Drucksensor mit USB Schnitstelle

Gast #4892868
Hallo,

ich benötige eine Kraftmessugn der Zunge und am besten auch des Kiefers 
wegen der Verlaufskontrolle einer Muskelkrankheit. Kann man sowas 
einfach und günstig realisieren? Am bliebsten wäre mir schon ein 
fertiger Sensor mti USB Schnitstelle, gibt es sowas?

Danke und LG
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4892985
Mani schrieb:
> Am bliebsten wäre mir schon ein fertiger Sensor mti USB Schnitstelle,
Ein "fertiger" Sensor, der die Kraft der Zunge messen kann? Im welche 
Richtung sollte die Kraft den gemessen werden? Druck nach oben gegen den 
Gaumen oder nach vorn gegen die Zähne? Und beim Kiefer: öffnen oder 
schließen? Und warum soll das ein einziger Sensor allein schon können?

> gibt es sowas?
Es gibt Patente: https://www.google.com/patents/DE10309540A1?cl=de
Also wird es auch solche Geräte geben.

> Kann man sowas einfach und günstig realisieren?
Definiere "einfach" und "günstig".
Persönliche Seite #4893055
So einen Sensor will man sicher nicht mit einer einfachen 
USB-Schnittstelle ausstatten. Dann ist er nämlich nicht galvanisch von 
der PC-Stromversorgung getrennt -- und das steckt dann im Mund, wo 
aufgrund des Speichels der Widerstand deutlich geringer ist als der 
Hautwiderstand, der beim Anfassen von USB-Kabeln relevant ist. Wenn da 
auch nur irgendeine Kleinigkeit schiefgeht, ist das ganze ernsthaft 
lebensgefährlich.

Wer jetzt aufschreit "aber am USB sind doch nur 5V" hat nicht 
verstanden, wo das Problem liegt.

Es gibt gute Gründe, warum medizintechnische Anwendungen --und das hier 
ist definitiv eine-- so streng reglementiert sind.
Gast #4893106
Danke für die bisherigen Antworten! Also fertig gibt es da nichts, bzw 
habt ihr vielleicht einen guten Suchbegriff für Google für mich? Ich 
denke ggf an einen Druckkraftsensor den man ggf mit dem Multimeter 
ablesen kann, oder geht sowas grundsätzlich nicht? So 50-100€ wären für 
einen Sensor ok, vielleicht braucht man auch 2? Eine für den Kiefer, 
einen für die Zunge? Die Zunge würde ich gegen den Gaumen pressen, 
Kiefer halt durch die Zähne.

Danke für das Patent, lese ich gleich sorgsam durch.

LG
Gast #4893110
Die Druckmesser Folien verändern ja den Widerstand, also müsste ich doch 
nur mit dem Messgerät den Widerstand messen, oder ist das zui einfach 
gedacht?
Gast #4893137
Mani schrieb:
> Danke für die bisherigen Antworten! Also fertig gibt es da nichts,

Google sagt, dass es natürlich etwas Fertiges gibt.

> bzw
> habt ihr vielleicht einen guten Suchbegriff für Google für mich?

Echt jetzt? Wie wäre es mit "Kieferkraft messen"? In den Antworten auf 
der ersten Seite findet sich z.B:

>> Die biteFork ist das erste klinisch taugliche System zur Messung und
>> Analyse absoluter Bisskräfte beim Menschen.
Gast #4893173
Hallo Herr ,

die BiteFork ist zurzeit nicht lieferbar.
Eine neue kabellose Version ist in Entwicklung, deren Verkaufspreis noch 
nicht absehbar ist.

Beste Grüße
Gast #4893302
Mani schrieb:
> Wenn nichts gegen das Messen des Widerstandes kauf ich mir mal den
> Sensor, oder?

Da müsstest du aber GAANZ vorsichtig zubeissen - der Messbereich geht 
bis 20 N, Wikipedia gibt den Beissdruck eines Menschen mit 800 N/cm² an. 
Damit kannst du den Sensor in kleine Krümel beissen und runterschlucken. 
Guten Appetit.

Georg
Gast #4893309
Achso gerade den Beitrag ganz gelesen :D dann brauch ich einen Sensor 
der bis 800N / cm3 geht. Mal sehen ob ich sowas finde. Aber mit der 
Zunge werd ich ja kaum über 10kg kommen?
Gast #4893325
Gast #4893330
Da schwebt mir bei den ersten Überlegungen ein kleiner, flacher Ballon 
vor, den die Zunge an den Gaumen pressen kann. Dessen Innendruck könnte 
dann per Flüssigkeit über ein Stück dünnen Schlauchs bis zu einem 
Drucksensor geleitet werden. Da dürfte kaum ein größerer Druck als ein 
bar auftreten.
 Dessen Messergebnis könnte schon durch einen einfachen Akku- oder Batt- 
versorgten Kontroller in  ein RS232 Signal gewandelt werden. Dann ist 
eine für medizinische Zwecke ausreichende Trennung gut machbar.

Eine andre Liga ist dann die Kieferdruckmessung. Die Anforderungen wie 
beißfestes Material, das nicht die Zähne schädigt, Kraftübertragung auf 
den Sensor usw. erfordern dann Kenntnisse, die eher im Bereich des 
Mediziners oder des Zahntechnikers als dem des Elektroingenieurs liegen.
Gast #4893343
Rufus Τ. F. schrieb:
> Wer jetzt aufschreit "aber am USB sind doch nur 5V" hat nicht
> verstanden, wo das Problem liegt.

Die Spannungen im PC müssten eigentlich Schutzkleinspannungen sein. Also 
SELV/PELV, oder?
Wie sollten sonst Anschlüsse wie ESATA, USB oder PS2 sonst sicher sein - 
da werden ja keinerlei Abstände eingehalten.
Weiß das jemand definitiv?

Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb. 
Mehr als die Akkuspannung (17V?) sollte auch im Fehlerfall nicht 
auftreten.

Sicher, die 17V (im worst-case-Fehlerfall) sind auf der Zunge nicht so 
prickelnd (haha) aber nich tödlich oder gefährlich. Habs selber 
ausprobiert.
Gast #4893359
Das Problem beim PC ist das nicht medizintechnisch ausgelegte Netzteil. 
Im Normalfall alles OK. Aber im Fehlerfall sicher tödlich. Wenn das nur 
für dich selber ist, dann kann man sowas machen wenn man will...
Gast #4893375
soso schrieb:
> Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb.
> Mehr als die Akkuspannung (17V?) sollte auch im Fehlerfall nicht
> auftreten.

Und wenn jemand das Ladegerät eingsteckt hat?
Persönliche Seite #4893451
soso schrieb:
> Einen Vorschlag hätte ich aber konkret : Ein Laptop auf Akkubetrieb.

Der kann nicht nur mit seinem Netzteil, sondern auch mit einem 
Netzwerkkabel, einem Monitorkabel und natürlich anderen USB-Kabeln mit 
Dingen verbunden sein, die "interessante" Spannungen auf die USB-Masse 
ausgeben.

Schutzkleinspannung etc. ist hier nicht ausreichend, da ein 
niederohmiger(!) direkter Kontakt zum Körper hergestellt wird. Ein 
Hautkontakt ist was anderes als ein Kontakt im Mundbereich.
Gast #4893521
Danke für die Fürsorge aber bei meiner Krankheit ist das 
Sicherheitsrisiko nicht relevant, ich bin mir auch nicht sicher ob so 
ein Abgang nicht gar vorteile hätte...
Gast #4893651
Mani schrieb:
> ich bin mir auch nicht sicher ob so
> ein Abgang nicht gar vorteile hätte...

Kannst du gleich mit automatisieren: wenn die Kraft ein bestimmtes 
Minimum nicht mehr erreicht, wird eine direkte Verbindung zu 230 V 
hergestellt.

Georg
Gast #4893817
Wenn das Gerät nur anzeigen muss, gibt es keinen Grund, das elektronisch 
zu lösen.

Ein kleiner, weicher Ball, lebensmittelecht (z.B. Silikon), daran ein 
Schlauch, daran ein mechanisches Manometer. Das Ganze mit Speiseöl 
gefüllt für die Zungenkraftmessung.

Für die Kieferkraft der selbe Aufbau, nur das der Ball zwischen zwei 
evtl. mit Scharnier verbundenen Platten befestigt ist, und das Manometer 
einen anderen Messbereich hat.

Die beiden Teile zusammen lassen sich sicher unter 100€ realisieren und 
mit etwas Suche solle es alle Teile von der Stange geben.
Gast #4893873
Ehrlich gesagt ist mir der Stromtod dann doch zu unangenehm, da gibt es 
besser Tode.

Ich habe jetzt erfahren was das für ein Sensor für die Kiefermessung 
ist: Tekscan..flexiforce sensor! der kostet glaube ich auch unter 100€, 
muss ich nochmal genauer schauen.

Danke für eure Hilfe!

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