Hallo zusammen,
ich hab mir vorgenommen meine bereits seit längerem rumliegende
Elektor-Propeller-Uhr zusammenzubauen. Ich hatte Sie als Bausatz
gekauft, wobei die Platinen schon bestückt sind.
Ich bräuchte mal einen Rat, falls jemand die Uhr bereits selbst in
Betrieb genommen hat:
- Es wird erwähnt, dass bei der Inbetriebnahme die beiden PWM-Ausgänge
des ATmega328, mit denen über Transitoren der Trafo gespeist wird,
niemals dauerhaft auf High gesetzt werden dürfen, da ansonsten die
Transistoren zerstört werden. Ich verwende keinen Debugger, der den
uc/Timer anhalten könnte, sondern nur einen Programmer. Gibt es sonst
noch einen Fall, den man beachten müsste? (Ich gehe mal davon aus, dass
der Code die Ausgänge richtig ansteuert)
- Bei der Firmware liegen auch die Hex-Files bei. Allerdings will ich
die Software noch modifizieren, um über ein Funkmodul die Uhrzeit zur
Uhr zu übertragen. Bei den Source-Files gibt es aber 2 unterschiedliche
Varianten, die mit IAR und AS7 versehen sind. Weiß jemand, was das
bedeuten könnte?
Wäre prima, wenn mir jemand helfen könnte.
Gruß Frank
Hallo Frank,
> ich hab mir vorgenommen meine bereits seit längerem rumliegende> Elektor-Propeller-Uhr zusammenzubauen. Ich hatte Sie als Bausatz> gekauft, wobei die Platinen schon bestückt sind.
Ging mir genauso. Bin aber gerade fertig geworden mit dem Aufbau. Hat
alles reibungslos geklappt.
Vielleicht noch ein Tipp: Ich habe den Propeller nicht direkt auf die
Nabe des Motor geklebt, sondern mit Epoxy eine M3-Schraube (1. Bild) und
eine von den Scheiben aufgeklebt (2. Bild).
Vorteil 1: Man kann die Schraube sehr gut bei langsam laufendem Motor
zentrieren.
Vorteil 2: Die Propeller-Uhr ist wieder demontierbar.
> Ich verwende keinen Debugger, der den> uc/Timer anhalten könnte, sondern nur einen Programmer. Gibt es sonst> noch einen Fall, den man beachten müsste?
Debugger oder Programmer ist glaube ich egal. Das Problem ist, wenn du
mit angeschlossenem Debugger oder Programmer beim Programmieren einen
Reset erzeugst und die Propeller-Clock lief, dann bleibt der Timer für
die PWM stehen und der Strom durch den Transistor wird nur noch durch
den ohmschen Widerstand der Wicklung begrenzt, nicht mehr durch den
induktiven. Das hält der Transistor nicht lange durch.
Ich habe also immer drauf geachtet, dass die Propeller-Clock still
stand, wenn ich den Controller über den Programmer angesprochen habe.
Noch etwas: Elektor hat scheinbar komische ATmega-Controller verwendet.
Ich musste sie als ATA6614Q (Spezialversion des ATmega328 für Automotive
mit LIN-bus !??) und nicht als ATmega328 ansprechen ! Ist das bei dir
auch der Fall ???
Gruß,
PatHoff
Erstmal ein Dankeschön für die zahlreichen Hinweise.
Patrick H. schrieb:> Vielleicht noch ein Tipp: Ich habe den Propeller nicht direkt auf die> Nabe des Motor geklebt, sondern mit Epoxy eine M3-Schraube (1. Bild) und> eine von den Scheiben aufgeklebt (2. Bild).
Leider habe ich mittlerweile die Spule bereits gewickelt und auch alles
zusammengeklebt. Deine Idee ist gut, vorallem wenn man später mal was
austauschen möchte.
Vom Lüfter bzw. dessen Lager bin ich enttäuscht. Der läuft nicht 100%-ig
ruhig. Hier wäre ein qualitativ hochwertiger Lüfter (Papst) sicher nicht
verkehrt gewesen. Aber jetzt ist es zu spät, nochmal will ich die Spule
nicht wickeln. Ich hätte vorher mal den Lüfter ausprobieren sollen...
Patrick H. schrieb:> Ich musste sie als ATA6614Q (Spezialversion des ATmega328 für Automotive> mit LIN-bus !??) und nicht als ATmega328 ansprechen ! Ist das bei dir> auch der Fall ???
Nein, bei mir war ein ATmega328P bestückt.
Aber ich hatte ein anderes Problem: Bei einer LED war die Farbe gelb
defekt. Ich hab dann auf gut Glück im Internet eine Ersatz-LED von Osram
mit der gleichen Pin-Belegung und Maßen bestellt. Es scheint, dass ich
die richtige LED erwischt habe. Die Farben und Leuchtstärke sind
identisch. Gelb und Rot werden mit 560/240mcd angegeben. Da hätte man
auch LEDs mit ein bisschen mehr Leuchtstärke wählen können.
Mechanisch ist soweit alles fertig. Ich hab noch vor, das Programm so zu
modifieren, dass ich von meinen bereits vorhanden Wetterstationsensoren
(Temperatur, Uhrzeit, etc) die Daten angezeigt bekommme. Dafür will ich
eine zusätzliche Platine mit RFM12B und ATmega328 über SPI anbinden, um
keine manuelle Einstellung der Uhrzeit vornehmen zu müssen.
Gruß Frank
Hallo Frank,
Frank schrieb:>> Ich musste sie als ATA6614Q (Spezialversion des ATmega328 für Automotive>> mit LIN-bus !??) und nicht als ATmega328 ansprechen ! Ist das bei dir>> auch der Fall ???>> Nein, bei mir war ein ATmega328P bestückt.
Hat sich bei mir auch geklärt: Nach einem Update auf Atmel Studio 7 und
einem Firmware-Update meines AVRISP mkII werden beide Controller auf der
Basis und dem Propeller jetzt als ATmega328 erkannt.
Das Update auf Atmel Studio 7 habe ich hauptsächlich wegen der in diesem
Format gelieferten Sourcen gemacht. Der Quelltext wird auch ohne Fehler
compiliert (zumindest der für den Basis-Teil). Aber ich bekomme 18
Warnungen und 27 Meldungen. Ich habe noch nicht probiert, ob die Uhr
auch mit diesem Compilat richtig läuft.
Frank schrieb:> Ich hab noch vor, das Programm so zu> modifieren, dass ich von meinen bereits vorhanden Wetterstationsensoren> (Temperatur, Uhrzeit, etc) die Daten angezeigt bekommme.
Ich möchte eigentlich auch einen DCF77-Empfänger anbinden.
RFM12B-Anbindung würde mich aber auch interessieren ...
Gruß,
Patrick
Spendier den Basen der jeweiligen "PWM-Transistoren" doch einen
Kondensator in Reihe (zuleitung aufkratzen, drüberlöten)
Bleibt der Timer stehen, kann kein Dauerstrom fliessen. Evtl. noch
BE_Widerstand einfügen.
ich habe zwei solcher Bausätze übrig, einer ist teilbestückt, der
Übertrager ist fertig, und ein nackter Satz der noch zusammengebaut
werden muss. Ich komme mit den winzigen SMD-Teilen nicht klar, Augen
zu schlecht und mit Lupe o.ä. wird es nicht besser.
Würde ich für weniger als den Ebay-Preis verkaufen.