Schaltungs"optimierung"

Gast #4880409
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Hallo,

ich hatte hier mal in einem Beitrag einen "interessanten" Ansatz zur 
Schaltungsoptimierung gelesen. Es ging dabei um Kostenoptimierung durch 
weglassen von Bauteilen, die nicht unbedingt benötigt werden.

Die Geschichte (und ich meine auch der Name der Methode) basierte auf 
einem Unternehmer, der völlig wahllos Bauteile aus einer Schaltung 
entfernte. Alle Bauteile die entfernt werden konnten ohne das die 
Schaltung ihre Funktion verlor wurden zwecks Kostenoptimierung 
gestrichen. Natürlich folgte daraufhin alsbald die Pleite des 
Unternehmens, da die Schaltungen nicht mehr zuverlässig funktionierten.

Ich kann den entsprechenden Beitrag nicht mehr finden. Wer kennt den 
Namen dieser Methode? Ich bin der Meinung es gab sogar einen 
Wikipedia-Artikel dazu... das ganze ist so ein schönes Beispiel für die 
Ahnungslosigkeit einiger BWLer und Controller...

Gruß
Der Schaltungsoptimierer
Gast #4880497
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Einst war ich mal ein kleiner Entwicklungsingenieur von analogen 
Funktelefonen. Ich war ein HF-Ingenieur.
Mein Chef verlangte von mir, daß ich mindesten 10 Kondensator weglassen 
muß, um Geld zu sparen. "Wenn du daß nicht hinkriegst dann wird dein 
Gehalt gekürzt..."
Ich schaffte die Vorgaben.
Es fehlten aber viele Abblockkondensatoren.

Mein Chef war BWLer und erhielte eine Gehaltserhöhung.
Damit schaffte der in eine andere Firma zu kommen.

Aber es kamen über 90% aller gefertigten und verkauften HF-Module 
zurück.
Gast #4880620
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Nunja, "Funktion" der Schaltung ist ja nicht alles... wenn du EMV- und 
ESD-spezifische Komponenten weglässt, funktioniert die Schaltung zwar 
noch... dann kannst du den CE-Aufkleber aber auch gleich mit einsparen. 
;))
Gast #4880635
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Ole schrieb:

> Nunja, "Funktion" der Schaltung ist ja nicht alles... wenn du EMV- und
> ESD-spezifische Komponenten weglässt, funktioniert die Schaltung zwar
> noch... dann kannst du den CE-Aufkleber aber auch gleich mit einsparen.

Wieso, den kann sich doch jeder draufpappen, wann immer er will. Man 
muss einfach nur dafür sorgen, dass keiner, der die Verantwortung für 
diese Entscheidung trägt, in der Reichweite der europäischen Justiz ist 
(für den Fall, dass irgendwas schief geht).

Es ist also ganz simpel: CE macht schon die Klitsche in China drauf. Der 
Importeur läßt sich rechtsverbindlich versichern, dass die Ware 
tatsächlich CE-konform ist und der Drops ist halb gelutscht, denn der 
Importeur ist damit schonmal 'raus, wenn's an's Auffinden des Schuldigen 
geht.

Das Schlimmste, was dann noch passieren kann: Die Herstellerfirma darf 
nicht mehr in die EU exportieren. Was nicht wirklich ein Problem ist: 
eine Woche später hat sie einen anderen Namen...

Fazit: Das CE-Bapperl ist sowas von nutzlos, dass man es auch gleich 
vollständig abschaffen kann.

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