Erfahrung mit Gebrauchtkauf Schweiz -> Deutschland

Gast #4876138
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Servus,

aus gegebenen Anlass frag ich nach Erfahrungen beim Kauf von Deutschland 
aus von  in der Schweiz befindlichen Gebrauchtelektronik im 
Forum-üblichen Rahmen.
Bisher hab ich widersprüchliche Infos beispielsweise zur 
SEPA-Überweisung erhalten.

Gebühren:
Beispielsweise die Postbank sagt 11.50€ für sie und eventuell noch 
Gebühren der Schweizer Bank.
https://www.geldueberweisen.com/schweiz/ . Anderswo wird behauptet SEPA 
wäre gebürenfrei (für die EU wozu die Schweiz aber nicht zählt).

Zoll:
Sollte kein Problem sein, wenn als Gebraucht erkennbar und unterhalb 
Freigrenze (430 €). Hab aber auch schon erlebt das man für 
Geschenkpakete zum Zoll gerufen wird.

Wechselkurs:
Früher gab es mal unterschiedliche Kurse für Cheques oder Cash. Welche 
ist der richtige für Überweisungen?

MfG,
#4876142
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Fpga K. schrieb:
> Gebühren:
> Beispielsweise die Postbank sagt 11.50€ für sie und eventuell noch
> Gebühren der Schweizer Bank.
> https://www.geldueberweisen.com/schweiz/ . Anderswo wird behauptet SEPA
> wäre gebürenfrei (für die EU wozu die Schweiz aber nicht zählt).

--> PayPal

Fpga K. schrieb:
> Zoll:
> Sollte kein Problem sein, wenn als Gebraucht erkennbar und unterhalb
> Freigrenze (430 €). Hab aber auch schon erlebt das man für
> Geschenkpakete zum Zoll gerufen wird.

Die Schweiz ist nicht die EU. Import ist Einfuhrumsatzsteuerpflichtig 
für alles was über der Bagatellgrenze ist.
(Firma: mechapro GmbH) Persönliche Seite #4876147
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Paypal ist auch nicht gebührenfrei (für den Empfänger), insbesondere 
wenn es um Fremdwährungen geht. Die örtliche Sparkasse kassiert beim 
Geschäftsgiro-Konto für jede Überweisung aus der Schweiz 5 EUR, die 
Deutsche Bank z.B. keine besonderen Gebühren. Das ist also von Bank zu 
Bank unterschiedlich.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Gast #4876178
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Thorsten O. schrieb:

> (...) Die örtliche Sparkasse kassiert beim
> Geschäftsgiro-Konto für jede Überweisung aus der Schweiz 5 EUR,

Bei Privatkunden kassiert die Frankfurter Sparkasse (1822direkt) für den 
Zahlungseingang aus der Schweiz satte EUR 8,50 pro Überweisung. Dagegen 
ist Paypal wirklich günstig.
Gast #4876212
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> Bei Privatkunden kassiert die Frankfurter Sparkasse (1822direkt) für den
> Zahlungseingang aus der Schweiz satte EUR 8,50 pro Überweisung.

Donnerwetter!
Bei Firmenkunden traut man sich das (noch) nicht.
#4876721
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Fpga K. schrieb:
> Anderswo wird behauptet SEPA
> wäre gebürenfrei (für die EU wozu die Schweiz aber nicht zählt).
Da bin ich auch schon drüber gestolpert (Bestellung in Polen). So wie 
ich das verstanden habe steht das E in SEPA für "Euro" (€) und nicht 
"Europäische Union". D.h. SEPA-Überweisungen sind per Definition in 
Euro.
Ich mag mich aber auch irren...
#4876731
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SEPA definiert vereinheitlichte Verfahren für den Zahlungsverkehr in €, 
aber nicht die Preise davon. Die Schweiz nimmt daran Teil, unterliegt 
damit den SEPA-Regeln.

Die Vorgabe, dass grenzüberschreitende SEPA-Überweisungen nicht mehr 
kosten dürfen als nationale, ist aber eine separate EU-Regelung und gilt 
nicht für die Schweiz.
Gast #4876748
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Hmmm.... eine SEPA Zahlung wirbt mit kostenlos. Mühsam ist nur, dass man 
die Adresse braucht (die Bankdaten alleine reichen nicht aus).

Ich habe hier (Schweizer) schon oft etwas gekauft, es gab nur einmal 
Kummer (Post Bank Deutschland).

Grüsse,
René
#4876769
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René H. schrieb:
> Hmmm.... eine SEPA Zahlung wirbt mit kostenlos.

Wer wirbt damit? SEPA, deine Schweizer Bank? Da die EU der Schweiz hier 
keine Preise vorschreiben kann, darf es natürlich auch kostenlos sein. 
Da wärs auch gut möglich, wenn eine gewisse Asymmetrie auftritt.

> Mühsam ist nur, dass man die Adresse braucht

Für eine Überweisung? Kann man doch nirgends eintragen.
Gast #4876795
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A. K. schrieb:

> Die Vorgabe, dass grenzüberschreitende SEPA-Überweisungen nicht mehr
> kosten dürfen als nationale, ist aber eine separate EU-Regelung und gilt
> nicht für die Schweiz.

In Euro. Eine grenzüberschreitende Zahlung in Euro darf nicht teurer 
sein als eine inländische.

Für Überweisungen in Fremdwährung sind die Gebühren nicht geregelt. Im 
Fall Sparkasse fällt auf, dass für die Schweiz ein fixer Betrag gilt 
(EUR 8,50), wogegen für andere Währungen die Gebühren von der Höhe der 
Transaktion abhängen.

Die 8,50 werden auch nicht von der Überweisungssumme abgezogen (wie bei 
anderen Währungen), sondern am Monatsende beim Abschluß mit den Zinsen 
und Kontoführungsgebühren verrechnet.


Ich hatte mal den Fall, dass mir ein Schweizer als Portoerstattung zehn 
Euro überwiesen hat, die kamen auch problemlos an, und zwei Wochen 
später wollte die Bank dann 8,50 davon abhaben. Seitdem kenne ich auch 
Argumente, die für Paypal sprechen...
#4876860
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Harald W. schrieb:
>> trotzdem kommt man meist trockenen Fusses über die Grenze. ;-)
>
> Manchmal gibts da aber auch einen Rheinfall. :-)

Fast. Der liegt komplett in der Schweiz, auf allen Seiten. Aber 
angesichts der dortigen Grenzziehungen kann man sehr leicht daneben 
liegen. Immerhin kann man sich eine gute Ecke weiter schon in der 
Schweiz befinden, ohne deutsches Land verlassen zu haben. ;-)
#4878787
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SEPA bedeutet seltsamerweise nicht immer kostenlos. Ich bin auch in der 
Schweiz und habe ein Eurokonto bei der Post. Bei Ueberweisung auf eine 
deutsche Bank gibt es in der Tat Faelle wo die Bank noch eine Gebuehr 
abzieht. Ruecksprache mit der Post : Die Empfaengerbank darf das ...

Bei einer Post ist der Service, resp die Dienstleistung an der Grenze 
fertig. Es kann zB geschehen, dass ein eingeschriebenes Packet an der 
Grenze verschwindet, und sich niemand zustaendig fuehlt. Da lernt man 
Kurierdienste zu schaetzen.
Gast #4878836
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Sapperlot W. schrieb:

> SEPA bedeutet seltsamerweise nicht immer kostenlos. Ich bin auch in der
> Schweiz und habe ein Eurokonto bei der Post. Bei Ueberweisung auf eine
> deutsche Bank gibt es in der Tat Faelle wo die Bank noch eine Gebuehr
> abzieht. Ruecksprache mit der Post : Die Empfaengerbank darf das ...

Dein Konto ist bei der Schweizer Post, nicht bei der deutschen Postbank, 
richtig? Schweizer Banken halten sich leider nicht immer an EU-Gesetze.

Und für die deutsche Empfängerbank ist das halt Ausland (ausserhalb der 
Euro-Zone). Genau wie eine Überweisung in Euro aus den USA, da fallen 
ebenfalls Gebühren an.


> Bei einer Post ist der Service, resp die Dienstleistung an der Grenze
> fertig. Es kann zB geschehen, dass ein eingeschriebenes Packet an der
> Grenze verschwindet, und sich niemand zustaendig fuehlt. Da lernt man
> Kurierdienste zu schaetzen.

Die Postdienste haben ein Abkommen, dass sie ausländische Sendungen 
kostenlos zustellen. D.h. Du kaufst bei der Schweizer Post eine 
Briefmarke, die trägt Dein Paket über die Grenze, und die deutschen 
Kollegen arbeiten umsonst weiter. Das geht dann gut, wenn in beide 
Richtungen ungefähr gleichviel verschickt wird. Für Deutschland-Schweiz 
dürfte das der Fall sein, für Deuschland-China eher nicht.

Daher kann man schon nachvollziehen (wenn auch nicht gutheissen), dass 
sich die Post da etwas weniger Mühe gibt.

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