op-amp verstärkung verstellbar machen

#4907925
Lesenswert?

Hallo,
ich habe einen nicht invertierenden OP-AMP welchen ich zwischen den 
Verstärkungsfaktoren 1 und 10 hin- und her schalten will(nichts 
dazwischen). Wie das für die beiden Fälle auszusehen hat weiß ich, die 
Frage ist welchen Schalter ich benutzen soll. Dieser muss im AN-zustand 
sehr niederohmig sein (sonst hab ich mehr als 1 als Verstärkungsfaktor) 
und im AUS-zustand hochohmig. Die Schaltvorgänge erfolgen höchstens ein 
mal pro Sekunde.
Ich habe mir analoge Schalter IC IC´s wie den 4066 angeschaut, diese 
sind jedoch oft nicht sehr niederohig.
Eine andere Idee war ein Relais zu benutzen da dieses die Anfoderungen 
erfüllt und wenn man ein bistabiles Relais benutzt sogar relativ 
stromsparend, jedoch würde ich lieber etwas kleineres und billigeres 
benutzen.
Im Anhang ist eine kleine Schaltung zur Verdeutlichung.
MfG Steven
Angehängte Dateien:
#4908053
Lesenswert?

Steven J. schrieb:
> die Frage ist welchen Schalter ich benutzen soll.
>
> Eine andere Idee war ein Relais zu benutzen

Relais können natürlich alles schalten, auch sehr negative Spannungen.
Aber vielleicht kann man die Schaltung doch irgendwie ohne Relais 
realisieren? Das hängt davon ab, was der analoge Switch schalten muss 
und womit er gesteuert wird.
Gast #4908062
Lesenswert?

Bei nem nichtinvertierenden OPV Verstärker hat man einen Widerstand nach 
Masse, dem kann man eine Reihenschaltung aus BJT und Widerstand parallel 
schalten.

Dimensionierung so, dass der zweite Widerstand zusammen mit dem ersten 
V=1 ergibt und der BJT sättigt.
#4908105
Lesenswert?

Kauf dir einen VGA (variable gain amplifier,  auch PGA) gibt es auch mit 
verstärkung 1 und 10.
Bei langsamen umd starken Signalen mag das mit einem Schalter gehen (ich 
würde übrigens 1k und 9k in Reihe schalten, und mit dem Schalter bei 
Bedarf den 9k brücken) aber bei schnellen und kleinen Signalen hast du 
wegen dem Schalter Probleme.
Da du nichts über das Signal verraten hast würde ich also einfach ein 
fertig-IC kaufen
#4908144
Lesenswert?

Du könntest den Verstärker auch 2x aufbauen (die unterschiedlichen 
Verstärkungen fest eingestellt), und dann zwischen den beiden Ausgängen 
umschalten - z.B. mit einem Analogschalter.
Dann spielt der Innenwiderstand des Umschalters kaum noch eine Rolle 
(jedenfalls nicht für den Verstärkungsfaktor).
#4908147
Lesenswert?

Die Eingangsströme sollten sehr gering sein. Ich habe als OP-AMP den 
TS912 im Auge, dieser hat einen geringen Input Strom, passt von der 
Frequenz her und hat einen niederohmigen Output. Der AMP wird vor einen 
ADC (MCP3201) gehangen, der max.1kOhm Impedanz an der zu messenden 
Spannung zulässt. Wenn ihr jedoch Vorschläge für einen anderen AMP habt, 
welcher vorallem besser mit Belastung am Output klarkommt(der TS912 
nicht so richtig) schreibt sie mir bitte.
Und würde ein BC847 gehen?
#4908161
Lesenswert?

Ein bipolarer Transistor als Schalter ist eine ganz schlecht Idee, Auf 
Grund der Sättigungsspannung verstärkst du dessen Ucesat (ca. 50mV) mal 
10. Das heißt du kannst dich schon mal auf bis zu 500mV 
unkontrollierbarem Offset am Ausgang des Opamps einstellen. man sollte 
sich halt immer überlegen warum niemand das bisher so gemacht hat. Ein 
Kleinsignal-Mosfet statt dem Bipolartransistor hätte dieses Problem 
nicht. Bitte keinen dicken Mosfet nehmen, weil der bringt zu große 
Kapazitäten mit.
Gast #4908214
Lesenswert?

THOR schrieb:
> und dann R3=R1 in die + Leitung des OPV um die
> Eingangsströme zu kompensieren.

Es wäre wirklich zu schön, wenn man so die Eingangsströme kompensieren 
könnte.
R3 bewirkt die näherungsweise Kompensation der durch den Biasstrom an R1 
hervorgerufenen Offsetspannung. Die Offsetspannung durch den 
Eingangsoffsetstrom wird nicht kompensiert.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren