Hallo,
wie kann ich eine HF Spannung (Power 0-200W 0-75V (100W) 50 Ohm
1-30MHZ) auf z.B. 2,5V begrenzen? Dämpfungsglied fällt wegen den Peaks
bei normalen KW Tranceiver aus. Z.B FT 2000D 200W auf 10W eigestellt,
der TRX gibt mit PEP Messgerät geprüft zuerst viel mehr raus, dann ist
der Transistor hin.
Ich habe eine Endstufe mit dem LDMOS BLF578 aufgebaut. Bis dato habe ich
eine sichere 100mW Ansteuerung.
Danke für die Hilfe
Holger
Hallo,
ja das ist beim BLF578 ein Problem (Überspannung). Ich verbaue die Teile
allerdings in 2m PAs. Die Überspannung killt doch den Transistor
Ausgangsseitig oder? Also mit sehr schnellen Dioden am Ausgang kann man
da eine Regelspannung erzeugen, sollte aber gut entkoppelt sein wegen
den dadurch entstehenden Oberwellen. Am Eingang hilft dann ein
Pin-Dioden Abschwächer oder VGA Amplifier im Zulauf. So einfach ist das
leider nicht wie gesagt.
Gruß Sascha
LD-Mos Transistoren sterben wegen zu hoher Spannung am Eingang, weil die
maximal zulässige Gate Source-Spannung überschritten werden.
Am Ausgang sind sie eigentlich unkaputtbar.
Da hilft nichts am Ausgang und auch keine Regelung sondern höchstens
Begrenzerdioden am Eingang, welche auch schnell genug sein müssen, und
generell vorhanden sein sollten.
Mit 100W direkt aufs Gate zu gehen ist eine ganz schlechte Idee. Auch
dann wenn man die Leistung des TX vorher runterregelt.
Hier gehört zwingend ein Leistungsabschwächer zwischen TX und LD-Mos,
oder alternativ baut man seinen TX dahingehend um das man die HF vor der
Endstufe abgreift.
Ralph Berres
Das Bauteil heisst Limiter
http://194.75.38.69/products/Limiters.shtml
allerdings nicht direkt für diese Leistungsklasse
"Nullode" war das entsprechende Röhernbauteil aus der Radartechnik
Mal ein Beispiel von Mini-Circuits:
http://194.75.38.69/pdfs/RLM-43-5W+.pdf
Broadband, 20 MHz to 4 GHz
"Mini-Circuits’ RLM-43-5W+ is a passive PIN diode RF limiter ideal for
protecting sensitive receiver circuitry from
high-power signals, while allowing low-powered signals to be received.
Providing limiting range from +10 to +37 dBm and +12 dBm typical output
power..."
Ich sehe keine Angaben zu impulsförmiger Belastung, die 5 Watt_max
scheinen im Dauerbetrieb zu sein. Wie die aus dem kleinen SMD-Gehäuse
abgeführt werden steht da auch nicht, muss wohl über die Massepads
erfolgen.
Christoph K. schrieb:> Ich sehe keine Angaben zu impulsförmiger Belastung, die 5 Watt_max> scheinen im Dauerbetrieb zu sein. Wie die aus dem kleinen SMD-Gehäuse> abgeführt werden steht da auch nicht, muss wohl über die Massepads> erfolgen.
Nein, die PIN-Diode braucht keine hohe Leistung abzuführen, sondern wird
sehr niederohmig und erhöht lediglich den Reflexionsfaktor.
Dabei ist zu beachten dass Verstaerker mit Leistungen ueber 100mW nicht
mit zu hohen Reflexionen am Ausgang arbeiten, ueblicherweise gehen sie
kaputt. Dh ein Limiter am Ausgang ist dann ganz schlecht. Was bedeutet
nicht mal ein Treiberverstaerker darf per reflektierendem Limiter
limitiert werden.
Christoph K. schrieb:> Ich sehe keine Angaben zu impulsförmiger Belastung, die 5 Watt_max> scheinen im Dauerbetrieb zu sein. Wie die aus dem kleinen SMD-Gehäuse> abgeführt werden steht da auch nicht, muss wohl über die Massepads> erfolgen.
nee ist auch nicht Dauerstrich.
2 watt pulse 50 μsec pw 1kHz duty cycle recovery
to within 90% of final value @ -5 dBm
Ralph Berres
Guten Abend,
ich habe gerade das Datenblatt gelesen.
Für mich als Newcomer (DO.... trau mich nicht) sind viele Angaben
vorhanden, aber nicht nachvollziehbar.
Aber nach welcher Formel wird die maximale Eingangsleistung berechnet.
Ich habe mal gerechnet, 500mW sind 19Vss an 50 Ohm. Holger 1 hat nur
100mW Input angegeben, warum?
Tschuess
Holger
> wird die maximale Eingangsleistung berechnet
nicht mit Uss, sondern mit Ueff. Ein Effektivwert wird so bezeichnet,
weil er an einer ohmschen Last die gleiche Wirkleistung freisetzt, wie
eine Gleichspannung mit der selben Höhe.
Leistung
~~~~~~~~
Ueff = Uss / (2 x wurzel(2))
= 19V / 2.828
= 6,72V
P = (Ueff)^2 / R
= 45,16V^2 / 50r
= 0,9 Watt
Hallo,
Danke für die Antwort. Dann sind 0,9 W die maximale Eingangsleistung.
Wie kommt man auf die 45,16V, im Datenblatt habe ich den Wert nicht
gefunden.
Danke
Holger
auch Holger schrieb:> Wie kommt man auf die 45,16V, im Datenblatt habe ich den Wert nicht> gefunden.
wie wäre es mit lesen des Beitrages?
B e r n d W. schrieb:> P = (Ueff)^2 / R> = 45,16V^2 / 50r> = 0,9 Watt
Es kommt einfach durch quadrieren des Ueff Wertes.
Ralph Berres
Hallo,
ich möchte etwas lernen, ich habe in Datenblatt von Farnell keine Angabe
mit Ueff gefunden. Das Problem von Holger 1 wollte ich nur einfach
nacharbeiten. Seit nicht böse, ich werde es schon noch lernen.
Vielen Dank
Holger
auch Holger schrieb:> ich habe in Datenblatt von Farnell
welches Datenblatt? welches Bauelement?
In der HF Technik werden Pegel oft in dbm also db bezogen auf 1mW an 50
Ohm angegeben.
Ralph Berres
Hallo,
ich habe meine Frage auf den LDMOS BLF578 bezogen. Ich würde gerne
wissen, wie ich das Datenblatt lesen muss. Es kann keine Angaben von
max. Input oder max. Rücklaufleistung SWR erkennen.
Schönen Abend
Holger
auch Holger schrieb:> Hallo,>> ich habe meine Frage auf den LDMOS BLF578 bezogen. Ich würde gerne> wissen, wie ich das Datenblatt lesen muss. Es kann keine Angaben von> max. Input oder max. Rücklaufleistung SWR erkennen.
In Kapitel 4 stehen die "Limiting values".
Hallo,
wie kann ich daraus den maximalen input und die höchste Rücklaufleistung
errechnen?
VDS drain-source voltage - 110 V
VGS gate-source voltage 0.5 +11 V
ID drain current - 88 A
Tstg storage temperature 65 +150 C
Tj junction temperature - 225 C
Danke
MfG
Petra
Petra schrieb:> wie kann ich daraus den maximalen input und die höchste Rücklaufleistung> errechnen?
Hallo Petra
zunächst must du für die gewünschte Frequenz am Eingang und Ausgang das
Anpassnetzwerk berechnen, damit man sowohl am Eingang als auch am
Ausgang
50 Ohm sieht.
Der Transistor wird mit 50V Betriebsspannung betrieben. Daraus ergibt
sich bei gegebener Ausgangsleistung dann auch das Übersetzungsverhältnis
des Anpassnetzwerkes.
Bei solchen Endstufen wird man die Güte der Schwingkreise möglichst
gering halten, damit Spannungsüberhöhungen im Schwingkreis die VDSS
nicht überschreiten können. Oft ist es kein Schwingkreis sondern ein
Transformator.
Man muss aber auch drauf achten das das nachfolgende Oberwellenfilter
keine zu großen Schwingkreisgüten hat.
Bei Fehlanpassungen am Ausgang kann es im Extremfall zwischen doppelter
Ausgangsspannung und doppelten Ausgangsstrom variieren. ( Je nach
Lastfall ob Leerlauf oder Kurzschluss und Leitungslänge in Lambda,
welches auch noch transformiert ).
( Das ist vor allem wichtig wenn vergessen wurde die Last
anzuschließen).
Aus der Verstärkung die dieser Transistor hat kann man dann berechnen
welche Eingangsleistung benötigt wird. Daraus und aus der
Eingangsimpedanz muss man das Anpassnetzwerk am Eingang berechnen.
Die VGS darf auf keinen Fall auch nur für Mikrosekunden überschritten
werden, dann ist der Transistor sofort defekt. ( Übrigens der häufigste
Fall für eine defekte Endstufe ).
VGS setzt sich zusammen aus der Spitzenspannung des HF Signals direkt am
Gate und der DC-Spannung für den Transistor in den gewünschten
Arbeitspunkt der Eingangskennlinie zu schieben.
Sauber dimensionierte LD-Mos Endstufen sind gegen Fehlanpassung am
Ausgang eigentlich fast unkaputtbar, wenn nicht irgendwelche
Anpassgeräte mit Kreise hoher Güte am Ausgang hängen um den
Schraubenzieher im Blumentopf an 50 Ohm anzupassen.
Am Eingang sind alle LD-Mos Endstufen extrem empfindlich gegen zu hohe
Eingangsleistung. Da waren die alten Endstufen mit bipolaren Endstufen
besser.
Ralph Berres