Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Welcher Bus und Belegung für Tragschienen?


von Andreas (Gast)


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Ich trolle mich gerade dabei herum mit den verschienden µC Bussen und 
Feldbussen und Connect zum PC via FTDI zu experimentieren.

Dafür möchte ich gerne verschiedene Steckmodule bauen, welche 
miteinander über einen Hutschienenbus verbunden sind und stecke in der 
absoluten Entscheidungskriese bzgl. Bussystem, weil man sich da ja doch 
langfristig festlegt und alles so sein Für und Wider hat.

Als Gehäuse stelle ich mit das Phonix Contact ME MAX inkl. Busverbinder 
vor.

1.) Klappt der I2c unter solchen Bedingungen? µC <-> µC bei 400kHz+?

2.) Wenn ja, klappt es auch noch, wenn Clockstretching nicht unterstützt 
wird? (Raspi)

3.) Gibt es halbwegs günstige und machbare Bus-Alternativen im Gbit 
Bereich? (machbar = Geld, Menge Bauteile, Leistung ATmega@12MHz o.ä. .. 
Tiny ...)

4.) Gibt es Quasi Standards für solche Hutschienenbusse? (Belegung ich 
dachte an: GND, +24V +5V, TX, RX bzw. SDA, SCL bzw. CanH, CanL)

Wie habt Ihr das erfolgreich umgesetzt?

Danke vorab.
Andreas

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Andreas schrieb:
> Als Gehäuse stelle ich mit das Phonix Contact ME MAX inkl. Busverbinder
> vor.
>
> 1.) Klappt der I2c unter solchen Bedingungen? µC <-> µC bei 400kHz+?
Ich wüßte nicht, was dagegen spricht. Die paar cm Verbindung und die 
Steckverbinder werden I2C auch bei 400kHz kaum stören.

> 2.) Wenn ja, klappt es auch noch, wenn Clockstretching nicht unterstützt
> wird? (Raspi)
Was hat das damit zu tun? Clockstretching ist die Möglichekit eines 
Slaves, den Clockimpuls zu verlängern weil er für interne Verarbeitungen 
mehr Zeit braucht.
Ein Master, der das nicht unterstützt, wird mit solch einem I2C-Slave 
nicht zurechtkommen.

> 3.) Gibt es halbwegs günstige und machbare Bus-Alternativen im Gbit
> Bereich? (machbar = Geld, Menge Bauteile, Leistung ATmega@12MHz o.ä. ..
> Tiny ...)
Gbit und ATMenga oder Tiny? Muß ich jetzt nicht verstehen...

Gruß aus Berlin
Michael

von Andreas (Gast)


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Morgen Michael:

Danke für Deine Antwort.

2µC zu verbinden ist das eine, aber ein stabiles System aus USB unter 
Windows, µC und externerm Bus (z.B. Echtzeit CAN Pereferie im Bereich 
1GBit/s) ist eine andere Hausnummer.

Da möchte ich nach und nach hin und jetzt nicht von der Architektur 
falsch anfangen.

ich kenne mittler Weile fast alle BusSysteme, aber es fehlt mir an 
praktischer Langzeit-Erfahrung mit so komplexen Gebilden. ich hoffe der 
ein oder andere hier, hat da einen Tip aus der Praxis.

von A. S. (Gast)


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Ich sehe zwischen Deiner Ausgangsfrage, dem wo du hin willst und 
Begriffen wie langzeiterfahrung wenig Zusammenhang.

Um z.b. I2C "langfristig" abzuschätzen, musst Du eine maximale Länge, 
Teilnehmertopologie und Frequenz festlegen. Erst dann kannst du Treiber 
und Verbinder danach auslegen und Durchsatz abschätzen.

Wenn ein Master allerdings kein Cstretching kann, bleibt es gebastelt.

von Wolfgang (Gast)


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Andreas schrieb:
> 3.) Gibt es halbwegs günstige und machbare Bus-Alternativen im Gbit
> Bereich? (machbar = Geld, Menge Bauteile, Leistung ATmega@12MHz o.ä. ..
> Tiny ...)

Träum weiter. Du kennst die Bedeutung von "Gbit"?

von Andreas (Gast)


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okok ich sehe schon, ich wollte nicht so weit ausholen.

Also ich möchte ein System bauen, in dem auf der einen Seite 
Echtzeitbusse (CAN, PB usw.) hängen und auf der anderen Seite die PC 
Welt mit USB, WLAN, ETH usw.. Also nicht tunneln, sondern asychron 
kommunizieren.

Z.B. auf dem PB mitsniffen und anzeigen auf PC. Oder Steuerungsdaten auf 
PC generieren und auf eine SPS schieben.

Für die jeweilige Anwedung die Module selber bauen (just for fun, weils 
mich interessiert) oder Umsetzer kaufen.

Ich suche den elektrischen Bus dazwischen, der möglichst schnell ist, 
möglichst einfach aufzubauen, möglichst günstig ist und der auch bei 
leichten elektromagnetischen Störungen, wie sie sicher auf einem nicht 
geschrimten Hutschienenbus vorhanden sein werden, hinreichend gut 
funktioniert.

Ich möchte nicht auf CAN gehen, weil mir das eigentlich zu aufwändig 
ist.

Grundsätzlich ist die Topologie des Systems aber angedacht, wie die von 
CAN Knoten, die jeder teilintelligent vor sich hinwerkeln.

Reicht der I2C dafür oder habe ich am Ende z.B. so viele defekte 
Datenpakete, dass ich mir das besser gleich abschminke?

Wenn abschminken: Welcher Bus wäre eine besser Alternative?

von Schorsch X. (bastelschorsch)


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I2C wird auf eigener (leidvoller) Erfahrung nicht funktionieren. Wenn 
irgendwelche Leistungsschalter klicken ist es aus mit der Kommunikation. 
CAN ist doch heute auch kein Problem mehr, hat fast jeder Controller 
drinne. Und was im Auto funktioniert, ist auf alle Fälle sehr 
störunanfällig. Da ist natürlich nix mit GBit, aber das halte ich eh für 
sehr sportlich. Und einfach "mal was auf eine SPS schieben", ebenso...

von Andreas (Gast)


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Schorsch X. schrieb:
> I2C wird auf eigener (leidvoller) Erfahrung nicht funktionieren.

Ich hatte es befürchtet. Danke Dir sehr für die Antwort! (auch wenn ich 
mir eine andere gewünscht hätte ;-) )

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