Hallo,
kurze Schätzung wäre nett: Ich habe hier einen Sack voll billicher
China-5mm-LEDs, selbstredend ohne Datenblatt. Die Nennleistung ist mit
3.2V und 30 mA angegeben (die 30 mA glaube ich schonmal nicht).
Die Nennleistung interessiert mich aber auch nicht, da ich eine Uhr
ähnlich denen aufbauen will, die oft am Eingang von Bahnhofstunneln
hängen, nur mit drei umlaufenden Ringen á 60 LEDs.
Pro Ring will ich einen Controller verwenden, weil mir sonst die
Pinbeschränkung von Target einen Strich durch die Rechnung macht.
Also eine 6x10-Matrix. Denkt ihr, dass ich da bei 1/6 Pulszeit mit 50 mA
zu sportlich drauf bin?
LG
um lei tung schrieb:> Denkt ihr, dass ich da bei 1/6 Pulszeit mit 50 mA> zu sportlich drauf bin?
Nö, das klingt sogar noch harmlos. Habe gerade mal eine weisse LED mit
35 mA Continuous Current nachgeblättert, und die Jungs (Weltfirma 'Lucky
Light') geben einen Pulsstrom von 100mA an (für 100µs, bei 1/10 Duty
Cycle).
um lei tung schrieb:> kurze Schätzung wäre nett: Ich habe hier einen Sack voll billicher> China-5mm-LEDs, selbstredend ohne Datenblatt. Die Nennleistung ist mit> 3.2V und 30 mA angegeben (die 30 mA glaube ich schonmal nicht).> Denkt ihr, dass ich da bei 1/6 Pulszeit mit 50 mA> zu sportlich drauf bin?
Ziemlich sicher nicht. Bei ausreichend hoher Wiederholrate (brauchst du
für flimmerfreie Anzeige sowieso) und nicht zu extremem Tastverhältnis
(1:6 ist so ca. die Grenze) kann man einfach mit dem mittleren
Durchlaßstrom rechnen. Wenn die 30mA stimmen, dann geht bei 1:6 ein
Pulsstrom bis 180mA. Du hast weniger als 10mA mittleren Strom, das ist
auf jeden Fall weit auf der sicheren Seite.
Axel S. schrieb:> auf jeden Fall weit auf der sicheren Seite.
... sofern Deine Ansteuerung nicht außer Tritt kommt z.B. durch einen
Programmierfehler. Strombegrenzung für LEDs wäre nicht schädlich.
oszi40 schrieb:> Axel S. schrieb:>> auf jeden Fall weit auf der sicheren Seite.>> ... sofern Deine Ansteuerung nicht außer Tritt kommt z.B. durch einen> Programmierfehler. Strombegrenzung für LEDs wäre nicht schädlich.
Ist in Form von Vorwiderständen (pro Zeile) vorhanden.
Wenn die Uhr komisches Zeug anzeigt, dann weiß ich, dass ich besser mal
nachschauen sollte.
Danke für die Rückmeldungen. Das letzte Quäntchen Helligkeit brauche ich
gar nicht, da die Uhr indoor zum Einsatz kommen wird.
Hi
Warum drei µC, Das kannst Du doch auch mit einfachen Schieberegistern
erschlagen - da ist es dann auch egal, ob der µC hängt oder nicht, da
jede LED eine 'normale' Versorgung erhält.
Alternativ ginge auch ein MAX7219 für 64 LED, lässt sich recht einfach
ansteuern und kann kaskadiert werden, also der 2.te oder 3.te ließe sich
mit Daten füllen, ohne, daß Dir die Anzeige daherflimmert.
Oder, da Du die LEDs schon hast eher für Mitleser, Chips mit
integriertem µC wie WS2812 (wäre aber RGB und das Timing ist wohl 'nicht
Ohne')
MfG
Patrick J. schrieb:> Hi>> Warum drei µC, Das kannst Du doch auch mit einfachen Schieberegistern> erschlagen - da ist es dann auch egal, ob der µC hängt oder nicht, da> jede LED eine 'normale' Versorgung erhält.
Ja, das ist die beste Lösung. Weil:
- Billiger als 3 µC
- Sicher gegen Fehlansteuerung
Die hier müssten gehen:
http://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A240/74HC595%23STM.pdf
Kauf dir nen 10er Sack um 2,9€ und einen Tiny dazu, das reicht für 80
LED.
Hier gehts aber um insgesamt 180 LED, nicht 60. ;)
60 für Sekunden, 60 für Minuten und 60 für Stunden.
Dann relativiert sich das wieder - und von den Schieberegistern brauche
ich immer noch 23 Stück, von den µC drei.
um lei tung schrieb:> Die Nennleistung interessiert mich aber auch nicht, da ich eine Uhr> ähnlich denen aufbauen will, die oft am Eingang von Bahnhofstunneln> hängen, nur mit drei umlaufenden Ringen á 60 LEDs.> Pro Ring will ich einen Controller verwenden, weil mir sonst die> Pinbeschränkung von Target einen Strich durch die Rechnung macht.> Also eine 6x10-Matrix. Denkt ihr, dass ich da bei 1/6 Pulszeit mit 50 mA> zu sportlich drauf bin?
In den Ringen leuchtet doch jeweils bloss 1 LED.
Da brauchst du kein Multiplex mit Pulsströmen, sondern kannst direkt die
Matrix an deinen Controller hängen und lässt die eine LED dauernd
adressiert und leuchtend und alle anderen aus.
Und weil eine LED nur in einer Richtung Strom durchlässt und in der
anderen die 5V des Controllers locker sperrt, braucht du auch keine 6x10
oder 8x8 = 16 Controller-Anschlüsse pro Ring, sondern nur 8 für jeweils
56 LEDs und 4 für die fehlenden 12 LEDs, also 28 Pins, ein normaler 40
Pin Controller reicht um alles zu bedienen.
http://ww1.microchip.com/downloads/en/AppNotes/91029a.pdf
Oder 64 an 9 Pins, macht 27 Pins zusammen
https://www.maximintegrated.com/en/app-notes/index.mvp/id/1880
Selbst wenn du die 3, 6, 9, und 12 Uhr Striche leicht dunkel dimmend
haben willst, einfach 1:10 der Zeit auf die LEDs umschalten und auch
dort mal kurz Nennstrom (20mA) durchschicken, also sozusagen sparsames
Multiplexing.
Michael B. schrieb:> In den Ringen leuchtet doch jeweils bloss 1 LED.
Bitte einfach mal an einen U-Bahn-Tunnel in München stellen und da die
Uhr anschauen.
Da steht die Zahl in der Mitte und außenrum läuft ein Sekundenring.
Und zwar inkrementierend, nicht weiterlaufend. Bei Sekunde 1 leuchtet 1
LED, bei Sekunde 50 leuchten 50.
Die einfachen 74HC595 schaffen nur etwa 8 mA je Ausgang, wenn alle
Ausgänge genutzt werden. Da gibt es noch ein Limit für die VCC/GND pins.
Für mehr Strom braucht man da spezielle Schieberegister mit mehr power
oder halt 1 Transistor je LED.
Bei der Matrix braucht man nicht für jede LED einen Transistor. Es
reicht einer pro Spalte und einer pro Zeile. Bei der 6 x 10 Matrix also
10 kleinere Transistoren (für 60 mA) und 6 größere (10 mal LED Strom
oder ca. 600 mA).
Mit halbwegs guten LEDs sollte man auch mit 10-20 mA je LED bei 1/6
Tastverhältnis auskommen (vor allem im Tunnel). Da kann man dann die 10
Treiber ggf. einsparen und auch bei eine Ausfall passiert nichts. Nur
draußen in der Sonne braucht man ggf. auch mal 30 mA.
74HC595 schrieb im Beitrag #4888890:
> um lei tung schrieb:>> Hier gehts aber um insgesamt 180 LED, nicht 60. ;)>> 60 für Sekunden, 60 für Minuten und 60 für Stunden.>>>> Dann relativiert sich das wieder - und von den Schieberegistern brauche>> ich immer noch 23 Stück, von den µC drei.>> Umso besser. Bei größeren Mengen werden die billiger.> Hier zum Beispiel:> https://www.aliexpress.com/item/10PCS-SN74HC595N-D...> 10 stück für 0,54 USD.>> Bei Reichelt bekommst du die für 160 LED nötigen 23 Stück immer noch für> nur 6,44€. Zu dem Preis bekommst du keine 2µController, soviel ist mal> sicher :-)
wurde schon angesprochen, aber bitte lies dich mal über die deutschen
Preise schlau. So teuer ist kaufen in Schland auch nicht. Das muss nicht
mal ein exotischer Dealer sein.
Selbst Reichelt verkauft für 6,44 schon drei stinknormale ATmega 8 im
DIP-Format.
https://www.reichelt.de/Atmel-ATMega-AVRs/ATMEGA-8-16-DIP/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=2959&ARTICLE=45024> Dazu kommt:> Dein µC kann keine 50mA schalten. Nicht auf vielen IOs gleichzeitig.
Nö. Das Shiftregister aber in der günstigen Variante auch nicht.
Er
> hat auch eine max. Grenze für Ströme in GND.> Du brauchst also 1 Transistor pro LED.
Nö.
Das Shiftregister packt
> allerdings mühelos die nötigen 20-30mA pro Port -> das braucht keine> Transistoren.
Nö.
allein die 8x BC847 sind schon teurer als ein
> Shiftregister.
Okay, ich bekomme nur 7 dafür. Wenn ich Kleinsignal-MOSFETs benutze,
dann brauche ich nicht mal Widerstände.
>> Viel spricht für Shiftregister, LED-Treiber oder Portexpander,> insbesondere die Kosten.
Nö.
Ich verbaue ja auch öfters solche 'Billig-LEDs', aussagefähige
Datenblätter sind da selten, habe auch schon oft erlebt, daß da
irgendein Datenblatt verlinkt wird, das sicher nicht zu der
angebotenen LED gehört. Habe selbst schon Tests gemacht, über 100 mA,
vielleicht noch 120 mA würde ich nicht gehen. Beachten muß man, das die
Spannung über der LED deutlich ansteigt, 0,5V bis 1V mehr, als bei 20
mA, können's schon sein. Mit dem durchschnittlichen Strom sollte man
allerdings runtergehen, durch die höhere Spannung steigt auch die
Verlustleistung. Ich rechne da eher mit 15 mA und nicht mit 20 mA. Die
Situation am Einbauort spielt auch noch eine große Rolle. Dicht gepackt
in einem Cluster sind 20 mA Dauerstrom für eine 5mm LED schon zu viel,
eine einzeln Freistehende hält auch 30 mA auf Dauer aus. Ein guter Teil
der Wärme wird auch über die Anschlüsse abgeführt, besonders über den,
auf dem der Chip sitzt (Ist oft die Kathode, aber nicht immer). Bei sehr
hohen Pulsströmen fällt auf, daß sich die Kennlinie einer
Wiederstandsgeraden annähert (Bonddraht?).
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Bei den weissen (und blauen LEDs) kommt man mit dem Puls-strom ggf. auch
schon in den Bereich wo die Helligkeit deutlich langsamer als linear mit
dem Strom steigt. 100 mA gepulst mit 10% Tastgrad sind dann weniger hell
als durchgehend 10 mA.