Gast
#4859992
Hi, warum leitet ein Transistor? Ich habe jetzt etwas zu den pn-Bereichen gelernt: Der pn-Bereich ist z.B. im stromlosen Zustand 1 Weg-Einheit breit. Schließt man eine Spannung in Sperr-Richtung an, dann werden noch mehr Elektronen und Löcher zu den Kontakten gezogen und der pn-Bereich wird noch größer, z.B. 1,5 Weg-Einheiten. Mache ich das ganze in Flussrichtung, dann verkleinert sich die pn-Zone, bis sich sie aufhebt, wenn die Durchlass-Spannung erreicht ist. Aber bei einem Transistor sind ja mehrere Schichten hintereinander gemacht - npn oder pnp. Da ist ja immer eine Seite die Flussrichtung, eine Seite die Sperr-Richtung. Wenn ich jetzt von der Basis ein Spannungspotential anlege und an diesen Emitter sperre und am Kollektor in Fluss-Richtung schalte, dann müsste doch von der einen Seite in Durchlass-Richtung die pn-Zone ganz klein werden, aber die andere ganz groß und es sich so wieder im Gleichgewicht befinden - also nicht leiten. Aber wenn ich ja einen kleinen Strom an die Basis leite, dann bewirkt es einen großen Stromfluss zwischen Emitter und Kollektor. Das passt aber irgendwie nicht zu meinem bisherigen Verständnis mit den aneinandergereihten zwei pn-Übergängen. Wo liegt denn mein Denkfehler?