Forum: PC-Programmierung Web Entwicklung: richtige Wahl der Werkzeuge?


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von Mehmet K. (mkmk)


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Soweit als möglich versuche ich mich von Web-Applikationen zu drücken. 
Wenn's doch sein musste, dann nahm ich in der Vergangenheit PHP zusammen 
mit CodeIgniter. Meine Staerke liegt in der Entwicklung von 
Desktop-Applikationen; aber die Anforderungen meiner Kunden verschieben 
sich immer mehr Richtung Web. Nur mit PHP - so mein Bauchgefühl - komme 
ich nicht dorthin, wo ich hin will.

Nach monatelangem Herumstochern in der (für mich) trüben Brühe der 
Web-Programmierung stellte ich erstaunt fest, dass sich in der 
Zwischenzeit Javascript zu einer Programmiersprache entwickelt hat, mit 
der ich mühelos arbeiten könnte. (Frühere Versionen von JS hatte ich 
stets dankend durchgewunken.)
Also fing ich mit MeteorJS an. Die ersten Erfolgserlebnisse waren auch 
schnell da; aber die Einschraenkung auf MongoDB war dann für mich doch 
dafür ausschlaggebend, diesen Weg nicht weiter zu verfolgen: auf 
PostgreSql mag ich nicht verzichten.

Z.Zt. bin ich der Meinung, dass folgende Werkzeuge dazu aureichen 
könnten, auch komplexeren Web-Anforderungen standzuhalten:
HTML5 - CSS3 - Javascript mit NodeJS (+ Express)

Seit ein paar Wochen bin ich auch dazu imstande, mit diesen Werkzeugen 
etwas mehr als nur ein "Hello World" auf den Schirm zu zaubern.

Ich weiss, dass es noch manch anderes gibt. Aber ich stehe auf viel zu 
wacklicken Füssen, als dass ich auch dahin und dorthin noch einen Blick 
werfen könnte.
Auch bin ich nicht dazu imstande abzuschaetzen, ob diese von mir 
genannten Werkzeuge in der Tat mir irgendwann (nach viel Schweiss und 
Traenen) gestatten werden, im Web alle Türen zu öffen.
Bevor ich nun weiter in diesen Weg investiere: sind die von mir 
aufgezaehlten Werkzeuge dazu ausreichend, um auch etwas komplexere 
Programme auf die Beine zu stellen? Oder habe ich die falsche Ausfahrt 
gewaehlt?

von S R (Gast)


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PHP und Laravel; nur mal als Tipp. Führt schnell zum Ziel, weit weniger 
umfangreich als das Zend Framework - und dabei deutlich aufgeräumter als 
jeder JS-Verhau.

Ist aber wohl auch eine Geschmacksfrage.

von Cyblord -. (Gast)


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ASP.NET / Java wenns "enterprisig" werden soll im Backend. Node.js ist 
gut für event-driven Applikationen. Ruby on Rails für einen schnellen 
Einstieg in die Backendwelt, dann gäbe es auch noch Python+Django, ... 
alle haben ihre Vor- und Nachteile, aber mit allen lässt sich das Meiste 
bewerkstelligen, manchmal mit mehr manchmal mit weniger Schweiß. 
Frontend ist HTML5/CSS3/JS und da gibts eine schiere Auswahl aus darauf 
aufbauenden Frameworks, ein guter Start wäre Bootstrap oder Foundation.
Gewöhn dich dran, normale Applikationen wandern immer mehr ins Web mit 
Browser als Zugriffsclient.

Ich persönlich arbeite hobbymäßig mit Rails + Trailblazer + diverse 
dry-rb gems im Backend und im Frontend mit Bootstrap und als Datenbank 
PostgreSQL. Aber ich habe auch keine besonderen Anforderungen. Je nach 
Anwendung gibts besser geeignete Tools.

von Mehmet K. (mkmk)


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Wenn ich schon die Möglichkeit habe, mit JS sowohl server-, als auch 
client-seitig zu arbeiten, müssten schon schwerwiegende Argumente 
vorhanden sein, damit ich auf der Serverseite was anderes benutzte. 
Solche Argumente sehe ich persönlich nicht. (Okay, bei meinem 
Wissensstand besagt das nicht sehr viel.)

Ich wollte nur wissen, ob irgendwas gegen meine Wahl der Werkzeuge 
spricht. Z.Bsp. "Express ist nicht so der Hit, weil ..."

von Peter II (Gast)


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Mehmet K. schrieb:
> Wenn ich schon die Möglichkeit habe, mit JS sowohl server-, als auch
> client-seitig zu arbeiten, müssten schon schwerwiegende Argumente
> vorhanden sein, damit ich auf der Serverseite was anderes benutzte.

JavaScript ist einfach Mist (persönliche Meinung), zur not wenigsten 
TypeScript verwenden.

Ist halt eine Scriptsprache, nicht viel anders als bei PHP. Ein 
Schreibfehler im Variablennamen kommt er zu Laufzeit zu einen Fehler.

von Jan H. (j_hansen)


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Das kommt stark darauf an, was du programmierst. Bei Seiten ohne viel 
Interaktivität ist PHP o.ä. noch immer sehr effizient.
Im Frontend scheinst du ja gar nichts zu haben. Angular fand ich für 
formulargetriebene Applikationen gut, Firmen mit SAP fahren momentan auf 
SAPUI5 ab (gibt es auch als OpenUI5), aber zumindest jQuery ziehe ich 
eigentlich immer rein.

von Cyblord -. (Gast)


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Mehmet K. schrieb:
> Wenn ich schon die Möglichkeit habe, mit JS sowohl server-, als auch
> client-seitig zu arbeiten, müssten schon schwerwiegende Argumente
> vorhanden sein, damit ich auf der Serverseite was anderes benutzte.
> Solche Argumente sehe ich persönlich nicht. (Okay, bei meinem
> Wissensstand besagt das nicht sehr viel.)

Das wirst du merken, wenn du feststellst wieviel du zu Fuß programmieren 
musst mit NodeJS, was andere Frameworks schon fertig mitbringen. Wie ich 
schon sagte, es kommt auf die Applikation an. Und sich im Webbereich 
auskennen ist definitiv kein Schaden für die Zukunft.

von Mehmet K. (mkmk)


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Peter II schrieb:
> JavaScript ist einfach Mist (persönliche Meinung) ...
Empfand ich früher auch so. Aber in seiner jetzigen Form finde ich es 
sehr angenehm.

> Ist halt eine Scriptsprache, nicht viel anders als bei PHP. Ein
> Schreibfehler im Variablennamen kommt er zu Laufzeit zu einen Fehler.
Sicherlich ein stichhaltiges Argument. Die Alternative waere? Asp.Net 
und C#?
> zur not wenigsten TypeScript verwenden.
Darüber bin ich auch schon gestolper. Aber: soweit als möglich versuche 
ich keine MS-Produkte zu verwenden.

Abradolf L. schrieb:
> Das wirst du merken, wenn du feststellst wieviel du zu Fuß programmieren
> musst mit NodeJS, was andere Frameworks schon fertig mitbringen.
Okay, das stimmt. Aber wie ich oben bereits erwaehnte, will ich ja 
Express einsetzen; und das scheint mir ja eine Menge Arbeit abzunehmen.

Jan H. schrieb:
> Angular fand ich für formulargetriebene Applikationen gut
> ... jQuery ziehe ich eigentlich immer rein.
Ich hab leider immer noch keinen Ueberblick darüber, was wofür gut bzw. 
besser ist. Zumindest empfinde ich es als beruhigend, dass doch keiner 
"so ein Schmarren" ausgerufen hat :)

von Cyblord -. (Gast)


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TypeScript / CoffeeScript sind Sprachen die nach Javascript transpiliert 
werden. Das erhöht die Produktivität ungemein und im Falle von 
TypeScript gibts auch noch ein Typsystem obendrauf. Wenn du mal 
versuchst Vererbung oder das Konzept einer Klasse in Javascript zu Fuß 
nachzubilden wirst du feststellen, warum das nur bedingt Freude macht.
Fang einfach mal an und sammle Erfahrung, der Webbereich ist groß und 
man muss definitiv lernen die Spreu vom Weizen zu trennen. Mit einem 
fundierten Softwareentwicklerhintergrund sollte das gut machbar sein. 
Der Spaß beginnt dann bei Security- und Performancethemen.

von Maxi Z. (maxi_z)


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Egal ob .NET oder Java JEE, schau dir mal das MVC Prinzip an. Und 
versuche mal ein kleines Projekt damit umzusetzen, z.B. ganz einfache 
Seitennavigation, gesteuert von Bedingungen in den jeweiligen 
Controllern. Danach kannst du mal eine DB integrieren und mal ein Login 
erstellen. Ich würde hier .NET empfehlen im Visual Studio und C#, MVC 
mit Razor. Wenn du das Prinzip verstanden hast, geht auf einmal alles 
ganz schnell

von Peter II (Gast)


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Mehmet K. schrieb:
> Darüber bin ich auch schon gestolper. Aber: soweit als möglich versuche
> ich keine MS-Produkte zu verwenden.

diese Persönliche Einstellung würde ich überdenken. Warum ist ein 
Opensouce Projekt von MS schlechter als von Google? Bei Google gibt es 
oft nicht mal langfristige zusagen, das wird ein Produkt schnell mal 
eingestellt oder inkompatibel erweitert (AngularJS).

Kommerzielle Produkte von MS abzulehnen, könnte ich nachvollziehen aber 
alles von MS pauschal nicht zu verwenden halte ich für unsinnig.

von Daniel A. (daniel-a)


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Abradolf L. schrieb:
> Wenn du mal
> versuchst Vererbung oder das Konzept einer Klasse in Javascript zu Fuß
> nachzubilden wirst du feststellen, warum das nur bedingt Freude macht.

Gibt doch Klassen in JS: 
https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/JavaScript/Reference/Klassen

Nur starke Typisierung und Interfaces fehlen.  Ein grosser Nachteil von 
class gegenüber dem alten function ist jedoch, wenn man diese mit apply 
instanzieren will, was besonders zusammen mit der Proxy classe 
intressant wäre, das geht nicht.

Peter II schrieb:
> Mehmet K. schrieb:
>> Darüber bin ich auch schon gestolper. Aber: soweit als möglich versuche
>> ich keine MS-Produkte zu verwenden.
>
> diese Persönliche Einstellung würde ich überdenken. Warum ist ein
> Opensouce Projekt von MS schlechter als von Google?

Google, MS, etc. sind alle eine schlechte Idee. Ich empfehle, die Lizenz 
bei der Entscheidung durchzulesen. Gute Projekte haben meist eine MIT 
Lizenz und sind entweder auf Github, oder einem Firmeneigenen GitLab 
oder vergleichbarem gehosted, z.B. ember.js, aurelia.io, etc.

Mehmet K. schrieb:
> Bevor ich nun weiter in diesen Weg investiere: sind die von mir
> aufgezaehlten Werkzeuge dazu ausreichend, um auch etwas komplexere
> Programme auf die Beine zu stellen? Oder habe ich die falsche Ausfahrt
> gewaehlt?

Sicher kann man diese dazu verwenden. Das Problem mit der 
Webprogrammierung ist einfach, dass egal wie, was und womit man etwas 
macht, es gibt immer Dinge, die sich nicht ganz sauber lösen lassen.

von Elmer (Gast)


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Peter II schrieb:
> diese Persönliche Einstellung würde ich überdenken. Warum ist ein
> Opensouce Projekt von MS schlechter als von Google?

Sag mal, wieviel bekommst du eigentlich für deine permanente MS-Werbung 
hier im Forum bezahlt?

Mehmet K. schrieb:
> Z.Zt. bin ich der Meinung, dass folgende Werkzeuge dazu aureichen
> könnten, auch komplexeren Web-Anforderungen standzuhalten:
> HTML5 - CSS3 - Javascript mit NodeJS (+ Express)

Zumindest Clienseitig ist es so. Da kommst du an JS heute praktisch 
nicht mehr vorbei. Serverseitig bieten sich neben JS natürlich noch 
weitere verbreitete Sprachen wie PHP, Python oder Java an. PHP hat einen 
etwas zweifelhaften Ruf, hat sich aber trotzdem gut bewährt. Python ist 
auch sehr beliebt und weit verbreitet. Java gehört Oracle, das muss 
jeder selbst wissen.

von Peter II (Gast)


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Elmer schrieb:
> Peter II schrieb:
>> diese Persönliche Einstellung würde ich überdenken. Warum ist ein
>> Opensouce Projekt von MS schlechter als von Google?
>
> Sag mal, wieviel bekommst du eigentlich für deine permanente MS-Werbung
> hier im Forum bezahlt?

Werbung != Meinung

von blubb (Gast)


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Elmer schrieb:
> Python ist auch sehr beliebt und weit verbreitet.

Wenn ich das so lese, ist Python tatsächlich die Zukunft ??
Ich lese u.a. hier im Forum immer mehr von Python :)

von Arc N. (arc)


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Mehmet K. schrieb:
> Darüber bin ich auch schon gestolper. Aber: soweit als möglich versuche
> ich keine MS-Produkte zu verwenden.
und
Daniel A. schrieb:
> Google, MS, etc. sind alle eine schlechte Idee. Ich empfehle, die Lizenz
> bei der Entscheidung durchzulesen. Gute Projekte haben meist eine MIT
> Lizenz und sind entweder auf Github, oder einem Firmeneigenen GitLab
> oder vergleichbarem gehosted, z.B. ember.js, aurelia.io, etc.

ein, zwei Zeilen über MS-Produkte zu lesen geht anscheinend auch nicht 
mehr... TypeScript ist Open Source, Apache License Version 2.0
https://github.com/Microsoft/TypeScript

Was ich mir, statt node.js, PHP, Ruby oder ASP.Net, nicht nur ansehen 
würde, wäre allerdings Go. Typsicher, speichersicher, schnell, 
Stand-Alone-Executables für alle gängigen Plattformen.
HTML-Templates gibt's in der Lib https://golang.org/pkg/html/template/
Beispiel z.B.: https://golang.org/doc/articles/wiki/
Framworks gibt's ebenso, für den Anfang sollte das mitgelieferte 
ausreichen

OT: Github mehr oder weniger zu fordern, halte ich ebenso für eine 
schlechte Idee: Nur brauchbare Unterstützung für git, der Rest insb. das 
deutlich flexiblere Bazaar VCS wird überhaupt nicht unterstützt und wenn 
schon zu Recht Lizenzen angesprochen werden, dann sollte dazugesagt 
werden, dass github selbst proprietär ist (BitBucket gibt's zumindest in 
der Self-Hosted-Variante mit Quellcode). Launchpad oder bspw. GNU 
Savannah bzw. Savane sind dagegen Open Source.

von René H. (Gast)


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Arc N. schrieb:
> TypeScript ist Open Source,

OpenSource != Freeware.

Grüsse,
René

von Arc N. (arc)


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René H. schrieb:
> Arc N. schrieb:
>> TypeScript ist Open Source,
>
> OpenSource != Freeware.
>
> Grüsse,
> René

Und weiter? Apache 2.0 ist eine BSD-ähnliche, d.h. freiere, aber mit der 
GPLv3 kompatible Lizenz
https://www.gnu.org/licenses/license-list.html#apache2
Viel mehr geht nicht oder sollen die Entwickler von TypeScript auch noch 
die Arbeit der TypeScript-Anwender übernehmen?

von René H. (Gast)


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Arc N. schrieb:
> Und weiter? Apache 2.0 ist eine BSD-ähnliche, d.h. freiere, aber mit der
> GPLv3 kompatible Lizenz

Dann schreib das auch. So wie Du es geschrieben hast, ist Opensource == 
Freeware. Mit GPL3 oder BSD wissen hier die meisten Bescheid.

Grüsse,
René

von Daniel A. (daniel-a)


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Arc N. schrieb:
> Daniel A. schrieb:
>> Google, MS, etc. sind alle eine schlechte Idee. Ich empfehle, die Lizenz
>> bei der Entscheidung durchzulesen. Gute Projekte haben meist eine MIT
>> Lizenz und sind entweder auf Github, oder einem Firmeneigenen GitLab
>> oder vergleichbarem gehosted, z.B. ember.js, aurelia.io, etc.
>
> ein, zwei Zeilen über MS-Produkte zu lesen geht anscheinend auch nicht
> mehr... TypeScript ist Open Source, Apache License Version 2.0
> https://github.com/Microsoft/TypeScript

Ich weiss, das TypeScript OpenSource ist, deshalb muss ich es trotzdem 
nicht für gut halten. Abgesehen davon habe ich mich ja auch gar nicht 
spezifisch auf TypeScript bezogen, und meine Empfehlung Lizenzen zu 
lesen schliesst ja nicht die Möglichkeit aus, dass MS OpenSource 
Produkte mit brauchbarer Lizenz hat. (Ich bevorzuge die MIT Lizenz aber 
gegenüber anderen, die ist einfacher und kürzer.)

> OT: Github mehr oder weniger zu fordern, halte ich ebenso für eine
> schlechte Idee

Tue ich doch garnicht. Ich schreibe "Github, oder einem Firmeneigenen 
GitLab oder vergleichbarem". Das schliesst so ziemlich jedes brauchbare 
Webfrontent zur Projektcodeverwaltung ein. Meinetwegen könnte man da 
auch Dinge wie z.B. Track dazuzählen.

von Kermit (Gast)


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Ich hatte auch mal den Schwenk auf node.js unternommen aber nach ca. 
einem halben Jahr kam die Ernüchterung, das ist ein riesiger Müllhaufen. 
I.d.R. bedient man sich gewisser Frameworks weil man nicht alles selber 
nochmal schreiben will, nur bei node.js hast du einen endlosen 
Ratenschwanz an Abhängigkeiten bis zum kleinsten Furz.
Wir erinnern uns - vor einigen Monaten hatten einer der Entwickler keine 
Lust mehr auf sein Microprojekt und änderte die Lizenz. Das war - 
festhalten  - nur eine Funktion die Strings auffüllt, das zog sich durch 
so ziemlich jede node.js-lib die plötzlich betroffen. Nicht ohne Grund 
ist so ein Funktion jetzt in nächsten ECMA-Standard von Haus aus drinn - 
LOL!

Javascript ändert sich ständig, es gibt offizielle ECMA-Standards bzw. 
bestimmte Versionen, nur sind die Implementierungen immer halb fertig 
und schon steht der nächste Release vor der Türe. Das klingt erst mal 
gut in der Praxis flickt man dann aber immer gewissen inoffizielle 
Erweiterungen ran, die auch die eine oder andere lib einsetzt,... das 
ist ein riesen chaos.
Meistens läufts bis es dann mal kracht und dann stehste dumm da.
Überhaupt die Qualität diverser libs: Alles in 100 Varainten verfügbar 
aber welche taugt wirklich was? Jede hat ne andere Macke, nachgepflegt 
wird selten, ... die bist mehr mit der Pflege der Abhängigkeiten 
beschäftigt als mit deinem eigentlichen Projekt. PHP ist ja schon rotten 
aber node.js ist noch ein viel grösserer Müllhaufen.

Nimm gleich was 'richtiges', JS aufm Server wie ein aufgebohrtes Mofa 
mit Spoiler, fährt dann schnell aber fliegt dir schnell um die Ohren.
"Nur eine Sprache" klingt auch nur auf den ersten Blick toll.
Gleiche Sprache stimmt auch so nicht, denn die JS-Version die der 
Browser (Chrome,Firefox,... und dann noch in ihren jeweiligen Versionen) 
unterstützt ist nie identisch mit der der jeweiligen node.js-Version, 
man kämpft dann mit diversen Versionen, was im Detail erhebliche 
Unterschiede sein können.


JS ist immer noch auf dem Client ne Hausnummer, dort spielt es die 
Hauptrolle, was aufm Server läuft ist eher Geschmackssache oder was dort 
schon am laufen ist. Hat man frei Hand bei einem neuen Projekt, ist 
node.js nicht unbedingt die beste Wahl, m.E.

von DerOlli (Gast)


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Nun ja, so ein großer Müllhaufen kann das nicht sein. Netflix nutzt Node 
immer mehr im Backend. Und das ist nun wirklich keine Hipster Bude die 
auf auf Teufel komm raus immer die neuesten Lib oder Frameworks nutzen 
weil es hip ist.

http://thenewstack.io/netflix-uses-node-js-power-user-interface/

Was gegen Node spricht ist die mangelnde Unterstützung durch Hoster, PHP 
bekommt man meist bei jedem Wald und Wiesen Provider. Es kommst halt 
immer darauf an wie man bestimmte Sprachen oder Technologien einsetzt. 
Und auch PHP wird zunehmend erwachsen, was man meiner Meinung nach an 
Frameworks wie Symfony, Laravel oder Tools wie Composer. PHP7 ist auch 
ein Schritt in die richtige Richtung. Ich entwickle seit über 15 Jahren 
Dinge im Web, inzwischen sind viel Dinge auch in der PHP Community 
angekommen (TDD, Software-Patterns, Security) die Standart in der 
Software-Industrie sein sollten.

Was ich aber nie verstehen werde ist das ständige: Ihh PHP nimm lieber 
XX, Node ist ein Müllhaufen, PHP ist rotten. Ja PHP ist teilweise 
schlecht, ja JavaScript kann nerven, aber ich kenne echt viele Leute die 
das erfolgreich einsetzten und eher gut als schlecht davon leben.

BTW: Ich bin mir relativ sicher, das auch diese Zeilen von PHP in eine 
DB gekippt werden.

Olli

von Elmer (Gast)


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DerOlli schrieb:
> BTW: Ich bin mir relativ sicher, das auch diese Zeilen von PHP in eine
> DB gekippt werden.

Falsch geraten! Hier läuft Ruby (on Rails). Hat Andreas schon ein paar 
mal in mehreren Threads geschrieben.

von Cyblord -. (Gast)


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DerOlli schrieb:
> Nun ja, so ein großer Müllhaufen kann das nicht sein. Netflix nutzt Node
> immer mehr im Backend. Und das ist nun wirklich keine Hipster Bude die
> auf auf Teufel komm raus immer die neuesten Lib oder Frameworks nutzen
> weil es hip ist.

Es gibt berechtigte Anwendungsgebiete für NodeJS im Backend, eine 
klassische MVC-Webanwendung zähle ich nicht dazu.

von René H. (Gast)


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Ich überlege mir etwas mit NGINX, OpenResty und Lua zu machen. Das 
schöne daran ist die C Schnittstelle und der Reverse Proxy.

Grüsse,
René

von Kermit (Gast)


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DerOlli schrieb:
> Nun ja, so ein großer Müllhaufen kann das nicht sein. Netflix nutzt Node
> immer mehr im Backend. Und das ist nun wirklich keine Hipster Bude die
> auf auf Teufel komm raus immer die neuesten Lib oder Frameworks nutzen
> weil es hip ist.
Was ist denn das immer für ein Nullargument "Grosse Firma nutzt aber 
xy", das beweist erst mal überhaupt nix.

Ist ja schön, wenn die sich nen Stall voll Entwickler halten können die 
sich mit dem Scheiss rumplagen, vielleicht ist der dortige 
Chefentwickler Fan von dem Müll und alle müssen mitziehen oder hatten 
schon entspr. Personal im Haus, ob die Entwickler darüber begeistert 
sind weiss man nicht, welche Probleme sie damit hatten, ob es mit 
anderen Technologien einfacher gewesen wäre, für was genau sie es 
einsetzen, ... ohne Details völlig wertloses Argument.

Ich finds z.g.T. unbrauchbar, vor allem für grössere Projekte. Um mal 
schnell was zu testen, so Art RAD im Backend ist es ok, für 
0815-Kleinkram reicht es auch, aber auch alles andere, da entscheidet 
Vorwissen und persönlicher Geschmack und was evt. beim Kunden schon im 
Einsatz ist.

Wenn man entspr. Kolumnen im PHP-Mag oder auf heise regelmässig liest, 
sind selbst die dortigen "Evangelisten" eher kritisch zu node.js 
eingestellt, es hat Schwächen, nicht wenige man sollte sie halt kennen 
und abwägen. Jedenfalls ist in node.js viel Hype dabei.

von Mehmet K. (mkmk)


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Beim Rumstöbern im Internet bin ich über diese Seite gestolpert:
http://nodecode.de/php-oder-nodejs
Interessanter als den Artikel fand ich manche Leser-Beitraege.
Z.Bsp. hatte ich gar nicht daran gedacht, dass bei einem 
Programm-Absturz in NodeJS alle Benutzter davon betroffen sind und das 
Programm neu gestartet werden müsste. Es gibt natürlich x verschiedene 
Möglichkeiten dies zu verhindern; aber das hat mich schon etwas 
nachdenklich gestimmt.

Ich werde mir (wie mehrfach empfohlen) mal Laravel und PHP 7 etwas 
genauer anschauen. Da ich frühr sehr oft mit CodeIgniter gearbeitet habe 
und Laravel eine Weiterentwicklung dessen ist, werde ich vermutlich den 
Einstieg schnell finden.

Aber irgendwie finde ich NodeJS sehr verlockend. Naja, mal schauen.

Danke für all Eure Meinungen und Ratschlaege.

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