Hallo, ich trage Cochlea-Implantate und würde dafür gerne eine Lösung für a) unter dem Helm und b) im Wasser haben. Gibt es beides herstellerseitig nicht, also muss ich mir selbst was anfertigen. Galvanische Trennung ist kein Problem, kann also isoliert sein. Das Implantat ist für MRT zugelassen, sollte also relativ robust sein. Worum geht es? Vom Audioprozessor hinter dem Ohr kommt ein Tonsignal, das vorher in ein mir komplett unbekanntes Protokoll umgerechnet wird. Paralell dazu wird das Implantat mit Energie versorgt. Viel sollte das nicht sein, aber geschätzt werden ca. 20 mA übertragen (Batterien fassen ~600 mA, 3 Stück verbaut, Laufzeit rund 70 Stunden). Der Hersteller gibt sich natürlich sehr zugeknöpft, was die verwendete Technik angeht. Wie kann ich das angehen? Ziel ist, dass ich nachher ein Audiosignal über dasselbe Protokoll an das Implantat senden kann. Was ich bisher weiß: - Energieversorgung findet auch dort statt - Übertragung per Induktion - vermutlich digitale Codierung (sehr störunempfindlich) - Kurze Distanzen (weniger als 1 cm, danach Störungen im Signal bis Abbruch der Übertragung) Ich weiß also noch nicht mal die Frequenz. Ein Oszilloskop habe ich (noch) keins, steht aber schon länger auf meiner Wunschliste. Wie würdet ihr vorgehen? Danke schonmal für eure Zeit.
Mithören per Spule: Audioeingang oder Oszilloskop.
Korbinian G. schrieb: > ich trage Cochlea-Implantate und würde dafür gerne eine Lösung für a) > unter dem Helm und b) im Wasser haben. Lösung a: Sturmhaube (sofern ein Motorradhelm gemeint ist.) Ich trage selber eine CROS-Versorgung (wegen einseitiger Taubheit). Und kann mittels weiterem (500Euro-)Gerät Audiosignale dort einspeisen. Für Hörgeräte gibt es auch Induktionshörer. Vielleicht gibt es von deinem Hersteller entsprechendes Zubehör. Hast du mal bei deinem Akustiker nachgefragt? Korbinian G. schrieb: > Das Implantat ist für MRT zugelassen, sollte also relativ robust > sein. auch für 3 Tesla MRT? Das Problem ist nicht dein Übertrager, sondern der Magnet, mit dem der äußere Teil am Kopf hält. Der müsste sonst bei einem MRT-Besuch unter lokaler Betäubung entfernt werden und nach der Untersuchung wieder eingesetzt werden. Korbinian G. schrieb: > Wie kann ich das angehen? Ziel ist, dass ich nachher ein Audiosignal > über dasselbe Protokoll an das Implantat senden kann. Mit dem richtigen Messequipment sollte das gehen. Von einem Selbstbau würde ich die Finger lassen, da man damit auch die Elektronik beschädigen kann und man dann wieder unters Messer müsste. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber deine Kopfsonde ist relativ passiv aufgebaut. Das Gerät hinter dem Ohr ist das, wo du ein Signal einspeisen müsstest, da es auch die Elektroden in der Cochlear ansteuert und die externen Gräusche entsprechend anpasst. Als ich 1995 operiert wurde waren die CI-Geräte noch richtige Kisten, die man wie ein Brustbeutel trug.
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