Hallo,
ich habe einen Fiat 500 BJ 68.
Bedingt durch das Alter der Leitungen und Schalter ist das
Scheinwerferlicht eher trübe, wie ein Teelicht.
Ich habe mir die beigefügte Relaisschaltung gebastelt, die direkt auf
die Bilux-Birne aufgesteckt wird.
Die Stromversorgung für die Bilux-Birnen kommt direkt auf kurzen Weg
von der Batterie.
Die Relais werden über den normalen Lichtschalter geschaltet.
Jetzt habe wieder hervorragendes Licht.
In einem alten Thread von 2007 habe ich die beigefügte Schaltung von
Michael Oberberg gefunden.
Da kam mir die Idee, die Relais durch Mosfet zu ersetzen. Dadurch würde
mein Modul weniger klobig.
Die Schaltung (Mosfet_Switch.png ) die weiter oben erwähnt wurde scheint
mir ein gute Grundlage.
Vielleicht kann mir jemand helfen die Schaltung an mein Bedürfnis
anzupassen.
Die Bilux-Birnen haben 12 Volt und 60/55 Watt.
Ist der in der Schaltung verwendete Mosfet passend, wenn nicht welcher
wäre geeignet?
Die Zeitverzögerung brauche ich natürlich auch nicht, damit würde der
Widerstand 33K und der Kondensator 100mF entfallen. Richtig?
Freue mich auf Hilfe
Viele Grüße
Harro
Harro Schippan schrieb:> Die Schaltung (Mosfet_Switch.png ) die weiter oben erwähnt wurde scheint> mir ein gute Grundlage.
Vielleicht postest du an dieser Stelle lieber den Link auf den
Threadartikel, aus dem das ist. Du hast hier nämlich nur das
Vorschaubild wiedergegeben, und das ist schlicht unleserlich.
Wichtig für deine gewünschte Funktion ist noch die Frage, ob der
originale Schalter deiner Lampen in der Plus- oder Minusleitung
liegt (vermutlich ersteres).
Harro Schippan schrieb:> Dadurch würde mein Modul weniger klobig.
So klein ist doch auch ein Fiat500 nicht, als dass dein Modul nicht
reinpasst, oder meinst du ein H0 Spielzeugauto ?
Bleibe beim Relais, der MOSFET ist nicht betriebssicher. Erstens ist das
Gate nicht gegen Überspannung geschützt, zweitens müsste der MOSFET
nicht bloss die 5A sondern den Einschaltstrom von ca. 50A aushalten und
drittens geht bei Kurzschluss nicht die Sicherung kaputt sondern
trotzdem der MOSFET.
Da die Manipulation an der Lichtanlage sowieso schon TÜV relevant ist,
bleib lieber bei robusten Relais. Eigentlich solltest du aber deine
gammeligen Kontakte und Schalter austauschen. Denk dran, dass
Autoglühbirnen für 12V gedacht sind, der Akku aber bis 14.8 aufgeladen
wird und die Zuleitungen zur Lampe die übrigen 2.8V als Spannungsabfall
verbrauchen sollen, damit die Lampen nicht zu oft durchbrennen.
Der Schaltplan ist so klein, den kriege ich auch mit Draufklicken und
Vergrößern nicht augenfreundlich.
Was sollen 100µ am Gate vom FET? Ausdimmen willst du doch nicht, oder?
Durch den bei der Entladung des Kondensators auftretenden Analogbetrieb
des FETs wird dieser doch nur nunnötig thermisch belastet. Ein paar
Nano, damit sich das Gate nicht irgendwo was als Antenne einfängt,
langen doch.
Viel interessanter würde ich finden, was der TÜV dazu sagt. Wenn dir die
Karre abbrennt oder sich die Versicherung sonst irgendwie drücken kann,
dann hast du nämlich die A***karte.
Ansosnsten finde ich die Idee an sich gut :-)
MaWin schrieb:> Denk dran, dass Autoglühbirnen für 12V gedacht sind
Jein. Die Nennleistung erreichen sie alle erst bei 14 V. Das solltest
du aber eigentlich mit deiner Erfahrung schon mal nachgemessen haben
und wissen. ;-)
Die Biluxlampe im Auto ist allerdings fest auf Masse gelegt, und daran
wirst du auch nichts ändern wollen.
Du musst also die Plusleitung schalten und dafür gibt es mittlerweise
robuste Highside Switches wie z.B. den BTS550 oder BTS555. Die sind für
rauhe Umgebung gedacht und werden in Autos oft eingesetzt.
Abenteuerliche Naturen könnten auch einen P-Kanal MOSFet einbauen, aber
der ist weder gegen Kurzschluss geschützt, noch gegen lustige
Spannungspitzen aus der alten Lichtmaschine.
Matthias S. schrieb:> Die Biluxlampe im Auto ist allerdings fest auf Masse gelegt, und daran> wirst du auch nichts ändern wollen.
Doch, die Biluxbirne ist völlig frei.
Ich kann schalten was ich will, bzw was sinnvoll ist.
Hab die Schaltung vom MosFet noch mal hier eingestellt.
Harro S. schrieb:> Hab die Schaltung noch mal hier eingestellt.
Wie dir Matthias schon schrieb, du musst bei den Biluxlampen die
Plusleitung schalten. Er hat dir zwei robuste Schaltkreise genannt,
die sowas tun können und damit zumindest einen Teil von MaWins
Einwänden entkräften.
Axel R. schrieb:> Ich glaube, jetzt bleibst Du lieber bei deinen Relais, oder?
Hallo Axel,
ist doch etwas aufwendiger als gedacht.
Danke für Lösung, damit machst Du mir erst mal keine Angst. :-)
Würde da schon weiter machen.
R5 ist die Biluxbirne, denke ich.
Das als fliegenden Aufbau zu machen ist sicher nicht sinnvoll und
"hübsch".
Du hast Dir bestimmt Platinen dafür erstellt.
Hast du die Vorlagen noch dafür?
Könntest Du mir noch mal welche machen?
Natürlich bezahlt.
Du schreibst, Du hast Dir das selbst auch so gebaut.
Es ist zuverlässig?
Dann hast Du auch ein älteres Auto?
Danke und viele Grüße
Harro
Hallo Harro,
ich habe das auf Lochraster gelötet (siehe letzte Position der
Reichelt-Linmks) und bei mir (hier nicht gezeigt) sogar noch absichtlich
etwas "Linearbtrieb" hinzugenommen, damit die Lmpen etwas weicher
angehen und nicht kalt gleich "auf die Mütze" bekommen.
Leiterplatte kann ich Dir machen, schreib mir PN oder ich ruf dich an?
StromTuner
EDIT
Hab Dir aufn AB gesprochen
StromTuner
Harro Schippan schrieb:> Ist der in der Schaltung verwendete Mosfet passend, wenn nicht welcher> wäre geeignet?
Wenn die Schaltung in ein Auto oder Motorrad soll, dann nimm statt
einzelner MOSFETs lieber integrierte Highside-Treiber. Siemens BTS436,
BTS442 oder ähnliche. Die sind kurzschluß- und übertemperaturfest und
kommen mit transienten Überspannungen besser klar. Bei
Einzeltransistoren musst Du einiges an Schutzbeschaltung vorsehen, das
ist aufwendiger.
Matthias S. schrieb:> Die Biluxlampe im Auto ist allerdings fest auf Masse gelegt, und daran> wirst du auch nichts ändern wollen.
Das stimmt nicht.
Ich habe soeben zwei Philips Bilux H4 60/55W durchgemessen.
Das Gehäuse hat keinerlei Verbindung zu den 3 Anschlüssen.
Man könnte tatsächlich den 'common' auf Plus legen und die
beiden Glühfadenanschlüsse mit 2 N-MOSFETS gegen GND schalten.
> ....es gibt mittlerweise> robuste Highside Switches wie z.B. den BTS550 oder BTS555. Die sind> für rauhe Umgebung gedacht und werden in Autos oft eingesetzt.
So isses. MOSFETs müssen im 'versauten' KFZ-Netz eine vernünftige
Schutzbeschaltung haben. Oder gleich einen BTS nehmen, der hat das
bereits intus.
Harro Schippan schrieb:> Die Stromversorgung für die Bilux-Birnen kommt direkt auf kurzen Weg> von der Batterie.
Hoffentlich mir einer ordentlichen Sicherung. Ansonsten steigt die
Wahrscheinlichkeit, daß deine Kiste irgendwann man als Fackel oder
Rauchgranate am Straßenrand steht.
Der Andere schrieb:> Hoffentlich mir einer ordentlichen Sicherung.
Hi,
wie Du auf dem Foto sehen kannst, verwende ich Relais mit Sicherung.
Das Plus von der Batterie ist "scheuersicher" verlegt.
Gruß Harro
soul e. schrieb:> Wenn die Schaltung in ein Auto oder Motorrad soll, dann nimm statt> einzelner MOSFETs lieber integrierte Highside-Treiber.
Genau so und nicht anders. Ich kann noch den IPS6011 empfehlen, der
schaltet zuverlässig meine Lampen am Motorrad.
radiostar schrieb:> Ich kann noch den IPS6011 empfehlen, der> schaltet zuverlässig meine Lampen am Motorrad.
Hi,
wie sieht denn die komplette Beschaltung aus?
Hast Du das was?
Gruß Harro
Harro S. schrieb:> Der Andere schrieb:>> Hoffentlich mir einer ordentlichen Sicherung.>> Hi,> wie Du auf dem Foto sehen kannst, verwende ich Relais mit Sicherung.> Das Plus von der Batterie ist "scheuersicher" verlegt.>> Gruß Harro
Und was nutzt dir die Sicherung am Relais, wenn das Kabel, was vom +Pol
der Batterie kommt, von deinem Konstrukt abfällt und mit Masse, z.B. dem
Motor Kontakt bekommt???
Bernd K. schrieb:> Ich habe soeben zwei Philips Bilux H4 60/55W durchgemessen.> Das Gehäuse hat keinerlei Verbindung zu den 3 Anschlüssen.
Das ist klar Bernd, die Lampe selber hat keine Masseverbindung, aber die
Verkabelung im Auto hat sie.
Und nur, um unbedingt N-Kanaler einzusetzen, die ganze Kabelage im
historischen 500er umzustellen, ist doch einfach zu aufwendig. Da nimmt
man lieber entweder wieder ein Relais oder die Highside Switches, die ja
Kummer gewöhnt sind.
Matthias S. schrieb:> Das ist klar Bernd, die Lampe selber hat keine Masseverbindung, aber die> Verkabelung im Auto hat sie.
Hallo Matthias,
das spielt keine Rolle, da die Birne selbst ihren "Saft" direkt von der
Batterie bekommt.
Vom Lichtschalter kommt natürlich das Plus.
Aber das wird ja nur verwendet um die Schaltung zu aktivieren.
Gruß Harro
Also quasi H4 mit gemeinsamer Anode, könnte klappen.
Und den FET willst du permanent, auch beim Parken, unter Spannung
lassen? Mutig, mutig.
Links-rechts sollte aus Sicherheitsgründen möglichst separat (redundant)
versorgt, geschaltet und gesichert werden, wie du wahrscheinlich weißt.
Hallo Batman,
na ja man wird ja permanent schlauer.
Bei den Relais hätte ich mit dem Dauerstrom keine Probleme.
Aber mit dem MOSFET hast Du recht, da ist der Dauerstrom vermutlich
keine soooo gute Idee.
Ja alle 4 Fäden der beiden Biluxbirnen sollen separat geschaltet werden.
Habe zwischenzeitlich Kontakt mit jemandem aus dem Forum, der sowas für
sich selbst schon gemacht hat.
Gruß Harro
Harro S. schrieb:> Aber mit dem MOSFET hast Du recht, da ist der Dauerstrom vermutlich> keine soooo gute Idee.
Bei den dafür vorgesehenen Highside-Treibern ist das Stand der Technik.
Der Leckstrom liegt unter 5 µA pro Kanal.
batman schrieb:> Und den FET willst du permanent, auch beim Parken, unter Spannung> lassen? Mutig, mutig.
Was ist denn daran mutig?
Ein MOSFET mit Ugs=0V ist nun mal nicht leitend, ob da jetzt an
Drain Spannung anliegt oder nicht. Dafür wurde er geschaffen.
Im übrigen würde ich an Drain kein Dauerplus anlegen, sondern
Plus nach dem Zündschloss. Das verhindet das Leersaugen der Batterie,
wenn man weggeht und vergisst, das Licht auszuschalten.
Vorausgesetzt, man zieht den Schlüssel ab und nimmt ihn mit.
Jaja, ich vergaß den Zweck der Schaltung mit dem 'Superplus'
um den Spannungsabfall über dem Kabelverhau zu eliminieren.
Also meinen letzten Abschnitt von 17:15 ignorieren.
Bleibt der N-MOSFET (möglichst >= 60V, Rdson <= 10 mOhm)
mit guter Schutzbeschaltung oder besser ProFET und Konsorten.