Hallo,
ich benötige eine Kraftmessugn der Zunge und am besten auch des Kiefers
wegen der Verlaufskontrolle einer Muskelkrankheit. Kann man sowas
einfach und günstig realisieren? Am bliebsten wäre mir schon ein
fertiger Sensor mti USB Schnitstelle, gibt es sowas?
Danke und LG
Mani schrieb:> Am bliebsten wäre mir schon ein fertiger Sensor mti USB Schnitstelle,
Ein "fertiger" Sensor, der die Kraft der Zunge messen kann? Im welche
Richtung sollte die Kraft den gemessen werden? Druck nach oben gegen den
Gaumen oder nach vorn gegen die Zähne? Und beim Kiefer: öffnen oder
schließen? Und warum soll das ein einziger Sensor allein schon können?
> gibt es sowas?
Es gibt Patente: https://www.google.com/patents/DE10309540A1?cl=de
Also wird es auch solche Geräte geben.
> Kann man sowas einfach und günstig realisieren?
Definiere "einfach" und "günstig".
So einen Sensor will man sicher nicht mit einer einfachen
USB-Schnittstelle ausstatten. Dann ist er nämlich nicht galvanisch von
der PC-Stromversorgung getrennt -- und das steckt dann im Mund, wo
aufgrund des Speichels der Widerstand deutlich geringer ist als der
Hautwiderstand, der beim Anfassen von USB-Kabeln relevant ist. Wenn da
auch nur irgendeine Kleinigkeit schiefgeht, ist das ganze ernsthaft
lebensgefährlich.
Wer jetzt aufschreit "aber am USB sind doch nur 5V" hat nicht
verstanden, wo das Problem liegt.
Es gibt gute Gründe, warum medizintechnische Anwendungen --und das hier
ist definitiv eine-- so streng reglementiert sind.
Danke für die bisherigen Antworten! Also fertig gibt es da nichts, bzw
habt ihr vielleicht einen guten Suchbegriff für Google für mich? Ich
denke ggf an einen Druckkraftsensor den man ggf mit dem Multimeter
ablesen kann, oder geht sowas grundsätzlich nicht? So 50-100€ wären für
einen Sensor ok, vielleicht braucht man auch 2? Eine für den Kiefer,
einen für die Zunge? Die Zunge würde ich gegen den Gaumen pressen,
Kiefer halt durch die Zähne.
Danke für das Patent, lese ich gleich sorgsam durch.
LG
Die Druckmesser Folien verändern ja den Widerstand, also müsste ich doch
nur mit dem Messgerät den Widerstand messen, oder ist das zui einfach
gedacht?
Mani schrieb:> Danke für die bisherigen Antworten! Also fertig gibt es da nichts,
Google sagt, dass es natürlich etwas Fertiges gibt.
> bzw> habt ihr vielleicht einen guten Suchbegriff für Google für mich?
Echt jetzt? Wie wäre es mit "Kieferkraft messen"? In den Antworten auf
der ersten Seite findet sich z.B:
>> Die biteFork ist das erste klinisch taugliche System zur Messung und>> Analyse absoluter Bisskräfte beim Menschen.
Hallo Herr ,
die BiteFork ist zurzeit nicht lieferbar.
Eine neue kabellose Version ist in Entwicklung, deren Verkaufspreis noch
nicht absehbar ist.
Beste Grüße
Und womit willst Du den Widerstand messen?
Nochmal:
Du willst das nicht mit irgendwas machen, das elektrisch leitend (nicht
galvanisch getrennt) mit Deinem PC oder auch nur irgendeinem Netzteil
verbunden ist.
Mani schrieb:> Wenn nichts gegen das Messen des Widerstandes kauf ich mir mal den> Sensor, oder?
Da müsstest du aber GAANZ vorsichtig zubeissen - der Messbereich geht
bis 20 N, Wikipedia gibt den Beissdruck eines Menschen mit 800 N/cm² an.
Damit kannst du den Sensor in kleine Krümel beissen und runterschlucken.
Guten Appetit.
Georg
Achso gerade den Beitrag ganz gelesen :D dann brauch ich einen Sensor
der bis 800N / cm3 geht. Mal sehen ob ich sowas finde. Aber mit der
Zunge werd ich ja kaum über 10kg kommen?
Da schwebt mir bei den ersten Überlegungen ein kleiner, flacher Ballon
vor, den die Zunge an den Gaumen pressen kann. Dessen Innendruck könnte
dann per Flüssigkeit über ein Stück dünnen Schlauchs bis zu einem
Drucksensor geleitet werden. Da dürfte kaum ein größerer Druck als ein
bar auftreten.
Dessen Messergebnis könnte schon durch einen einfachen Akku- oder Batt-
versorgten Kontroller in ein RS232 Signal gewandelt werden. Dann ist
eine für medizinische Zwecke ausreichende Trennung gut machbar.
Eine andre Liga ist dann die Kieferdruckmessung. Die Anforderungen wie
beißfestes Material, das nicht die Zähne schädigt, Kraftübertragung auf
den Sensor usw. erfordern dann Kenntnisse, die eher im Bereich des
Mediziners oder des Zahntechnikers als dem des Elektroingenieurs liegen.
Hi Peter,
danke fie Idee finde ich gut! Ich hab das Gerät für die Hand:
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71XdTxtVkiL._SY355_.jpg
kann man ggf umbauen? Für die Zunge sicher nichts, da geht diew Skala ab
5g an, aber die Idee umgedacht fürs Kiefer Muss ja nicht perfekt sein.
LG
Rufus Τ. F. schrieb:> Wer jetzt aufschreit "aber am USB sind doch nur 5V" hat nicht> verstanden, wo das Problem liegt.
Die Spannungen im PC müssten eigentlich Schutzkleinspannungen sein. Also
SELV/PELV, oder?
Wie sollten sonst Anschlüsse wie ESATA, USB oder PS2 sonst sicher sein -
da werden ja keinerlei Abstände eingehalten.
Weiß das jemand definitiv?
Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb.
Mehr als die Akkuspannung (17V?) sollte auch im Fehlerfall nicht
auftreten.
Sicher, die 17V (im worst-case-Fehlerfall) sind auf der Zunge nicht so
prickelnd (haha) aber nich tödlich oder gefährlich. Habs selber
ausprobiert.
Das Problem beim PC ist das nicht medizintechnisch ausgelegte Netzteil.
Im Normalfall alles OK. Aber im Fehlerfall sicher tödlich. Wenn das nur
für dich selber ist, dann kann man sowas machen wenn man will...
soso schrieb:> Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb.> Mehr als die Akkuspannung (17V?) sollte auch im Fehlerfall nicht> auftreten.
Und wenn jemand das Ladegerät eingsteckt hat?
soso schrieb:> Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb.
Der kann nicht nur mit seinem Netzteil, sondern auch mit einem
Netzwerkkabel, einem Monitorkabel und natürlich anderen USB-Kabeln mit
Dingen verbunden sein, die "interessante" Spannungen auf die USB-Masse
ausgeben.
Schutzkleinspannung etc. ist hier nicht ausreichend, da ein
niederohmiger(!) direkter Kontakt zum Körper hergestellt wird. Ein
Hautkontakt ist was anderes als ein Kontakt im Mundbereich.
Danke für die Fürsorge aber bei meiner Krankheit ist das
Sicherheitsrisiko nicht relevant, ich bin mir auch nicht sicher ob so
ein Abgang nicht gar vorteile hätte...
Mani schrieb:> ich bin mir auch nicht sicher ob so> ein Abgang nicht gar vorteile hätte...
Kannst du gleich mit automatisieren: wenn die Kraft ein bestimmtes
Minimum nicht mehr erreicht, wird eine direkte Verbindung zu 230 V
hergestellt.
Georg
Wenn das Gerät nur anzeigen muss, gibt es keinen Grund, das elektronisch
zu lösen.
Ein kleiner, weicher Ball, lebensmittelecht (z.B. Silikon), daran ein
Schlauch, daran ein mechanisches Manometer. Das Ganze mit Speiseöl
gefüllt für die Zungenkraftmessung.
Für die Kieferkraft der selbe Aufbau, nur das der Ball zwischen zwei
evtl. mit Scharnier verbundenen Platten befestigt ist, und das Manometer
einen anderen Messbereich hat.
Die beiden Teile zusammen lassen sich sicher unter 100€ realisieren und
mit etwas Suche solle es alle Teile von der Stange geben.
Ehrlich gesagt ist mir der Stromtod dann doch zu unangenehm, da gibt es
besser Tode.
Ich habe jetzt erfahren was das für ein Sensor für die Kiefermessung
ist: Tekscan..flexiforce sensor! der kostet glaube ich auch unter 100€,
muss ich nochmal genauer schauen.
Danke für eure Hilfe!