Hallo zusammen, ich habe hier ein Regza LCD TV von Toshiba, bei dem die Hintergrundbeleuchtung ausgefallen ist – die genaue Modellbezeichnung ist 42Z3030D. Mein erster Verdacht waren die Elkos des Netzteil, welches die Hintergrundbeleuchtung versorgt. Optisch konnte man keine Probleme erkennen (gewölbte Deckel, etc.). Ich habe die Elkos dennoch mal auf Verdacht getauscht. Allerdings ohne Erfolg. Des Weiteren habe ich sämtliche Steckerverbinder am Netzteil und den beiden Backlight-Treibern überprüft, aber auch hier war nichts zu finden. Hat jemand noch eine Idee, was ich versuchen könnte, bevor das Gerät in den Elektroschrott wandert? Gruß Rainer
Hi Von der Hintergrundbeleuchtung aus gehend müsste sich beim 'weiter nach vorne gehen' irgendwo ein Punkt finden lassen, wo die nötige Spannung/das nötige Signal vorhanden ist und dahinter eben nicht mehr. Wurde zumindest irgendwo irgendwas gemessen, bevor das große Schlachten angefangen hat, oder ist Elkos Tauschen der neue Volkssport geworden? Was für Messgeräte sind vorhanden, sind weitere Unterlagen vorhanden, was kannst Du bereits ausschließen, wo bist Du unsicher? MfG
Hallo Patrick, von der Netzteilbaugruppe geht je ein Flachbandkabel zu einer der beiden Ansteuerbaugruppen des Backlights. Hier liegen 24V an. Direkt an den Steuerungen fürs Backlight komme ich zum messen nur schwer bis gar nicht hin, da diese ziemlich verbaut sind. Soweit ich das beurteilen kann erfolgt die Ansteerung des Backlights über eine separate FFC/FPC-Anbindung vom Mainboard. Mir fehlt aktuell etwas der Punkt wo ich noch ansetzen könnte. Was die Messgeräte betrifft, so sind meherer Multimeter und ein Scope vorhanden. Als Unterlagen habe ich nur die Bedienungsanleitung. Ein Servicemanual oder gar einen Schaltplan habe ich leider nicht. Gruß Rainer
Bei elektrotanya gibts einen Toshiba 42C3030, aber ob der mit deinem passt, ist nicht klar - ein selten dämliches Servicemanual, das nur mit dem Internet Explorer und dem Autodesk DWF Viewer ActiveX funktioniert. Aber die üblichen Verdächtigen finden sich auf dem Inverterboard. Da gibt es öfter mal eine Einlötsicherung, es gibt die Invertertrafos, die die Hochspannung für die Leuchtstoffröhren (CCFL) erzeugen und es gibt da eine PWM Regelung mit Endstufen, die diese Trafos antreiben. Du wirst also in den sauren Apfel beissen müssen, und mal die Inverterplatine freilegen müssen. Wenn du nicht weiter kommst, mach doch mal ein paar gute Fotos dieser Platine und poste sie hier. Nur noch mal zum Verständnis - der TV zeigt ein Bild, welches du mit Beleuchtung von vorne (Taschenlampe oder so) auf den Schirm noch erkennen kannst und der Ton läuft auch?
Matthias S. schrieb: > Nur noch mal zum Verständnis - der TV zeigt ein Bild, welches du mit > Beleuchtung von vorne (Taschenlampe oder so) auf den Schirm noch > erkennen kannst und der Ton läuft auch? Genau so stellt sich die Situation dar. Ich habe jetzt die beiden Inverterplatienen ausgebaut - war ein ziemlicher Act. Aber es hat sich evtl. schon gelohnt - die Elkos auf der Slave-Baugruppe machen dicke Backen. Die auf der Master-Baugruppe sehen in Ordnung aus. Die von Matthias erwähnte Einlötsicherungen (1A/60V) gibt es auch auf bedien Baugruppen - diese scheinen aber in Ordnung zu sien (0 Ohm mit dem Multimeter gemessen). Ich werde mir jetzt mal entsprechende Elkos besorgen und diese auf den Inverterplatinen tauschen. Bilder der Baugruppen habe ich mal angehängt - vielleicht weiß ja jemand was ich noch prüfen könnte bevor ich alles wieder zusammenbaue.
Rainer schrieb: > vielleicht weiß ja jemand > was ich noch prüfen könnte Es schadet sicher nicht, mit dem Ohmmeter mal die Endstufentransistoren auf Schlüsse zu messen. Im eingelöteten Zustand ist das nicht ganz eindeutig, aber erstens kannst du ja zwischen den Boards und den beiden Halbbrücken vergleichen und zweitens wäre ein Wert sehr nahe an Null Ohm auf jeden Fall verdächtig. Du tauschst sicher gleich alle Elkos aus, nicht wahr? Das würde ich dir jedenfalls nach der Sektion empfehlen, damit du nicht in einem halben Jahr wieder ran musst.
Matthias S. schrieb: > Es schadet sicher nicht, mit dem Ohmmeter mal die Endstufentransistoren > auf Schlüsse zu messen. Im eingelöteten Zustand ist das nicht ganz > eindeutig, aber erstens kannst du ja zwischen den Boards und den beiden > Halbbrücken vergleichen und zweitens wäre ein Wert sehr nahe an Null Ohm > auf jeden Fall verdächtig. Vielen Dank für den Tipp. Habe ich eben gemacht. Die MOSFETS (FDD8447L von Fairchild) auf der Masterplatine sind in Ordnung, aber auf der Slave sind zwei der vier FETs definitiv im Eimer - 1-2 Ohm zwischen Gate und Source/Drain und Kurzschluss zwischen Drain und Source. Hoffentlich hat es nicht noch mehr Bauteile erwischt. Werde jetzt mal auf beiden Baugruppen die Elkos und auf der Slavebaugruppe die MOSFETs tauschen.
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