Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ADC/DAC Selbsttest


von waelder (Gast)


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Hallo,

Folgendes Ausgangsproblem:
Ich hab einen 8-Kanal ADC mit einem vorgeschaltetem Spannungsteiler 
(Verhältnis 1:15). Der ADC kann dementsprechend Messungen bis knapp 50V 
durchführen (hinter dem Spannungsteiler ist der Maximalwert dann 
irgendwo unter 3,3V).
Des weiteren hab ich einen 2-Kanal DAC der Werte bis ca. 20V ausgeben 
kann.

Nun soll das System einen Selbsttest durchführen können (der Grund dafür 
ist etwas seltsam, aber es soll halt so sein ;-) )
Das heißt: Jeweils vier ADC-Channel sollen auf einen DAC-Channel 
geschalten werden. Dann werden die Messergebnisse ausgewertet. 
(Währenden dem Selbsttest liegen natürlich keine externen Spannungen am 
ADC an).
Im Anhang ist ein kleines Prinzipschaltbild für eine DAC-Channel und 
vier ADC-Channel (das ganze wäre also noch doppelt).

Das Problem ist nun das "dynamische Zusammenschalten".
Steuern würde ich das ganze gerne über einen GPIO (0V/3.3V).
Im Normalzustand (kein Selbsttest) sollen sich ADC und DAC nicht 
gegenseitig beeinflussen, egal welche Spannungskombinationen anliegen.
Beim Selbsttest sollten ADC und DAC möglichst ohne Qualitätsverluste 
verbunden sein. Die DAC-Spannung beim Selbsttest ist relativ egal, 
sollten aber optimaler weise 2-3 verschiedene Werte sein.

Welches Schaltelement soll ich zum Zusammenschalten am Besten verwenden 
(bzw. wie soll es beschaltet werden)?
Ich bin leider überhaupt kein Experte was MOS-FET's, Bip-Transistor und 
Dergleichen angeht, deshalb wäre ich froh, wenn ihr mir ein paar 
wichtige Eckdaten angeben könnten, auf die ich achten müsste (falls 
sowas in überhaupt in Frage kommt).

Danke im Voraus!

Schöne Grüße
waelder

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Relais?

von Georg (Gast)


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waelder schrieb:
> deshalb wäre ich froh, wenn ihr mir ein paar
> wichtige Eckdaten angeben könnten, auf die ich achten müsste

Das geht ja aus deiner Schaltung schon hervor: die Schalter müssen 50 V 
vertragen, und dazu was sonst noch so auf den externen Leitungen 
passieren kann. Die Schalter sind ja der Umwelt direkt ausgesetzt und 
nicht wie die ADC-Eingänge durch Widerstände geschützt. Damit scheiden 
viele integrierte Halbleiterschalter schon mal aus. Am problemlosesten 
wären wohl Reedrelais.

Nebenbei bemerkt, wenn ADC und DAC die gleiche Referenzspannungsquelle 
verwenden, ist der Selbsttest nur bedingt aussagefähig.

Georg

von waelder (Gast)


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Danke für die schnellen Antworten.

Eigentlich wollte ich auf mechanische Bauteile verzichten. Relais wären 
also nur eine Notfall-Lösung.

Zum Thema Umwelteinflüsse:
Das Gerät wird im ESD-Geschützten-Laborbereich eingesetzt. Die höchsten 
vorkommenden Spannungen sind ~35V, bis 50V ist also noch etwas Reserve.
Dementsprechend kann ich solche Einflüsse also fast ausschließen.

Das Gerät hat natürlich zwei Referenzspannungsquellen ;-)

Trotzdem danke für die Antworten.

von Flachpfeife (Gast)


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> Das Gerät hat natürlich zwei Referenzspannungsquellen ;-)

natürlich ?

von waelder (Gast)


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Flachpfeife schrieb:
> natürlich ?


"Natürlich" ist vielleicht etwas unpassend ausgedrückt.

Die ADCs liefert der Microcontroller, der eine interne Referenzquelle 
besitzt.
Der DAC ist ein seperater Baustein, der speziell für höhere Spannungen 
ausgelegt ist und per I2C angesteuert wird. Dieser hat eine 
20V-Referenzquelle (bin mir aber grad nicht mehr sicher ob es genau 20V 
sind, aber zumindest sowas in die Richtung)

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