Hallo, Ich stehe glaube ich gerade einfach auf dem Schlauch. Arbeite schon seit 1h an dem Problem. Nach meiner Berechnung müsste ich am Ausgang (10V-9V) * 5k/1k = 5V sehen. Warum ist das nicht der Fall sondern ich sehe den minimalen Spannungsoutput des OPVs? Habe auch schon die Parameter nach belieben geändert und es ändert sich nichts. Versorgungsspannung des OPVs ist doch auch okay, oder? Danke und Grüße
peace schrieb: > Nach meiner Berechnung müsste ich am Ausgang (10V-9V) * 5k/1k = 5V > sehen. Deine Berechnung berücksichtigt nicht, dass der Spanungsteiler aus R1 und R2 stark belastet ist. Tatsächlich sind es 6,58V. Dieses Ergebnis liefert auch LTspice, aber vermutlich verwendest du ein anderes Modell des uA741. Poste doch mal alle relevanten Dateien, so dass das Problem nachgestellt werden kann.
Yalu X. schrieb: > uA741 Deswegen habe ich in den 90iger Jahren mit dem CA3140 und danach mit der TL07x Familie bevorzugt gearbeitet. Warum tut man sich den 741 heute noch an? mfg klaus
Das tut man sich halt an, wenn die Philbrick P2 alle weg sind...
Habe es jetzt auch mal mit einem anderen Aufbau versucht, einen DC Sweep gemacht und einen anderen OPV ausprobiert (nicht im Bild) - hat alles nichts geholfen. Dateien sind im Anhang. Vielen Dank für eure Hilfe!
Hallo, vertausche mal die Anschlüsse für Vdd und Gnd am OP. Gruß nurgast
Der OP braucht auch eine negative Versorgungsspannung...
peace schrieb: > Habe es jetzt auch mal mit einem anderen Aufbau versucht So ist der Aufbau auf jeden Fall falsch, weil die Versorgung des µA741 verpolt ist. Das höhere Potential muss immer am "+"-Anschluss anliegen. Außerdem sind die Eingänge vertauscht, so dass die Rückkopplung an den nichtinvertierenden statt an den invertierenden Eingang geht. Aus der Gegenkopplung wird so eine Mitkopplung, was keinen linearen Verstärker, sondern bestenfalls einen Schmitt-Trigger ergibt. Deine ursprüngliche Schaltung war prinzipiell in Ordnung. Vermutlich hast du ein fehlerhaftes uA741-Modell erwischt. Kannst du die Datei LTE-ST.lib hochladen (falls dir dies gestattet ist) oder zumindest den Ausschnitt daraus, der den µA741 definiert? Oder gibt es einen Link, von wo die Datei heruntergeladen werden kann?
Ich habe jetzt mal den Schaltplan "repariert". Im Prinzip funktioniert die Schaltung. Man muss aber immer daran denken, dass die Eingangsspannungen am Opamp 3V von den Versorgungsspannungen weg sein müssen. Das beschränkt den Eingangsspannungsbereich von 3V bis 9V bei 0V/12V Versorgungsspannung. Die fast gleiche Einschränkung gilt für den Bereich der Ausgangsspannung.
Hallo, Danke für eure Antworten! Beim zweiten Versuch hab ich wohl einfach vergessen den OPV zu spiegeln. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die include Datei hier posten kann, die ist von dem Lehrstuhl meiner Uni. Ich merke aber an, dass ich mit dieser Datei schon zig uA741 Schaltungen simuliert habe und das immer funktioniert hat. Vielleicht ein Fehler in LTSpice wegen einer alten Version?
Helmut S. schrieb: > Man muss aber immer daran denken, dass die > Eingangsspannungen am Opamp 3V von den Versorgungsspannungen weg sein > müssen. Ist das wirklich so? Ich dachte bisher, das gilt nur für die Ausgangsspannungen, die der OPV liefern kann? Weil sonst würde das ja bedeuten, dass, wenn ich keine negative Versorgungsspannung habe sondern einfach Ground, ich eine maximale Verstärkung von 5 bekomme, da das Eingangssignal 2V sein muss und das Ausgangssignal maximal 10V sein kann.
peace schrieb: > Ist das wirklich so? So was lässt sich im Datenblatt nachlesen - dir zuliebe habe ich den relevanten Ausschnitt anghängt. Bei Versorgung mit +-15V ist die Funktionalität nur im Eingangsbereich +-12V garantiert. peace schrieb: > Weil sonst würde das ja bedeuten, dass, wenn ich keine > negative Versorgungsspannung habe sondern einfach Ground, ich eine > maximale Verstärkung von 5 bekomme, da das Eingangssignal 2V sein muss > und das Ausgangssignal maximal 10V sein kann. Tja, so grausam kann es im Leben manchmal zugehen. Es gibt zum Glück aber auuch andere OPV, die sowohl mit Eingang als auch mit Ausgang näher an die negative Versorgung rankommen (das steht dann oft schon als extra Spezialität auf der ersten Seite des Datenblatts, z.B. in der Form "input common mode range includes ground" oder "single supply opamp" oder ...). peace schrieb: > Vielleicht ein Fehler in LTSpice wegen einer alten Version? Nix mit Fehler von LTSpice: Yalu und Helmut haben dir doch schon klar beschrieben, wo die Fehler deiner Schaltung liegen.
Achim S. schrieb: > Nix mit Fehler von LTSpice: Yalu und Helmut haben dir doch schon klar > beschrieben, wo die Fehler deiner Schaltung liegen. Die erste Schaltung war ja prinzipiell schon in Ordnung. Dass dort die Ausgangssignal nur 2V beträgt, liegt vermutlich am Modell, einer evtl. schon alten LTspice-Version oder der Kombination von beiden. Bei mir kamen bei der gleichen Schaltung mit einem aktuellen Modell von ST nicht 2V, sondern 6,58V heraus, was mit dem theoretisch berechneten Wert übereinstimmt. Es sind immer wieder mal pfuschige Modelle unterwegs, die bspw. intern Massereferenzen verwenden und damit nur unter bestimmten Voraussetzungen (bspw. symmetrische Versorgungsspannung) ordnungsgemäß funktionieren.
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Bearbeitet durch Moderator
Yalu X. schrieb: > Es sind immer wieder mal pfuschige Modelle unterwegs, die bspw. intern > Massereferenzen verwenden Du sagst es. Ich habe mich mit den Mosfet-Treibern TC1411/1411N von Microchip aus genau diesem Grund schon mal richtig angeschissen. Die anderen von Micrel sind vermutlich auch so.
> einer evtl. schon alten LTspice-Version
Nein. Es liegt garantiert nicht an LTspice. Dann mal her mit dem Modell.
Du kannst es mir ja persönlich schicken.
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