Hallo wie im Betreff schon geschrieben, geht es um ein
"Bluetooth-Modul"/Übertragungsmedium, welches ich in einem kommerziellen
Projekt verwenden kann/möchte.
So sieht die Architektur grob Beschrieben aus:
Mobile Daten
Server <--> Smartphone <---> Übertragungsmedium <--> Mikrocontroller
Zuerst muss ich erwähnen, dass ich mich im Mikrocontroller-Bereich
nicht sehr Stark auskenne, aber der Mikrocontroller-Bereich quasi schon
fertig ist. Server & Smartphoneverbindung funktioniert auch bereits
einwandfrei. Das Einzige was fehlt, ist die Datenübertragung zwischen
Mikrocontroller und Smartphone. Da habe ich mich für Bluetooth
entschieden/überreden lassen. Zudem muss ich erwähnen, dass es sich
nicht um große Datenmengen handelt, was zwischen Mikrocontroller und
Smartphone geschickt werden.
So soll es in Worten erklärt laufen (Weiß nicht ob man es noch
PSEUDOCODE nennen kann):
1.) uC anschalten.
2.) uC und Smartphone koppeln.
3.) Koppeln erfolgreich:
4.) Smartphone sendet 4 Zahlen (jeweils max. 4 Stellig) an
Mikrocontroller.
ENDLOSSCHLEIFE:
5.) uC wartet auf Startbefehl und überprüft seine 3 Taster auf
Betätigung.
6.) Falls Startbefehl vom Smartphone, dann startet Mikrocontroller mit
der Prozedur.
7.) Falls eine der Taster betätigt, dann benachrichtigt Mikrocontroller
den Smartphone (Taster 1 oder Taster 2 oder Taster 3 betätigt)
8.) uC arbeitet solange bis Endbefehl vom Smartphone kommt.
9.) Falls Endbefehl von Smartphone an uC, beendet der uC die Prozedur
und schickt an das Smartphone 2 x 6-Stellige Zahlen.
Für diesen Zweck suche ich ein Übertragungsmedium. Es muss nicht
unbedingt Bluetooth sein, bin also für weitere Vorschläge offen. Da mir
nur Bluetooth eingefallen ist habe ich mich dafür entschieden. Über
verschieden Bluetooth-Module habe ich auch Recherchen durchzogen und
habe auch einiges rausgefunden. Alle der gefundenen Module unterstützen
UART.
BTM222: Soll wohl das Beste sein, was man benutzen kann und auch soll es
für kommerzielle Zwecke super geeignet. Leider auf vielen verschiedenen
Anbieterwebseiten momentan nicht verfügbar (frage mich nun wieso und ob
ich es benutzen sollte, falls es irgendwann doch nicht mehr lieferbar
ist, da die Firma pleite gemacht hat, möchte ich nicht eine große
Umbau&Umprogrammierung starten).
BLE112: Günstige Lösung mit extrem niedrigem Stromverbrauch (Beim
Empfangen und Senden in einstelligen mA Bereichen), soll allerdings nur
in Verbindung mit einer bestimmten Library benutzt werden können und
dadurch für spezielle Anwendungsfälle unbrauchbar sein (ich weiß nicht
ob mein Projekt diese Grenzen übersteigt und daher würde ich mich
freuen, ob jemand es benutzt hat undsagen kann ob es für mich in Frage
käme. Irgendwo hier im Forum auch gelesen, dass jemand es für
kommerzielle Zwecke verwendet hat).
Nordic Semiconductor NRF5-Reihe: Hört sich für mich im
Preis/Leistungsverhältnis zwar erstmal super an, hat ebenfalls extrem
niedrigen Stromverbrauch. Allerdings meine ich während meiner Recherche
rausgefunden zu haben, dass die Programmierung mit einem
ISP-Programmierer nicht möglich sei (ist es überhaupt mit einem der
genannten Modulen möglich? Ich habe echt keine Ahnung wie ich die Module
programmieren muss :D). Großer Nachteil hierbei ist, dass man bei den
Nordic Semiconductor Produkten mehr oder weniger auf die vom Hersteller
angebotenen Developer Kits/Boards angewiesen sein soll.
HC-05 / HC-06: Diese Module kamen vermehrt zur Einsatz in Heimprojekte
in Verbindung mit Arduino. Allerdings meine ich gelesen zu haben, dass
diese Module bei kommerziellen Anwendungsfällen kaum eine Chance haben
auf Zulassung (weshalb es so war, weiß ich leider nicht mehr).
Ihr sieht echt, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe und einiges
an Recherche gezogen habe. Ich hoffe die Erfahrenen hier unter uns,
können mir einige gute Tipps mit auf dem Weg geben. Da ich mit
Bluetooth-Datenübertragung und UART etc. noch unerfahren bin, würde ich
mich auch über Dokumentationen/Tutorials über diese Themen freuen, die
euch weitergeholfen haben, das Ganze gut zu verstehen und umzusetzen.
Leider gibt es im Internet von den o.g. Modulen, bis auf die HC-05 und
die damit verbundenen Heimprojekte, wenig Tutorials. Was ich bisher
vermehrt finden konnte, sind die Produktvorstellungen von den
Herstellern, was mir aber die Funktionsweise von Bluetooth/UART nicht
näher bringen.
Wie gesagt: Es sollte von Qualität her so sein, dass es ein
kommerzielles Produkt nicht zu scheitern verurteilt ist.
Liebe Grüße.
Bluetooth-Geräte vor BT4.0 / BTLE lassen sich mit iOS-Geräten nur dann koppeln, wenn sie entweder eines der standardmäßig unterstützten BT-Profile (Headset, Audio) unterstützen oder aber einen von Apple zu lizenzierenden Dongle-Chip enthalten. Insofern ist das einzige BT, das überhaupt in Frage kommt, das paketorientierte BTLE.
Dir ist das Lizenzmodell/Gebühren von Bluetooth bekannt? Evtl. erübrigt sich dadurch das ganze ja....
> Bluetooth-Geräte vor BT4.0 / BTLE lassen sich mit iOS-Geräten nur dann > koppeln, wenn sie entweder eines der standardmäßig unterstützten > BT-Profile (Headset, Audio) unterstützen oder aber einen von Apple zu > lizenzierenden Dongle-Chip enthalten. Es werden nur Smartphones mit dem Android OS verwendet. >Dir ist das Lizenzmodell/Gebühren von Bluetooth bekannt? Evtl. erübrigt >sich dadurch das ganze ja.... Ich meine darüber gelesen zu haben, dass es 8000$ pro Produkteintrag kostet. Daher bin ich ja auch für andere Alternativen offen...
Sercan S. schrieb: > Nordic Semiconductor NRF5-Reihe: Hört sich für mich im > Preis/Leistungsverhältnis zwar erstmal super an, hat ebenfalls extrem > niedrigen Stromverbrauch. Allerdings meine ich während meiner Recherche > rausgefunden zu haben, dass die Programmierung mit einem > ISP-Programmierer nicht möglich sei (ist es überhaupt mit einem der > genannten Modulen möglich? Ich habe echt keine Ahnung wie ich die Module > programmieren muss :D). Am besten mit einem JLink. In den Dynastream D52/N51 Kits ist jeweils einer mit drin. Hint: Silabs EFM32 STKs haben einen JLink drauf und sind billiger als ein JLink EDU. EFM32WG STK3800 geht hier bis 12MHz. Fehlt nur noch ein Adapter Kabel. Ach ja: Die Software von Nordicsemi will auch einen JLink sehen. Sercan S. schrieb: > Großer Nachteil hierbei ist, dass man bei den > Nordic Semiconductor Produkten mehr oder weniger auf die vom Hersteller > angebotenen Developer Kits/Boards angewiesen sein soll. Nö. Ich sitze hier grade selber an einem Fremdmodul, die Anpassungen erfolgen einfach in einem Header (andere Pins).
> Am besten mit einem JLink. In den Dynastream D52/N51 Kits ist jeweils > einer mit drin. Kannst du mir ein günstigen Produkt vorschlagen? :) EDIT: evtl. das: http://www.ebay.de/itm/ARM7-ARM9-ARM11-J-link-V8-ARM-Emulator-Cortex-M3-ADS-IAR-STM32-JTAG-Interface-/272345346913?hash=item3f690c3361:g:4dgAAOSwIgNXtWwP > Ach ja: Die Software von Nordicsemi will auch einen JLink sehen. > Nö. Ich sitze hier grade selber an einem Fremdmodul, die Anpassungen > erfolgen einfach in einem Header (andere Pins). Verstehe ich das richtig, dass du mit einem Fremdmodul ein Nordic Produkt programmierst?
Sercan S. schrieb: >>Dir ist das Lizenzmodell/Gebühren von Bluetooth bekannt? Evtl. erübrigt >>sich dadurch das ganze ja.... > > Ich meine darüber gelesen zu haben, dass es 8000$ pro Produkteintrag > kostet. Daher bin ich ja auch für andere Alternativen offen... Der Produkteintrag bei der SIG ist nicht unbedingt erforderlich, sofern Du ein lizensiertes BLE Modul verwendest und auf eine Benutzung des Bluetooth Logos komplett verzichtest. Gruß Bernd
> Der Produkteintrag bei der SIG ist nicht unbedingt erforderlich, sofern > Du ein lizensiertes BLE Modul verwendest und auf eine Benutzung des > Bluetooth Logos komplett verzichtest. Das ist ja eine super Sache, die Nordic Produkte sind doch lizensiert oder ?
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