Mikroskop gesucht zum löten

Gast #4866655
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Hallo @all

Ich könnte zum Löten von ein Mikroskop gebrauchen.
Hab ein wenig rumgefuchtelt und mir könnte jenes gefallen.
Wie ist eure Meinung dazu?

http://www.ebay.de/itm/Eschenbach-Stereomikroskop-Mikroskop-Microscope-Stereo-Mikroskop-/111757255549?hash=item1a0540637d:g:vYwAAOSwT6pV4cIx
Gast #4866667
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Habe mir letzte Woche dieses Teil BRESSER Biorit ICD CS Stereomikroskop 
bei Völkner (Artikelnummer Y610741) geholt. Kostet dort 256,-€. Habe 
damit auch schon einige Lötarbeiten auf einem µC Board erledigt. Ging 
sehr gut.
Das Teil gibt es auch bei Conrad bzw. Bresser, kostet dort aber ca. 50€ 
mehr. Denke mal das es für den Hausgebrauch OK ist und auch das 
Preis/Leistungsverhältnis ist denke ich mal in Ordnung. Klar Zeiss oder 
Leitz haben sich noch bessere optische Eigenschaften sind aber für den 
Privatgebrauch zu teuer.
Gast #4866979
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Turtle schrieb:
> Hallo @all
>
> Ich könnte zum Löten von ein Mikroskop gebrauchen.
> Hab ein wenig rumgefuchtelt und mir könnte jenes gefallen.
> Wie ist eure Meinung dazu?
>
> 
http://www.ebay.de/itm/Eschenbach-Stereomikroskop-Mikroskop-Microscope-Stereo-Mikroskop-/111757255549?hash=item1a0540637d:g:vYwAAOSwT6pV4cIx

ob der lange arm geschickt ist? sobald man da durchsehen will verschiebt 
man doch die optik… oder nicht?
Gast #4867022
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Jörg M. schrieb:
> Reicht für das Hobby-Löten nicht auch sowas:
>
> ebay: 390973802033
>
> Könnte ich mir sogar leisten, ohne Ärger von der Regierung zu bekommen.

Klar, zum löten reicht ja auch ein aufgeheizter Schraubenzieher....
Im Ernst, für einfache Dinge reicht das Ding vieleicht, aber wenns bei 
einer Fehlersuche um kalte Lötstellen an winzigen SMD geht, dann geht 
nichts über eine gute Stereolupe. Zumindest für ein normales 
Bastler-Budget.

Old-Papa
#4867059
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Wenn schon eine Lupenbrille, dann so eine Optik wie sie Zahnärzte 
tragen. Die Zahnarzt-Lupenbrillen der hiesigen Optik-Anbieter kosten 
zwar auch abschrechende Summen, aber wenn man so ein Teil als 
Arbeitsmittel stundenlang täglich auf der Nase hat, lohnt sich die 
Ausgabe.

Davon gibt's aber auch preisgünstige oder auch billige Exemplare aus 
China - die dortigen Zahnmedizin-Studenten wollen ja auch etwas sehen 
können.

Ich habe so ein Teil für ca. 50 EUR, die Vergrößerung ist stärker als 
bei einer 10 Dioptrien-Lupe und der Sehabstand liegt bei 42cm. Der 
Sichtbereich ist allerdings nur nur gut so groß wie ein Daumennagel, der 
Umgang damit erfordert daher etwas Übung.
Gast #4867108
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Zeno schrieb:
> Habe mir letzte Woche dieses Teil BRESSER Biorit ICD CS Stereomikroskop
> bei Völkner (Artikelnummer Y610741) geholt. Kostet dort 256,-€.

Für diesen Preis ist dieses Stereomikroskop eine klare Empfehlung
Einzig die Beleuchtung scheint in der heutigen LED Zeit
ein wenig antiquiert.

'0201' kann man klar als große Duplo-Bausteine wahr nehmen ;-)
Gast #4867187
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Rufus Τ. F. schrieb:
> So ziemlich das obere Ende in Sachen Komfort ist so etwas hier:
>
> 
http://www.visioneng.de/produkte/stereomikroskope/mantis-elite-3d-okularloses-inspektionsmikroskop

Rechtfertigt der Komfort  einen 'unteren vierstelligen' Mehrpreis ??
Finde ich nicht - das Bresser Mikroskop erfüllt den Zweck allemal!

Wir reden hier von Prototypen Bestückung, Fehlersuche aber
nicht von stundenlangen Qualitätskontrollen.
(so habe ich den TO verstanden)
Gast #4867935
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Das Mikroskop ist optisch und mechanisch (der Arm ist teurer als die 
Optik) sicher gut genug. Ich würde trotzdem 2 verschiedene Dinge nehmen:

1) eine Tischlupe zum Basteln/Löten (diese tellergroßen Dinger mit 
Beleuchtung drumherum)

2) ein normales, kompaktes Mikroskop für einzelne Finepitch-Kontrollen 
oder -Flickereien. Und hierbei einen beweglichen Schraubstock, also z.B. 
einen, der einfach nur 2kg schwer ist und dadurch nicht festgeschraubt 
sein braucht.

Das Sichtfeld eines Mikroskops ist einfach zu klein, das Scharfstellen 
zu aufwendig.
Gast #4868025
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Achim S. schrieb:
> Das Mikroskop ist optisch und mechanisch (der Arm ist teurer als die
> Optik) sicher gut genug. Ich würde trotzdem 2 verschiedene Dinge nehmen:
>
> 1) eine Tischlupe zum Basteln/Löten (diese tellergroßen Dinger mit
> Beleuchtung drumherum)

So mach ich das auch. Dabei unbedingt auf Glaslinse beim Kauf achten. 
Billigheimer haben Kunststoff, bei unvermeidlichen Zinnspritzern große 
Kacke!

> 2) ein normales, kompaktes Mikroskop für einzelne Finepitch-Kontrollen
> oder -Flickereien.

Genau dafür (Flickereien) braucht man eigentlich und unbedingt eine 
Stereolupe. Kein Stereomikroskop, das ist was anderes!
Mit einer Stereolupe kann man in 3D sehen, mit einem Mikroskop nur in 
2D.
Ein Stereomikroskop kann auch 3D, ist aber unpraktisch, da der Abstand 
Objekt zu Okular meist sehr gering ist. Dafür ist dessen Vergrößerung 
gigantisch, aber auch unpraktisch. Ein leichtes Zittern und man muss 
erstmal wieder die Lötspitze (Löthammer im Mikroskop) im Bildausschnitt 
suchen.
Eine Stereolupe hat einen viel größeren Abstand Objekt/Okular, dafür 
allerdings auch eine viel kleinere Vergrößerung (genialer Satzbau).
Zur Fehlersuche reicht diese aber allemal.

Old-Papa
Gast #4868063
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Old P. schrieb:
> Ein Stereomikroskop kann auch 3D, ist aber unpraktisch, da der Abstand
> Objekt zu Okular meist sehr gering ist.

Das Bresser hat 230mm zwischen Objekt und Objektiv, was zum Löten völlig 
ausreichend ist.
Man kann gut darunter arbeiten.

Das Bresser hat zwei Vergrößerungen 10x und 20x. 20x ist völlig 
ausreichend. Da sieht man schon Materialstrukturen.
Größere Vergrößerungen können unter Umständen besser sein, aber das 
Ganze wird dann auch empfindlicher (unter Umständen unruhigeres Bild) 
z.B. bei Erschütterungen, Vibrationen etc. Bei größeren Vergrößerungen 
ist meist auch das Bildfeld kleiner. Es kommt halt darauf an was man 
machen will.
Gast #4868064
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Tischlupe mit 8 Dioptrin habe ich, hat mir nicht gereicht, bzw. kommt 
man mit keinem Werkzeug richtig drunter. Das nervt.
Dieses Mikroskop hat 160mm Arbeitsbereich, da komm ich sogar mit ner 
Steinel drunter. ;-)
Nun ist es da, hab vorhin mal rumgespielt, nicht übel. Jetzt kann ch den 
Essigfliegen wenigstens die Haare auszupfen. :-D
Stereolupe hab ich auch, ging mir aber um ein Mikroskop.
Dank nochmal...

@cyborg Danke..
Gast #4868370
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So, nun muss ich mich wohl etwas korrigieren.
In meiner Lehre (is laaaange her) haben uns die Lehrmeister immer 
eingebläut, dass ein Stereodingens mit nur einer großen Linse unten 
(erkennbar am großen Kopf unten) und darüber zwei Tubussen eine 
Stereolupe ist. Ein Stereomikroskop dagegen habe auch unten einen 
Doppelopjektivrevolver. Die Dinger (wir hatten dort beide Varianten) mit 
dem Objektivrevolver hatten eine vielfach höhere Vergrößerung und man 
konnte nur flache Dinge sinnvoll betrachten (Teileoberflächen z.B.). Mit 
den "Lupendingern" dagegen eben auch höhere (ich "prüfte" damit z.B. 
Typenhämmer von Schreibmaschinen)
Jetzt bin ich mal durch Wiki und andere Wissensseiten gestolpert und 
muss lesen, dass man (heute?) beide Begriffe durchaus auch für beides 
benutzt. So ändern sich die Zeiten oder die Lehrmeister haben damals 
Blödsinn erzählt. Aber was sitzt, das sitzt ;-)
Zumindest ist eine zu hohe Vergrößerung Mist und ein einfaches Mikroskop 
fast nutzlos zum löten. Bei dem Einfachdingens ist auch noch alles 
seitenverkehrt, Lötprügel nach links erscheint im Bild nach rechts. 
Intuitiv arbeiten geht anders.

Old-Papa
Gast #4868587
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Turtle schrieb:
> Vielen Dank für eure Antworten.
> Ganz kurzfristig hat sich die Gelegenheit bei Kleinanzeigen ein Euromex
> zu bekommen. Geht bis 45 Fach. Ist mit Kamera und Monitor gewesen.

Das ist aus meiner subjektiven Sicht ist dieses Mikroskop ein Fehlkauf 
:-(
(da du es zum Löten / arbeiten brauchst)
Dies ist der Grund warum das von dir genannte Bresser Mikroskop
sich Arbeitsmikroskop nennt, während das von dir letztlich beschaffte
ein Untersuchungsmikroskop ist.

Schaue dir mal den Arbeitsplatz eines Uhrenmachers an.
Da wirst du feststellen dass seine Unterarme komplett auf dem Tisch
aufliegen, praktisch auf derselben Ebene wie sein 'Objekt' (z.B. 
Taschenuhr).

Dasselbe gilt beim Prototypenbau von SMD - Elektronik wo 0402, 0201 und
Fine Pitch zum Einsatz kommen.

Sollte es aber sein dass du 'so tief' gar nicht einsteigen willst,
dann kauf die eine Sehhilfe mit mindestens 3 Dioptrien,
oder eine Lupenbrille bei Conrad die tut es dann auch.
#4869929
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Die Lupenbrille war ein Fehlkauf, wr hatten es hier schon mal davon. Da 
hilft auch kein bekannter Markenname.

Für mich ist an einem Stereomikroskop wichtig, das ich auch schräg 
zwischen die Pins eines TQFP schauen kann, um dort Lötkügelchen zu 
sehen. Viele Mikroskope sind leider so gebaut, dass man nur senkrecht 
von oben schaut.
Die Platine schräg zu legen ist ein sehr unpraktische Behelfslösung.
Gast #4870564
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Christoph K. schrieb:
> Für mich ist an einem Stereomikroskop wichtig, das ich auch schräg
> zwischen die Pins eines TQFP schauen kann

Ich finde es sogar ganz wichtig!

Christoph K. schrieb:
> Viele Mikroskope sind leider so gebaut, dass man nur senkrecht
> von oben schaut.
> Die Platine schräg zu legen ist ein sehr unpraktische Behelfslösung.

Nachdem man ein Arbeitsmikroskop sehr gut in der Höhe verstellen kann,
stellt das schräg legen der Platine eigendlich kein grosses Hindernis
dar.
Die Platine wird einfach mit ein oder zwei Plastelinkugeln fixiert -
geht wunderbar.
Man macht sowas ja nicht am Tag 10 mal.
Gast #4870683
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Mir reichen wie gesagt Lupe und Mikroskop völlig aus.

In der Firma haben wir allerdings auch so ein Okularloses 3D-Mikroskop 
(wie z.B. 
http://www.visioneng.de/produkte/stereomikroskope/mantis-elite-3d-okularloses-inspektionsmikroskop, 
das scheint ähnlich)

Die sind wirklch hammermäßig. Das Objekt wirklich in 3-D auf einer Art 
Bildschirm, klar, schärfentief, hell. Du kannst die Platine natürlich in 
Echtezeit darunter bewegen.
Gast #4875482
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Ich hatte mal aus einem Feldstecher zwei Linsen ausgebaut (saßen im 
Mittelteil, ca. 2,5cm Durchmesser) und in ein Brillengestell eingefügt. 
Die Vergrößerung war genau passend zum Verlöten von Kleinstbauteilen.
Die Abstände zum zu betrachtenden Objekt waren ausreichend groß bei sehr 
guter Vergrößerung und bester Betrachtungsqualität.

Leider ist eine Linse mal aus der Fassung herausgesprungen und dabei 
zerfallen. Die Hersteller kleben bekanntlich mehrere Linsen zu einer 
Gesamtoptik zusammen. Schade! Jetzt kann ich nur noch einseitig 
vergrößert gucken, verwende das Ding aber trotzdem weiterhin.

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