Gast
#4867424
Ich möchte eine von den vergangenen Feiertagen übriggebliebene Lichterkette an ein 12V-Solarsystem anschliessen. Bisher wurde die aus 100 parallelgeschalteten LEDs bestehende Kette aus einer 4.5V-Batterie versorgt. Der Strom betrug etwa 100mA, die Spannung knapp 3V. Ich habe dazu einen billigen China-LED-Treiber modifiziert, ähnlich diesem hier: http://www.ebay.de/itm/AC-DC-12V-1-3W-LED-Driver-Power-Supply-LED-Light-Constant-Current-Driver-Hot/152335329751?_trksid=p2045573.c100642.m3226&_trkparms=aid%3D555014%26algo%3DPL.DEFAULT%26ao%3D1%26asc%3D38052%26meid%3D2990a6a4075d4fb39735e5346cae6a75%26pid%3D100642%26rk%3D1%26rkt%3D1%26 Die Schaltung beruht auf einem IC SC34063, das anscheinend mit dem bekannten MC34063 identisch ist. Ich habe den simplen Schaltplan analysiert, s. Anhang. Den bei DC überflüssigen Brückengleichrichter am Eingang habe ich entfernt, um unnötigen Spannungsverlust zu vermeiden. Vom SC34063 wird nur die Strombegrenzung über R benutzt, der Spannungsfühlereingang liegt auf Masse. Da der LED-Strom des Originaltreibers mit 600mA zu hoch war, habe ich R durch 2.7Ohm ersetzt. Laut Datenblatt sollte dann ein mittlerer LED-Strom von 110 mA fliessen. Nun funktioniert die Schaltung bis zu Betriebsspannungen von ca. 10V recht gut, die Stromaufnahme beträgt 33mA, der LED-Strom ca. 100mA bei einer Flussspannung von 2.9V. Immerhin ein Wirkungsgrad von knapp 90 %, was besser ist, als ich erwartet habe. Leider wird die Regelung bei Spannungen über 10V instabil und der Regler schaltet permanent auf Durchgang. Der Strom steigt dann auf über 300mA an, so dass die Strombegrenzung des Netzgeräts zuschlägt. Woran könnte das liegen? Mein erster Verdacht ist, dass die Spule in die Sättigung geht, was andererseits eigentlich kaum möglich ist. Schliesslich ist der Strom ca. 5 mal niedriger als in der Originalschaltung. Es scheint daran zu liegen, dass der Oszillator des SC34063 plötzlich aussetzt, aber warum tut er das?
