Anschluss von ASM-Motor

OP #4889846
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Ich habe einen Asynchromotor mit folgenden Kennwerten:

Frequenz:  50 Hz
Leistung: 1,1 kW
Spannung: 230/400 Volt , 3-phas, Stern
Drehzahl: 2590 /min
Polpaarzahl: 1

Betrieb nur in Sternschaltung möglich. Motor soll rechtsdrehend an 
Drehstrom angeschlossen werden.

Nachdem keine K,L,M Anschlüsse (Läuferwicklungen) vorhanden sind gehe 
ich davon aus dass es sich NICHT um einen Schleifringläufer-Motor 
handelt, sondern um einen Kurzschlussläufer-Motor?!

Anschluss von L1->U1, L2->V1, L3->W1 ist klar. Aber wo schließe ich den 
Neutralleiter an? An die überbrückten U2,V2,W2-Anschlüsse?

Wo schließe ich PE an? Einfach an das Gehäuse bzw. Deckel beim 
zuschrauben?

Brauche ich zum Anschluss von L1,L2,L3 und Neutralleiter spezielle 
Kabelschuhe?

Für was sind die violetten (nicht angeschlossenen) Leiter? 
Temperaturschutz/Überlastschutz des Motor?! Was mache ich mit denen?

Nachtrag:
Ich denke an den Motor braucht man keinen Neutralleiter in 
Sternschaltung anzuschließen.
Angehängte Dateien:
Gast #4889883
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Pascal H. schrieb:
> Brauche ich zum Anschluss von L1,L2,L3 und Neutralleiter spezielle
> Kabelschuhe?

Den Neutralleiter schliesst Du NICHT an! Nirgends!

Den Schutzleiter klemmst Du unter ein Schraube im Deckel.
>
> Für was sind die violetten (nicht angeschlossenen) Leiter?
> Temperaturschutz/Überlastschutz des Motor?! Was mache ich mit denen?
44 und 43, die violetten Leiter, sind der Übertemperaturschalter. Dieser 
ist üblicher Weise in die Wicklung mit eingearbeitet.
Über diese solltest Du einen Schütz ansteuern, der bei Übertemperatur 
die
3 Phasen zum Motor auftrennt.
Gast #4890061
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> Den Schutzleiter klemmst Du unter ein Schraube im Deckel

Nein, für diesen wichtigen Anschluß gibt es keinen Kompromiss.
Es muss eine verlässliche dafür vorbereitete Stelle sein.
Er sieht aus wie der blanke Block unterhalb von V1 sein.
#4890131
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Flow schrieb:
>> Den Schutzleiter klemmst Du unter ein Schraube im Deckel
>
> Nein, für diesen wichtigen Anschluß gibt es keinen Kompromiss.
> Es muss eine verlässliche dafür vorbereitete Stelle sein.
> Er sieht aus wie der blanke Block unterhalb von V1 sein.

Ja.

Aber Ringösen oder geteilte Kabelschuhe?
Was wäre pefekt?
Zahnscheibe beim Schutzleiter?

Hier mal eine sehr interessante Seite über Werkzeugmaschinen.
( Schrott wird flott).

http://www.krohnewerk2.de/restaurationsbericht-einer-colchester-bantam-drehbank.html

Grüße Bernd
Gast #4890189
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> Ringösen oder geteilte Kabelschuhe?

 Beide werden gleichermaßen angewendet.
 Ebenso eine Aderendhülse die unter ein U-Blech geklemmt ist,
 so ein U-geformtes Blech verhidert ein Mitdrehen auf dem
 4-eckigen Block.
 Es wäre zu untersuchen, ob in dem sichtbaren Block ein Gewinde
 geschnitten ist.
#4890223
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Bernd F. schrieb:
> THOR schrieb:
>> Peter M. schrieb:
>>> THOR schrieb:
>>>> es müsste 2950 sein?
>>>
>>> Lies das Typenschild!
>>> 2590 ist korrekt!
>>
>> Hab ich gemacht, Frage immer noch nicht beantwortet.
>
> Irgendwie ist die Frage berechtigt.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Drehstrom-Asynchronmaschine
>
> Bei einem Drehfeld von 3000U/min und 1-8% Schlupf,
> passt 2950 eher.
>
> Grüße Bernd

Der Motor wird der Tippfehler auf dem Typenschild einfach ignorieren.

:-))
#4890229
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Der Motor hat ein Polpaar, d.h. 2 Pole. Wenn man die Drehzahl/min 
ausrechnen will, nimmt man:

n=(60*f)/p

n=Drehzahl
60=60 Sekunden d.h. 1 Minute (wegen U/min)
f=Frequenz
p=Anzahl der Pole

Bei 50Hz kann so ein Motor also ohnehin maximal 3000 U/min machen, so 
daß das wahrscheinlich durch den Schlumpf, äh Schlupf (Asynchronmotor!) 
2950 U/min sein werden. Da ist ein Zahlendreher auf dem Typenschild 
wahrscheinlich.

MfG Paul
Gast #4890234
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Paul B. schrieb:
> Bei 50Hz kann so ein Motor also ohnehin maximal 3000 U/min machen, so
> daß das wahrscheinlich durch den Schlumpf, äh Schlupf (Asynchronmotor!)
> 2950 U/min sein werden. Da ist ein Zahlendreher auf dem Typenschild
> wahrscheinlich.

Kein Zahlendreher. Und das könnte man merken wenn man Bauform 90L und 
nur 1,1kW Nennleistung bemerkt.
Gast #4890245
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hinz schrieb:
> Paul B. schrieb:
>> Bei 50Hz kann so ein Motor also ohnehin maximal 3000 U/min machen, so
>> daß das wahrscheinlich durch den Schlumpf, äh Schlupf (Asynchronmotor!)
>> 2950 U/min sein werden. Da ist ein Zahlendreher auf dem Typenschild
>> wahrscheinlich.
>
> Kein Zahlendreher. Und das könnte man merken wenn man Bauform 90L und
> nur 1,1kW Nennleistung bemerkt.

Was hat die Bauform und die Leistung denn mit der Drehzahl zu tun?
Und wenn ich nach "Bauform 90L" suche, finde ich nur Angaben mit 2950 
U/min.

Kannst du deine Ansicht begründen?
#4890300
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Hi

Peter M. schrieb:
>> Für was sind die violetten (nicht angeschlossenen) Leiter?
>> Temperaturschutz/Überlastschutz des Motor?! Was mache ich mit denen?
> 44 und 43, die violetten Leiter, sind der Übertemperaturschalter. Dieser
> ist üblicher Weise in die Wicklung mit eingearbeitet.
> Über diese solltest Du einen Schütz ansteuern, der bei Übertemperatur
> die 3 Phasen zum Motor auftrennt.

Meiner Erfahrung nach ist dieser Temperatur-Fühler NICHT in der Lage, 
großartig was zu schalten.
Man sollte sogar tunlichst davon absehen, diesen Fühler mit einem 0-8-15 
'Piepser' (z.B. TestBoy, Die mit der Tröte/dem Birnchen) auf Durchgang 
zu Prüfen, da bei diesen Billig-Durchgangs-Prüfern der Birnchenstrom 
durch das Messobjekt durch muß - dabei stirbt dieser Sensor für 
gewöhnlich und wenn die Steuerung diesen Sensor voraussetzt, darf der 
Motor neu gewickelt werden.

Zum Anschluß:
U1, V1, W1 an die drei Phasen
Der N wird NICHT im Motor angesschlossen
Der PE wird AUF JEDEN FALL im Motor angeschlossen - das Ding ist aus 
Metall und darin sind ganz schön viele Volt - da kein SK-II Zeichen am 
Motor angebracht ist, bleibt nur SK-I über (mit Schutzleiter), da wir 
wohl SK-III (Schutzkleinspannung) ebenfalls ausschließen können.

MfG
Gast #4890568
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Patrick J. schrieb:
> Meiner Erfahrung nach ist dieser Temperatur-Fühler NICHT in der Lage,
> großartig was zu schalten.
> Man sollte sogar tunlichst davon absehen, diesen Fühler mit einem 0-8-15
> 'Piepser' (z.B. TestBoy, Die mit der Tröte/dem Birnchen) auf Durchgang
> zu Prüfen,

Das wäre eventuell so, wenn es sich um einen KTY mit den 
Klemmbezeichnungen 21 22 handeln würde.

Erfreulicherweise sind aber auf dem Bild die Nummern 43 und 44 deutlich 
erkennbar. Das bedeutet es handelt sich um einen NC-Bimetallkontakt.

Ein solcher kann auch ohne ein spezielles Auslösegerät den 
Steuerstromkreis von Motorschütz, alternativ gern auch SSR oder FU, 
unterbrechen.
Prüfung mit Durchgangsprüfer ist problemlos möglich.
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