Forum: Haus & Smart Home "Autostart" Heizwärmekörper


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von Christian S. (chris72160)


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Hallo,

ich habe einen Heizwärmekörper. Das ist so ein Teil mit lackierten 
Rohren, an den man z.B. Handtücher aufhängen kann.

Unten am Heizwärmekörper ist bei meinem Modell eine Regelelektronik 
verbaut, mit der über einen Taster und einem Drehregler diverse 
Einstellungen getätigt werden können.

Aufgrund einer EU-weiten Regelung bzgl. des Einschaltverhaltens von 
Heizwärmekörpern dürfen sich diese nicht durch den Anschluss an 220V 
selbstständig einschalten. Sprich, wenn der Heizwärmekörper mit einer 
Steckdose verbunden wird, wird der Heizstab nicht heiss. Er wird auch 
dann nicht heiss, wenn die hierfür zu betätigende Taste beim Einstecken 
gedrückt gehalten wird.

Mein Ziel ist es jedoch den Heizwärmekörper dazu zu bringen, dass sich 
der Heizstab unmittelbar nach dem Einstecken aufheizt. Bzgl. sämtlicher 
sich daraus ergebender Folgen bin ich mir im klaren, so dass diese nicht 
Gegenstand dieses Threads sein brauchen.

Aufgrund meiner gesammelten Kenntnisse im Bereich der Programmierung auf 
der Arduinoplattform ging ich davon aus, dass ich mehr oder weniger 
einfach einen kleinen Prozessor im Regelelektronikgehäuse platziere, der 
mir den zu betätigenden Taster eine zu definierende Zeit, nach dem 
Verbinden mit dem Stromnetz "durchschaltet, so dass die Regelelektronik 
denkt, jemand hätte den Taster gedrückt.

Dieses Unterfangen scheitert meinerseits momentan zunächst einmal daran, 
dass offenbar keine Masse/GND auf der Platine vorhanden zu sein scheint, 
womit ich erstnal nicht klar komme.

Zudem fehlen mir die Kenntnisse, um sagen zu können, ob und wo ich die 
benötigte Spannung/ den benötigten Strom für den zu implementierenden 
Prozessor abgreifen könnte.

Ich wäre für Links und/oder Hinweise, welche zu einer Lösung beitragen 
könnten wirklich sehr dankbar.

Gruß Chris

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von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Christian S. schrieb:
> Heizwärmekörper

Seltsamer Begriff. "Elektrischer Handtuchwärmer" ist gängiger.

Für die "Regelung" von so einem Ding erscheint mir die abgebildete 
Platine beeindruckend aufwendig zu sein. Was ist das für ein IC neben 
dem Relais?

von Christian S. (chris72160)


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Guten Morgen,

auf dem IC steht "1026AA FIKOA".

Gruß Chris

von vn nn (Gast)


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Dein Kenntnisstand ist die absolut perfekte Voraussetzung, um an 230V 
herumzuspielen.

Oder so.

von Christian S. (chris72160)


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Freue mich auf weitere konstruktive Antworten.

Gruß Chris

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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> am Heizwärmekörper ist bei meinem Modell
Hersteller (nach CE Kennzeichen):
Model (nach CE Kennzeichen):

> Regelelektronik verbaut, mit der über einen Taster und einem Drehregler
> diverse Einstellungen getätigt werden können.
Welche Einstellungen können denn getätigt werden?

Ich kenne Funktionen wie :
Temperaturregler 20...50 C
und Boostfunktion: auf 50 C mit hinterlegtem Nachlauf (xy h)


> Aufgrund einer EU-weiten Regelung bzgl. des Einschaltverhaltens von
> Heizwärmekörpern dürfen sich diese nicht durch den Anschluss an 220V
> selbstständig einschalten
Quelle?
Das eine Termosicherung verbaut sein muss ist mir bekannt. 
Oberflächentemperatur max 50 C ist mir auch bekannt.
Ein Devirail von Danfoss saugt Strom sobald Spannung anliegt. Ein 
Devirail H20 z.B. 20 W. Nix Regelung, nix Boost, 20 W nix weiter.

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (chris72160)


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Heizkörper:
Hersteller: Bemm
Model: Ares Elektro 1720x580 1000W

Heizstab inkl. Elektronik (offenbar extern gefertigt):
Hersteller: Advanced Heating Solutions
Model: MCT11614 Thesis Plus - W - CL1 2000W

Die von Dir beschriebenen Funktionalitäten decken sich mit denen dieses 
Geräts. Es gibt einen Drehregler für die Vorwahl der Temperatur. 
Zusätzlich kann der Heizkörper via "Boostfunktion" schnell aufgeheizt 
werden.

Eine Quelle kann ich Dir bzgl. der EU-weiten Vorgabe nicht nennen, da 
mir der Hersteller dies lediglich telefonisch mitgeteilt hat. Er sagte 
zudem, dass es Heizstäbe ohne Regelelektronik geben würde, die aus 
dieser EU-Vorgabe ausgeklammert wären. Ich jedoch möchte meinen bereits 
gekauften Heizstab umbauen und nicht einen der einfacher augebauten 
kaufen müssen um das eingangs beschriebene Problem in den Griff zu 
bekommen.

Gruß Chris

von Jupp (Gast)


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µC für einen Tastendruck - oh weia.

Spannung über Taster messen. Passenden Elko parallel dazu.

von ... (Gast)


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Es würde vermutlich reichen, eine kleine Einschaltverzögerung mittels 
Relais parallel zum Schalter zu klemmen. Das wird aber vermutlich zu eng 
in diesem Gehäuse (Sicherheitsabstände 230V).

Alternativ könnte man das ganze in ein größeres Gehäuse packen und 
einfach ein 230V Zeitrelais benutzen (also den Schließer/Öffner parallel 
zum genannten Taster). Etwas klobig vielleicht, aber eine schnelle und 
saubere Lösung.

Ich störe mich aber etwas am Verwendungsort. Bei Feuchtigkeit (Bad) 
sollte man wissen, was man macht. Nicht, dass sich Feuchtigkeit irgendwo 
sammelt. Hier ist auf jeden Fall erhöhte Vorsicht im Umgang mit 230V 
geboten!

---------------------------------------

Offtopic:

vn nn schrieb:
> Dein Kenntnisstand ist die absolut perfekte Voraussetzung, um an 230V
> herumzuspielen.

Darf ich wissen, woran du das zu erkennen vermagst?

Warum sollte ein E-Meister keine Ahnung von 230V haben, nur weil er sich 
nicht mit Elektronik auskennt? Oder umgekehrt: Warum sollte ein 
Elektronikentwickler die gleichen 230V Kenntnisse haben wie ein 
E-Meister?

Immer dieses rumgenöle. Ein einfacher Hinweis hätte es auch getan.

Die Sicherheit des TO lag dir sicher nicht am Herzen. Dir ging es nur 
darum, irgendwelchen Käse hier abzulassen...

Das musste ich mal loswerden.

von Christian S. (chris72160)


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Jupp schrieb:
> µC für einen Tastendruck - oh weia.
>
> Spannung über Taster messen. Passenden Elko parallel dazu.

Kannst Du "passender Elko" etwas genauer beschreiben?

Gruß Chris

von Joey5337 (Gast)


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https://prota.info/
Könnte den Knopf drücken ohne dass in das Gerät eingegriffen werden 
muss.

von Christian S. (chris72160)


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Viel zu teuer und zudem hässlich.
Das kann nicht die Lösung sein.

Gruß Chris

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (chris72160)


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Wenn der Taster gedrückt wird, liegen 4,33V am verbauten IC an.

Die Elko-Lösung scheidet aus, da da ja dann der Taster aus Sicht des ICs 
permanent gedrückt gehalten werden würde.

Da dies so nicht erwünscht ist, habe ich mittlerweile einen ATtiny85 so 
programmiert, dass einer seiner Pins nach vier Sekunden für eine Sekunde 
auf HIGH liegt.

Nun fehlt mir "nur noch" das Wissen darüber, wo ich am Besten den Strom 
für den ATtiny abgreife und welchen Transistor (ja, mit entsprechend 
dimensioniertem Widerstand) ich zum Durchschalten am Ausgang des ATtinys 
nehme.

Bin nach wie vor für jeden Tipp dankbar.

Gruß Chris

PS: Is scho a bissle zäh hier. ;)

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (chris72160)


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Würde es aus Eurer Sicht helfen, wenn ich noch ein paar detailliertere 
Bilder der Elektronik hochladen würde?

Gruß Chris

von Blinky (Gast)


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Das sind jetzt alles Vermutungen:

Der Gelbe Block könnte ein Kondensator sein (Google nach 
Kondensatornetzteil) links im Bild davon könnte dann die Gleichrichtung 
und Stabilisierung mit Elkos sein. Wenn dem so ist, liegt die gesamte 
Schaltung bei eingestecktem Stecker des Gerät ohne galvanische Trennung 
auf Netzpotential!

von zsgxcgfj (Gast)


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Blinky schrieb:
> Der Gelbe Block könnte ein Kondensator sein (Google nach
> Kondensatornetzteil) links im Bild davon könnte dann die Gleichrichtung
> und Stabilisierung mit Elkos sein. Wenn dem so ist, liegt die gesamte
> Schaltung bei eingestecktem Stecker des Gerät ohne galvanische Trennung
> auf Netzpotential!

Und damit bleibt bei dem Wissensniveau des OT nur eine Empfehlung: Lass 
die Finger davon.


zsgxcgfj

von Christian S. (chris72160)


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zsgxcgfj schrieb:
> Lass
> die Finger davon.

Auf keinen Fall. :D

Gruß Chris

von Brummbär (Gast)


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Blinky schrieb:
> Der Gelbe Block könnte ein Kondensator sein (Google nach
> Kondensatornetzteil) links im Bild davon könnte dann die Gleichrichtung
> und Stabilisierung mit Elkos sein. Wenn dem so ist, liegt die gesamte
> Schaltung bei eingestecktem Stecker des Gerät ohne galvanische Trennung
> auf Netzpotential!

Das sieht für mich auch so aus.

Netzpotential ist aber so lange ungefährlich, bis man direkt anfässt.
Also Anfassen nur wenn der Netzstecker raus und der Kondensator entladen 
ist!

Parallel zum Taster wird ein kleines Reedrelais angeschlossen. Damit 
wäre es erst einmal egal, wie der Taster verschaltet ist.

Bleibt noch das Problem der Spannungsversorgung.
Am besten die Schaltung aufzeichnen. Dann kann man schnell erkennen, wie 
das Netzteil genau aufgebaut ist und wo man die Versorgung für den 
zusätzlichen Prozessor abnehmen kann.

Einfach blind irgend etwas durchmessen, birgt die Gefahr sich zu 
vermessen oder gar abzurutschen. Das tut im leichtesten Fall etwas 
länger weh, im schweren nur kurz.

von Brummbär (Gast)


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Ach ja, ein Hinweis für eine potentiellen Entnahmepunkt für die 
Versorgung des Prozessors könnte der dicke Elko links oben sein. Daran 
hängt sicherlich ein Widerstand und eine Z-Diode folgen. An der Z-Diode 
liegt dann die gesuchte Versorgungsspannung.

Ach ja: Wenn es brennen sollte, wird nicht mehr der Hersteller der 
Heizung haften.

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