit einem guten Korrosionsschutzwachs 
einsprühen.
Gast #4859562
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Thomas schrieb:
> Ist Polfett empfehlenswert?
Eher nein.
Polfett wird verwendet weil direkt an der Batterie durch Entlüftungen 
und angeblich auch dem Durchgang der Batteriepole durch das 
Batteriegehäuse Dämpfe und Säurenebel austreten können die die Kabel und 
Verbinder korrodieren.

Sonst wird bei KFZ Steck und Schraubverbindungen an Kabeln ja auch kein 
Polfett benutzt.

2mm dick ist aber eher keine Schiene, das ist ja nur dünnes Blech. Das 
kannst du ja als Öse biegen und das 35qmm Kabel da reinlöten.
#4860095
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Jochen schrieb:
> Dann von oben nach unten: Schraube (am besten mit Schaft), Federring,
> Unterlegscheibe, Kabelschuh, Kupferschiene, Unterlegscheibe,
> Sicherungsmutter. Ein passendes Drehmoment ist erreicht, wenn der
> Federring komplett zusammengedrückt wird.

Als Schwachstromer kenne ich es, Erdverbindungen/Schirmungen auch gerne 
mit Zahnenkranz zwischen Kabelschuh (oder ähnlichem) und Kupferschiene 
(oder ähnlichem) zu herzustellen. Was spricht hier dagegen?
Gast #4860493
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Zwischen Kabelschuh und Kupferschiene?! Sowohl Zahnscheibe als auch 
Federring sind eigentlich als Schraubensicherung gedacht. Deren Normen 
sind aber zurückgezogen, da technisch überholt. In deinem Fall könnte 
man vielleicht als Vorteil sehen, dass sich die Zähne in das Kupfer 
beissen und Oxidschichten durchstossen, aber eine vernünftige 
vollflächige Anbindung ist sicherlich besser. Heißt natürlich, das 
Kupfer muss blank sein und nach dem Zusammenbau muss die Anordnung vor 
Korrosion geschützt werden.

Meine oben beschriebene Anordnung stammt aus dem Flugzeugbau (Masse- 
oder Busverbindungen) und funktioniert dort seit Jahrzehnten 
einwandfrei.
Gast #4867648
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Thomas schrieb:
> Muss man beim Verschrauben direkt auf
> die Platine noch was beachten oder ist das prinzipiell keine gute Idee?

Die Kupferschicht ist da sehr dünn und die Platine mag keine mechanische 
Belastung. (Grundsätzlich kann man die schon biegen, aber dann fliegen 
die SMD Teile ab und Vias reißen)
Das würde ich mechanische verstärken. Z.B. einen Träger als GFK fräsen, 
der die Platine und kurze Stücken Kupferschiene trägt. Oder zumindest 
Würth Powerelement Schraubpunkte einlöten.
Gast #4867960
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Tr schrieb:
> Die Kupferschicht ist da sehr dünn und die Platine mag keine mechanische
> Belastung

Ergänzung: für hohe Ströme (darüber reden wird doch?) braucht man einen 
hohen Anpressdruck, der auch viele Jahre so bleiben muss. Dafür ist FR4 
wenig geeignet, das kann langfristig fliessen, dann nimmt der Druck ab 
und der Widerstand zu, dann wird die Schraubstelle heiss und das 
Material fliesst noch schneller, und so weiter bis es ganz weich wird 
und dann verkohlt.

Ausserdem: Zieht man die Schrauben so fest an wie notwendig, wird mit 
ziemlicher Sicherheit die Durchkontaktierung zerstört, wenn da eine ist, 
und Zahnscheiben sind auch nicht besonders schonend für Anschlusspads, 
die haben dann einfach Löcher und die Zähne bohren sich ins FR4, wo sie 
wenig nützen.

Georg
Gast #4894115
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Für einen Shunt nimmt man normalerweise Konstantin o.ä. um nicht auch 
noch die Temperatur des Shunt messen zu müssen. Die Batterieklemme kauft 
man am besten mit M8 oder M10 Bozen und Verschraubt diese mit dem Shunt. 
Der Shunt hat normal 4 Anschlüsse zwei für den Strom und zwei zum 
messen. An den dünnen Schrauben der Messleitungen ist es viel einfacher 
etwas anzuschließen und Übergangswiderstände verfälschen den Messwert 
nicht.

Mfg
Michael
#4894221
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Moin,

@Thomas
welche meinst Du? Das sieht für mich alles nach Rohrkabelschuhen aus. 
Mit der richtigen, sprich passenden Zange, in der richtigen Größe 
gequetscht eine sehr solide Sache.

Darüber dann Schrumpfschlauch; wenn der auch passend ausgewählt wurde, 
kann das sogar ziemlich dicht sein.

Der Verbinder hinten rechts ist dann sicherlich ein Hochstromverbinder 
aus dem Kfz-Bereich.

--
 SJ
(Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) #4895593
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Thomas schrieb:
> Ich habe aber schon oft Schraubverbindungen mit hohen Strömen an
> Platinen gesehen, z.B. bei sehr großen Kondensatoren / Supercaps mit
> Schraubverbindern.
> Scheint also doch irgendwie zu gehen, aber wie?

Die sind aber großflächig verpresst und zusätzlich verlötet! Obendrein 
sind sie mechanisch nicht belastbar!!!

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