Hallo, wie kann es sein, dass die Netzadapter (beispielsweise vom Handy) vor Jahren noch sehr klobig und schwer waren, weil dort kleinere Trafos mit vielen Wicklungen an Kupfer verbaut wurden und heute sind die von neuen Geräten sehr leicht und klein geworden, zum Glück! Welche Bauteile werden heute dafür verwendet und halten die genauso lange? Danke.
Zvie schrieb: > und halten die genauso lange? Meistens nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe, die teilweise voneinander abhängen. * höhere Zahl von Bauteilen * Preisdruck * höhere Anforderungen an die Qualität der Bauteile, speziell Kondensatoren * höhere Empfindlichkeit gegen Überlast und Netzüberspannung, bzw. Transienten.
>> und halten die genauso lange? > Meistens nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe, die teilweise > voneinander abhängen. ... Zusammengefasst: Obsoleszenz - geplant oder gerne mitgenommen.
Zvie schrieb: > und halten die genauso lange? Natürlich nicht. Schau Dir doch einen Trafo an: eine Menge Blech, eine Menge Kupfer und etwas Isoliermaterial. Was kann da kaputtgehen? Blech und Kupfer dürften keine Alterung aufweisen, höchstens, in Ausnahmefällen Korrosion (Rost). Das bisschen Isolierzeug altert zwar, das einzige Risiko dürfte da Überhitzung darstellen. Das nutzbare Alter eines Trafo kann 100 Jahre überschreiten. Hauptvorteil beim Schaltnetzteil ist die Kupferersparnis: Schlag mal irgendwo das Eisen- und Kupfergewicht eines 600W-Trafo nach und vergleich das mit den Daten eines 600W-Computernetzteils. Dazu kommt noch die Regelbarkeit beim SNT: Du hast z.B. gleich die benötigten 5V auf wenige Prozent genau. Und das fast ohne Leistungsverluste im Regler. Und, bei kleinen Leistungen, kommt dann noch der geringe Ruhestromverbrauch dazu. Dass die Schaltnetzteile viel zu früh defekt sind, ist Idiotie der Hersteller. Die könnten die Obsolenz locker der Softwareindustrie, den Sendeanstalten (siehe Digitalfernsehen) und andren Ganoven überlassen ohne sich ihren Ruf zu ruinieren.
Zvie schrieb: > wie kann es sein, dass die Netzadapter (beispielsweise vom Handy) vor > Jahren noch sehr klobig und schwer waren, weil dort kleinere Trafos mit > vielen Wicklungen an Kupfer verbaut wurden und heute sind die von neuen > Geräten sehr leicht und klein geworden , Nebenbei: auch Schaltnetzteile haben Trafos! Aber die übertragbare Leistung wächst mit der Frequenz des Magnetfeldes im Trafo. Ein M42-Trafo kann am Netz bei 50Hz nur etwa 4,5W übertragen. Im Schaltnetzteil mit 40 kHz sinds dann durchaus 100W.
SNTs haben oft einen Weitbereichseingang. Man kann sie in Japen (100V) oder in GB (240V) verwenden.
Ich hatte mal einen CD-Spieler der wohl ersten Generation und der war defekt weil sich scheinbar der Trafo "verändert" hat :-)
Und dann sind noch die Vorschriften aus Brüssel, mit der Weltrettung. Natürlich kann man auch Trafos mit geringem Eigenverlust bauen. Siehe Klingeltrafo. Natürlich sind die größer als die Wandwarzen. Wo man schon vom Ruhestrom Eier drauf braten kann.
michael_ schrieb: > Und dann sind noch die Vorschriften aus Brüssel, mit der Weltrettung. Die immerhin dafür gesorgt haben, dass nicht jeder Hersteller einen proprietären Anschluss verwendet, sondern das Ladegerät vom Tablet auch fürs Smartphone tut. USB als Ladeanschluss war eine Idee aus Brüssel. Davor machte jeder was er wollte, auch was die Spannungen angeht.
Das hat aber nichts mit der Ablösung der Trafos zu tun. Oder? Übrigens ist dein Standard über den Haufen geworfen. Da kocht jeder wegen der höheren Stromstärke wieder sein eigenes Süppchen.
Peter R. schrieb: > Ein M42-Trafo kann am Netz bei 50Hz nur etwa 4,5W übertragen. Im > Schaltnetzteil mit 40 kHz sinds dann durchaus 100W. Ja, wenn der M42 dann aus Ferrit und nicht aus Blech ist, dann passt das schon, da geht dann sogar noch mehr drüber. Ich habe hier einen Übertrager - 4x4x4cm - 500W gehen damit. H-G S. schrieb: > Ich hatte mal einen CD-Spieler der wohl ersten Generation und der war > defekt weil sich scheinbar der Trafo "verändert" hat :-) Meiner, definitiv erste Generation, läuft noch. Ich habe noch nie einen CD-Player mit defektem Trafo auf dem Tisch gehabt. Muss ein Fabrikationsfehler gewesen sein. michael_ schrieb: > Das hat aber nichts mit der Ablösung der Trafos zu tun. Oder? Doch!? > Übrigens ist dein Standard über den Haufen geworfen. Trotzdem war die Idee dahinter tatsächlich mal gut und richtig. Nicht so wie die vorgeschriebene Größe einer Pizza Napoli von genau 26cm Ø. Deswegen gibt es überall nur noch Pizza Magarita. Vor allem in der L'Osteria ... Gruß Jobst
Hallo mal abgesehen von den rein technischen Äußerungen: Ich hab noch nie soviel Verschwörungstheorien von zornigen, alten (und wohl leider auch rein Biologisch nicht so alten) Männern gehört. Die Böse Industrie und Politik ist wieder am allen schlechten auf der Erde schuld. Wie können Leute mit teilweise hochwertiger fachlich Bildung in einen solch komplexen und anspruchsvollen Bereich wie die E-Technik so einseitig und Vorurteils belasten sein? Jemand
michael_ schrieb: > Das hat aber nichts mit der Ablösung der Trafos zu tun. Oder? Oh - ich sehe gerade, dass Du das auf etwas anderes beziehst. Dann ist die Antwort natürlich nicht 'doch'. Jemand schrieb: > Wie können Leute mit teilweise hochwertiger fachlich Bildung in einen > solch komplexen und anspruchsvollen Bereich wie die E-Technik so > einseitig und Vorurteils belasten sein? Wir können lesen! Sowas steht nämlich auch noch irgendwo von denen aufgeschrieben. Wobei mir gerade nicht ganz klar ist, was Dir aufstößt. Die Politik ist doch gerade noch recht gut weggekommen. Oder meinst Du, man sollte sich darüber aufregen, dass versucht wird Energie zu sparen und Müll zu vermeiden? Gruß Jobst
Die alten Eisentrafos hatten keinesfalls immer das ewige Leben. Dafür sorgte die integrierte Übertemperatursicherung, die irgendwann mal die Primärwicklung endgültig abschaltete. Das war dann auch ein Totalschaden. Ist mir des öfteren schon begegnet.
Siehe Beitrag: Kleinsolaranlage mit einspeisung über Steckdose Rechtens ? Manche könnten mit einen Einspeisung ins Stromnetz einen möglichst großen Schaden verursachen wollen.
Peter R. hat es auf den Punkt gebracht. Die Netzteile sind kleiner und leichter geworden, weil sie kleinere Transformatoren verwenden. Die Transformatoren können kleiner sein, weil sie mit viel höherer Frequenz betrieben werden (typischerweise einige zig kHz oder noch höher). Zuerst richten sie die Netzspannung gleich, dann machen sie daraus wieder eine Wechselspannung mit viel höherer Frequenz. In den 80er Jahren gab es nur wenige kleine Schaltnetzteile, weil die dazu nötigen Bauteile noch sehr teuer waren. Das hat sich inzwischen aber geändert. Kondensatoren sind inzwischen sehr viel kompakter und billiger zu haben. Halbleiter die einige hundert Volt schalten können, sind auch viel billiger geworden. Nun sind wir so weit, dass der Spar-Effekt durch den kleineren Transformator die Mehrkosten für die Schaltung drumherum deutlich übersteigt. Ich denke auch, das Schaltnetzteile allgmeien betrachtet häufiger und schneller kaputt gehen, als die alten Transformatornetzteile. Auch gehen die Gräte hinter den Schaltznetzteilen häufiger kaputt, als bei Transformator-Netzteilen. Ich denke, das nimmt die Industrie wohlwollend in Kauf. In der Regel sollen die Geräte (aus Sicht der Industrie) ja auch nicht viel länger als 2 Jahre nutzbar sein. Wo Zuverlässigkeit oder Langlebigkeit wichtig ist, setze ich noch heute auf Transformator Netzteile und Linear-Regler.
Jemand schrieb: > Wie können Leute mit teilweise hochwertiger fachlich Bildung in einen > solch komplexen und anspruchsvollen Bereich wie die E-Technik so > einseitig und Vorurteils belasten sein? Bildung und Ressentiments schliessen sich nicht aus.
Was schneller kaputt geht, SNT oder Trafos ist wohl nur statistisch zu klären. Wie viel mehr SNT gibt es denn heute im Gegensatz zu der Anzahl von Trafos in früheren Zeiten, wann auch immer diese gewesen sein sollen. Und dann vergleicht bitte auch immer ein Qualitäts- bzw. Preissegment, Der Vergleich von einem Trafo aus einem alten Braun Radio mit einem 1€ Steckernetzteil hinkt gewaltig.
Im alten Braun Radio hatte eine Röhre eine Lebensdauer von 1000h. Im Vergleich war die Lebenssauer des Trafo riesig und der Preis niedrig.
Jemand schrieb: > Wie können Leute mit teilweise hochwertiger fachlich Bildung in einen > solch komplexen und anspruchsvollen Bereich wie die E-Technik so > einseitig und Vorurteils belasten sein? Weil man dank fachlicher Bildung erkennt, was von der Industrie eingespart wird, um ein paar Cent zu sparen und gleichzeitig die Lebensdauer zu begrenzen. Und weil man weiß, wie man es richtig machen müßte...
Hallo aber warum? Auch zu diesen Spiel gehören mindestens zwei Seiten: 1- Die Industrie Hersteller Produzent 2- Der Verbraucher Nutzer Konsument Und wenn der Konsument primär auf das Geld und verwirrender Weise oft gleichzeitig auf den "klingenden" (und teuren) Markennamen schaut, muss der Produzent halt entsprechend Produzieren. Das er die Ware dann letztendlich doch(zu?)teuer verkauft liegt zumindest im privaten Endkunden- und Konsumbereich zum großen Teil daran das sehr viel Geld in Marketing, Werbung, Lizenzkosten und Optischen Design draufgeht und wenig in das eigentliche physikalische Produkt. Man denke nur an die verschiedenen Sportlabels, am angebissenen Apfel, die ganze "High End" Audio Branche, und als Extrem den Aufwand den ein Energiedrinkanbieter (nicht mehr und nicht weniger - nur ein wenig Gesöff!) mit den roten Bullen betreibt. Der Konsument ist viel selbst Schuld an dieses generellen Problem: Er kauft immer weniger ein Produkt das genau dass leistet was wirklich gebraucht wird und schaut kaum noch auf die wirklich wichtigen technischen Daten, sondern viel zu oft "kauft" er nur ein "Lebensgefühl", "Modernität", "mit dazu gehören", "Gut Aussehen", "Lösungen für Probleme die es gar nicht gibt". Schaut euch doch mal irgendeine Werbung für ein Auto an (So ziemlich das teuerste Konsumprodukt was sich ein privater Endkunde leistet) -Es wird durch schöne, frei Landschaft gefahren. -Nebensächlicher Schnick-Schnack wird angepriesen. -Maximal wird noch auf das Raumangebot eingegangen (wenigstens etwas was tatsächlich wichtig ist). -Haltbare und belegbare Technische Details als Werbeargument- nein die gibt es nicht - maximal nur blumige Andeutungen die keinen echten Aussagewert haben. Nein der Produzent, die Industrie usw. ist nicht alleine Schuld an der Qualität vieler Konsumprodukte - das da die Hauptaktionäre Hände reibend und fies lächelnd im Luxusbüro in ihren Anwesen sitzen, wie es sich so manche scheinbar tatsächlich vorstellen, ist nicht wahr. jemand
Jemand schrieb: > das da die Hauptaktionäre Hände reibend > und fies lächelnd im Luxusbüro in ihren Anwesen sitzen, wie es sich so > manche scheinbar tatsächlich vorstellen, ist nicht wahr. Ich glaube auch dass sie eher verschmitzt lächeln!
Oh Bah. Graubartalarm. "Jammerjammer, keine Trafos mehr drin, sondern böse Schaltnetzteile" "Das fühlt sich nicht wertig an, weil es nicht 10kg / Watt wiegt" "früher war alles viel besser". Quark. Früher gabs Mist, heute gibts Mist. Heute gibts nur mehr Mist als früher, weil es mehr billige Elektronik gibt als früher. Aber generell sind die Schaltnetzteile nicht schlechter als der alte Kram, sondern potentiell besser: - geringerer Einsatz von Ressourcen - geringerer Leerlaufverbrauch möglich - höherer Wirkungsgrad möglich - höhere Zuverlässigkeit möglich (man kann das OHNE Elkos bauen) - EMV-Eigenschaften potentiell besser (weniger Netzoberwellen) Wie gesagt - möglich. Bei einem 2€-China-Gerät ist das natürlich alles nicht gegeben, aber das sieht man schon am Preis. Wie immer gilt: You get what you pay for. Ich hab die Trafozeit noch mitgemacht, und bin froh, die 50Hz Eisenschweine los zu sein :-)
Jemand schrieb: > das da die Hauptaktionäre Hände reibend > und fies lächelnd im Luxusbüro in ihren Anwesen sitzen, wie es sich so > manche scheinbar tatsächlich vorstellen, ist nicht wahr. Ich denke auch, das sie nicht die Hände reiben müssen um nicht zu frieren.
Graubartabschneider schrieb: > - EMV-Eigenschaften potentiell besser (weniger Netzoberwellen) Naja dafür um so mehr Oberwellen der Taktfrequenz, welche sie meist giftig abstrahlen, und dessen Unterdrückung einen nicht unerheblichen Aufwand bedeuten. Es gibt nur wenige Schaltnetzteile auf dem Markt, die so gut abgeschirmt und abgeblockt sind das sie nicht im Umkreis von einen halben Kilometer mit jeden KW Empfänger zu hören sind. Ralph Berres
Ralph B. schrieb: > Es gibt nur wenige Schaltnetzteile auf dem Markt, die so gut abgeschirmt > und abgeblockt sind das sie nicht im Umkreis von einen halben Kilometer > mit jeden KW Empfänger zu hören sind. ...und die sind dann typischerweise teurer als die alten "Eisenschweine". Aber um die Existens der "modernen" Billigschaltnetzteil zu wahren, hat man ja jetzt den AM-Rundfunk überwiegend abgeschaltet.
Ralph B. schrieb: > Naja dafür um so mehr Oberwellen der Taktfrequenz, welche sie meist > giftig abstrahlen, und dessen Unterdrückung einen nicht unerheblichen > Aufwand bedeuten. Die kann man, wenn die Schaltung sauber gemacht ist, aber komplett herausfiltern, denn sie liegen weit oberhalb der Netzfrequenz. Auch die Abstrahlung ist ebenfalls sauber hinzubekommen. Und zwar so sauber, dass man mit dem Referenzempfänger überhaupt nichts mehr misst. Warum ich mir das sagen traue? Weil ich solche Dinger schon entwickelt und vermessen habe. Zwar keine Steckernetzeile, aber Schaltungen dafür (also Flyback vom Stromnetz weg). Auch käuflich erwerbbare Schaltnetzteile gibt es in komplett sauber, und sie sind trotzdem billiger als gleichwertige Eisenschweine. --> Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automatisch schlecht
Klar kann man das. Nur die wenigsten Hersteller machen es. Ralph Berres
Graubartabschneider schrieb: > Die kann man, wenn die Schaltung sauber gemacht ist, aber komplett > herausfiltern, denn sie liegen weit oberhalb der Netzfrequenz. Es erfordert einen deutlich höheren Aufwand, ein Schaltnetzteil abstrahlungsfrei zu bekommen als ein 'Eisenschwein', das wird wohl niemand hier bezweifeln. Das Magnetfeld des Wandlertrafos ist kein sinusförmiges und enthält durch die Rechteckansteuerung viel Oberwellen. Selbst wenn man also Netz- und Ausgangsfilter anständig dimensioniert (was nur die wenigsten tun), bleibt noch das Magnetfeld, das nur mit hohem Materialaufwand zu bändigen ist.
Hallo ist das zuverlässig berechenbar, oder gibt es Anteile die man in der Praxis nicht brauchbar vorausberechnen kann? Kann das "jeder" Elektroingenieur (bzw. sollte es zumindest können mit seinen erlernten Wissen) berechnen und entwickeln, oder ist das im kleinsten Detail wenn z.B. 99,9% keine störenden HF Abstrahlungen (und nicht "nur" Einhaltungen von Normen) erzielt werden sollen schon spezielles Wissen einiger weniger Ingenieure und Firmen? Ist also die Entwicklung der Punkt der dafür sorgt das so viele "schlechte" Schaltnetzteile auf den Markt sind - oder sind es die Bauteilkosten? Ich beziehe mich jetzt auf die "typischen" Schaltnetzteile die man als Endanwender zu Hause hat, also wohl in den meisten Fällen >= 1000W mit der deutlichen Überzahl bei Leistungen >>=100W Jemand
Matthias S. schrieb: > Es erfordert einen deutlich höheren Aufwand, ein Schaltnetzteil > abstrahlungsfrei zu bekommen als ein 'Eisenschwein', das wird wohl > niemand hier bezweifeln. Das Magnetfeld des Wandlertrafos ist kein > sinusförmiges und enthält durch die Rechteckansteuerung viel Oberwellen. > Selbst wenn man also Netz- und Ausgangsfilter anständig dimensioniert > (was nur die wenigsten tun), bleibt noch das Magnetfeld, das nur mit > hohem Materialaufwand zu bändigen ist. Das ist nicht richtig. In Summe kommt man immer noch unter den Preis eines Printtrafos. Sonst hätten wir in unseren Geräten nämlich Trafos drin ;-) Zusätzlich werden Verlustleistung, Baugröße und Gewicht deutlich weniger. Damit spart man bei Gehäuse, Mechanik und Platine. Der Wirkungsgrad wird größer, damit fallen die Lüftungsschlitze (und die ganze Verschmutzung innen) weg undundund. Die ganze Welt setzt auf Schaltnetzteile (außer natürlich man hat spezielle Anforderungen) und das deshalb, weil die Vorteile überwiegen. Alleine die Energieeinsparung ist gewaltig. Nur weil heute viel billiger Mist auf dem Markt ist, heißt das nicht, dass das Konzept nichts taugt.
Graubartabschneider schrieb: > Matthias S. schrieb: >> Es erfordert einen deutlich höheren Aufwand, ein Schaltnetzteil >> abstrahlungsfrei zu bekommen als ein 'Eisenschwein', das wird wohl >> niemand hier bezweifeln. Das Magnetfeld des Wandlertrafos ist kein >> sinusförmiges und enthält durch die Rechteckansteuerung viel Oberwellen. >> Selbst wenn man also Netz- und Ausgangsfilter anständig dimensioniert >> (was nur die wenigsten tun), bleibt noch das Magnetfeld, das nur mit >> hohem Materialaufwand zu bändigen ist. > > Das ist nicht richtig. In Summe kommt man immer noch unter den Preis > eines Printtrafos. Sonst hätten wir in unseren Geräten nämlich Trafos > drin ;-) Was kostet den bei euch ein Schaltnetzteil mit einer Ausgangsspannung von 12V und 1Amp Belastbarkeit? Welche maximale Störpegel bis ca 1GHz garantiert ihr auf den Zuleitungen und welche maximal abgestrahlte Feldstärke der Schaltfrequenzen samt Oberwellen? Bei mir müsste sowas in einen Umfeld arbeiten bei welche Spannungen von unter 1uV verarbeitet werden müssen. Bisher habe ich alle Schaltnetzteile konsequent wieder rausgeschmissen weil ich dem Störnebel nicht Herr wurde. Ralph Berres
Ralph B. schrieb: > Was kostet den bei euch ein Schaltnetzteil mit einer Ausgangsspannung > von 12V und 1Amp Belastbarkeit? Welche maximale Störpegel bis ca 1GHz > garantiert ihr auf den Zuleitungen und welche maximal abgestrahlte > Feldstärke der Schaltfrequenzen samt Oberwellen? Die erlaubten Grenzwerte findest Du z.B. in (DIN) EN 55022. Selbst wenn die von dem Schaltnetzteil eingehalten werden, was oft genug nicht der Fall ist, würde ich damit auch keinen hochempfindlichen Radioempfänger speisen wollen ohne zusätzliche Filterung. So ein Schaltnetzteil ist nun mal ein oberwellenreicher Langwellensender im Bereich 1..500Watt. Das kriegt man nicht so gut gedeckelt. Wenn es denn sein muß, verpack das Teil in ein Weißblechgehäuse und stelle alle Verbindungen zur Außenwelt über Durchführungskondensatoren her.
Hat jemand Zvie gesehen? Schön, wenn sich der Thread-Starter nach dem Opening-Post verpieselt.
xgbv schrieb: > Hat jemand Zvie gesehen? > Schön, wenn sich der Thread-Starter nach dem Opening-Post verpieselt. Mal ehrlich: Zvie hat eine Frage gestellt, aus deren Formulierung man sehen kann, dass seine Elektronikkenntnisse nicht sehr ausgeprägt sind. Das ist überhaupt nicht schlimm, man kann ja lernen. Allerdings werden ihm dann Fakten und Pseudofakten derart um die Ohren gehauen, obendrein hauen sich die User auch noch untereinander, da verkriecht man sich doch lieber wieder hinter dem Bildschirm. Old-Papa
Daß Schaltnetzteile ihre Einsatzberechtigung haben steht überhaupt nicht zur Debatte. Das wirkliche Problem mit SNTs ist, daß sie billig sein müssen. Das hat zur Folge, daß viele wichtige Bauteile mit scharfem Bleistift recht knapp bemessen werden. Für Langzeiteinsatz ist das aber überhaupt nicht akzeptabel. Unter Langzeit verstehe ich 10 Jahre oder mehr ununterbrochenen Betrieb. Einzelne Elkos, auch wenn sie für hohe Impulsströme ausreichend bemessen sind, verlieren aber doch über eine lange Zeit ihre guten Eigenschaften und verursachen eines Tages einen mehr oder weniger katastrophalen Ausfall in sich selber und oft in den angeschloßenen Geräten. Deshalb fordere ich, daß nur solche SNTs zum Verkauf zugelassen werden, die diese speziellen Kriterien erfüllen. Ein Elko alleine ist nicht imstande wegen der Alterung diese Langzeitzuverläßigkeit ohne Parallelschaltung zu erfüllen. Ich hatte schon öfters Gelegenheit gehabt industrielle Schaltnetzteile zu inspizieren und man merkt dann welcher Aufwand getrieben wird ein zuverläßiges Netzteil zu konstruieren. Dort werden auch für jeden Ausgang parallel geschaltete hochwertige Elkos verwendet. Die Industrie will nichts weniger als unbedingte Zuverläßigkeit mit Ausfallraten im Promillebereich und mindestens 10 Jahre+ an Lebensdauer. Dann seht Euch mal die Konsumer SNTs an. Ist in Mehrzahl der Fälle absoluter minimalistischer Dreck. Da wir wirklich an allen Ecken gespart. Kein Wunder, daß so viele Leute nur schlecht darüber denken. Ich habe nichts gegen SNT Wandwarzen solange sie alle Forderungen erfüllen die man als Fachmann erwartet. Aber das ist heutzutage eine Seltenheit. Die älteren SNTs waren wesentlich aufwendiger wie die modernen. Wir hatten mal einen Blitzschlag in der Nähe. Die billig SNTs gingen alle kapputt und die industriellen Teile merkten nicht einmal was passierte. Auch die Linearen NT überlebten alle. Anstatt SNTs zu demonisieren sollte man die Geschäftsleute für diese Tatsache anprangern und verantwortlich machen die nicht erlauben Konsumerprodukte mit hochwertige Qualität herzustellen. Diese Tatsache macht sich auch stark im Bereich der TVs und Monitore bemerkbar die hohe SNT Ausfall Statistiken haben. Auch sind die Störstrahlungen eine Katastrophe. LED und Sparlampen sind absolute Störschleudern. Ich brauchte mal ein LT NT für einen Dell LT. Das Original ist drei mal schwerer wie ein China Ersatzteil. Da kaufte ich dann danach ein Original Dell Nt weil mir das Risiko des $12 China Dell Nt doch zu hoch war. Rein nach Gewicht;-) ich wollte es nicht riskieren einen hochwertigen Lt durch ein potenziell minderwertiges NT in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Ich wollte vor ein paar Monaten meinen 24" Monitor reparieren. Da ging im 5V Nt der hochwertige zu knapp bemessene Ausgangs Elko nach nur 5 Jahren kaputt. Das interessante an dieser Sitiatuon war, daß ich nur schwer einen äquivalente Elkoo im Handel finden konnte. Diese Art von Elkos werden nicht einmal von Digikey und Co gelagert und haben hohe MPQs. In anderen Worten, wir dumme Konsumer SOLLEN GAR NICHT unsere TVs und Computer Monitore reparieren. Deshalb maches sie es uns so schwer. Genug gesagt...
Graubartabschneider schrieb: > Auch die Abstrahlung ist ebenfalls sauber hinzubekommen. Und zwar so > sauber, dass man mit dem Referenzempfänger überhaupt nichts mehr misst. > > Warum ich mir das sagen traue? > Weil ich solche Dinger schon entwickelt und vermessen habe. Zwar keine > Steckernetzeile, aber Schaltungen dafür (also Flyback vom Stromnetz > weg). > > Auch käuflich erwerbbare Schaltnetzteile gibt es in komplett sauber, und > sie sind trotzdem billiger als gleichwertige Eisenschweine. > > --> Nur weil etwas neu ist, ist es nicht automatisch schlecht Bitte nenne mir eine Quelle wo man Schaltnetzteile mit den von dir zugesagten Eigenschaften kaufen kann, und zwar zu einen erschwinglichen Preis.( Also nicht viel teuerer als ein Trafonetzteil ). Ralph Berres
Ralph B. schrieb: > Bitte nenne mir eine Quelle wo man Schaltnetzteile mit den von dir > zugesagten Eigenschaften kaufen kann, und zwar zu einen erschwinglichen > Preis.( Also nicht viel teuerer als ein Trafonetzteil ). > > Ralph Berres Schau mal bei PULS, also hier: http://www.pulspower.com/home/ Die erfüllen die Normen immer, zumindest jene, die ich auf dem Tisch gehabt habe. Ob du sie bezahlbar findest, weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung, was die kosten, ich muss die nicht kaufen. Was den Preis für unsere Netzteile angeht: Das ist schwierig zu sagen. Die sind immer auf anderen Platinen integriert. Z.B. auf einer Motorsteuerung (welche in Etwa 120€ kostet, also Produktionskosten...). Hier macht der Flyback aber eher weniger aus, die Motorsteuerung hat >500W ;-) Jedenfalls komme ich für 24V 2A auf rund 15€ BOM-Kosten, das bekommt man mit einem Trafo-NT niemals hin *1). Es kommt nämlich dazu, dass ein Netztrafo (bei dieser Leistung) noch eigens befestigt werden muss, wohingegen der Flyback mit allem Drum und dran fix auf der Platine ist. Alleine die Mechanik für die Trafobefestigung kostet schon ein paar €, das sind dann Blechteile die produziert werden müssen, Kabel die angeklemmt werden müssen usw usf. Die Mechanik des Flyback ist quasi gratis, der sitzt einfach auf dem Netzboard mit drauf.
Naja Ich habe mir mal das Puls ML30.102 angeschaut. Das Hutschienennetzteil wäre das einzigste Netzteil was für meine Anwendungen halbwegs passen würde. Die anderen sind hoffnungslos überdimensioniert. ( Ich benötige 12V 1Amp ). Das kostet immerhin schon 85 Euro. Ein längsgeregeltes Netzteil nicht mal die Hälfte http://www.funk-shop.de/30_kfz-netzteile/30_kfz_netzteile_uebersicht.htm Ich unterstelle jetzt einfach mal das es HFmäßig nicht stört ( obwohl die EN600X Normen ja nur Mindestanforderungen festschreibt ). Für das halbe Geld bekomme ich aber auch ein längsgeregeltes Netzteil Anschlussfertig, welches garantiert keine HF Störungen verursacht. Ralph Berres
> Deshalb fordere ich, daß nur solche SNTs zum Verkauf zugelassen werden...
Du solltest in die Politik gehen. Da wird täglich gefordert, was das
zeug hält.
Aber am Ende gilt immer noch der Spruch von Carla Columna, der rasenden
reporting in Benjamin Blümchen: "Papperlapapp, Geld regiert die Welt".
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