Mosfet schaltet nicht richtig durch

#4912828
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Hallo liebe forenbesucher.

ich hab da n problem an dem ich jetzt schon seit fast 3 tagen am 
verzweifenln bin. ich will nen Motor über nen taster steuern aber um 
eben nicht die hauptlast auf meinem taster zu haben hab ich mir gedacht 
ich bau mir nen mosfet ein. Ich bin also zum elektronikladen gegangen 
hab den mann am tresen gesagt ich brauch nen mosfet den ich mit 
mindestens 10 V spannung am gate betreiben kann und der kurzeitige 
lastspitzen von 40A abkann. da hat er mir den IRFZ48N gegeben.
ich hab alles wie auf dem schaltplan in ein breadboard verbaut ums mal 
auszutesten. Leider will sich der motor partout nich drehen. dann hab 
ich mal das multimeter dran gehalten. beim düpcken des tasters bekomm 
ich am motor meine gewünschte spannung aber leider nur ca 5-10 mA und 
der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.
ich hab absolut keine ahung was da falsch läuft. die lötstellen hab ich 
alle durchgemessen. alle kontakte und alle kabel. nirgends hab ich 
irgendwo nen hochohmigen kontakt drin.

habt ihr vielleicht ne ahnung woran das liegen könnte?
ich hab schon woanders nachgefragt und die meinten mein mosfet sei dazu 
ungeeignet und ich soll doch nen IRF 3034PBF oder nen IRF3703 benutzen
aber die sind ja maßlos überdimensioniert und ich hab niemals ne last 
von 300A aufwärts in meiner schaltung. daran kanns doch nicht liegen 
oder ?
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Gast #4912834
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Stefan R. schrieb:
> dann hab
> ich mal das multimeter dran gehalten. beim drpcken des tasters bekomm
> ich am motor meine gewünschte spannung aber leider nur ca 5-10 mA und
> der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.

Wenn du am Motor die volle Spannung misst aber nur 10mA fliessen, dann 
liegt es am Motor und nicht am Transistor.
Läuft der Motor wenn du ihn direkt an den Akku anschliesst?
#4912838
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Sieht nicht schlecht aus. Eine Freilaufdiode fehlt über dem Motor. Aber 
die Schaltung ist im Prinzip in Ordnung, sogar der MOSFET sieht 
richtigrum aus, wenn du ihn auch wirklich sorum angeschlossen hast.

Stefan R. schrieb:
> beim düpcken des tasters bekomm
> ich am motor meine gewünschte spannung aber leider nur ca 5-10 mA

Dann ist dein Motor kaputt. Denn wenn dort die SPANNUNG anliegt aber 
nicht der STROM fliesst (owbohl die Kabel in Ordnung sind), dann liegt's 
am Motor.

Oder es ist eben ein Messfehler.

Stefan R. schrieb:
> und der kurzeitige lastspitzen von 40A abkann

Welchen Innenwiderstand hat denn dein Motor ? Unter 0.27 Ohm ? Dann 
reicht dein 40A MOSFET nicht.
#4912843
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Stefan R. schrieb:
> beim düpcken des tasters bekomm
> ich am motor meine gewünschte spannung aber leider nur ca 5-10 mA und
> der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.

Wenn der Motor wirklich die gewünschte Spannung erhält, dann würde er 
auch laufen. Wie hast Du denn die Spannung gemessen? Du musst die 
Spannung direkt an den Motorklemmen messen um Verdrahtungsfehler 
auszuschliessen.
mfg klaus
Gast #4912852
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KeK schrieb:
> Mosfet wirklich richtig herum eingebaut?

So falsch kann man den gar nicht einbauen.
Vertauscht er Source und Drain dann läuft der Motor dauerhaft über die 
parasitäre Diode.
Vertauscht er das Gate mit einem der anderen Anschlüsse dann fliesst nix 
mehr auch keine 10mA.
Ausser über den 100 Ohm, aber dann müssten es etwa 100mA sein.

Bilder vom Aufbau bitte
Und das nächste mal bei einem Schaltplan:
Plus oben, Minus unten bitte, dann wirds einfacher zu lesen ;-)
#4912854
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Klaus R. schrieb:
> Stefan R. schrieb:
>> beim düpcken des tasters bekomm
>> ich am motor meine gewünschte spannung aber leider nur ca 5-10 mA und
>> der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.
>
> Wenn der Motor wirklich die gewünschte Spannung erhält, dann würde er
> auch laufen. Wie hast Du denn die Spannung gemessen? Du musst die
> Spannung direkt an den Motorklemmen messen um Verdrahtungsfehler
> auszuschliessen.
> mfg klaus


die spannung hab ich direkt an den motorklemmen gemessen
#4912871
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Stefan R. schrieb:
> der mosfet hat laut datenblatt nen konstanten drain strom von 65A bei
> 25°c

Also unter Wasserkühlung....

Stefan R. schrieb:
> so um die 1-1,5 ohm hab ich grad gemessen

Dann würde der Motor selbst beim Anlaufen nicht mehr als 12A benötigen 
und dein MOSFET wäre dicke ausreichend.

Stefan R. schrieb:
> die spannung hab ich direkt an den motorklemmen gemessen

Wenn er dann trotz Spannung nicht läuft, dann ist er defekt, da er aber 
direkt an dem Akku läuft, ist es ein Messfehler.
Gast #4912899
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Stefan R. schrieb:
> kann es sein dass ich den akku falschrum gepolt hab ?
> ich komm oft mit der technischen und physikalischen strom

Nein, dann würde der Motor über die Body Diode des Mosfet sofort laufen.
Einzige Möglichkeit wenn das stimmt:
Stefan R. schrieb:
> und der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.
ist daß du den Mosfet so falsch angeschlossen hast daß der Motor über 
den Mosfet und die 100 Ohm nur wenig Strom kriegt.

Mach ein gutes scharfes Bild im richtigen Bildformat vom Aufbau und 
stells hier rein.
Alles andere ist bei deinem Kenntnisstand wenig zielführend.
#4912909
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Hallo,
ich vermute mal, dass der FET gleich mit dem ersten Ausschalten des 
Motors, wegen der fehlenden Freilaufdiode geschlachtet worden ist. Die 
interne Struktur so zerstört ist, dass er nicht mehr richtig schaltet. 
Also ich würde mal den FET tauschen und vor dem nächsten Test unbedingt 
eine Freilaufdiode einbauen.
Viele Grüße Manfred
Gast #4912923
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Di P. schrieb:
> Die Body-Diode des FET sollte ihn erstmal ausreichend schützen.

Die schützt hier gar nicht, weil an der falschen Stelle bzw. für den 
Zweck verkehrt herum gepolt.
Höchstens die Tatsache, dass er bis zu 100 mJ an Avalanche-Energie 
verträgt, könnte hier helfen.
Gast #4912929
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Di P. schrieb:
> Die Body-Diode des FET sollte ihn erstmal ausreichend schützen.

Die Body-Diode würde ihn nicht die Bohne schützen, sie kann in dieser 
Schaltung die Freilaufdiode nicht ersetzen (in anderen Schaltungen - 
Vollbrücken - sieht das anders aus).

Manfred K. schrieb:
> ich vermute mal, dass der FET gleich mit dem ersten Ausschalten des
> Motors, wegen der fehlenden Freilaufdiode geschlachtet worden ist.

Dann dürfte nicht die volle Spannung an den Motorklemmen abfallen, was 
Stefan aber behauptet.

Wie schon richtig geschrieben wurde: Stefan hat falsch gemessen und/oder 
falsch verdrahtet.
#4912977
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Mein Vorschlag:

Steckbrett wegschmeissen, Lötkolben besorgen.
Kurze, dicke Leitungen verwenden, keine Krokoklemmen.
Verbindungen löten.

Motor entstören. Der Motor erzeugt Hochspannungsimpulse durch 
Bürstenfeuer.
Da müssen direkt am Motor Kondensatoren zur Entstörung dran. 
Freilaufdiode kann auch nicht schaden.
Infos, wie man Kondensatoren zur Entstörung verwendet wirst Du im Netz 
finden.

Bitte nicht diesen spackeligen, fehlerbehafteten, unrofessionellen 
Steckbrettsalat verwenden.
Das ist unübersichtlich und es gibt tausend Fehlerquellen, 
Wackelkontakte und vermeidbaren Frust.
Sorry, aber ich hasse die Dinger.
#4912987
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Stefan M. schrieb:
> Bitte nicht diesen spackeligen, fehlerbehafteten, unrofessionellen
> Steckbrettsalat verwenden.
> Das ist unübersichtlich und es gibt tausend Fehlerquellen,
> Wackelkontakte und vermeidbaren Frust.
> Sorry, aber ich hasse die Dinger.

Sorry aber da musste ich ein klein wenig lachen ;)
Mann sollte schon wissen was man tut, zB. keine 5A über die Kontakte 
jagen.
Ist aber hier sicher nicht das Problem....
Messgerät und fragt ob er den Akku event. falsch herum eingebaut hat, 
&&&?! ><((°)>
#4912988
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Stefan R. schrieb:
> weil im internet in allen
> tutorials zu der mosfetschaltung haben die keine diode verwendet und
> alle behaupten dass es tadellos funktioniert

Tutorials im Netz sind häufig zusammengewürfelter Unsinn, von Leuten, 
die bloss möglichst viele Klicks haben wollen.
Evtl. wird in solchen Tutorials oft auch die Hälfte der Wahrheit 
weggelassen.
Z.b. könnte bei "denen" der Motor bereits Kondensatoren dran gehabt 
haben, ohne dass sie es erwähnt haben, oder gar wussten, dass es wichtig 
ist.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4912989
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Stefan R. schrieb:
> nen mosfet...der kurzeitige lastspitzen von 40A abkann.
> wie auf dem schaltplan in ein breadboard verbaut
Dir ist schon klar,  daß so ein Steckbrett schon bei einem halben Ampere 
überlastet ist?
Oder wie ist deines spezifiziert?

Stefan R. schrieb:
> brauch ich die freilaufdiode unbedingt?
Du nicht, aber der Mosfet. Mach sie einfach rein.

> weil im internet in allen tutorials zu der mosfetschaltung haben die
> keine diode verwendet und alle behaupten dass es tadellos funktioniert
1. Jeder kann alles Mögliche ins Internet schreiben.
2. Jeder kann alles Mögliche im Internet behaupten.
Aber nicht immer ist die simpelste Schaltung auch alltagstauglich...
#4913178
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Achim S. schrieb:

> Was hast du denn für eine Freilaufdiode verwendet? Kann es sein, dass
> die "zu klein" war und zuerst gestorben ist (so dass ihr jetzt der FET
> wegen weggebrannter Freilaufdiode nachgefolgt ist)?

dachte mir ich machs mal ohne diode (ja ich weiß war dämlich aber wollte 
unbedingt rausfinden obs nun geht oder nicht). hat auch funktioniert 
aber der wurde dann einfach irgendwann scheiße heiß und hat dann 
komplett durchgeschalten.
einen hab ich ja noch. hol mir dann jetzt ne diode nachher im laden
#4913238
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Stefan R. schrieb:
> dachte mir ich machs mal ohne diode (ja ich weiß war dämlich aber wollte
> unbedingt rausfinden obs nun geht oder nicht). hat auch funktioniert

Herr wirf HIrn.

Der MOSFET hat übrigens eine Lasche mit Bohrloch nicht um ihn an die 
Wand zu schrauben sondern auf ein Kühlblech.

Bei 10A und 0.018 Ohm wird er nämlich auf Dauer auch heiss, zu heiss zum 
anfassen auf jeden Fall, zu heiss zum überleben vielleicht auch, sind 
immerhin 1.8 Watt. Schon ein 3 x 3cm Blech hilft.
#4913282
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Der Andere schrieb:

> Darfst du ja gerne machen. Aber tu uns (und dir) bitte den Gefallen und
> glaube uns das 230V lebensgefährlich sind OHNE learning by doing :-)

ja gut das macht natürlich sinn.
wobei es schonmal vorgekommen ist dass ich ausversehn am 230V gefasst 
hab dabei isses vom einen finger rein und zum andern wieder raus.
gibt angenehmere sachen :D

naja aufjedenfall kommt die diode dran und n kühlblech an den mosfet
#4913289
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Der Andere schrieb:
> Nein, dann würde der Motor über die Body Diode des Mosfet sofort laufen.
> Einzige Möglichkeit wenn das stimmt:
> Stefan R. schrieb:
>> und der motor zuckt lieblos ohne sich wirklich zu drehen.
> ist daß du den Mosfet so falsch angeschlossen hast daß der Motor über
> den Mosfet und die 100 Ohm nur wenig Strom kriegt.

Und genau das passiert, wenn er den Transistor falschrum ins Steckbrett 
drückt.
#4913465
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Stefan R. schrieb:

> learning by doing methode.
> aber den mosfet hab ich jetzt grade gern geopfert.
> des lerneffekts wegen

Also nicht "learning by doing", sondern "learning by destroying".
Wenn Du sowas beruflich machen würdest, wäre Dein AG sicherlich nicht
begeistert. Ich habe jedenfalls festgestellt, das es wesentlich sinn-
voller ist, eine halbe Stunde zu überlegen als zwei Stunden wahllos
rummzuprobieren.
#4913836
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Bin zu faul, sehr genau hinzusehen. Bist du sicher, dass du den 
Pulldownwiderstand am Gate gegen Masse verbaut hast (R2)? Das zucken 
kommt mir nämlich bekannt vor. Das kann vorkommen, wenn nicht 
sichergestellt wird, dass die Ladung am Gate entladen wird nach 
loslassen des Tasters. Kann dementsprechend auch dazu führen, dass dein 
Mosfet dauerhaft durchschaltet, wenn der Taster nicht betätigt wird.

Gruß
#4913851
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Sieht eher nach Gamma-Strahler aus, was er sich da baut :D
Ne also ich würde da eher auf Schreckschusspatronen tippen. Das Stück 
Plastik, mit dem er da arbeitet, wird damit denke mal nichts zu tin 
haben. Aber ganz recht...ich musste auch schmunzeln, dass niemand was 
gesagt hat :D
Aber sind ja immerhin keine 230V mit denen er hier arbeitet ;)

Gruß

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