Ich habe gerade von einem Bekannten mit Elektorabbo gehört das es offensichtlich ab sofort nur noch 6 Doppelhefte pro Jahr geben soll. Wobei die dicke des aktuellen Doppelheftes nicht der doppelten Dicke von 2 Einzehheften entsprechen soll. Ich frage mich wie lange der Verlag diese Abzocke noch treiben will. Mein vorschlag nur noch ein 12er Heft pro jahr für 500€.....
hal9000 schrieb: > Wobei die dicke des aktuellen Doppelheftes nicht der doppelten Dicke > von 2 Einzehheften entsprechen soll. Wozu auch die Werbung doppelt drucken?
Elektor hat mittlerweile Ähnlichkeit mit der „Bild am Sonntag“. 50% Werbung 40% Sport 6% in China ist ein Sack Reis umgekippt. 4% ist annähernd lesbar. Gruß Thomas
Lothar M. schrieb: > hal9000 schrieb: >> Wobei die dicke des aktuellen Doppelheftes nicht der doppelten Dicke >> von 2 Einzehheften entsprechen soll. > Wozu auch die Werbung doppelt drucken? Wenn man dafür auch doppelt abkassiert doch eine klare Win/Win-Situation?
Vor einigen Jahren konnte man noch relativ einfache Schaltungen mit einer Hand voll Transis in solchen Zeitschriften veröffentlichen. Heute muss gleich ein fetter µC drin sein und dermaßen Komplex sein, dass man dafür schon fast ein Buch für die Beschreibung braucht. Es gibt kaum noch Leute die sich trauen ihre kleine Schaltung einfach mal ein zu schicken - und zu warten was die Zeitschrift so sagt. Natürlich wurde schon alles 100 Mal erfunden, aber dennoch darf man mal was veröffentlichen. Die Verlage leben von den Leuten die sich trauen, auch mal was zu veröffentlichen. Leider ist wohl diese Spezies von "Erfindern" heute wohl ausgestorben. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich dass in den Zeitschriften entsprechend wenige "Nützliche" Dinge veröffentlicht werden. Und dann gibt es natürlich noch die Autoren-Verträge, die es zum Teil verbieten die Schaltung selbst zu vertreiben, das schreckt auch viele ab. Jedoch kann man seine Wünsche da durchaus auch rein schrieben. Ich habe schon vor über 20 Jahren diverse Schaltungen in unterschiedlichen Zeitschriften veröffentlicht - ja das darf jeder!
Ich habe einen Blog über meine Projekte. Kostenlos und für alle zugänglich. Wieso sollte ich Schaltungen an eine Zeitschrift schicken die daraus Gewinn erzielt? Da sollen die Herren doch mal gern selbst recherchieren. Vielleicht ist das Konzept einer Zeitschrift auch schon überholt?
Basti M. schrieb: > Wieso sollte ich Schaltungen an eine Zeitschrift schicken > die daraus Gewinn erzielt? Weil Du daraus ja auch eine Bezahlung für Deinen Artikel erhältst. MfG Paul
Leider ist das Zeitschriftensterben vor allem im Technikbereich kaum aufzuhalten. Sowas kauft der Amateur hauptsächlich wegen der enthaltenen Projekte und Ideen. Auch Fachbeiträge zum Thema habe ich gerne gelesen. Doch heute? Projekte direkt vom Autor bekomm ich im Netz inzwischen besser, meistens reagiert er auch auf Anfragen. Technikgrundlagen finde ich im Netz auch in Hülle und Fülle und meißt stimmt das Geschriebene auch. Im Gegensatz dazu in den Zeitschriften: Technikgrundlagen mitunter grob falsch, Projekte werden über mehrere Ausgaben gestreckt, Werbung ohne Ende und und und.... Elektor habe ich Ende der 90er abbestellt, "Practic" und "rfe" sind von selbst eingegangen, lediglich den Funkamateur habe ich noch. Der trudelt seit Anfang der 70er Jahre ein, inzwischen überlege ich auch dieses Abo zu beenden. Seit es Tablets gibt, kann man "seine Zeitung" auch auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Klo lesen, Papier ist unnötig. (Ok, Klo...) Old-Papa
>Elektor
scheint ein Arduino Onlinshop zu sein ;-)
die Arduino Sanduhr ist ja mal Genial...
Im Netz gibt es mehr Infos in besserer Qualität* und bequem find- und abrufbar. Bei Fragen kann man direkt auf dem jeweiligen Blog/Forum/Wiki nachhaken und erreicht ein großes Publikum. Eine "Community" kann gemeinsam an Projekten arbeiten und Lösungen erarbeiten. Ein einsamer Autor ist da in seinen Möglichkeiten viel mehr beschränkt. Ich habe ja nichts gegen (hochwertige!) Fachzeitschriften, aber das Konzept der Elektor scheint mir ein Überbleibsel aus dem letzten Jahrtausend zu sein. Ist immer bitter wenn liebgewonnene Instanzen und Rituale langsam verschwinden. Aber wenn es außer Nostalgie keinen Mehrwert mehr bietet, wieso dann nachtrauern? * Mir ist bewusst das im Netz auch viel Schund steht. Aber bei der schieren Menge an Artikeln ist zwangsläufig auch Hochwertiges mit dabei. Zumal "Schund" auch vor Printmedien nicht halt macht.
Le X. schrieb: > Zumal "Schund" auch vor Printmedien nicht halt macht. Umgekehrt wird ein Schuh draus...
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