Hallo liebe Community, gerade beschäftige ich mich mit der Ausarbeitung zu einem Seminar, dass ich gerade an der Uni belege. Wir mussten eine Geschäftsidee entwickeln und vortragen. Im Team hatten wir uns dann für einen Schlüsselfinder geeinigt, der über eine App angesteuert werden kann. Ähnliche Produkte gibt es bereits: https://www.amazon.de/musegear-Schlüsselfinder-Schlüssel-Portmonee-Wieder-finden/dp/B01DJMPJ74/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1485895835&sr=8-1&keywords=finder https://www.amazon.de/Tile-Mate-Finder-Finder-1er-Pack/dp/B01L3VEC08/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1485895877&sr=8-1&keywords=tile Wir haben uns entschieden, diese Idee dennoch weiter zu verfolgen, da wir davon ausgingen, günstiger anbieten zu können und einen Markt vorzufinden, der noch lange nicht voll ausgeschöpft ist. Leider habe ich von technischer Seite her keine allzu nennenswerten Erfahrungen, was die Herstellung von einem solchen Tracker ausmacht. Die Anforderungen, die er erfüllen muss, weiß ich allerdings: - Bluetooth-Verbindung zum Handy aufbauen können - Lautsprecher für Tonsignal zum Suchen - Taste, mit der man das Handy anklingeln kann - Batterie mit Laufzeit von ca. 8-12 Monaten bei angemessener Nutzung - eventuell GPS-Standortbestimmung - etwa 3x3cm und relativ dünn Dazu hätte ich ein paar Fragen an euch: 1. Wo könnte man so einen Tracker zu Herstellung in Auftrag geben? (Stückzahlen von 10.000 - 100.000 im Jahr sollten machbar sein) 2. Wie teuer wäre die Herstellung eines Trackers bei eben diesen Stückzahlen ungefähr? 3. Wie teuer wäre der Einbau eines GPS-Moduls? Alternativ könnte man auch das GPS des Handys nutzen, allerdings nur, solange man via Bluetooth verbunden ist. Vielen Dank schonmal Liebe Grüße Manuel
>- Batterie mit Laufzeit von ca. 8-12 Monaten bei angemessener Nutzung >- eventuell GPS-Standortbestimmung Für einige Leute mag es ja möglich sein eine Gabelstaplerbatterie am Schlüsselbund zu tragen, aber das wird wohl eher die Ausnahme sein;)
Diese Schlüsselfinder gibt es doch wirklich wie Sand am Meer. Das hat auch einen Grund: Die Beacon-Funktion ist eine der Neuerungen im Bluetooth 4.0 (Bluetooth Low Energy) Standard gewesen. https://en.wikipedia.org/wiki/Bluetooth_low_energy_beacon Diese Produkte nutzen einfach irgendein Referenzdesign der Hersteller und Stricken eine App darum. Zu Herstellern - vielleicht einfach einen der Lieferanten auf Aliexpress fragen? https://www.aliexpress.com/w/wholesale-ble-beacon.html?initiative_id=SB_20170131130717&site=glo&groupsort=1&SortType=price_asc&g=y&SearchText=ble+beacon Mein Vorschlag: Überlegt Euch etwas innovativeres.
Manuel schrieb: > - Batterie mit Laufzeit von ca. 8-12 Monaten bei angemessener Nutzung > - eventuell GPS-Standortbestimmung 1Ah= 1A*1h oder 100mA 10h usw... Mein GPS-Tracker funktioniert 3 Tage. Ich kaufe gern Aktien Deiner Tochterfirma für die Batterieproduktion.
Also mit dieser Idee würde ich (normalerweise) nichts drauf geben, für ein Uniprojekt sicher ganz interessant, aber es fehlt ein wenig an der Abgrenzung und der Einzigartigkeit. Normalerweise wäre sowas nicht sonderlich langfristig erfolgreich oder man müsste das schnell umbauen. Nur billig reicht als Gründer nicht unbedingt, denn das können etablierte meistens besser, da schon größere Mengen verkauft werden. Vielleicht fällt euch aber noch etwas ein, so ein Konzept zu adaptieren oder zu mischen oder einen Mehrwert anzubieten. Wenn ihr ein wenig Zeit habt, besorgt euch "Kopf schlägt Kapital" von Günter Faltin als Buch oder Hörbuch, vielleicht bekommt ihr dort ein paar Ideen. https://www.entrepreneurship.de ist auch eine Reise wert. Ich war mal in Berlin auf einer Veranstaltung und habe mir dort einige interessante Pitches angehört.
Danke schonmal für die schnellen und teilweise sehr hilfreichen Antworten ;) Was für ein tolles Forum! Wir stecken leider schon in dem Schlamassel, da wir die Idee bereits vorgestellt haben. Jetzt geht es darum, das ganze in der Ausarbeitung auch kritisch zu betrachten. Fallen euch noch weitere Punkte ein, die man zu dieser Geschäftsidee erwähnen sollte? Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Technologie schon in fertiger Form zu kaufen und als einziges Alleinstellungsmerkmal erstellen die Anbieter eine eigene App?
Manuel schrieb: > Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Technologie schon in > fertiger Form zu kaufen und als einziges Alleinstellungsmerkmal > erstellen die Anbieter eine eigene App? Genau.
Manuel schrieb: > und als einziges Alleinstellungsmerkmal Man könnte die umweltfreundliche Dauerhaftigkeit durch einen größeren Akku in den Vordergrund stellen? https://www.google.de/search?q=staplerbatterie+80v Andere haben auch das Rad zum x-tem Mal erfunden verkaufen es heute als 29"-Variante besonders teuer...
https://www.entrepreneurship.de/labor/ Sollte man sich merken. Es gibt sogar ein Komponentenportal. Scheint zwar noch im Aufbau zu sein, aber möglicherweise kann man sich da dann Datenblätter herunterladen :-)
Manuel schrieb: > 2. Wie teuer wäre die Herstellung eines Trackers bei eben diesen > Stückzahlen ungefähr? So, dass du ihn hinterher für etwa 20€ verkaufen musst. > 3. Wie teuer wäre der Einbau eines GPS-Moduls? Falsche Frage. Denn die Antwort auf diese Frage lautet: dank automatischer Bestückung ist der Einbau an sich nicht allzu teuer. Die eigentliche Frage muss lautten: Was kostet es, dem Finder GPS zu verpassen. Und dann kommt die erste Gegenfrage: was kostet ein GPS-Modul in dieser Stückzahl? Muss das auch in Gebäuden funktionieren? Und wie groß muss die Antenne für dieses GPS Modul sein? > 1. Wo könnte man so einen Tracker zu Herstellung in Auftrag geben? > (Stückzahlen von 10.000 - 100.000 im Jahr sollten machbar sein Geh zu den Chinesen. > Wir haben uns entschieden, diese Idee dennoch weiter zu verfolgen, da > wir davon ausgingen, günstiger anbieten zu können Ist dir klar, was du mit dieser Aussage implizierst? Das liest sich etwa so wie: ein paar Studenten schaffen es in einer Studienarbeit, irgendwelche Sachen besser, kleiner und billiger zu machen als ein paar ausgewachsene Ingenieure und erfahrene Einkäufer, die mit diesem Modul sicher schon einige Mannjahre Lehrgeld bezahlt haben.
Manuel schrieb: > (Stückzahlen von 10.000 - 100.000 im Jahr sollten machbar sein) Das sind bei einem so kleinen Teil nun wirklich keine Stückzahlen. Da überlegt ein chinesischer Hersteller, ob er den Automaten anwirft, oder ob er das von seinen Mädels in Heimarbeit häkeln läßt. Und selbst wenn der Erfinder des Ganzen an jedem Stück einen Euro verdient, reicht das noch nicht mal für einen vernünftig ausgestatteten Firmenwagen.
Manuel schrieb: > Wir stecken leider schon in dem Schlamassel, da wir die Idee bereits > vorgestellt haben. Dann lerne etwas daraus: Erst den Mund aufmachen wenn man die Technik verstanden hat. > Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Technologie schon in > fertiger Form zu kaufen und als einziges Alleinstellungsmerkmal > erstellen die Anbieter eine eigene App? Das Alleinstellungsmerkmal ist der Preis. Daraus ergibt sich ein Rennen darum, wer zuerst pleite ist und wer wundersamerweise überlebt. Darum seid ihr mit > Wir haben uns entschieden, diese Idee dennoch weiter zu verfolgen, da > wir davon ausgingen, günstiger anbieten zu können auch so auf dem Holzweg und sowas von komplett disjunkt von der Realität. Das ist nicht zufällig ein BWL-Studium? Manuel schrieb: > Dazu hätte ich ein paar Fragen an euch: > 1. Wo könnte man so einen Tracker zu Herstellung in Auftrag geben? > (Stückzahlen von 10.000 - 100.000 im Jahr sollten machbar sein) Das kannst du in China machen lassen, aber das sind lachhafte Mengen für China. Damit könnt ihr den Preis für euer Produkt nicht so weit unterdrücken dass ihr auch nur Ansatzweise mit den aktuellen Wettbewerbern konkurrieren könnt. Den ersten kleinen, zufällig rausgesuchten, Krauter der einen Bluetooth Key Locator anbietet, wirbt mit einer Fertigungskapazität von 2000 Stück / Tag. Der nächste geht mit 100000 Stück / Woche (20000 Stück / Tag) dann man in die Vollen.
Jack schrieb: > Das kannst du in China machen lassen, aber das sind lachhafte Mengen für > China. Damit könnt ihr den Preis für euer Produkt nicht so weit > unterdrücken dass ihr auch nur Ansatzweise mit den aktuellen > Wettbewerbern konkurrieren könnt. Damit sind Du und einige andere Poster hier aber auf dem Holzweg. Die Chinesen sind dadurch groß geworden, dass sie auch kleinere Mengen ohne viel Diskussion fertigen.
Es ist sicher ein cooles Produkt das "alle" haben wollen. Wir wollen auch alle den Roboter-Anzug von iron Man haben. Wenn es ihn denn gäbe. Ähnliche Produkte gibt es bereits im großen Mengen. Der Bedarf und die Kauflust ist also offensichtlich vorhanden. Und jetzt frage Dich: Warum haben andere dieses Ding nicht längst so produziert wie du es vor hast? Welche Hindernisse gibt es, das Produkt so supercool zu machen, wie es alle gerne haben wollen? Kannst DU diese Hindernisse überwinden? Fangen wir mal mit der Laufzeit der Batterie an. Kannst du eine Batterie bauen, die die Anforderung erfüllt? Wenn nicht, hat das Produkt dann überhaupt noch eine Chance, erfolgreich zu werden?
Manuel schrieb: > (Stückzahlen von 10.000 - 100.000 im Jahr sollten machbar sein) Welche seriöse Analyse liefert diese Zahlen? Wie und von wem mit welcher Expertise wurde sie erstellt? Dürfte euch ein Entwickler mit der folgenden Aussage kommen? „Die Entwicklung dürfte so zwischen 1000 und 10.000 Stunden beanspruchen.“
Hallo, kurze Überschlagsrechnung: ein eingeschaltetes GPS-Modul saugt einen Handy-Akku in 2..3 Tagen leer. Um 12 Monate Laufzeit zu erreichen, müsstet ihr also 10 .. 20 Handy-Akkus in den Stick einbauen. Soviel zum Realitätsbezug. Im realen Leben sind Adabei-Produkte sowieso kein gutes Gechäftsmodell, es sei denn man muss eine Massenfertigung mit irgendwas auslasten (Adabei = österreichisch für MeToo). Aber für die Uni ist sowas ja egal. Georg
Entrepedingens schrieb: > https://www.entrepreneurship.de/labor/ Wortschöpfung der Etablierten. Heiße Luft. Der letzte Lichtstrahl, bevor die Sonne untergeht. Beispiele: https://www.entrepreneurship.de/artikel/konzept-kreative-gruendungen-mdr/ 1. Auf der Homepage seit 06.01.2017. Original posted: 2009. Inhalt: Seine Firmen: Tee und Energiesparlampen umverpacken. Zitat: "Der beste Tee..." 2. ...und jetzt das ganze mit der besten Vanille: https://www.entrepreneurship.de/artikel/forum-nachhaltig-wirtschaften-berichtet-ueber-gruenden-live/ "Sieger bei Gründen live" 3. https://www.youtube.com/watch?v=MokQRrgw0jQ <-Blahblub https://www.youtube.com/watch?v=DQlpHvQEFKI <-Blahblub ..usw. Das sind doch alles keine neue Ideen, auch hier im Thread nicht. Das ist alles das selbe von der Art: "Ich importiere etwas und verkaufe das hier. Und nächsten Monat importiere ich etwas anderes". Das sind Händler und Verkäufer mit Aufstockern als Mitarbeiter. Gründerhauptstadt Berlin: Wie lang nun schon? Und wo sind die Ansätze von gesunden Unternehmen ala "Westküste USA"? Wie werde ich Händler? Wie werde ich selbständig? Aber mit Ideen hat das nichts zu tun.
> Leider habe ich von technischer Seite her keine allzu nennenswerten Erfahrungen, was die Herstellung von einem solchen Tracker ausmacht. >Wir haben uns entschieden, diese Idee dennoch weiter zu verfolgen, da wir davon ausgingen, günstiger anbieten zu können und einen Markt vorzufinden, der noch lange nicht voll ausgeschöpft ist. >für einen Schlüsselfinder geeinigt, der über eine App angesteuert werden kann. Ähnliche Produkte gibt es bereits: .. Das professionelle am Vorgehen ist immerhin: - wir haben keine Ahnung worums geht - Das interessiert uns auch nicht - Es gibt's zwar schon, aber .. - Wir suchen Deppen, die's uns noch guenstiger machen - Wir suchen Deppen die uns die Praesentation dazu liefern. - Und wir suchen Deppen, die uns den Businessplan dazu schreiben. Ich empfehl eine Webseite zu erstellen, wo das Produkt bereits beworben wird. Dann waere so ein Minimum an Eigenleistung dabei.
Lars R. schrieb: > Gründerhauptstadt Berlin: Wie lang nun schon? Und wo sind die Ansätze > von gesunden Unternehmen ala "Westküste USA"? Du hast da den Ansatz missverstanden: es geht um ein Seminar an der Uni, die schnöde Realität stört da nur. Wichtig ist ausschliesslich was der Dozent hören will. Die Geschäftsidee könnte auch ein Röhrenradio für Mittelwelle sein oder sonstwas. Georg
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