Forum: HF, Funk und Felder Hat jemand Serviceunterlagen zum HP 4195A?


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von Tobias P. (hubertus)


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Hallo,

ich habe einen HP 4195A Spektrum/Netzwerkanalysator. Das Gerät hat eine 
Macke, nämlich bricht das Ausgangssignal im Bereich über 150 MHz 
zusammen. Ich wollte mal mit Hilfe des Service Manuals 
(http://www.doe.carleton.ca/~nagui/labequip/speca/4195A%20Service%20Manual.pdf) 
versuchen, den Fehler einzugrenzen. Ab Seite 26 des Manuals wird von 
einem Block Diagram gesprochen, auch im Inhaltsverzeichnis wird ein 
'Overall Block Diagram' erwähnt. Leider findet sich im gesamten Service 
Manual dieses Overall Block Diagram nicht.

Ich wollte daher anfragen, ob jemand hier über die kompletten 
Serviceunterlagen zum 4195A besitzt und mir das Block Diagram einscannen 
könnte. Denn ich denke ohne Block Diagramm wird ein Reparaturversuch 
ziemlich schwierig, da man im Service Manual zwar die ganzen Assemblies 
und Schemaics findet, aber natürlich keine Ahnung hat, wie die 
miteinander verbunden sind.

: Verschoben durch Admin
von hp-freund (Gast)


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Bist Du sicher das die nicht das auf Seite 40/406 meinen?

von Tobias P. (hubertus)


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Lustig :-) ich habe das PDF runtergeladen, aber irgendwie fehlt da die 
Seite?!

von hp-freund (Gast)


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Merkwürdig!

von hp-freund (Gast)


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Hier noch mal das originale Original ;-)

http://literature.cdn.keysight.com/litweb/pdf/04195-90200.pdf

von Tobias P. (hubertus)


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hp-freund schrieb:
> Merkwürdig!

:-) das ist echt lustig. Es scheint an meinem PDF-Reader (Evince) zu 
liegen. Im entsprechenden PDF wird diese Seite einfach nicht angezeigt, 
es kommt aber auch kein Error. Wenn ich das PDF hingegen in Firefox 
darstellen lasse mit dem Firefox-eigenen PDF-Plugin, dann geht es 
lustigerweise und ich bekomme ein schönes Blockdiagramm angezeigt. 
Wirklich merkwürdig!

von hp-freund (Gast)


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Es kommt noch besser, siehe Bild.

von Tobias P. (hubertus)


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Hi,

nochwas fällt mir ein. Ich würde gerne eine Kalibrierung meines 4195A 
vornehmen. Die meisten Kalibrierungsschritte kann man mittels manuellem 
Abgleich von Potis und dergleichen vornehmen, aber es gibt ein paar 
Dinge, wofür man ein HP BASIC Programm braucht. Hat jemand dieses 
Programm noch?

von hp-freund (Gast)


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von Tobias P. (hubertus)


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Nein, da habe ich schon rein geschaut und habe nichts brauchbares 
gefunden. Der Abgleich funktioniert so, dass man einen HP Desktop 
Rechner mit GPIB gebraucht hat, welcher mit dem 4195A verbunden war. 
Zusätzlich hat man am GPIB auch noch ein Powermeter angeschlossen. Der 
4195A hat dann die einzelnen Frequenzen durch gesweept, mit dem 
Powermeter wurde die Ausgangsleistung gemessen und über den GPIB wurde 
dann der ausgelesene Wert zum 4195A übertragen, welcher die 
Korrekturfaktoren für den ALC Loop und so weiter berechnete. Der Rechner 
mit dem BASIC Programm diente nur zur Ablaufsteuerung. Zwar habe ich 
keinen solchen Rechner, aber ich hätte mir den BASIC Code mal 
vorgenommen und hätte das dann in Python oder ähnlich versucht 
nachzubauen, denn damit kann man über einen GPIB-Adapter auch mit 
GPIB-Geräten kommunizieren.

von hp-freund (Gast)


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Leider sind bei meiner Katastrophe auch alle links verloren gegangen.

Ich kann mich aber erinnern das einen ganze Sammlung von HP Programmen 
auf einem ftp Server einer Uni in den USA im Angebot war.

Ob der 4195A dabei war weiss ich aber auch nicht :-(

von hp-freund (Gast)


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Du kannst natürlich einfach mal anfragen, auch wenn ich selbst nie 
richtig Glück hatte:

http://www.keysight.com/main/contactInformation.jspx?nid=-536900573.536880111.00&lc=ger&cc=DE&pageMode=PSE

von hp-freund (Gast)


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Es reicht vielleicht schon wenn Du die Part Number von dem Basic 
Programm erfährst.

von Bert 0. (maschinist)


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Die Teilenummer dazu ist 04195-65009. Siehe auch 4195A Maintenance 
Manual, S. 3-128.

Bevor man jedoch zum Einsatz dieses Programms kommt, muß man zuvor 
etliche Analogwerte überprüfen und ggf. korrigieren, wozu man weitere 
Instrumente wie Signalgenerator, Spectrumanalyzer, zweiten VNA und jede 
Menge Zubehör wie Adapter, Kabel und Power-Splitter benötigt.

Ich habe mir den Abgleich auch schon angesehen, aber ob des schieren 
Aufwandes wegen diese Aktion auf meinen späteren Ruhestand verschoben. 
Hoffentlich hält der 4195A noch solange durch... ;-)


Gruß... Bert

von Tobias P. (hubertus)


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hp-freund schrieb:
> Du kannst natürlich einfach mal anfragen, auch wenn ich selbst nie
> richtig Glück hatte:
>
> 
http://www.keysight.com/main/contactInformation.jspx?nid=-536900573.536880111.00&lc=ger&cc=DE&pageMode=PSE

ja, das habe ich schon gemacht. Aus Erfahrung weiss ich, dass man sicher 
nie Glück hat, wenn man eine private Email-Adresse benutzt, also habe 
ich meinen IEEE-Account verwendet, aber auch das hat nichts gebracht, 
leider.

hp-freund schrieb:
> Es reicht vielleicht schon wenn Du die Part Number von dem Basic
> Programm erfährst.

Die Part-Nummer wusste ich schon und habe auch danach gegoogelt. Ausser 
einem Post in einem Forum, wo jemand anderes das selbe Programm sucht, 
findet man gar nichts, leider.

Bert 0. schrieb:
> Bevor man jedoch zum Einsatz dieses Programms kommt, muß man zuvor
> etliche Analogwerte überprüfen und ggf. korrigieren, wozu man weitere
> Instrumente wie Signalgenerator, Spectrumanalyzer, zweiten VNA und jede
> Menge Zubehör wie Adapter, Kabel und Power-Splitter benötigt.
>
> Ich habe mir den Abgleich auch schon angesehen, aber ob des schieren
> Aufwandes wegen diese Aktion auf meinen späteren Ruhestand verschoben.
> Hoffentlich hält der 4195A noch solange durch... ;-)
>
> Gruß... Bert


Das stimmt :-) Die Reparatur und Kalibrierung des 4195A wird mein 
nächstes Projekt. Das nötige Messequipment habe ich alles (VNA, Spec) 
oder kann es bei meinem AG ausleihen. Nur eben dieses BASIC Programm ist 
das Problem. Allerdings mache ich mir auch ein wenig Sorgen um den 
EEPROM. Ich hoffe sehr, dass er nicht plötzlich vergesslich wird, das 
wäre der absolute Albtraum, gesetzt den Fall dass sich das 
BASIC-Programm nicht auftreiben lässt.

von Maik .. (basteling)


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.der angesprochene Server mit dem HP spezifischen Programen würde mich 
auch interessieren.


Wie Bert O. verschiebe ich die Neukalibrierung eines HP8753 auch schon 
seit geraumer Zeit (Jahre).

Bezüglich nötiger Software im Zweifel ebay USA befragen (dort habe ich 
vor Jahren einen HP8753A Kalibriersoftwaresatz erstanden - jetzt fehlt 
noch der passende Sternzeitrechener)


Aus persönlicher Erfahrung kannich den HP Service in Deutschland 
empfehlen. Die haben mir vor 10 Jahren problemlos Schaltungsunterlagen 
zugesendet. Habe mich aber auch gleich am Telfon als Student zu erkennen 
gegeben. (VNA Schaltpläne..)


Sehr ergiebig ist auch die Yahoo Newsgroup agilent equipment.
Dort treiben sich viele der Geräteentwickler herum, und helfen gern. Hat 
mir bei einem HP8510 sehr gehilft.

Dann gibt es noch einen US Schaltplanservice, der teils nicht im Netz 
verfügbare Reparaturhandbücher auf Bauteileben von HP zu eher günstigen 
Preisen als scan-pdf sehr schnell versendet -> Artekmedia.


Soviel zu meinen HP empfehlungen. Viel Spaß beim Basteln.


P.S. : für meine Kalibrierung suche ich noch einen  HP Powermetermeßkopf 
(mit der niedrigeren unteren Grenzfrequenz - nicht bis 18GHz). Die 8481 
mit 18GHz führt zu einem Kalibrierabbruch. Falls da wer was zu veräußern 
hat- her damit.

vg

Maik


Nachtrag :
Tobis : zu Deier Eprom Angst
Bei mir war in meinem HP8753 Ersatzgerät das Kalibrierdaten EEprom 
kaputt, jedoch nur ein Bit. Ging unbemerkt immer noch.
Für die normalen DatenEproms gibt es im HP Agilent Equipment Yahoo Forum 
für viele Geräte die Dateien auch verschiedener Softwarestände zum 
herunterladen.

: Bearbeitet durch User
von hp-freund (Gast)


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Hab noch mal kurz nach dem ftp Server gesucht, leider noch nicht 
erfolgreich. Falls der überhaupt noch existiert.
Oft ist es so das es persönliche Seiten von Studenten sind die mit deren 
Abschluss verschwinden.

Aber hp hat auch ftp:

ftp://ftp.hp.com/pub/

Vielleicht gibt es da ein paar Schätze.

von Автомат К. (dermeckrige)


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Tobias P. schrieb:
> Zwar habe ich
> keinen solchen Rechner, aber ich hätte mir den BASIC Code mal
> vorgenommen und hätte das dann in Python oder ähnlich versucht
> nachzubauen, denn damit kann man über einen GPIB-Adapter auch mit
> GPIB-Geräten kommunizieren.

Es gab bis vor kurzem ein mehrteiliges Videotutorial von Agilent auf 
YouTube, um Messgeräte via Python über GPIB zu steuern. Das ganze war 
sehr idiotensicher als Schritt-für Schritt Anleitung erklärt (Python + 
PyVISA, Anaconda & Spyder). Ich habe das Ganze ausprobiert und es hat 
hervorragend funktioniert.

Offensichtlich hat jedoch KeySight seinen Agilent-YouTube-Kanal 
abgeschaltet und damit die Videos gelöscht :-(

Auf die Schnelle fand ich diesen Thread, ich denke es hilft Dir weiter: 
http://www.eevblog.com/forum/beginners/python-%28how-to-start-on-winxp-to-control-meters-via-gpib-interface%29/

Python + GPIB halte ich selbst auch als die beste Lösung um alte HP 
Basic-Scripte nachzuprogrammieren oder generell die Instrumente zu 
steuern.

von Soul E. (souleye)


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hp-freund schrieb:
> Du kannst natürlich einfach mal anfragen, auch wenn ich selbst nie
> richtig Glück hatte:
>
> 
http://www.keysight.com/main/contactInformation.jspx?nid=-536900573.536880111.00&lc=ger&cc=DE&pageMode=PSE

Wenn das Gerät aus der Wartung raus ist, hat Keysight keine Unterlagen 
mehr.

Bei http://www.eevblog.com/forum/ sind einige HP - Agilent - 
Keysight-Mitarbeiter aktiv, die sich selber regelmässig darüber 
beklagen, dass ihr Arbeitgeber schon wenige Jahre nach Einstellung des 
Supports alle Unterlagen und Ersatzteile entsorgt. Die offizielle 
Begründung dafür sei, dass alles was Miete koste und kein Geld einbringe 
rausfliegt. Wirtschaftlich, aber nicht bastlerfreundlich.

Besagte HP-Kollegen sind aber im allgemeinen durchaus bereit, privat zu 
helfen. Daher wäre die Frage des TO im eevblog-Forum besser aufgehoben.

von Bert 0. (maschinist)


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Hallo Tobias,

habe gerade Deine Anfrage zum 4195A in der Yahoogroup "HP-Agilent" 
gesehen:
Hast Du immer noch das Problem mit dem fehlenden Ausgangssignal ab 
150MHz?

Ich würde hier stark auf Baugruppe A44 "Source Output Filter" in der 
Measurement Unit, oberes Chassis, tippen. Dieses enthält ein 
Tiefpaßfilter <150 MHz sowie drei diodengeschaltete Bandpässe 150-225 
MHz, 225-340 MHz und 340-500 MHz. Die Selectleitungen zu diesen Filtern 
kommen alle von BG A51, sind diese Signale korrekt, wenn die 
entsprechende Frequenz erzeugt wird?

Ist nur ein Bereich, z.B. der BP 150-225MHz betroffen? Dann im Filter 
selbst schauen, ob die Tune-Spannung für die Kapazitätsdioden richtig 
mitläuft.

Das Servicehandbuch hast Du ja...


Gruß... Bert

von Tobias P. (hubertus)


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Bert 0. schrieb:
> Hallo Tobias,
>
> habe gerade Deine Anfrage zum 4195A in der Yahoogroup "HP-Agilent"
> gesehen:
> Hast Du immer noch das Problem mit dem fehlenden Ausgangssignal ab
> 150MHz?
>
> Ich würde hier stark auf Baugruppe A44 "Source Output Filter" in der
> Measurement Unit, oberes Chassis, tippen. Dieses enthält ein
> Tiefpaßfilter <150 MHz sowie drei diodengeschaltete Bandpässe 150-225
> MHz, 225-340 MHz und 340-500 MHz. Die Selectleitungen zu diesen Filtern
> kommen alle von BG A51, sind diese Signale korrekt, wenn die
> entsprechende Frequenz erzeugt wird?
>
> Ist nur ein Bereich, z.B. der BP 150-225MHz betroffen? Dann im Filter
> selbst schauen, ob die Tune-Spannung für die Kapazitätsdioden richtig
> mitläuft.
>
> Das Servicehandbuch hast Du ja...
>
>
> Gruß... Bert



Hallo Bert,
danke für den Tip. Jetzt, wo ich das Blockdiagramm habe, sehe ich auch, 
dass das Problem dort sein könnte. Meine Idee war allerdings, von der S1 
oder S2 Buchse aus das Signal zurück zu verfolgen durch die einzelnen 
Baugruppen, bis ich den Punkt finde, wo es nicht mehr passt. Ich hatte 
schon vor ca. 2 Jahren mal den Analyzer geöffnet und habe probehalber 
bei dem einen Filter von A44 an einer Abstimmschraube gedreht. Das hat 
am Frequenzgang in der Tat etwas geändert. Ich habe es dann aber sein 
lassen, weiter herum zu pröbeln, weil ich damals noch nicht ausreichende 
Messmittel zur Verfügung hatte, was aber jetzt anders ist.

Ein weiterer Verdächtiger könnte auch der ALC Loop sein, unten rechts 
beim A44 Block.

Am PLL wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht liegen, denn dieser 
könnte ja nicht locken im Bereich um 150 MHz, wenn es da Probleme mit 
der Amplitude gäbe. Also muss das Problem ausserhalb von A10 liegen. A60 
kann es auch nicht sein, der funktioniert tadellos.

Nun gut, ich werde übers Wochenende mal einen Versuch starten. Ich frage 
mich allerdings gerade, was man machen würde, falls z.B. eine der 
Kapazitätsdioden defekt wäre. Ersatz dürfte schwierig zu beschaffen 
sein, da dies ja HP-eigene Teile sind.

von Bert 0. (maschinist)


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Hallo Tobias,

schau Dir erst die ext. Signale, d.h. die Select-Leitungen zur Anwahl 
der vier Filter sowie die Abstimmspannungen an!

Es ist schon markant, daß Dein Fehler ab 150 MHz auftritt, wo auch genau 
der Übergang vom Tiefpaß zum ersten Bandpaß liegt.

Ich glaube nicht, daß die Filter selbst defekt sind und wenn, dann eher 
die PIN-Dioden als die Varicaps.
Ist tatsächlich eine Varicap defekt, mußt Du eine intakte mit ausbauen 
und vermessen, danach dann einen Ersatztyp suchen.

Die Filterbank ist glücklicherweise noch vor dem Pegeldetektor 
angeordnet, d.h. alle Pegeländerungen werden noch vom Pegeldetektor 
erfaßt und ausgeglichen, daher sind Reparaturen in den Filtern von BG 
A44 unkritisch.

Falls Du Vergleichsmessungen gegen einen intakten 4195A brauchst, sag 
mir Bescheid!


Gruß... Bert

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


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Bert 0. schrieb:
> Hallo Tobias,
>
> schau Dir erst die ext. Signale, d.h. die Select-Leitungen zur Anwahl
> der vier Filter sowie die Abstimmspannungen an!
>
> Es ist schon markant, daß Dein Fehler ab 150 MHz auftritt, wo auch genau
> der Übergang vom Tiefpaß zum ersten Bandpaß liegt.
>
> Ich glaube nicht, daß die Filter selbst defekt sind und wenn, dann eher
> die PIN-Dioden als die Varicaps.
> Ist tatsächlich eine Varicap defekt, mußt Du eine intakte mit ausbauen
> und vermessen, danach dann einen Ersatztyp suchen.
>
> Die Filterbank ist glücklicherweise noch vor dem Pegeldetektor
> angeordnet, d.h. alle Pegeländerungen werden noch vom Pegeldetektor
> erfaßt und ausgeglichen, daher sind Reparaturen in den Filtern von BG
> A44 unkritisch.
>
> Falls Du Vergleichsmessungen gegen einen intakten 4195A brauchst, sag
> mir Bescheid!
>
>
> Gruß... Bert




Hallo Bert,

bin erst jetzt wieder dazu gekommen, mir meinen 4195A nochmals genauer 
anzuschauen. Was ich bisher verschwiegen hatte war, dass es eigentlich 3 
Einbrüche in der Amplitude gibt.

Der erste ist zwischen 150 und 171 MHz. Dort fällt die Oszi-Amplitude 
auf nahezu 0 V ab. Der zweite Einbruch liegt zwischen 225 und 265 MHz 
und der dritte bei 340..403 MHz. Dort fällt die Amplitude nicht komplett 
auf 0 V ab, aber ist sicher ca. um 40..50 dB tiefer. Geöffnet habe ich 
das Gerät noch nicht, aber es fällt auf, dass die untere Grenzfrequenz 
von den Bereichen, wo die Amplitude einbricht, jeweils mit der unteren 
Grenzfrequenz eines der Tiefpässe übereinstimmt. Ich halte es jedoch 
auch für sehr unwahrscheinlich, dass alle drei Tiefpässe defekt sind. 
Wäre es wohl möglich, dass die Filter einfach verstimmt sind durch 
altersbedingte Staub-Ablagerungen?

Ich werde jedenfalls am Wochenende den Analyzer nochmal öffnen. Da ich 
ja jetzt ein Blockschaltbild habe ;-) kann man das Signal von den 
Ausgangsbuchsen S1 oder S2 auf der Frontplatte schön durch die einzelnen 
Blöcke zurück verfolgen. Irgendwo muss man ja dann den Fehler finden 
können. Ich denke auch, dass die Chancen gut sind, eine Reparatur 
durchzuführen, da ja alles diskret ist. Dumm ist, wenn eine dieser 
speziellen HP-Varaktordioden oder so etwas abgeraucht ist. Aber auch da 
liesse sich sicherlich Ersatz finden. Bei einem digitalen IC siehts dann 
aber ganz schlecht aus. Das wird hier aber nicht der Fall sein, denke 
ich.

von Bert 0. (maschinist)


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Hallo Tobias,

aha, mit diesen geschilderten Symptomen kannst Du das A-44 Filterboard 
bereits wieder abhaken, da liegt der Fehler höchstwahrscheinlich nicht:

Die drei Bandpässe werden ja über die Kapazitätsdioden beim Sweep 
durchgestimmt, kontrolliert über die BPF-L-TUNE, BPF-M-TUNE und 
BPF-H-TUNE Abstimmspannungen, die alle vom A-51 Board kommen.

Alle drei Abstimmspannungen haben einen gemeinsamen Ursprung auf der A51 
Baugruppe: Das Schieberegister U19 (74HC595) erhält die digitale 
Frequenzinformation seriell von der CPU (BG A-8) und liefert sie 
parallel an U18, einem AD7523JN Digital-/Analogwandler, der daraus die 
analoge Abstimmspannung generiert.

Diese wird zunächst mit einem OPAMP aus U16 (TL074) gepuffert, dann mit 
den drei weiteren OPAMPs in U16 auf drei Gegentaktverstärker verteilt. 
Die jeweils verstärkten Signale daraus liefern die besagten 
Abstimmspannungen für die drei Bandfilter.

Da offensichtlich alle drei Abstimmspannungen nicht korrekt erzeugt 
werden, solltest Du auf der BG A-51 zuerst die Versorgungsspannungen 
kontrollieren, beteiligt sind +12V, -12V und +49V für die Endstufen. 
Diese Spannungen kommen von BG A-50, die +49V werden von dort 
durchgereicht, für die +12V und -12V sitzt dort je ein Längsregler. Auch 
die +5V für Schieberegister und DAC überprüfen!

An Pin 14 vom U16 liegt die gepufferte DAC-Spannung an, kontrollieren, 
ob die bei einem Sweep von 150 MHz bis 225 MHz korrekt mitgesweept wird.

Ist sie an dieser Stelle korrekt darstellbar, liegt der Fehler in den 
Puffer- oder Endstufen (Versorgungsspannungen?), ist sie hier bereits 
fehlend oder statisch, kann das Schieberegsister oder der DAC defekt 
sein, vorher aber die +5V w.o. prüfen!

Eine nahezu identische Schaltung (Schiebereg., DAC, Puffer, Treiber, 
Endstufen) findest du übrigens nochmal auf BG A-51, hier stimmt sie die 
Bandpässe des Empfängerzweiges durch. Ideal für Vergleichsmessungen!


Gruß... Bert

von Tobias P. (hubertus)


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Ja, du könntest schon recht haben. Wenn ich natürlich auf so einem Board 
rum messen muss, muss ich mir zuerst mal ein Extenderboard machen (wenn 
ich mich recht erinnere kommt man an die PCBs nicht ran, wenn sie 
montiert sind). Ich hoffe der DAC ist noch i.O., denn dieser ist 
abgekündigt ;-)


Edit:
habe mal im "SPECTRUM" mode den S1 Ausgang mit dem Receiver verbunden 
und den Trackinggenerator eingeschaltet. Damit kann man schön sehen, wie 
die Amplitude bei ca. 150 MHz einbricht. Bei den anderen Frequenzen 
sieht es in etwa gleich aus.

: Bearbeitet durch User
von Bert 0. (maschinist)


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Extenderboard brauchst Du zum Messen ja nicht unbedingt, löte einfach an 
die relevanten Testpunkte je ein Drähtchen, dazu noch eine Masse 
rausführen, dann kannst Du das Board wieder einbauen und trotzdem außen 
messen.

Der serielle Bus zum Schieberegister kommt übrigens doch nicht direkt 
von der CPU auf A-8, sondern wird nochmal über A-50 geführt und dort mit 
einem 74HC541 gepuffert. Auch eine Fehlermöglichkeit, die Du überprüfen 
solltest.

Wegen des DACs und obsolet: Fang erstmal bei allen oben aufgezählten 
Versorgungsspannungen an, bevor Du Dich mit den Spezialteilen 
beschäftigst! Erfahrungsgemäß ist ein defekter Tantal, der eine 
Versorgungsspannung killt wesentlich häufiger als ein z.B. defekter DAC. 
Ich gehe stark davon aus, daß Du nach Kontrolle der 
Versorgungsspannungen auf A-51 und A-50 schon klarer siehst.


Gruß... Bert

von Tobias P. (hubertus)


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Hi Bert,

so habe mal alle Versorgungsspannungen gemessen. Wie ich befürchtet 
habe, sind die alle In Ordnung. OK statt 49V sind es 50V, aber das 
sollte für die eigentliche Funktion ja noch nicht so einen grossen 
Unterschied machen. Die Transistoren auf A51 sind ca. handwarm, heiss 
wird nichts. Die Signale BPF_*SLCT schalten zwischen -10V und +10V um, 
wie es beschrieben ist. Die Signale BPF_TUNE sweepen zwar, aber sie 
gehen nicht bis -12V runter, sondern bis ca. -3 und wandern dann hoch.

Ich such mal ein bisschen weiter..........

Edit: habe noch die Oszibilder von den Selectsignalen und den 
Tune-Signalen angehangen. Grün jeweils select, gelb jeweils tune.

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


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So, ich bin ein Schritt weiter:

Habe mal den Test 51 ausgeführt (Source BPF Tuning DAC Data Set). Damit 
kann man direkt einen Binärwert in den DAC U18 schreiben. Ich habe das 
verifiziert, indem ich verschiedene Werte zwischen 0 und 255 für DAC 
Data benutzt habe, und dann die logischen Pegel an den Eingangspins von 
U18 gemessen habe. Die richtigen logischen Pegel liegen an.

Danach habe ich die Ausgangsspannung an Pin 14 von U16 gemessen. Bei DAC 
Data = 0 liegen, erwartungsgemäss, 0V an. Bei DAC Data = 255 kommen 
-6.3V raus (das könnte meiner Meinung nach passen?!). Bei DAC Data = 1 
kommt aber nicht -6.3V/255 raus, sondern -0.3V. Das ist meiner Meinung 
nach falsch. Was meinst du, Bert? Wenn das wirklich falsch ist, gibt es 
meiner Meinung nach 3 Möglichkeiten:

a) Kalibrierdaten im EEPROM sind verloren gegangen und es werden während 
des Sweeps gar nicht die richtigen Werte zum DAC gesendet. Das wäre 
fatal.

b) U18 ist defekt und gibt nicht den richtigen Strom an U16 raus. Ich 
weiss nicht, wie ich das verifizieren kann?

c) U16 ist defekt. Das wäre einfach zu reparieren, aber auch hier stellt 
sich die Frage, wie ich das zerstörungsfrei verifiziere.

Die Referenzspannung habe ich gemessen, ist 6.3V. VDD=5V liegt auch am 
DAC an, und U16 hat seine Spannungsversorgung auch.

von Bert 0. (maschinist)


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Ja, mit Deinen Scope Aufnahmen sieht man nun mehr: Merkwürdig ist hier, 
daß die Tune-Spannungen von Anfang an so hoch hängen, meiner Meinung 
nach sollten die beim Sweep von fast -12V heraus hochfahren, bei Dir ist 
die Rampe ziemlich flach.

Ich schaue nachher nochmal genauer in die Schaltung, aber nach jetzigem 
Stand könnte durchaus der 4-fach OPAMP U16 defekt sein.

Hast Du die -6,3V Referenzspannung zu U16 auch schon überprüft?

Gruß... Bert

von Tobias P. (hubertus)


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Bert 0. schrieb:
> Ja, mit Deinen Scope Aufnahmen sieht man nun mehr: Merkwürdig ist hier,
> daß die Tune-Spannungen von Anfang an so hoch hängen, meiner Meinung
> nach sollten die beim Sweep von fast -12V heraus hochfahren, bei Dir ist
> die Rampe ziemlich flach.
>
> Ich schaue nachher nochmal genauer in die Schaltung, aber nach jetzigem
> Stand könnte durchaus der 4-fach OPAMP U16 defekt sein.
>
> Hast Du die -6,3V Referenzspannung zu U16 auch schon überprüft?
>
> Gruß... Bert

Hi Bert,
ja, VREF ist in Ordnung. Der Receiver hat ja auch so ein Bandpassfilter. 
Habe dort mal gemessen und diese Spannung sieht  ganzgenau so aus wie im 
Service Manual beschrieben.
Wenn U16 defekt ist, frage ich mich: wie kann das passieren? und: wieso 
denkst du, dass nicht der DAC defekt ist?

Edit: Im Bild die Abstimmspannung des Receiver Input Filters.

: Bearbeitet durch User
von Bert 0. (maschinist)


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Ja, diese Spannung sieht doch viel besser aus! Schöne Rampe bis herauf 
über 30V, OK, im negativen genauso wie im Sourcefilter, das ist 
scheinbar OK so.

Wenn diese Spannung aus A51 so nicht herauskommt, dann muß es ja einen 
Grund geben. Entweder ist sie überlastet, aber auf A44 werden diese 
Spannungen nur über 100K verwendet, also unwahrscheinlich.

Da alle drei betroffen sind, kann es jedoch auch sein, daß die 
Stromquellen um CR13 und Q9, Q10 und Q11 nicht mehr funktionieren. 
Kannst Du die Spannung über Zenerdiode CR13 mal messen? Sollte 3,9V 
sein...

Ansonsten ist U16 leicht mal zu ersetzen, der TL074 ist problemlos 
erhältlich und einen Versuch wert. Der DAC dürfte nur noch schwierig 
aufzutreiben sein, also nehmen wir den solange als funktionstüchtig an, 
bis wir alles andere ausgeschlossen haben.


Gruß... Bert

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Moin!

Schau Dir mal bitte die Tabelle auf Seite A22-1 an. Bei 150MHz ist ein 
Umschaltpunkt im Mischer.


Gruß

Jobst

von Jobst M. (jobstens-de)


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Ab 150MHz geht es die rote Linie lang ...
Edit: Bis 150MHz wird auf 247MHz gemischt.


Gruß

Jobst

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


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Moin Bert,

so ich habe mal den TL074 raus genommen. Da ich keinen neuen TL074 da 
hatte, habe ich probehalber mal einen LM324 rein gesetzt. Dieser sollte 
von den Daten her vergleichbar sein. Ein richtiger TL074 ist bestellt.

Leider ist es so, dass das Problem bestehen bleibt. Ich habe dann 
nochmals den Test 51 ausgeführt. Bei DAC Data = 0 kommen 0V raus (Pin 
14, U16). Bei DAC Data 255 kommen -6.3V raus, soweit so gut! ABER bei 
DAC Data 1 kommen nicht wie erwartet 24mV raus, sondern gleich 0.3V. 
Also muss offenbar der DAC defekt sein. Es gibt einen Ersatztyp von 
Maxim, MX7523. So einen habe ich auch noch bestellt.

Die Frage ist allerdings noch: Beim Receiver Tuning Filter sieht man, 
wie die Tuning-Spannung bis über 30V hoch geht. Was ja auch richtig ist. 
ABER, wenn ich beim Test 51 DAC Data = 255 setze, dann kommen am DAC 
zwar -6.3V raus, dennoch messe ich an der Filter-Tuning Spannung keine 
30V, sondern so um die 25V. Also könnte somit auch noch ein Defekt von 
Q10, Q13, Q9, Q14, Q11 und Q12 vorliegen?! Den 2N5551 (Q12, Q13, Q14) zu 
ersetzen müsste noch möglich sein, aber die anderen Transistoren sind HP 
1852-0232, den gibts nicht mehr.


@Jobst,
ja, schon, aber es liegt bereits vor A22 ein Problem vor, denn für das 
spannungsgesteuerte Bandpassfilter A23 werden die Abstimmspannungen 
nicht korrekt erzeugt. Das könnte einerseits am DAC liegen, und 
andererseits könne auch sein (wovor ich mich am meisten fürchte) dass 
die Kalibrierdaten im EEPROM futsch sind, und daher falsche 
Spannungswerte vom DAC ausgegeben werden.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> aber es liegt bereits vor A22 ein Problem vor

Okay, das ist sicher?

War nur eine Idee ...


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Hi Jobst,

leider ja, ich habe die Abstimmspannungen oszillographiert. Siehe Bilder 
oben.

hier siehst du die Sollkurve:
Beitrag "Re: Hat jemand Serviceunterlagen zum HP 4195A?"
und hier die Istkurve:
Beitrag "Re: Hat jemand Serviceunterlagen zum HP 4195A?"
Den OpAmp habe ich bereits ersetzt, das Problem besteht immer noch. 
Damit muss das Problem beim DAC sein.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Moment - Du hast Probleme mit dem Trackinggenerator - oder verstehe ich 
das nun auch wieder falsch?

Okay, die Baugruppen A23 und A44 sind sehr ähnlich.
Auch die Steuerspannungen dürften sehr eng beieinander liegen.
Die Steuerspannungen werden auf A50 (Eingangsfilter) und A51 
(Ausgangsfilter) erzeugt.
Liegt es nicht nahe, die funktionierenden Steuerspannungen mal auf die 
andere Seite zu entführen?

Digital auch das Signal OUT_BPF_TUNE (A8U46 bis A51U19) bzw. IN_BPF_TUNE 
(A8U61 bis A50U27) entführen. Dann hat man den DAC und U16 auch gleich 
geprüft.


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Hi Jobst,

also der Spec hat einen Generator drin, da er auch als 
Netzwerkanalysator benutzt werden kann. Und eben dieser Generator hat 
Probleme mit der Ausgangsleistung in gewissen Frequenzbereichen. Ich 
habe noch nicht gemessen, ob der Generator wirklich über den ganzen 
Frequenzbereich problemlos funktioniert, da ich mir erst ein 
SMB-Adapterkabel beschaffen muss, aber ich habe festgestellt, dass der 
OpAmp U16 falsche Spannungswerte heraus gibt. Es gibt einen Test-Mode, 
wo man manuell einen digitalen Wert in den DAC schreiben kann. Beim 
digitalen Wert 0 werden korrekterweise 0V herausgegeben. Beim 
Digitalwert 255 (es ist ein 8 Bit DAC) werden -6.3V heraus gegeben. 
Somit müsste beim Digitalwert 1 die Spannung -6.3V/255 = -24.7 mV raus 
kommen, was aber nicht der Fall ist, sondern es kommen -0.3V raus, also 
viel zu viel. Das deutet für mich darauf hin, dass der DAC beschädigt 
ist, da ich U16 bereits getauscht habe. Interessanterweise wird aber 
beim Digitalwert 128 (also genau die Mitte) die richtige Spannung von 
-3.15V heraus gegeben....

von Guido B. (guido-b)


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Tobias P. schrieb:
> Interessanterweise wird aber
> beim Digitalwert 128 (also genau die Mitte) die richtige Spannung von
> -3.15V heraus gegeben....

Dann solltest du jetzt 129 testen!

von Jobst M. (jobstens-de)


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Sind die ICs / der DAC gesteckt?

Was ist mit den Daten? Kommen die auch so an, wie Du sie abschickst?


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Jobst M. schrieb:
> Sind die ICs / der DAC gesteckt?
>
> Was ist mit den Daten? Kommen die auch so an, wie Du sie abschickst?
>
>
> Gruß
>
> Jobst

Die ICs sind verlötet. Ich habe die Bitmuster, die an den Pins des DAC 
anliegen, mit dem Multimeter überprüft, die Pegel sind richtig. 
(00000000 bei 0, 01111111 bei 127, 10000000 bei 128 usw.). Das müsste 
also stimmen.

Guido B. schrieb:
> Dann solltest du jetzt 129 testen!

das habe ich natürlich gemacht ;-) Dann kommen einfach -3.45V raus.... 
also so, als ob 1 LSB = 0.3V wären. Was definitiv falsch ist meiner 
Meinung nach. Können die Lasergetrimmten Widerstände in einem solchen 
R2R DAC nach 30 Jahren derart stark gedriftet sein?

von Jobst M. (jobstens-de)


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Hmmm ...

Die Spannungen für 0 und 1 haben wir.

Was ist mit 2 3 4 5 7 8 9 15 16 17 31 32 33 63 64 65 191 192 193 ?


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Jobst M. schrieb:
> Hmmm ...
>
> Die Spannungen für 0 und 1 haben wir.
>
> Was ist mit 2 3 4 5 7 8 9 15 16 17 31 32 33 63 64 65 191 192 193 ?
>
>
> Gruß
>
> Jobst

Habe nun alle gemessen:
0     0V
1     -0.34V
2     -0.53V
3     -0.64V
4     -0.70V
5     -0.87V
7     -0.9V
8     -0.87V
9     -1.08V
15    -1.15V
16    -1.07V
17    -1.31V
31    -1.51V
32    -1.35V
33    -1.61V
63    -2.05V
64    -1.90V
65    -2.16V
127   -3.12V
128   -3.15V
129   -3.5V
191   -5.21V
192   -5.06V
193   -5.3V

Der DAC scheint seine Monotonie eingebüsst zu haben :-)

von Bert 0. (maschinist)


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Ja, der hat nicht nur seine Monotonie, sondern im unteren Bereich auch 
absolut einiges eingebüßt... schade, damit wird eine Reparatur natürlich 
schwierig. :-(

Ich hatte bis dahin gehofft, es sei nur etwas triviales, dem Alter des 
Gerätes entsprechend, defekt.


Gruß... Bert

von Torsten (Gast)


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Ist der DAC denn so speziell?
Spontan würde ich einen DAC08 empfehlen, aber vielleicht bin ich auch zu 
blauäugig...

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> Der DAC scheint seine Monotonie eingebüsst zu haben :-)

Gnnnnn ...

Spannungen rundherum sind stabil?
5V, 6,3V, GND (!)
Daten liegen einwandfrei an?

(Die Hoffnung stirbt zuletzt)


Hmmm ... viel Hoffnung habe ich für den DAC aber nicht mehr.
Mit Glück bekommst Du noch einen, sonst musst Du etwas basteln.
Aber in beiden Fällen könnten auch neue Kalibrierwerte fällig sein ...


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Hi Bert,

ich hoffe dass es wieder funktionieren wird, wenn der DAC ersetzt wird. 
(@Torsten: von MAXIM gibt es einen Ersatztypen, der elektrisch und 
pinmässig Kompatibel ist). Bleibt noch die Frage, ob evtl. bei den 
genannten Transistoren auch noch was sein könnte.

@Jobst
Ja leider, die Spannungen sind alle stabil und innerhalb der Toleranz. 
Ich habe selber gestaunt, dass die so genau stimmen.


Habt ihr eine Idee, wie man die Kalibrierdaten im EEPROM updaten kann, 
sofern neue benötigt werden? Beim spannungsgesteuerten Bandpassfilter 
kann zwar noch ein wenig mit den Abgleichtrimmern nachgeholfen werden.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Ich habe mich gerade nochmal mit dem SM beschäftigt.
Habe versucht die 3 Verstärker hinter dem DAC zu verstehen und bin 
irgendwie gescheitert. Habe mir dann die Schaltung in A51 angesehen und 
war verblüfft.

Das können doch nur Fehler im Manual sein - oder?

Die unteren beiden Ausgänge werden an anderen Stellen abgenommen.
Die untere Versorgungsspannung ist einmal +12V und einmal -12 (dort dann 
auch mit gepoltem Kondensator)

Kann da mal jemand im Gerät nachsehen? A50 scheint mir falsch zu sein.


Gruß

Jobst

: Bearbeitet durch User
von Tobias P. (hubertus)


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Hallo Jobst,
sorry für meine späte Antwort. Cool dass du dich auch noch damit 
auseinander setzt :-)
Den vermeintlichen Fehler habe ich noch gar nicht gesehen. Mein Fokus 
lag bisher auf ADC & OpAmp. Ersatzteile sind beide bestellt, aber noch 
nicht da. Jetzt, da du uns aber auf diese komische Schaltung aufmerksam 
gemacht hast .... konnte ich es doch nicht sein lassen und habe den Pin 
14 von U16 durchtrennt und stattdessen habe ich mit einem Labornetzteil 
eine negative Spannung eingespiesen. Siehe Bild.

Zum Vergleich: meine Baugruppe A50 funktioniert ja korrekt. Dort lässt 
sich die Tuning-Spannung für die Varaktoren im Bereich von ca. -4V bis 
35V einstellen. Das hätte ich hier auch erwartet, aber stattdessen kommt 
bei 0V Eingangsspannung ca. 5V raus (OUT_BPF_L_TUNE) und bei -6.3V 
kommen ca. 25V raus. Also ein deutlich eingeschränkter Bereich.

Leider blicke ich nicht ganz durch, was die genaue Funktion der 
Transistoren Q9, Q10, Q11, Q12, Q13 und Q14 ist. Aber rein von der 
Symmetrie her - die Bandpassfilter für die Source und den Receiver sind 
ja nahezu identisch, also müssten doch auch die Ausgangsspannungen bei 
BPF_L_TUNE etwa ähnlich sein?!

Die Abweichung kann ich mir im Moment nur dadurch erklären, dass

a) im Zweig von Q10, Q13 noch was defekt ist oder
b) die Schaltungen A50 und A51 eben doch nicht identisch sind.

Quizfrage: welche Ausgangsspannungen bei BPF_L_TUNE würdest du erwarten, 
wenn U16 0V an Pin 14 raus gibt, bzw. -6.3V?

Grüsse
Tobias

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> Cool dass du dich auch noch damit
> auseinander setzt :-)

Ja, aber der Grund ist eigentlich ein anderer.
Ich spiele seit geraumer Zeit mit HF, Filtern etc. herum und da liegt es 
nahe, sich so einen SA zuzulegen. Das Schnapperangebot von Reichelt für 
400€ einen GwInstek GSP-930 habe ich leider verpasst (und ärgere mich 
maßlos darüber!)
So überlege ich, selber etwas einfaches zu bauen.
Und so durchforste ich gerade den kompletten Schaltplan.


Tobias P. schrieb:
> also müssten doch auch die Ausgangsspannungen bei
> BPF_L_TUNE etwa ähnlich sein?!

Das hatte ich ja schon oben geschrieben:

Jobst M. schrieb:
> Liegt es nicht nahe, die funktionierenden Steuerspannungen mal auf die
> andere Seite zu entführen?

Mach doch mal - wo Du nun schon die Trennung hast ...


Tobias P. schrieb:
> Quizfrage: welche Ausgangsspannungen bei BPF_L_TUNE würdest du erwarten,
> wenn U16 0V an Pin 14 raus gibt, bzw. -6.3V?

0V -> +5,82V
-6,3V -> +20,3V

Allerdings muss dazu auch OUT-BPF-L-SLCT -12V haben (also aktiv sein), 
sonst legt CR14 den Zweig tot.


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Jobst M. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> Cool dass du dich auch noch damit
>> auseinander setzt :-)
>
> Ja, aber der Grund ist eigentlich ein anderer.
> Ich spiele seit geraumer Zeit mit HF, Filtern etc. herum und da liegt es
> nahe, sich so einen SA zuzulegen. Das Schnapperangebot von Reichelt für
> 400€ einen GwInstek GSP-930 habe ich leider verpasst (und ärgere mich
> maßlos darüber!)
> So überlege ich, selber etwas einfaches zu bauen.
> Und so durchforste ich gerade den kompletten Schaltplan.
>
>
> Tobias P. schrieb:
>> also müssten doch auch die Ausgangsspannungen bei
>> BPF_L_TUNE etwa ähnlich sein?!
>
> Das hatte ich ja schon oben geschrieben:
>
> Jobst M. schrieb:
>> Liegt es nicht nahe, die funktionierenden Steuerspannungen mal auf die
>> andere Seite zu entführen?
>
> Mach doch mal - wo Du nun schon die Trennung hast ...
>
>
> Tobias P. schrieb:
>> Quizfrage: welche Ausgangsspannungen bei BPF_L_TUNE würdest du erwarten,
>> wenn U16 0V an Pin 14 raus gibt, bzw. -6.3V?
>
> 0V -> +5,82V
> -6,3V -> +20,3V
>
> Allerdings muss dazu auch OUT-BPF-L-SLCT -12V haben (also aktiv sein),
> sonst legt CR14 den Zweig tot.
>
>
> Gruß
>
> Jobst

Hallo Jobst
ja, der 4195A ist wirklich ein tolles Gerät. Ich könnte dir den Kontakt 
zu jemandem geben, der einen evtl. günstig abtreten könnte (geprüft und 
für funktionstüchtig befunden).
Wenn du dir einen 4195A zulegen solltest (egal woher; Singer hat auch 
einen), überlege dir noch, ob du noch das Impedance Test Kit dazu kaufen 
möchtest. Es ist ein Adapter, in dem du SMD oder bedrahtete Bauelemente 
einfach einspannen und ausmessen kannst. Der 4195 gibt dann die Impedanz 
des Bauelements über die Frequenz aus und fittet dir ein Modell, wo er 
die Ersatzelemente berechnet, was extrem cool ist.


Bezüglich der von dir angegebenen Spannungen: die passen ja relativ gut 
zu den von mir gemessenen Spannungen. Lustigerweise funktioniert bei mir 
A50 ja, aber gibt komplett andere Spannungen aus (-5 bis 35V ungefähr).

von Gästchen (Gast)


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Tobias P. schrieb:
> Leider blicke ich nicht ganz durch, was die genaue Funktion der
> Transistoren Q9, Q10, Q11, Q12, Q13 und Q14 ist. Aber rein von der
> Symmetrie her - die Bandpassfilter für die Source und den Receiver sind
> ja nahezu identisch, also müssten doch auch die Ausgangsspannungen bei
> BPF_L_TUNE etwa ähnlich sein?!

Der erste Operationsverstärker U25 konvertiert den differentiellen 
Ausgang des DAC nach single ended.

Die Transistoren Q9, Q10, Q11, Q12, Q13 und Q14 sind komplementäre 
Common-Emitter-Schaltungen und bilden zusammen mit den 
Operationsverstärkern U16 einen invertierenden Verstärker. Die 
Widerstände R63, R64, und R76, R77, und R68, R69 sind jeweils die 
Gegenkopplung. Der Grund für diese Mimik scheint zu sein, dass die 
Spannungen der Signale IN_BPFL_L_TUNE, IN_BPFL_M_TUNE und IN_BPFL_H_TUNE 
größer sein müssen, als ein normaler Operationsverstärker sie liefern 
kann (die komplementären Transistoren hängen zwischen +45V und -12V, das 
können normale Opamps nicht). Deswegen verwendet man hinter dem 
Operationsverstärker eine komplementäre Common-Emitter-Schaltung, da 
diese eine Spannungsverstärkung hat.

Die Widerstände R45, R46, R74, R50, R29, R24, über der der invertierende 
OP-Eingang an -6,3V hängt, stellen den Ausgangsspanungsbereich der 
ganzen Stufe passend ein. Insgesamt bilden die Opamps mit den 
komplementären Stufen Addierer, die das DAC-Ausgangssignal mit den -6,3V 
addieren, wobei die Widerstände unterschiedliche Gewichtsfaktoren bei 
der Addition einstellen.

Die Dioden CR14, CR 15, und CR16, die an Komparator-Ausgängen hängen, 
und an deren Anoden jeweils +12V oder -12V anliegen können, sind wohl 
dazu da, eine der drei gleichen Verstärkerstufen zu selektieren. Ist die 
Spannung an den Dioden +12V, läuft der Verstärkerausgang in die 
Sättigumng, bei -12V sperrt die Diode, und das verstärkte DAC-Signal 
wird ausgegeben.

Die RC-Glieder R67, C29, und R75, C35, und R33, C31 sollen wohl 
verhindern, dass vom Komparator aus Störungen in die Signale 
IN_BPFL_L_TUNE, IN_BPFL_M_TUNE und IN_BPFL_H_TUNE verschleppt werden.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> Lustigerweise funktioniert bei mir
> A50 ja, aber gibt komplett andere Spannungen aus (-5 bis 35V ungefähr).

-5V an einer Varicap?!

Aber: Die Verstärker sind tatsächlich unterschiedlich dimensioniert. 
Also auch die Filter scheinen unterschiedlich zu sein, denn sonst würden 
sie für selbe Frequenzen ja auch die selben Spannungen benötigen. :-/
Warum macht man sowas?


Tobias P. schrieb:
> Wenn du dir einen 4195A zulegen solltest

Das war nun eigentlich nicht meine Idee. Ich wollte etwas bis min 1GHz.
Da hätte der GSP-930 gut gepasst. Ich fasse es noch immer nicht, dass 
die den für 94% reduziert angeboten haben.
Die Alternative ist ein Selbstbauprojekt, bzw. wenigstens der Versuch.


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Jobst M. schrieb:
> Die Alternative ist ein Selbstbauprojekt, bzw. wenigstens der Versuch.
>
> Gruß
>
> Jobst

Das finde ich cool. Da wär ich auch dafür zu begeistern! ein kleiner 
4195A-Klon bis 1GHz als Impedanzanalysator?
Sowas habe ich mir übrigens selber auch schon überlegt. Was mich bisher 
immer davon abgeschreckt hat war, ein gescheites Userinterface zu bauen. 
Aber der HF-Teil ist echt spannend ;-)

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> Das finde ich cool. Da wär ich auch dafür zu begeistern! ein kleiner
> 4195A-Klon bis 1GHz als Impedanzanalysator?

Wichtig war mir ein SA + TG. Aber damit sollte man eigentlich (mit SW) 
auch die Impedanz bestimmen können  - oder?


> Sowas habe ich mir übrigens selber auch schon überlegt. Was mich bisher
> immer davon abgeschreckt hat war, ein gescheites Userinterface zu bauen.
> Aber der HF-Teil ist echt spannend ;-)

UI bekomme ich schnell hin. Ich überlege nur gerade, was für ein 
Display.
Sollte schon etwas Auflösung haben. Evtl. eine VGA Buchse, wo man dann 
einen alten Monitor dran klöppelt?
Prozessor sollte auch etwas Dampf haben. Von Lösungen wie im Original 
mit extra ROM möchte ich absehen. ARM oder PIC32MZ vielleicht.

Aber erstmal muss das Grundkonzept stehen und da bin ich noch etwas 
entfernt.


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Hallo meine lieben Freunde,

so, ich habe heute den Ersatz-DAC und OpAmp bekommen.
Habe beides eingelötet und voller Vorfreude die Leiterplatten gereinigt, 
alles schön entstaubt, und in den Analyzer eingebaut. Dann Source Output 
über ein 10 dB Dämpfungsglied auf den R1 Eingang und gehofft :-)

Das OSzibild von der Tuningspannung für die Bandpassfilter ist 
angehängt. Sowie die Messung des vom Trackinggenerator erzeugten 
Ausgangssignals!!!!!

man möge die schlechte Bildqualität entschuldigen, denn ich musste mir 
aufgrund der Freude über die gelungene Reparatur (und auch weil Freitag 
ist) ein Getränk genehmigen. ;-)

Morgen habe ich dann Zeit, die beiden Bandpassfilter richtig schön 
abzugleichen, um eine optimale Durchlasskurve zu erhalten, aber das ist 
dann ein Detail.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Tobias P. schrieb:
> man möge die schlechte Bildqualität entschuldigen, denn ich musste mir
> aufgrund der Freude über die gelungene Reparatur (und auch weil Freitag
> ist) ein Getränk genehmigen. ;-)

Hat die Kamera auch ein Glas bekommen und sieht nun doppelt? ;-)

Glückwunsch!


Gruß

Jobst

von Tobias P. (hubertus)


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Jobst M. schrieb:
> Hat die Kamera auch ein Glas bekommen und sieht nun doppelt? ;-)

Nee, aber ich konnte nicht still halten :p ;-)

von Michael (Gast)


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Genau der gleiche Fehler ist bei mir aufgetreten, Produktionsjahr des 
HP4195 war 1989. Ich werde den AD7523JN wechseln.
Das eigentliche Problem scheint die innere Verarbeitung von diesen 
AD-IC´s zu sein. Es gibt intern geschaltete Dünnschichtwiderstände 10k 
und 20k auf dem Chip, alles mit Aluminium verdrahtet, incl. Alu 
Bonddrähte. Wenn so ein Gerät lange uneingeschaltet steht, dringt ganz 
leicht Feuchtigkeit durch das Plastikgehäuse, freie Na-Ionen zerfressen 
den Übergang zu den Bonddrähten. Diese Probleme hatten wir schon 1975 
mit TTL Schaltkreisen, übrigens nicht nur aus DDR Produktion. Dieser 
Murks passiert sogar extrem verschärft in sehr feuchten und warmen 
Regionen, an Küsten o.ä.
Man braucht nur plasteverkappte IC`s 1/2 Jahr uneingeschaltet liegen 
lassen (oder länger in einen Feuchteschrank legen), alles hinüber...
Es fielen z.B. in Afrika reihenweise elektronische Geräte aller 
Hersteller  aus, wenn sie lange nicht eingeschaltet wurden- also auch 
Radios, TV u.v.a. Ruhe kam erst nach Umstellung auf komplette 
Gold-Verdrahtung rein. Die Raumfahrttechnik kennt diese Probleme nicht, 
weil dort grundsätzlich Metall/Glasverkappungen eingesetzt wurden.
Quintessenz:
In allen Geräten, in denen Alu-Verdrahtungen und Alu-Bonddrähte in 
plasteverkappten IC`s eingebaut wurden tickt eine kleine Zeitbombe.
Entsprechende Untersuchungen wurden etwa 1975 im damaligen Funkwerk 
Köpenick und im Halbleiterwerk Frankfurt/Oder durchgeführt.

von Tobias P. (hubertus)


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Michael schrieb:
> Wenn so ein Gerät lange uneingeschaltet steht, dringt ganz
> leicht Feuchtigkeit durch das Plastikgehäuse, freie Na-Ionen zerfressen
> den Übergang zu den Bonddrähten.

Interessant. Und durch gelegentliches Einschalten wird mit der so 
entstehenden Wärme die Feuchtigkeit wieder verdrängt, oder lässt sich 
der Prozess gar nicht aufhalten?

von Tobias P. (hubertus)


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Hallo zusammen
ich habe endlich die Zeit gefunden, alle Abgleicharbeiten im Maintenance 
Manual durchzuführen. Habe es von vorne bis hinten durchgespielt und 
jedes einzelne Poti gemäss Anweisung angeglichen :-) und es hat auch 
alles gleich beim ersten Versuch geklappt.
Aufgrund einer glücklichen Fügung bin ich auch in den Besitz des HP 
BASIC Sourcecode des Kalibrierprogramms gekommen und habe begonnen, 
dieses auf Python umzuschreiben. Den Abgleich des 
Receiver-Bandpassfilters habe ich bereits komplett implementiert, 
inklusive Berechnung der Kalibrierdaten fürs EEPROM. Aber ich habe mich 
noch nicht getraut, diese auch wirklich ins EEPROM runterzuladen :-( Der 
Test läuft aber ordnungsgemäss durch bis zu der Stelle, wo ins EEPROM 
geschrieben wird.

Ich frage mich jetzt: wenn ich das EEPROM auslöte um einen Ersatz 
reinzulöten - besteht die Möglichkeit, dass es durch die Wärme beim 
Auslöten einige Bits vergisst? Gibt es wohl eine andere Möglichkeit, die 
Daten im EEPROM als Backup auszulesen?

von Peter (Gast)


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Was steckt denn für ein EEPROM drin?

von Tobias P. (hubertus)


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Es ist ein HN58064P-30, ein 64k EEPROM (8k x 8).

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