Schwellspannung Schottky-Diode

Gast #4871269
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Hallo,
ich bin leider ein Anfänger, wenn es um analoge Schaltungen geht.
Ich würde dennoch gern wissen, wo ich genau bei einer Schottky-Diode die 
Schwellspannung im Datenblatt finden kann. Es gibt ja selbst bei 
Schottky-Dioden unterschiedliche Schwellspannungen, wo her weiß ich, 
welche Schwellspannung meine rausgesuchte Diode besitzt.

Danke für eure Hilfe.

beste Grüße
Jens
#4871278
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Jens schrieb:
> Es gibt ja selbst bei
> Schottky-Dioden unterschiedliche Schwellspannungen, wo her weiß ich,
> welche Schwellspannung meine rausgesuchte Diode besitzt.

Das ist keine Schwelle, sondern eine stromabhängige Kurve. In einem 
ordentlichen Datenblatt sollte diese Kurve stehen.
Aber Achtung: diese Kurven sind oft "nur" typische Werte bei 25°C. 
Temperaturabhängigkeit und Exemplarstreunung muss man dann noch 
zusätzlich "hineinschätzen".
Gast #4871288
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rk schrieb:
> Ich muss zugeben, dass ich das Wort "Schwellspannung" zum
> allerersten
> Mal höre.
> Ich vermute, dass damit die Durchlassspannung oder Forward Voltage
> gemeint ist.

Ich meine mit Schwellspannung die threshold voltage oder auch 
Diffusionsspannung (diffusion voltage)
Gast #4871300
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Dietrich L. schrieb:
> Jens schrieb:
>> Es gibt ja selbst bei
>> Schottky-Dioden unterschiedliche Schwellspannungen, wo her weiß ich,
>> welche Schwellspannung meine rausgesuchte Diode besitzt.
>
> Das ist keine Schwelle, sondern eine stromabhängige Kurve. In einem
> ordentlichen Datenblatt sollte diese Kurve stehen.
> Aber Achtung: diese Kurven sind oft "nur" typische Werte bei 25°C.
> Temperaturabhängigkeit und Exemplarstreunung muss man dann noch
> zusätzlich "hineinschätzen".

Okay, d.h. ich schaue mir im Datenblatt das Diagramm von IF 
(Durchlassstrom) zu UF (Durchlassspannung), also die Diodenkennlinie in 
Durchlassrichtung, bei meiner gegebenen Temperatur an und kann dann 
ungefähr die Spannung ablesen bei der ein Strom (IF) fließt. Diese 
Spannung müsste dann "ungefähr" meiner Schwellspannung entsprechen, 
richtig?
#4871326
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Jens schrieb:
> Dietrich L. schrieb:

>> Das ist keine Schwelle, sondern eine stromabhängige Kurve. In einem
>> ordentlichen Datenblatt sollte diese Kurve stehen.
>> Aber Achtung: diese Kurven sind oft "nur" typische Werte bei 25°C.
>> Temperaturabhängigkeit und Exemplarstreunung muss man dann noch
>> zusätzlich "hineinschätzen".
>
> Okay, d.h. ich schaue mir im Datenblatt das Diagramm von IF
> (Durchlassstrom) zu UF (Durchlassspannung), also die Diodenkennlinie in
> Durchlassrichtung, bei meiner gegebenen Temperatur an und kann dann
> ungefähr die Spannung ablesen bei der ein Strom (IF) fließt.

So weit, so unstreitig.

> Diese Spannung müsste dann "ungefähr" meiner Schwellspannung
> entsprechen, richtig?

Noch einmal: es gibt keine Schwelle. Ergo auch keine Schwellenspannung. 
Was es gibt, ist die Durchlaßspannung. Und die ist u.a. abhängig vom 
fließenden Strom. Wenn dein Strom konstant ist und wir alle anderen 
Abhängigkeiten (z.B. von der Temperatur) mal ignorieren, dann ist die 
Flußspannung auch konstant und vermutlich der Wert, den du suchst.

Die Bezeichnung "Schwellspannung" ist mindestens irreführend, weil sie 
die Existenz einer Schwelle impliziert.

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