Forum: Offtopic Nebenkostenabrechnung Wärmpepumpe Heizung vs. Warmwasser


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von Matthias S. (da_user)


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Hi,

gegeben sei eine Wärmepumpe in einem Mehrparteien Haus. Die Wärmepumpe 
hat einen seperaten Stromzähler und jede Wohneinheit einen Wärmezähler 
und Warmwasserzähler.

Dass ich jetzt über die Wärme-/Warmwasserzähler den Anteil jeder 
Mieterpartei am Stromverbrauch der Wärmepumpe berechnen muss, ist mir 
klar. Aber wie berechne ich den Anteil zwischen Heizwärme und 
Warmwasser?

VG
da_user

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Du wirst einen Wärmemengenzähler für den Übergang Wärmepumpe-Heizkessel 
benötigen, damit Du den für die Warmwassererzeugung erzeugten 
Gesamtanteil bestimmen kannst.

Wenn sichergestellt ist, daß das Warmwasser immer mit definierter 
Temperatur geliefert wird, kannst Du die aufgewendete Wärmemenge auch 
anhand der Temperaturdifferenz Frischwasser-Warmwasser berechnen, aber 
da die Frischwassertemperatur jahreszeitlich schwankt, ist das 
vermutlich nicht sehr genau.

von Matthias S. (da_user)


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Hmm... sieht nicht so aus, als ob da ein seperater Wärmezähler verbaut 
ist.

Gibts den irgendwie sowas wie eine Durchschnittstemperatur für's 
Frischwasser?

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Frag Deine Wasserwerke.

Willst Du die Abrechnung für das Haus anfertigen, oder willst Du nur 
verstehen, wie sie aufgebaut ist?

Im übrigen: denn. Mit zwei "n".

von Matthias S. (da_user)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Frag Deine Wasserwerke.

Klingt logisch.

> Willst Du die Abrechnung für das Haus anfertigen, oder willst Du nur
> verstehen, wie sie aufgebaut ist?

Beides. Der Vermieter hat jetzt die erste Nebenkostenabrechnung für das 
Haus erstellt, und hierfür die Wärmeverbrauch mit dem Strompreis für den 
Allgemeinstrom (nicht Wäremstrom!) multipliziert. Entsprechend kam ne 
saftige Nachzahlung raus.

Im Zweifel erkläre ich also nur den Vermieter wie er es (meiner Ansicht 
nach) richtig machen muss, und er darf sich um die passenden Werte 
kümmern.

> Im übrigen: denn. Mit zwei "n".

Ups... Räxshreipveler zu fercauven! ;-)

: Bearbeitet durch User
von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> und hierfür die Wärmeverbrauch mit dem Strompreis für den
> Allgemeinstrom (nicht Wäremstrom!) multipliziert.

Verstehe ich nicht. Sind das unterschiedliche Tarife? Wenn ja, dann ist 
das doch ein offensichtlicher Fehler, der korrigiert werden muss.

Was definierst Du als "Allgemeinstrom"?

von Matthias S. (da_user)


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Rufus Τ. F. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> und hierfür die Wärmeverbrauch mit dem Strompreis für den
>> Allgemeinstrom (nicht Wäremstrom!) multipliziert.
>
> Verstehe ich nicht. Sind das unterschiedliche Tarife? Wenn ja, dann ist
> das doch ein offensichtlicher Fehler, der korrigiert werden muss.

Jap, die Wärmepumpe hat einen eigenen Zähler mit HT und NT. Zudem hat 
der Vermieter mit der Wärmeleistung gerechnet und nicht mit dem Strom 
den die WP verbraucht hat.

> Was definierst Du als "Allgemeinstrom"?

Allgemeinstrom ist in diesem Falle Treppenhaus- und Kellerlicht, 
Hauswasserwerk...
Also alles, für dass alle Mieter gemeinsam aufkommen müssen.

von Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Zudem hat der Vermieter mit der Wärmeleistung gerechnet und nicht mit
> dem Strom den die WP verbraucht hat.

Hmm.

> Allgemeinstrom ist in diesem Falle ...

OK, klar.

Das klingt insgesamt sehr merkwürdig. Der Vermieter darf* natürlich 
nur real entstandene Kosten umlegen; wenn er statt der von der 
Wärmepumpe aufgenommenen Energie die in Form von Wärme abgeführte 
Energie berechnet, macht er dabei 'nen guten Schnitt.

Ich würde den Vermieter --je nachdem, wie Euer Verhältnis aussieht-- 
vorsichtig befragen, ob er sich mit seiner Abrechnung da wirklich sicher 
ist.

Bei einem etwas verhärteren Verhältnis würde ich bei einer 
Mieterberatung o.ä. nachfragen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht.

Viel Erfolg!

*) Hier spricht natürlich nur mein Allgemeinwissen als jemand, der die 
Betriebskostenabrechnung einer WEG kontrolliert und das eine oder andere 
dabei aufgeschnappt hat. Eine Rechtsberatung sieht anders aus und ist in 
Internetforen generell nicht zu bekommen.

von Matthias S. (da_user)


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> Ich würde den Vermieter --je nachdem, wie Euer Verhältnis aussieht--
> vorsichtig befragen, ob er sich mit seiner Abrechnung da wirklich sicher
> ist.

Das Verhältnis ist sehr gut. Und Thema schon in Klärung. Das ganze ist 
jetzt auch die erste Nebenkostenabrechnung für dieses Haus, da davor die 
WP nicht ordentlich funktioniert hat (Installateur hat den Heizstab 
eingeschaltet, das wichtigste war: wir mussten es nicht zahlen).

Das ist auch m.W. die erste Abrechnung einer WP die die machen.

Aber ich will jetzt natürlich auch genau wissen, wie das abgerechnet 
wird, um evtl. weitere Fehler entdecken zu können.

Rufus Τ. F. schrieb:
> wenn er statt der von der
> Wärmepumpe aufgenommenen Energie die in Form von Wärme abgeführte
> Energie berechnet, macht er dabei 'nen guten Schnitt.

Die WP hat einen COP von 4,72; da ist der Schnitt eher "galaktisch gut" 
;-)

von A. S. (achs)


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Wenn ich das richtig verstehe, habt ihr Gesamtstromkosten GS, je 
haushalt Warmwasser:Liter WLn und Heiz-Wärmemenge HWn.


Und nun möchte ihr eine sinnvolle Aufteilung der Verbrauchskosten.

Das ist natürlich nicht möglich, sondern kann nur angenähert werden.

Für einen Überblick wäre es wichtig, die WLn mit der Temperaturdifferenz 
(Zufluss gerundet 0Grad) in Wärmemengen umzurechnen und mit den HWn 
zusammen den Wirkungsgrad der WPumpe auszurechnen. Wenn der noch bei 
2liegt, seid ihr gut.

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