Hallo,
ich stehe vor folgender Aufgabe. Ich möchte einen Schaltkreis mit einer
Batterie und einem Lastwiderstand zu- und abschalten können. Die
Schaltzeiten bewegen sich dabei in Bereichen >30min. Schaltzeiten sind
demnach eher irrelevant.
Der maximale Strom beträgt 20A. Die maximale Spannung <5V (eventuell
etwas Reserve eingeplant)
Angesteuert werden soll das ganze über einen Mikrocontroller, der 3,3V
Steuerspannung ausgeben kann.
Folgende Möglichkeiten bestehen (soweit ich das erfasst habe):
1) MOSFET + Treiber
2) Logic-Level MOSFET
zu 1):
ich hatte als Treiber den TC4432 ausgesucht. Dieser Highside-Driber ist
3.3V kompatibel und stellt einen Gatestrom von 1.5A zur Verfügung.
Dieser ist invertierend und nicht invertierend verfügbar. Was muss man
da auswählen?
Bin allerdings auch für andere Vorschläge offen, dieser Treiber war eher
ein Schuss ins Blaue.
Als MOSFET wurde hier im Forum für ähnliche Anforderungen der
IRFB4229PbF empfohlen. Würde dieser zu dem oben genannten Treiber passen
oder nimmt man eher Treiber und MOSFET vom gleichen Hersteller?
zu 2):
Um den Aufbau einer Treiberschaltung für den MOSFET zu umgehen, habe ich
auch Logic-Level-MOSFETs ins Auge gefasst. Beispielsweise der IRLU 3705Z
oder der IRLR8743. Würde diese ebenfalls zu den oben beschriebenen
Anforderungen passen?
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
TC4432
...
Under-voltage lockout circuitry forces the output to a
‘low’ state when the input supply voltage drops below
7V.
...
The under-voltage lockout and start-up circuit
gives brown out protection when driving MOSFETS.
Welche Betriebsspannung steht Dir zur Verfügung?
Wenn es "nur" deine angegebenen "<5V" sind, dann wird das eng.
Soll der FET in die PLUS-Leitung?
Den genannten IRFB4229PbF könntest Du in die negative Zuleitung deiner
Last schalten, wenn Du beide GNDs verbindest UND wenn Du eine separate,
deutlich höhere Steuerspannung zur Verfügung stellen könntest.
Sonst geh vom µC auf einen DTC123 ( kleiner Digitaltransistor ) 470Ω an
deine "<5V" und von dort auf einen Logik P_MOSFET, welcher bei den doch
relativ geringen Spannungen (Zitat "<5V") schon richtig durchscahltet.
Den FET legst Du in die Plus Leitung. (Man müsste was zum zeichnen
haben...)
Zum IRLU8743PbF:
wenn Du den in die Masseleitung legst und deine Last "minusseitig"
schalten kannst, kannst Du diesen eventuell direkt an deinen
mikrocontroller anschließen. 22Ω in Reihe zum Gate und 10K vom Gate nach
Source.
ABER: (ich wurde ja letztens freundlich aber direkt drauf hingewiesen,
die Datenblätter mit dem nötigen Sinn für Realität zu lesen)
Da steht: "Very Low RDS(on) at 4.5V VGS"
Die hast Du nicht!, dein µC gibt Dir nur 3.xyzV aus.
Wenigstens die Rohspannung würde ich hier, über einen kleinen Transistor
geschaltet, für die Ansteueerung des FETs, zur Verfügung stellen.
Auch wenn dein FET einen kleinen RDS_on hat (nehmen wir 10mΩ an)
20A x 20A x 10mΩ = 4 Watt. Bitte auch daran denken, diese vier Watt
wollen weggekühlt werden.
Du kannst uns ja mal aufmalen, wie Du Dir deine Lastanschaltung
vorgestellt hattest.
StromTuner
Vielen Dank für die fixe Antwort.
Anbei ein Foto vom angedachten Schaltplan. Größe der Bauteile sind aus
verschiedenen Quellen zusammengesucht und noch nicht nachgerechnet.
Prinzipiell sollte die Schaltung so aussehen.
Zu dem Lastkreis mit der Batterie:
- ich wüsste nicht was dagegen sprechen sollte die Batterie andersherum
in die Schaltung zu integrieren. Muss diese eventuell sogar gedreht
werden?
- mit den "<5V" meinte ich die Spannung der Batterie. Falls du die
Betriebsspannung meinst, die dem Treiber zur Verfügung stehen soll: die
wollte ich über ein externes 12V-Netzteil bereitstellen.
Freundliche Grüße
Ich würde auf jeden Fall zuerst die Lösung (2) mit Logic-Level-FET
versuchen.
Deine Anforderungenen sind ja nun wirklich nicht enorm. Mit nem
SOT23-Krümel als FET werden die 20A vielleicht eng, aber ansonsten sind
FETs mit passenden Werten millionenfach in
BMS-Systemen/LiPo-Schutzbeschaltungen verbaut.
dann werde ich wohl auf die Schiene mit dem Logic-Level-Fet umsteigen.
@ZF danke für den Rat.
Sehe ich das richtig, das dieser FET schon bei ~1.5V durchschaltet? Ist
das die besondere Eigenschaft dieses FEt's oder zeichnet sich dieser
auch durch andere Eigenschaften gegenüber anderen LL-FETs aus?
Im Datenblatt ist ein Rg von 4.7Ohm angegeben. Ich weiß, dass damit der
Gatestrom bestimmt wird. Allerdings müsste dieser doch abhängig sein vom
verwendeten Mikrocontroller. Ich würde gerne eine USB6003 von NI
verwenden.
Der Digital Output dieses Geräts ist in dem Datenblatt auf Seite 4
spezifiziert (http://www.ni.com/pdf/manuals/374372a.pdf)
Als ich zu Testzwecken den Ausgang eingeschaltet habe, konnte ich mit
einem Multimeter 3.3V messen. Der dabei fließende Strom dürfte nur
einige mA groß sein. Reicht das trotzdem aus um einen LL-FET zu laden?
Ist Ernst B's Aussage so zu verstehen, dass es letzlich egal ist welchen
LL-FET man nimmt, solange..
- Rdson möglichst klein ist, um die abzuführende verlustwärme abzuleiten
- Id bei entsprechender Ugs groß genug ist (anscheinend oftmals das
entscheidende Kriterium) und
- U_gstreshold kleiner als der logical1-output des Mikrocontrollers ist?
IRLR2905ZPBF: fällt raus, da bei 3.3V Ugs keine 20A Id geleitet werden
IRL1004: fällt auch raus, 3.3V Ugs keine 20A Id geleitet werden (Fig.2)
IRL3803PBF: würde eventuell passen nach Fig.2
IRLZ34N:fällt auch raus, 3.3V Ugs keine 20A Id geleitet werden (Fig.2)
--> das wären 3 MOSFETs die bei meinem Conrad um die Ecke verfügbar
wären und die ich vorziehen würden, sofern sie den Anforderungen
entsprechen und es keine anderen MOSFETs gibt, die entscheidende
Vorteile bezüglich meiner Anforderungen besitzen.
Schön, das Du 12V zur Verfügung hast. Dann geht das mit dem TC4432
natürlich gut, der Gate Widerstand unterdrückt/dämpft Schwingungen im
UKW-Bereich beim Schalten. Als FET kannst "alles" nehmen :)
Ich würde den Treiber wahrscheinlich auch erst einmal weglassen und
Variante 2 mit einigen verschiedenen Logik-Level-FETs probieren.
Auch wenn die U_gs bei vielen Typen nur mit 4.5V spezifiziert ist, meist
"gehen" die auch schon bei kleineren Spannungen. Ausprobieren...
Es gibt, ungeachtet dessen, natürlich auch Typen, die schon bei 1.8V
garantierte Werte haben.
SiR404DP
Si7858BDP
oder bei Conrad evtl. etwas vergleichbares?
https://www.conrad.de/de/mosfet-nxp-semiconductors-ph2925u115-1-n-kanal-625-w-sc-100-1112025.html
StromTuner
Edit. hat sich überschnitten...
Um auch nochmal auf die Beschaltung zurückzukommmen. Diese würde sich
durch den Logic-level-FET vermutlich deutlich vereinfachen. Brauche ich
neben dem Gatewiderstand Rg und einem R1 zum Entladen der Gatekapazität
gegen Erde bei "logical0" noch weitere Bauteile?
Ist die Dimensionierung der Bauteile (Rg=22Ohm, R1=1k) von Axel aus Post
#2 mehr oder weniger universell verwendbar oder bezieht sich das Ganze
auf den IRFB4229. Wobei auch hier im Datenblatt ein Rg von 2.4Ohm
angegeben ist. Diese Werte beziehen sich allerdings immer auf eine
Pulsweite von 20us. Deshalb wahrscheinlich auch deutlich geringer, oder?
Sind die 22 Ohm eher als "Erfahrungswert" anzusehen, um mögliche
EMV-Beeinträchtigungen zu mindern?
Freundliche Grüße
22Ω sind schon eher ganz schön groß. Wenn Du aber nur mal eben alle
halbe Stunde schalten möchtest, geht das. der 22Ω bildet mit der
Eingangskapazität des FET eine Zeitkonstante, inder der FET seinen
linearen Bereich durchfährt.
22 x 1E-9(1nF) = 22nSekunden. Der endliche Ausgangswiderstand deines
NEC-µC kommt hier nochamls obendrauf und sorgt schon für entsprechende
Dämpfung der Schwingungen. Aber wenn die Gatezuleitung etwas länger ist,
setzt man diesen kleinen Widerstand direkt noch mal vors Gate.
StromTuner
Tobolf schrieb:> Sehe ich das richtig, das dieser FET schon bei ~1.5V durchschaltet?
Ja, das ist richtig, siehe Fig. 8 im Datenblatt
http://cache.nxp.com/documents/data_sheet/PH2925U.pdf
Wobei das typische Werte sind, für zuverlässige Designs plant man
Abstand ein.
> Ist> das die besondere Eigenschaft dieses FEt's oder zeichnet sich dieser> auch durch andere Eigenschaften gegenüber anderen LL-FETs aus?
Ist eine besondere Eigenschaft dieses MOSFETs. Zudem ist er laut
SOA-Diagramm auch DC-tauglich, was inzwischen nicht mehr
selbstverständlich ist. Hat aber wenig Bedeutung für Dich, Du willst ihn
ja nicht analog betreiben. Nachteilig ist das nicht so bastelfreundliche
Gehäuse und er rel. hohe Preis. Letzteres ist für Einzelstücke aber
egal.
> Als ich zu Testzwecken den Ausgang eingeschaltet habe, konnte ich mit> einem Multimeter 3.3V messen. Der dabei fließende Strom dürfte nur> einige mA groß sein. Reicht das trotzdem aus um einen LL-FET zu laden?
Ja das reicht. Strom braucht es nur wenn das Gate umgeladen wird. Du
willst ja nicht oft schalten, da musste Dir darum keine Gedanken machen.
Mach aber nen hochohmigen Widerstand vom Gate nach Masse, damit bei
fehlendem Ansteuersignal das Gate nicht als Antenne wirkt.
ich würde mal auch noch den IRF3708 ins Rennen schicken. Ist ein
Logic-Level N-Channel Mosfet mit spezifizertem Rdson bei 3,3 Volt.
Gibt's in der Bucht ab 69 Cent pro Stück (bei Stück Abnahme):
www.ebay.de/itm/152366209075
doedel schrieb:> ich würde mal auch noch den IRF3708 ins Rennen schicken. Ist ein> Logic-Level N-Channel Mosfet mit spezifizertem Rdson bei 3,3 Volt.
Das mag ich dem Datenblatt nicht entnehmen - nach Fig. 13 macht der im
Bereich 3,2..4,5 V Analogbetrieb.
Die Eckdaten sprechen nicht dafür, den als Logic-Level FET einzusetzen.
der macht bei U_ds < 0.3V einfach keine 20A, sondern mximal 10.
Voll durchgesteuert mit 20milliohm IxR= 20Vx20mR= 400mV. DAS wird eng.
FIG1 aus dem Datenblatt angehangen.
Zu FIG13 und deren Deutung kann der Manfred gern nochmal schrieben, wie
er dort Analogbetrieb herausliset, da halte ich micht raus...
StromTuner
Tobolf schrieb:> Im Datenblatt ist ein Rg von 4.7Ohm angegeben. Ich weiß, dass damit der> Gatestrom bestimmt wird.
GateSTROM haben FETs nicht, sie sind Spannungsgesteuert. Deine
Schaltvorgänge sind sehr selten, da werden die paar µs oder weniger beim
Schaltvorgang alle paar Minuten den Transistor nicht gleich in den Tod
befördern.
Axel R. schrieb:> Schön, das Du 12V zur Verfügung hast.
Da würde ich doch überlegen, über einen Optokoppler die 12V auf das Gate
eines masseseitigen N-FET zu geben - N-Kanal mit geringem RDSon bei 10V
gibt es in großer Auswahl.
Zuerst wollte ich sagen, einen PNP von 12V zum Gate und diesen mit einem
NPN aufmachen - aber da ist ein Optokoppler einfacher.
Bauchschmerzen bekomme ich bei 20 Ampere: Wenn diese wirklich statisch
fließen, gibt das bei 10mOhm schon 4 Watt. Das will ein TO-220 Gehäuse
werden.
Als Optokoppler einen TLP250. OK, aber warum.
Hier kann er auch gut einen kleinsignaltransistor hinter den Ausgang an
die 12Volt hängen (Emitterschaltung) und am Kollektorwiderstand(1K gegen
Plus) seinen geforderten Pegel "abzapfen".
StromTuner
Mawin hatte mir neulich den P-Kanal MOSFET FDS4465 empfohlen.
RDSon ist 14m Ohm bei Vgs -1,8 Volt
Vdss ist -20V
Id ist -13,5A
Vielleicht kannst du davon zwei Stück parallel schalten.
Achtung: Er hat 8nF Gate Kapazität
Stefan U. schrieb:> Mawin hatte mir neulich den P-Kanal MOSFET FDS4465 empfohlen.>> RDSon ist 14m Ohm bei Vgs -1,8 Volt> Vdss ist -20V> Id ist -13,5A>> Vielleicht kannst du davon zwei Stück parallel schalten.>> Achtung: Er hat 8nF Gate Kapazität
Wenn sein µC 3.3V ausgibt, er gern "<5V" schalten will, den P-CH FET
also "oben rein" in die PLUS Leitung legt, wie soll der µC den FET
sperren. das geht soo einfach dann auch wieder nicht.
Sonst ist der FDS nicht schlecht - in der Taat - . Aber nur, wenn VCC
und VDD gleich sind. Sonst macht man die gleichen Klimmzüge, wie beim
N-Kanal oder man muss alles auf Betriebsspannungsniveau referenzieren.
StromTuner
> das geht soo einfach dann auch wieder nicht.
Stimmt, da braucht z.B. einen NPN Transistor mit Pull-Up Widerstand als
Treiber. Das ist in der Artikelsammlung schön beschrieben, meine ich.
> Sonst macht man die gleichen Klimmzüge, wie beim N-Kanal
Was soll denn geschaltet werden, der Plus-Pol oder der Minus-Pol der
Last?
Das die MOSFETs spannungsgesteuert sind ist mir bewusst, aber um die
Gatekapazität zu laden muss ich doch einen Strom zum Gate führen um
diese Spannung Ugs aufzubauen. Damit das schnell passiert sind möglichst
hohe Ströme erforderlich. Angenommen mein uC stellt 1mA zur Verfügung
würde das bei einer Gateladung von 100nC zu einer Einschaltzeit von
100us führen. Ist das so, dass erst nach dieser Zeit der Mosfet
durchschaltet, oder beginnt die Leitfähigkeit bereits etwas früher ? Der
Schaltvorgang selbst sollte nämlich sehr schnell vonstatten gehen, hatte
da eher was von x00ns im Kopf gehabt.
Führt dann vielleicht doch kein Weg an einem Mosfettreiber vorbei?
Damit würden wir wieder zu der Schaltung zurück kommen die ich weiter
oben gepostet habe.
Kann ich mit dieser Schaltung dann auch einen LL-FET ansteuern? Diese
haben einen deutlich geringeren RDson, so wie ich das bisher gesehen
habe. Eigentlich dürfte dem ja nichts widersprechen. Und damit hätte ich
nicht das Problem der langsamen Anschaltzeit.
Apropos: sobald logical0 am Output anliegt muss das Gate ja freigeräumt
werden über einen Widerstand zu Ground. Ich hatte mich vorhin gefragt ob
bei einer Ausschaltzeit von sagen wir 100ns dieser 10kOhm nicht einen
ziemlich hohen Strom abbekommt und entsprechend Leistungsmässig
ausgelegt werden müsste. Oder hab ich einen Denkfehler?
Tobolf schrieb:> Angenommen mein uC stellt 1mA zur Verfügung> würde das bei einer Gateladung von 100nC zu einer Einschaltzeit von> 100us führen. Ist das so, dass erst nach dieser Zeit der Mosfet> durchschaltet, oder beginnt die Leitfähigkeit bereits etwas früher
Die Leitfähigkeit beginnt schon etwas früher, bei Ugs(th) fängt er
langsam an zu leiten.
Aber: 1mA kommt mir wenig vor. Nicht den statischen Maximal-Strom aus
dem Datenblatt nehmen, sondern das, was der Chip kurzzeitig zum Umladen
rausschicken kann.
CMOS-Ausgänge sind üblicherweise dazu ausgelegt, mehrere parallel
geschaltete CMOS Eingänge, ohne Angst-Widerstand dazwischen, mit hoher
Frequenz anzusteuern.
CMOS Eingänge sind (wenn auch kleine) FET-Gates.
Laut dem Datenblatt auf Seite 4
http://www.ni.com/pdf/manuals/374372a.pdf steht dort maximal 4mA. Ich
weis allerdings nicht bei welcher Spannung. So ganz verstanden habe ich
die Angaben dort nicht..
Angenommen es ist tatsächlich so, dass der Strom zu gering ist. Dann
führt kein Weg an einem Mosfettreiber vorbei, was auch erstmal nicht so
schlimm ist.
Wenn man die Schaltung oben zugrundelegt:
1)Passt das so von der allgemeinen Verschaltung
2)Muss ich ggf. Bauteilgrößen anpassen?(bestimmt)
3) Weiterhin steht noch im Raum, wie das Gate über den Widerstand
entladen wird und wie dieser dann dimensioniert werden muss.
4) kann ich LogiclevelMosfets nehmen (da habe ich ja bereits einiges an
Auswahl herausgesucht (bekommen) oder wäre das eher unüblich bzw. sollte
man vielleicht sogar dann andere MOSFETs nehmen?
Freundliche Grüße und einen schönen Abend
Tobolf schrieb:> Das die MOSFETs spannungsgesteuert sind ist mir bewusst, aber um die> Gatekapazität zu laden muss ich doch einen Strom zum Gate führen um> diese Spannung Ugs aufzubauen. Damit das schnell passiert sind möglichst> hohe Ströme erforderlich. Angenommen mein uC stellt 1mA zur Verfügung> würde das bei einer Gateladung von 100nC zu einer Einschaltzeit von> 100us führen.
Ja.
> Ist das so, dass erst nach dieser Zeit der Mosfet> durchschaltet, oder beginnt die Leitfähigkeit bereits etwas früher ?
Er beginnt zu leiten, quasi als Vorwiderstand, der geringer wird.
Während dieser Zeit entsteht Verlustleistung - müsste man gucken, ob da
die SOA überschritten würde.
> Der Schaltvorgang selbst sollte nämlich sehr schnell vonstatten gehen,> hatte da eher was von x00ns im Kopf gehabt.
Von schnell hast Du bislang nichts gesagt, lediglich "alle ca. 30
Minuten".
Axel R. schrieb:> Als Optokoppler einen TLP250. OK, aber warum.> Hier kann er auch gut einen kleinsignaltransistor hinter den Ausgang an> die 12Volt hängen (Emitterschaltung) und am Kollektorwiderstand(1K gegen> Plus) seinen geforderten Pegel "abzapfen".
OK, ich war gedanklich bei zwei Transistoren, einem PNP oben und einen
NPN, der ihn aufmacht - da wäre vom Lötaufwand ein Optokoppler simpler.
Wenn das invertiert angesteuert werden darf, reicht natürlich ein NPN,
der dem FET direkt den Saft abdreht.
Schon toll, wie viele Varianten man für einen einfachen Schalter finden
kann :-)
Manfred schrieb:> Von schnell hast Du bislang nichts gesagt, lediglich "alle ca. 30> Minuten".
Ich weiß, da ich ursprünglich davon ausgegangen bin, dass sich die
Einschaltzeiten trotzdem noch im oberen Nanosekundenbereich bewegen..das
wäre noch okay.
Wolfgang schrieb:> Axel R. schrieb:>> der macht bei U_ds < 0.3V einfach keine 20A, sondern mximal 10.>> Wo vermutest du bei einer logarithmischen Darstellung denn die 0.3V?
ja - leicht woanders, als Du. Schon gut.
Schafft er nun 20A bei dieser geringen U_ds?
Manfred schrieb:> Von schnell hast Du bislang nichts gesagt, lediglich "alle ca. 30> Minuten".
Stimmt schon. Er sagte:
Tobolf schrieb:> Die Schaltzeiten bewegen sich dabei in Bereichen> >30min. Schaltzeiten sind demnach eher irrelevant.
Da liegt der Hase im ...
Schaltzeiten sind die Zeiten, die der Schalter zum ein- und zum
aus-Schalten braucht.
Die "Eingeschaltet-bleibend-Zeit" ist die Einschaltdauer oder der
Duty-Cycle oder ..., oder ..., aber halt nicht die Schaltzeit.
Durchaus leicht zu verwechseln, aber wie man sieht, macht die
Unterscheidung ja Sinn. Darf man fragen, wieso die Schaltzeiten <<1µS
sein sollen/müssen?
Die Schaltzeit sollte so gering sein, um ausschließen zu können, dass
das das Verhalten der Batterie auch ausschließlich dieser zugeschrieben
kann und sich nicht mit dem Schaltvorgang überschneiden.
Ansonsten würde ich gerne die Aufmerksamkeit noch auf meine offenen
Fragen aus einigen Beiträgen zuvor lenken.
1)Passt das so von der allgemeinen Verschaltung in dem Schaltbild mit
dem Treiber aus einem meiner Beiträge am Anfang dieses Threads?
2)Muss ich ggf. Bauteilgrößen anpassen?(bestimmt notwendig)
3) Weiterhin steht noch im Raum, wie das Gate über den Widerstand
(10kOhm) entladen wird und wie dieser dann leistungsmäßig dimensioniert
werden muss. Bei so kurzen Ausschaltzeiten muss doch darüber ein relativ
großer Strom fließen und deshalb einiges an Leistung an diesem
Widerstand verbraten werden oder täusche ich mich und es reicht ein
normaler 0.1W Kohleschichtwiderstand?
4) kann ich LogiclevelMosfets nehmen (da habe ich ja bereits einiges an
Auswahl herausgesucht (bekommen) oder wäre das eher unüblich bzw. sollte
man vielleicht sogar eher andere MOSFETs nehmen?
Ich wollte das Ganze hier nochmal hochholen, da meine Fragen aus meinem
letzten Beitrag noch offen sind. Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.
Freundliche Grüße
Tobolf schrieb:> nochmal hochholen
Nenn doch einfach feststehende, vernünftige Anforderungen - oder
einfacher: Lege Dein Vorhaben völlig offen.
Homo Habilis schrieb:> Darf man fragen, wieso die Schaltzeiten> <<1µs sein sollen/müssen?
(Übrigens, @...: Danke für die Korrektur, aber ich denke, der TO - und
genaugenommen auch alle anderen Leser - wird in dem Kontext kaum eine
Verwechslung mit dem Leitwert "vollbringen" können... ^^)
Eine weitere Frage zur Klärung der Umstände also. Daraufhin:
Tobolf schrieb:> Die Schaltzeit sollte so gering sein, um ausschließen zu können, dass> das das Verhalten der Batterie auch ausschließlich dieser zugeschrieben> kann und sich nicht mit dem Schaltvorgang überschneiden.
Ja super, ... aber was (zum T...!) hat denn das Verhalten der Batterie
mit dem Schaltvorgang zu tun???
Nicht viel, wenn tatsächlich das Schaltsignal aus einem (mit separater
Versorgung betriebenen) µC, und die Betriebsspannung eines/des
Treiber-ICs oder halt - allgemein - die Gateansteuerung, aus einer
(ebenfalls separaten) 12V - Versorgung kommt.
Und also nur der Widerstand über die Batterie "betrieben" wird.
(# Für mich hört sich das nach einer "versehentlich nicht erwähnten"
Messung [und natürlich absichtlich nicht erwähntem "Rest"] an.)
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@Tobolf, leg doch bitte die Anwendung so vollständig wie nur möglich
offen, wenn Du Dich weder für Anforderungen noch Lösungen entscheiden
kannst (ob nun aus Unsicherheit oder Unwissenheit, das ist doch egal).
Wir wissen bisher fast gar nix mit Sicherheit.
Das schlimme ist, daß Anfängern gar nicht bewußt ist, was sie alles
wichtiges verschwiegen haben/verschweigen.
Und wir können es auch nicht wissen. Also entweder ackerst Du jetzt die
gesamte Materie dazu
(also alles, was mit Deinen Bauteilen und dieser und ähnlichen
Schaltungen zu tun hat oder auch nur haben könnte [!])
mindestens so_weit durch, um nur noch sehr kurze, und zügig
zielführende, Fragen stellen zu müssen (um das auch wirklich zu
können ...).
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Oder Du stellst Deine vielen, vielen (Zwischen-)Fragen mal hintan - denn
zuerst mal mußt Du genügend sichere Informationen liefern.
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Was genau willst Du erreichen/soll es werden? (Labor-Meßaufbau,
Serien-Gerät in Gehäuse, ...iehe noch mal oben bei # - irgendwas muß
da fehlen.)
Welche Randbedingungen bestehen? (Es geht nicht "zu" ausführlich.
Unnötige Informationen stören nicht, fehlende verhindern komplett die
Lösung.)
Gilt nun das mit den max. 5V? Oder sind 12V dabei (sicher oder möglich,
leicht oder schwierig --- wie?)? Woher genau kommen/kämen die
Spannungen?
Sind schnelle Schaltzeiten (und wie schnell genau) nur beim
Durchschalten des FET, oder auch beim Ausschalten vonnöten?
Und, und, und, und...
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Eigentlich ist das Problem trivial. Und die Lösung simpelst. Aber halt
nur, wenn man alles weiß - sonst wird das nix.
Freilich kann man praktisch jede Anwendung in dieser Art mit einer Kombi
aus Optokoppler, Treiber, und isolierter Versorgung für diesen (+FET)...
"lösen" (eher "erschlagen").
Aber vernünftigerweise unterscheidet man, ob
a.) relativ langsam schaltend mit LL-FET
b.) auf einer der Flanken schneller mit zusätzlichem einzelnen
Transistor (+FET)
c.) auf beiden Flanken (ein+aus) schneller mit einer zusätzlichen
Versorgung und einem Gate-Treiber, oder sogar mit winzigen BJTs oder
FETs als Eigenbau- Gegentakt- Treiberstufe (+FET)
d.) ...
...machen. Machen kann man viel, aber man wollte (und will) Dir hier
eine nicht nur funktionierende, sondern auch angemessene, und mit
möglichst wenig Kosten und Aufwand verbundene Lösung "ans Herz legen".
Geht aber bisher scheinbar nicht.
> das das Verhalten der Batterie auch ausschließlich dieser> zugeschrieben kann
Salamitaktik - das kommt hier gar nicht gut an.
Offensichtlich hast du etwas ganz besonderes vor, willst es aber nicht
offen legen. Damit ist jede weitere Hilfe erstmal sinnlos, schade um die
Zeit, die wir für Dich verplempert haben.
Das nächste mal, denk vorher nach: Wenn du öffentlich Hilfe bekommen
willst, musst du auch dein Projekt öffentlich machen, und zwar mit allen
technisch relevanten Details und Anforderungen.