Forum: Offtopic Ist diese Verpackung legitim?


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von A. B. (sfalbuer)


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Moin!

Sollte ein professioneller Distributer Dinge SO verpacken?
Ich habe per Mail Beschwerde eingelegt und gesagt dass sowas zu 
Problemen bei der Bestückung führt. Nun soll ich beschreiben wo genau 
das Problem ist. Wer ist hier nun der dumme?!

: Verschoben durch Moderator
von Paul A. (wandkletterer)


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Beschreibe doch mal dein Problem. Vielleicht machen ja alle anderen es 
richtig.

von Mac G. (macgyver0815)


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Vielleicht ist das Problem, dass die Stange zerschnitten wurde?

(muss man ja dann zweimal in den Feeder packen...)

von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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Wer einen Bestückungsautomaten hat und einen Disti, der auch Kleinmengen 
liefert, schreibt in den Anmerkungstext zur Bestellung:

"Bitte nur originalverpackte VE liefern. Bei Stangen und Trays Menge 
bitte auf volle VE aufrunden."

: Bearbeitet durch User
von A. B. (sfalbuer)


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@ MacGyver

Ja genau! Das ist das Problem!

@Bernd

Digikey hat mir letztens 100pcs von einem QFN32 Chip in einem 
ordentlichen Tray geliefert. Mouser hingegen hat die gleiche Bestellung 
in in zwei dieser Schaumstoff Schachteln verpackt. Das macht ein 
automatisches Bestücken nicht möglich.

: Bearbeitet durch User
von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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> Das macht ein automatisches Bestücken nicht möglich.

Für diesen Fall hebt man sich ein paar Stangen und Trays auf und klemmt 
sich über einen Vakummejektor die Vakuumpipette an seinen 
Druckluftanschluss.

Dann wird das ganze Gerassel umverpackt.
Nicht schön, aber man kann weiterarbeiten.

von Robert L. (lrlr)


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Mac G. schrieb:
> Vielleicht ist das Problem, dass die Stange zerschnitten wurde?
>
> (muss man ja dann zweimal in den Feeder packen...)

was dauert denn länger? die Beschwerde E-Mail oder das " zweimal in den 
Feeder packen"

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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A. B. schrieb:
> Sollte ein professioneller Distributer Dinge SO verpacken?
Das sieht nicht schön aus.
Aber die erste Frage lautet: ist etwas dabei kaputt gegangen?
Wenn nein, dann lautet die zweite: hast du angegeben, dass du Wert auf 
ein unzerstörtes Tube legst?
Denn ich vermute sehr, du hast nur die Ware gekauft, nicht aber explizit 
das konfektionierte Tube.

> Distributer
Aua...

: Bearbeitet durch Moderator
von Stefan D. (reverse)


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das glaub ich auch, er hat es verkackt oder nicht dran gedacht und 
versucht nun einen Schuldigen zu finden (natürlich nicht sich selbst)

von Maik .. (basteling)


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Ist das einfach geknickt und verklebt worden? Oder sauber geschnitten, 
was ich trotz unscharfem Bild bezweifle.


Die Grundsatzfrage ist : soll man so ein Verhalten einreißen lassen?

Wenn so was mal passiert, kann darüber vielleicht einmal hinweg gesehen 
werden. Leben und Leben lassen. Auch vielleicht - wenn es so richtig 
schön billig ist. Sonst aber nicht.

Nur wer als Lieferant so mit der Ware umgehen lässt - hat womöglich ein 
grundsätzliches Qualitätsproblem.

Und Mitarbeiter die soetwas vermutlich aus Faulheit so verpacken - 
gehören eingenordet (das gleiche gilt für Organisationsfehler wie 
fehlendes passendes Verpackungsmaterial).


Ich habe beim Einkäufer im Materiallager / Warenbereitstellung trotz 
vieler Einzellieferungen und Kleinserien soetwas bei Bauteilen noch 
nicht sehen müssen.

Andererseits muß man als KMU ja froh sein, wenn man überhaupt in 
endlicher Zeit beliefert wird.

---

Wir haben hier bei unserem Palettenspediteur auch so einen Fahrer, der 
oft sehr Schluderig mit (meiner) Ware umgeht. Den habe ich letztens auch 
aufgrund Wiederholungstat in der Niederlassung telefonisch zur 
Einnordung angemeldet.
Dem war natürlich nicht klar - dass ich als Eigentümer auch mal gern mit 
dem Gabelstapler fahre ;)

---

von Georg A. (georga)


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Die Frage ist, ob eine ganze VPE bestellt wurde oder nicht. Nur bei "Ja" 
würde ich diese Lieferung als Problem ansehen, ansonsten ist hats 
einfach nur der Besteller verbockt.

von Maik .. (basteling)


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Noch ein kleiner Nachtrag :

Andere Großhändler sehen beschädigte Umverpackungen zum Bsp. im 
Elektroinstallationsbereich sehr kritisch.

Bei beschädigter Umverpackung gehen die nicht mehr an den Kunden und 
werden oft verramscht.

Teils auf 1/10 - 2/10 Listenpreis runter.

von Robert L. (lrlr)


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Georg A. schrieb:
> Die Frage ist, ob eine ganze VPE bestellt wurde oder nicht. Nur bei "Ja"

vorher stellt sich mal die Frage ob das nicht sowieso EINE VPE + 1/10 
VPE ist, die er bekommen hat..

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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Maik .. schrieb:

> Dem war natürlich nicht klar - dass ich als Eigentümer auch mal gern mit
> dem Gabelstapler fahre ;)

Ja,ja, wenn der Gabelstapelfahrer mit der Stapelgabel knallt...

von Harald W. (wilhelms)


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Georg A. schrieb:

> Die Frage ist, ob eine ganze VPE bestellt wurde oder nicht.

Ja, solche VPEs sind manchmal ein Problem. Als ich einmal
sauerstofffreies Kupfer bestellen wollte, sagten einige
Anbieter, das die Mindestmenge "ein Container" wäre. Auf
Nachfrage sagte man mir, das das ca. 1t wäre.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Georg A. schrieb:
> Die Frage ist, ob eine ganze VPE bestellt wurde oder nicht. Nur bei "Ja"
> würde ich diese Lieferung als Problem ansehen, ansonsten ist hats
> einfach nur der Besteller verbockt.

Genau so sehe ich das auch!

Wenn die Bestellmenge genau eine VPE war und der Distri liefert mir ohne 
Rücksprache mit ausdrücklicher Freigabe (z.B. weil nur noch Restmengen 
vorhanden) die Menge in mehreren Angebrochenen VPE, so ist das ein 
absolutes No-Go!

Insbesondere wenn der Anbieter (wie z.b. Mouser) ja selbst angibt das 
für kpl. VPE die Menge einer VPE oder deren ganzzahlige Vielfache 
bestellt werden müssen. !

Wenn ich aber Teilmengen einer VPE bestelle, was soll der Anbieter 
machen?

Es gibt ja nur drei Möglichkeiten:
1. Entweder die Bestellung nicht bearbeiten oder auf ganze VPE abrunden.
(Oder aufrunden falls exolizit gewünscht...)

2. Die angebrochene VPE umpacken damit diese Maschinenbestückbar wird

3. Angebrochene VPE liefern (Gurtabschnitt, STangenstück)

Die Variante 1 will wohl niemand. Im Gegenteil, fast jeder Entwickler, 
Kleinserienproduzent und vor allem Hobbybastler ist sehr froh darüber 
das es Anbieter gibt die auch Teilmengen einer VPE liefern.

Ist halt nicht so lustig wenn man drei oder vier High-End ADC der 50 
Euro Klasse benötigt und dafür ein Tray mit 196 pcs. abnehmen müsste...

2. Ist eine Möglichkeit. Bedeutet aber Zusatzaufwand der auch Mitbezahlt 
werden muss. Da ein großer Teil der Kunden die Teilmengen bestellen bei 
diesen Teilmengen aber gar nicht auf MAschinenbestückbarkeit angewiesen 
sind (Kleinstserien und Prototypen) würde das nur unnötig Kosten 
verursachen. Diese müssten eine Leistung bezahlen die sie gar nicht 
benötigen.

3. Angebrochene VPE liefern bei denen zwar die Vorgaben hinsichtlich ESD 
Schutz und Feuchtigkeit eingehalten werden, aber die direkte 
MAschinenverwendbarkeit keine Rolle spielt. ISt die günstigste Variante.

Mouser (und auch Farnell usw.) bieten Variante 2 und 3 an!
Die Variante 3 ist dabei der Standard und wer es benötigt -kann ggf. 
gegen Aufpreis- die Umverpackung in eine Maschinenverwendbare VPE als 
Option dazubuchen.

Dies ist so auch beschrieben!

DAmit ist auch klar WER hier etwas Verbockt hat.
Sofern nicht eine kpl. VPE bzw. ein ganzzahliges Vielfaches von dieser 
bestellt wurde und auch keine Zusatzoption zur Verpackung ausgewählt 
wurde, dann hat es einzig und alleine der BESTELLER Verbockt!

ISt hingegen eine kpl. VPE bestellt worden, und wurden Stangenabschnitte 
geliefert, so hat der Lieferant es verbockt! (Ich vermute aber 
ersteres...)

Wie ein Lieferant mit den TEilmengen umgeht kann dabei sogar von Bauteil 
zu Bauteil (Verpackungsart der gesamt VPE auf Lager und Gehäuseform 
unterschiedlich sind)
FArnell z.B. liefert ja auch angebrochene VPE in Form von Gurt & 
Stangenabschnitte. TQFP Bausteine mit hoher Pinzahl habe ich von denen 
ohne Angabe von Optionen bisher aber immer im Trayform bekommen. Selbst 
wenn dann auf dem Tray nur genau zwei Bausteine waren...

Bei Mouser habe ich ähnliche Bestellungen schon sowohl auf einem Tray 
wie auch in Pappschachtel bekommen. Entscheidend für mich ist dabei das 
beim Verpacken und HAndling die Beinchenausrichtung absolut intakt 
bleibt.
(Was zugegebermaßen zumindest bei 100+ Anschlüsse im Tray deutlich 
sicherer ist)

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User
von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Maik .. schrieb:
> Ist das einfach geknickt und verklebt worden? Oder sauber
> geschnitten,
> was ich trotz unscharfem Bild bezweifle.

ICh vermute -aus eigener Erfahrung- das eine es sich um eine ganze 
Stange sowie um das abgeschnittene Stück einer weiteren Stange handelt 
da geringfügig mehr als eine VPW (Stange) bestellt wurde.
(Z.B. glatt 100pcs. statt beispielsweise 88pcs. die in eine Sange 
passen)

> Die Grundsatzfrage ist : soll man so ein Verhalten einreißen lassen?
JA natürlich, ich will weder darauf angewiesen sein zukünftig nur noch 
ganze VPE kaufen zu müssen noch unnötig das für mich als Entwickler mit 
händischer Prototypenbestückung (und natürlich ebendfalls auch Hobbyist) 
nicht Sinnvolle Umpacken mitbezahlen müssen.

Alles unter der Vorraussetzung das ich bei Bedarf aber auch 
MAschinenverwendbare Teilmengen bekommen kann. (Z.B. um Preisintensive 
Schlüsselbausteine bei einer Kleinserienfertigung beistellen zu können)

>
> Wenn so was mal passiert, kann darüber vielleicht einmal hinweg gesehen
> werden. Leben und Leben lassen. Auch vielleicht - wenn es so richtig
> schön billig ist. Sonst aber nicht.

Das war woh keine Ausreisser, sondern wohl er volle Absicht. Und das ist 
auch (zumindest bei den mit bekannten Katalogdistris) angegeben das es 
so gehandhabt wird.
WEr es nicht möchte muss halt anders bestellen.

> Nur wer als Lieferant so mit der Ware umgehen lässt - hat womöglich ein
> grundsätzliches Qualitätsproblem.
Wenn die Vorgaben hinsichtlich ESD und Feuchtigkeit eingehalten wurden 
sehe ich das nicht so...
>
> Und Mitarbeiter die soetwas vermutlich aus Faulheit so verpacken -
> gehören eingenordet (das gleiche gilt für Organisationsfehler wie
> fehlendes passendes Verpackungsmaterial).
Die Packer haben sich wohl an die Vorgaben gehalten.
Wer hier "Eingenordet" gehört ist HÖCHSTWAHRSCHEINLICH der TE der nicht 
aufmerksam genug war bei der Bestellung.
>
> Ich habe beim Einkäufer im Materiallager / Warenbereitstellung trotz
> vieler Einzellieferungen und Kleinserien soetwas bei Bauteilen noch
> nicht sehen müssen.
Dann musst du mir mal sagen wo du bisher mit welchen Optionen Bestellt 
hat.
Zumindest die bekannteren Katalogdistris (wie Mouser, FArnell, RS usw.) 
machen das alle so.

> Andererseits muß man als KMU ja froh sein, wenn man überhaupt in
> endlicher Zeit beliefert wird.
Naja, die Zeiten wo man quasi um eine Lieferung beteln musste sind schon 
lange vorbei. Wenn aber die Zahl derer die ihre eigenen Fehler anderen 
unterschieben wollen irgendwann mal deutlich zunimmt könnten die aber 
wiederkommen...

Maik .. schrieb:
> Noch ein kleiner Nachtrag :
>
> Andere Großhändler sehen beschädigte Umverpackungen zum Bsp. im
> Elektroinstallationsbereich sehr kritisch.
>
> Bei beschädigter Umverpackung gehen die nicht mehr an den Kunden und
> werden oft verramscht.
>
> Teils auf 1/10 - 2/10 Listenpreis runter.

DAs würde auf Bauelemente übertragen folgendes bedeuten:

Eine angebrochene VPE verliert beim Anbruch schlagartig 80% ihres 
Wertes.
DA dies für den Distri aber als Regelfall nicht Tragbar ist wird er das 
nicht wollen. Also wird er keine TEilmengen mehr anbieten und man ist 
gezwungen immer nur ganze VPE zu bestellen.
Und zwar beim Standard-OPV für ein paar Cent genauso wie beim CPLD, FPGA 
oder High-Speed ADC im zwei bis dreistelligen Dollarbereich pro pcs.

Und das ist für dich die bessere Variante?

Gruß
Carsten

von Maik .. (basteling)


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Hallo Carsten - bevor Du mir weitere nicht erfolgte Aussagen in meine 
Zeilen hineininterpretierst:

ich sehe einen Unterschied zwischen

Distributor
(Frische Ware, sicher vom Hersteller,
feuchtigkeitskontrolliert versiegelt,
sauber rückverfolgbar für die Produktion geeignet

- sowas will der TE wohl - es soll schließlich in seinen 
Bestückungautomaten.

Und da habe ich solche Lieferformen noch nicht gesehen.


im Gegensatz zum:

KATALOGdistributor

- Gern für Muster, Kleinstserien, Hobbybastler und Universitäten
- nur notfalls für die Produktion, wenn kein Anderer liefern kann...
- die Kaufen - wie ich aus erster Hand erfahren habe - teils bei 
Brookern.
- dort gibt es natürlich die seltsamtsten Lieferformen, die ich i.d.R. 
für Muster, private Basteleien oder Reparaturen akzeptiere, da ich dann 
natürlich keine vollen VEs abnehmen möchte.


vy73

von Gerd E. (robberknight)


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Maik .. schrieb:
> ich sehe einen Unterschied zwischen
>
> _Distributor_
[...]
> _KATALOGdistributor_

Diese Unterscheidung kenne ich so nicht. Wie würdest Du denn ein paar 
bekannte Namen wie z.B. Digikey, Mouser, element14/Farnell, RS, 
distrelec, Bürklin, TME jetzt in diese 2 Kategorien einteilen?

von Maik .. (basteling)


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Ich würde
z.B. Setron (mittlerweile übernommen),
Ineltek, Spezialelektronik oder AvnetSilica als "echte" Distributoren 
bezeichnen. Meist halten die ja Landesexklusiv den Herstellern die 
Kunden vom Hals und machen auch den Designsupport + lokale 
Lagerhaltung...

Leider gab es in dem Bereich ja in den letzten jahren eine starke 
Konzentration durch amerikanischen Firmenaufkauf hier in DE.

Da gibt es dann die echten Herstellerunterlagen gleich teil sogar als 
Printkatalog in die Hand, - und meist kompetente Außendienstler und FAEs 
die gegen "Bewirtung mit Kaffe und Gebäck" (Ironie) auch gleich noch 
fundierte Ratschläge mitliefern, oder mal schnell Muster/Evalboards 
beschaffen, die sonst schlecht verfügbar sind.
Die kommen als Herstellerrepäsentant auch mit Technikexperten vom 
Chipherteller bei Dir vorbei - wollen natürlich am liebsten große Mengen 
verkaufen. Oder bei tollen neuen Einsatzbereichen.

----

Mouser liegt dann irgendwo dazwischen

----

Die anderen Genannten sind für mich Katalogdistributoren oder Versender,
Die haben zwar meist vieles da - meist auch sehr fix, aber wie lange das 
da liegt will ich teils nicht wissen- !Wo es bei manchem nicht 
aufgezähltem herkomt erst recht nicht!. Eher so Gemischtwarenläden - 
reine Händler - wenig bis kein Designsupport. Mit teils guten, teils 
unverschämten Preisen. Wobei Reichelt oder Conrad das unterste Ende 
darstellen.

Meine Meinung. Die ist auch nicht wertend. Jede der Vetriebsformen hat 
seine klare Berechtigung.

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,


Maik .. schrieb:
> Die anderen Genannten sind für mich Katalogdistributoren oder Versender,
> [...]
> Wobei Reichelt oder Conrad das unterste Ende
> darstellen.

Also Farnell oder Digikey in eine Kategorie mit Reichelt oder Conrad 
einzuordnen ist schon eine "recht spezielle" Ansicht.

Also Distributoren sind IMMER (Groß-)Händler. Egal welcher.
Das was aus meiner Sicht (und aus Sicht der Hersteller) den 
zertifizierten Distributor von anderen Händlern unterscheidet, das ist 
das dieser für die Produkte des fraglichen Herstellers ausschließlich 
über den zertifizierten Vertriebsweg vom Hersteller direkt bezieht und 
ein gewisses Mindestmaß an  Handling und Rückverfolgbarkeit bietet. Das 
ganze auch vom Hersteller überprüft.

Die "Distributoreneigenschaft" gilt dabei immer nur für die Hersteller 
mit denen der Händler entsprechende Verträge abgeschlossen hat und 
dessen regelmäßiger Kontrolle er unterliegt.
Somit kann es sein (und ist gar nicht mal so selten) das ein Händler für 
einen Hersteller als zertifizierter Distributor auftritt und für einen 
anderen nur ein normaler Händler ist.
Die Produkte die er als Distributor vertreibt bekommt er ausschließlich 
über den vom Hersteller authorisierten Weg (sonst würde er ganz fix kein 
Distributor mehr sein), während er gleichzeitig Produkte anderer 
HErsteller auch aus beliebigen Quellen einkaufen kann.

Es ist daher egal "wo" man einkauft so lange es sich um einen 
authorisierten Distributor für den fraglichen Hersteller handelt hat man 
eine sehr hohe Sicherheit.
( Vor strafbaren Handlungen einzelner Mitarbeiter, die trotz aller 
Sicherheitsmaßnahmen es schaffen mal ein paar Trays im Lager 
auszutauschen ist man natürlich nie 100% gefeilt. Aber das kann bei 
allen Distributoren gleichermaßen passieren.)
Es hat aber nichts damit zu tun ob der jeweilige Vertreiber bereit ist 
auch Mengen kleiner als eine VPE zu verkaufen.

Oder um mal ein Beispiel zu bringen:
Microchip hat (wie fast alle anderen Hersteller auch) eine Liste seiner 
authorisierten Distributoren auf deren Homepage.
https://www.microchip.com/distributors/SalesListing.aspx?market=EUROPE&region=EU&terr=Germany

Hier sind für Deutschland neben den Ineltek, Arrow, Semitron & Co. auch 
Farnell, RS, Digikey und Mouser gelistet...
Daher ist bei all den genannten -im Rahmen des Möglichen- sichergestellt 
das man garantiert Ordnungsgmäße Ware bekommt.

Nicht gelistet sind aber Reichelt oder Conrad.
Diese sind im Gegensatz zu den oben genannten frei in der Auswahl ihrer 
Bezugsquellen. Mit allen Vorteilen (Preis) aber auch Nachteilen 
(Risiko).
Die Qualität der Ware hängt somit bei diesen einzig und alleine vom 
Geschick und der Sorgfalt der dortigen Einkäufer ab.

Gruß
Carsten

von Purzel H. (hacky)


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Ich hatte mal mit einer Firma zu tun, da war der Einkaeufer angewiesen 
worden auf VP aufzurunden. Bis es dann mal ins Geld ging... ein 
Spezialchip, der mit 50E das Stueck angeschrieben war.

von A. B. (sfalbuer)


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Äh ja vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Nächste mal weiß ich 
bescheid. Für mich sind Mouser und Digikey schon professionelle 
Lieferanten. Jedes kritische Bauteil in einem Anti-Statik-Beutel samt 
Feuchtigkeits-Messkarte.. was will Mensch mehr?

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Gerd E. schrieb:

> Diese Unterscheidung kenne ich so nicht. Wie würdest Du denn ein paar
> bekannte Namen wie z.B. Digikey, Mouser, element14/Farnell, RS,
> distrelec, Bürklin, TME jetzt in diese 2 Kategorien einteilen?


>> _Distributor_

Rutronik, EBV/Avnet/Silica, Arrow, Texim, ...

>> _KATALOGdistributor_

Reichelt, Conrad, Farnell, RS, Mouser, Pollin, ...

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