HW-Funktionen kapseln durch RTOS

Gast #4913127
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In meinem Unternehmen wird derzeit ein Sensormodul mit Messaufnehmern 
verwendet. Die Messaufnehmer basieren funktional auf ein MCU von 
TexasInstruments und arbeiten unter sehr hohen Echtzeitanforderungen.

Das Problem ist, dass bei einem Wechsel der MCU die komplette Software 
neu überarbeitet werden muss, da sehr viele hardwarenahe Funktionen 
verwendet werden.

Deswegen ist meine Frage ob sich durch ein RTOS solche Funktionen derart 
kapseln lassen, sodass die komplette Software ohne viel Aufwand auf eine 
neue Hardware portiert werden kann?

Ein Beispiel einer solchen Funktion ist die Wandlung eines Signals im 
integrierten ADC der MCU.
Gast #4913134
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Hans P. schrieb:
> Deswegen ist meine Frage ob sich durch ein RTOS solche Funktionen derart
> kapseln lassen, sodass die komplette Software ohne viel Aufwand auf eine
> neue Hardware portiert werden kann?

das hat doch nicht mit einem RTOS zu tun.

Was du vermutlich meinst ist eine HAL (Hardware Abstraction Layer). 
Damit kann man sie Software unabhängig von der Hardware machen.

RTOS hat damit wenig zu tun. Aber beides HAL und RTOS kosten auch 
Rechenzeit - umsonst bekommt man nichts.
Gast #4913145
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Hans P. schrieb:
> Das Problem ist, dass bei einem Wechsel der MCU die komplette Software
> neu überarbeitet werden muss, da sehr viele hardwarenahe Funktionen
> verwendet werden.

Das Problem dürfte eher sein, daß da keine Schichten-Architektur 
verwendet worden ist. Wenn man das macht, hat man die eigentlichen 
HW-Abhängigkeiten in einer Schicht konzentriert, und der Rest der 
Applikation bekommt gar nicht mit, auf was für einer Hardware er läuft.

Das geht auch dann, wenn man bare metal völlig ohne OS programmiert.

Ein RTOS würde ich nur nehmen, wenn Du wirklich mehrere Tasks brauchst, 
weil das als Singlethread zu unübersichtlich würde (und weil die 
Simpelvariante mit sequentiellem Aufrufen aller Taskfunktionen aus der 
Mainloop keine blockierenden Operationen zuläßt).
Gast #4913152
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Peter II schrieb:
> Aber beides HAL und RTOS kosten auch
> Rechenzeit - umsonst bekommt man nichts.

HAL? Jein. Man kann ja rausbekommen, welche Dinge wirklich im 
zeitkritischen Pfad liegen, oder welche extrem oft aufgerufen werden, 
und die kann die HAL dann ja auch als Makro exportieren. Auch dann, wenn 
es mehrzeilige Abläufe sind.

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