Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Formulierungen im Arbeitszeugnis


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von Thomas P. (Gast)


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Hallo zusammen,

es ist mir klar, dass dies schon der x-te Thread ist, aber ich frage 
trotzdem mal nach.

Es geht um mein Arbeitszeugnis (5-Jahre als SW-Entwickler). Ich glaube, 
es ist nicht besonders schlecht, aber leider auch nicht besonders gut. 
Ich schätze es so auf 2,3 insgesamt. Ich möchte mich trotzdem 
vergewissern, dass im Arbeitszeugnis keine "No-Go"-Formulierungen 
enthalten sind. Deshalb bitte ich euch, mir bei der Analyse zu helfen. 
Danke für eure Hilfe.

Im Folgenden mein Arbeitszeugnis:

-----------------------------------------------------------------------
Herr XXX  hat sich engagiert in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet. 
Bereits nach kurzer
Zeit arbeitete er  vollkommen selbständig. Er  identifizierte sich mit 
seiner  Aufgabe und zeigte
stets eine gute Einsatzbereitschaft auch über die übliche Arbeitszeit 
hinaus.


Herr XXX  arbeitete sich aufgrund seiner guten Auffassungsgabe jederzeit 
schnell und erfolgreich in neue Themen ein. Er  zeichnete sich bei der 
Erledigung  seiner  Aufgaben durch Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit und 
Umsicht aus. Man kann sich auch in schwierigen Situationen gut auf  ihn 
verlassen.  Seine Aufgaben erledigte er  stets  mit Sorgfalt und
Genauigkeit.


Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets 
vorbildlich. Unseren Kunden und Geschäftspartnern gegenüber trat er 
stets höflich, zugleich sicher und gewandt auf. Das Unternehmen wurde 
von ihm vorbildlich repräsentiert.  Herr  XXX  hat seine Aufgaben stets 
zu unserer vollen Zufriedenheit  erfüllt. Er war für uns ein wertvoller 
Mitarbeiter.

Zum  XXX  verlässt  Herr  XXX  unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. 
Wir
bedauern diesen Entschluss außerordentlich, danken ihm  für  seine 
stets wertvolle Mitarbeit und wünschen ihm beruflich und privat alles 
Gute sowie weiterhin viel Erfolg.
------------------------------------------------------------------------

Kann man sich mit so einem Zeugnis problemlos bewerben, oder bekomme ich 
hier Probleme?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Kann man sich mit so einem Zeugnis problemlos bewerben

Ja, ganz bestimmt. Das Zeugnis ist einwandfrei.

von Cyborg (Gast)


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Stefan U. schrieb:
> Das Zeugnis ist einwandfrei.

Wenn da nicht die doppelte Lobhudelei (Genauigkeit) wäre.
Ist der Verfasser doof? Wenn du da ein mulmiges Gefühl
hast, sicher nicht ohne Grund. Problem wird eher sein, dass
der neue Arbeitgeber über das Zeugnis den alten Arbeitgeber
telefonisch kontakten kann. Da kann man prinzipiell gar nichts
gegen machen was da dann an Informationen ausgetauscht wird.
Viel Glück.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas P. schrieb:
> Ich schätze es so auf 2,3 insgesamt.
Ganz grob geschätzt würde ich 2,32111546786 sagen.

> Ich schätze es so auf 2,3 insgesamt.
Welche Note würdest du dir selber geben?

> Bereits nach kurzer Zeit arbeitete er  vollkommen selbständig.
"Er sagte nichts, keiner wusste so recht, was er tat..."
> stets eine gute Einsatzbereitschaft auch über die übliche Arbeitszeit
> hinaus.
"... aber er hockte jeden Abend bis 8 in der Firma."
Trifft das zu?
Wenn nicht, dann lass es ein wenig anders formulieren.

: Bearbeitet durch Moderator
von Karl (Gast)


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Stefan U. schrieb:
>> Kann man sich mit so einem Zeugnis problemlos bewerben
>
> Ja, ganz bestimmt. Das Zeugnis ist einwandfrei.

Ironie bitte Kennzeichnen!

Thomas P. schrieb:
> Er  identifizierte sich mit
> seiner  Aufgabe und zeigte
> stets eine gute Einsatzbereitschaft auch über die übliche Arbeitszeit
> hinaus.

Hast also ziemlich lange an einer Aufgabe gewerkelt.

Thomas P. schrieb:
> Herr XXX  arbeitete sich aufgrund seiner guten Auffassungsgabe jederzeit
> schnell und erfolgreich in neue Themen ein. Er  zeichnete sich bei der
> Erledigung  seiner  Aufgaben durch Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit und
> Umsicht aus.

Die Einarbeitung ging schnell und dann war ein langsamer, übergenauer 
Bedenkenträger am Werk.

Thomas P. schrieb:
> Man kann sich auch in schwierigen Situationen gut auf  ihn
> verlassen.

Man kann sich darauf Verlassen, dass er es versemmelt!

Thomas P. schrieb:
> Seine Aufgaben erledigte er  stets  mit Sorgfalt und
> Genauigkeit.

Scheinbat tut er nur seine Aufgaben erledigen, der Prozess wird gelobt. 
In der Wirtschaft zählt das Ergebnis.

Thomas P. schrieb:
> Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets
> vorbildlich.

Vorbildlich steht unter einwandfrei, mindestens eine 3 wenn nicht 
schlechter. Google würde auch helfen:
http://www.zeugnisdeutsch.de/arbeitszeugnis/geheimcodes.php

Unseren Kunden und Geschäftspartnern gegenüber trat er stets höflich, 
zugleich sicher und gewandt auf.

Sicher und Gewandt oder auf Deutsch großschnäutzig/dummschwätzerig 
gegenüber dem Kunden, ein NoGo

Thomas P. schrieb:
> Herr XXX hat seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt

Note 2-3

Thomas P. schrieb:
> Zum  XXX  verlässt  Herr  XXX  unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.
> Wir
> bedauern diesen Entschluss außerordentlich, danken ihm  für  seine
> stets wertvolle Mitarbeit und wünschen ihm beruflich und privat alles
> Gute sowie weiterhin viel Erfolg.

Das geht so in Ordnung

Die ersten Absätze sind eine sprachliche Katastrophe und lassen dich in 
keinem guten Licht erscheinen. Meine Kommentare bitte auch nicht 
persönlich nehmen, ich habe nur das übersetzt, was ich gelesen habe. Ich 
würde fast behaupten entweder hat der Verfasser wenig Ahnung oder den 
ersten Teil hat ein anderer als den 2. Teil geschrieben.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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>> Kann man sich mit so einem Zeugnis problemlos bewerben
> Ironie bitte Kennzeichnen!

Das war aber nicht ironisch gemeint.

von Personaler (Gast)


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Karl glaubt er habe Ahnung.

Weit gefehlt.

von echter Personaler (Gast)


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Personaler schrieb:
> Karl glaubt er habe Ahnung.
>
> Weit gefehlt.

Nein, Karl hat Argumente. Im Gegensatz dazu hast du nur einen getrollten 
Nickname und sonst nichts zu bieten.

von Thomas P. (Gast)


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@Karl


Danke für die ausführliche Analyse, allerdings bin ich nicht der 
Meinung, dass du richtig liegst. Die meisten Punkte, die du angesprochen 
hast sind eher Standardfloskeln, die mit der Note 2 bewertet werden.

Allerdings bei "Man kann sich auch in schwierigen
Situationen gut auf  ihn  verlassen" habe ich auch ein mulmiges Gefühl, 
weil da mindestens noch ein "stets" fehlt.

von echter Personaler (Gast)


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Thomas P. schrieb:
> Danke für die ausführliche Analyse, allerdings bin ich nicht der
> Meinung, dass du richtig liegst.

Deine Meinung ist zu subjektiv. Stell dir vor das liest ein wild fremder 
Personaler, der das Haar in der Suppe sucht

> Die meisten Punkte, die du angesprochen
> hast sind eher Standardfloskeln, die mit der Note 2 bewertet werden.

Nein, die meisten Standardfloskeln sind eine 3. Das Haar in der Suppe 
ist, dass nicht ein einziges mal auf deine Arbeitsergebnisse eingegangen 
wird, aber mehrmals auf deine Arbeitsweise.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Thomas P. schrieb:
> Allerdings bei "Man kann sich auch in schwierigen Situationen gut auf
> ihn  verlassen" habe ich auch ein mulmiges Gefühl
Das Gefühl ist bei diesem Zeugnis tatsächlich zwiegespalten.
Einerseits bestenfalls eine befriedigende Leistung (nur gut ohne stets 
oder sehr), andrerseits werden nebensächliche Dinge stark hervorgehoben 
(Arbeitszeit, "schwierige Situationen").

Wer in der wie großen Firma hat das Zeugnis geschrieben? Einer, der das 
nur ab&zu macht?

von Alf (Gast)


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Man kann in jedes Arbeitszeugnis Negatives hineininterpretieren. Das, 
und dass deshalb ein Arbeitszeugnis absolut gar nichts aussagt, solltest 
du und dein zukünftiger Arbeitgeber wissen.

von Signalisierungsprotokoll (Gast)


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Das klingt nach einem Spitzenmann. Als schneller Entscheider würde ich 
dich sofort einstellen und all deine Ideen fix und ohne Umwege in die 
Tat umsetzen.
____________________________________________________________
Verfasst auf meinem Smartphone im Netz der Telekom (Roaming)

von Cyborg (Gast)


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Alf schrieb:
> Man kann in jedes Arbeitszeugnis Negatives hineininterpretieren.

Wird ja auch gemacht, denn wirkliche Entscheidungsgründe erfährt
der Bewerber nie, nicht mal ob die Stelle überhaupt vakant war
und anderweitig besetzt wurde. Leider hat der Gesetzgeber da
keinen Anlass, dem mal einen Riegel vorzuschieben. Tatsächlich
hat der Staat vor der Wirtschaftsmacht längst kapituliert.

von genervt (Gast)


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Jetzt wird es komplett wirr.

von The Panel Hall (Gast)


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Signalisierungsprotokoll schrieb:
> Das klingt nach einem Spitzenmann. Als schneller Entscheider würde
> ich
> dich sofort einstellen und all deine Ideen fix und ohne Umwege in die
> Tat umsetzen.
> ____________________________________________________________
> Verfasst auf meinem Smartphone im Netz der Telekom (Roaming)

Davon raten wir als anerkannte Experten auf dem Forschungsgebiet der 
Testimonial-Chiffre ausdrücklich ab. In unserer Consultingtätigkeit für 
zahlreiche nationale wie auch internationale Unternehmen stellen wir 
immer wieder eklatante Wissenslücken bei Entscheidern fest. Bei den 
rasanten Fortschritten in der Testimonial-Chiffre wird es für 
Unternehmen zunehmen schwerer Schritt zu halten. Vor der 
Entscheidungsfindung ist daher dringend externer Rat von professioneller 
Seite einzuholen.

Konkret zum vorliegenden Fall: Nach unserer umfangreichen Analyse nach 
dem "coffee grounds analysis model" kommen wir leider zu einem 
vernichtendem Gesamturteil.

Unsere gender-neutrale Analyse:

Thomas P. schrieb:

> Herr XXX  hat sich engagiert in sein neues Aufgabengebiet eingearbeitet.

"XXX": Das/Die/Der Subjekt/in rasiert sich unzureichend, was sich in 
Form eines P0rn0balkens zeigt.

> Bereits nach kurzer

"kurzer": Die Verwendung dieses Wortes deutet auf 
Minderwertigkeitskomplexe verursacht durch physische Einschränkungen 
hin. Das/Die/Der Subjekt/in neigt zu kompensatorischen Verhaltensweisen. 
(Vermutung: SUV-Fahrer)

> Zeit arbeitete er  vollkommen selbständig. Er  identifizierte sich mit

"vollkommen" in Verbindung mit "identifizierte", getrennt durch einen 
Punkt. Speziell in dieser Kombination ist das ein eindeutiger Hinweis 
auf die Durchführung illegaler Autorennen mit Firmenfahrzeugen während 
der Arbeitszeit.

> seiner  Aufgabe und zeigte
> stets eine gute Einsatzbereitschaft auch über die übliche Arbeitszeit
> hinaus.

"Aufgabe", "stets", "Einsatzbereitschaft": Ein äußerst konkreter 
Hinweis. Das/Die/Der Subjekt/in löst während der Arbeitszeit Sudokus.

>
> Herr XXX  arbeitete sich aufgrund seiner guten Auffassungsgabe jederzeit
> schnell und erfolgreich in neue Themen ein.

"XXX" in einer Zeile mit "aufgrund": Ein äußerst perfider Code! 
Das/Die/Der Subjekt/in brät Maultaschen ohne sie vorher zu kochen. Zwei 
Leerzeichen zwischen "XXX" und "arbeitete" deuten gleichzeitig auf einen 
hohen Linsen-Konsum hin.

> Er  zeichnete sich bei der

"Er  zeichnete": Das/Die/Der Subjekt/in koopiert mit der roten 
Lügenpresse.

> Erledigung  seiner  Aufgaben durch Gewissenhaftigkeit, Genauigkeit und

Ein doppeltes Leerzeichen in Verbindung mit "Gewissenhaftigkeit": 
Das/Die/Der Subjekt/in fährt ein Fahrzeug einer feindlichen Marke.

> Umsicht aus. Man kann sich auch in schwierigen Situationen gut auf  ihn

"schwierige Situationen gut": Äußerst Bitter! Ein Code für Orgien in der 
Besenkammer.

> verlassen.  Seine Aufgaben erledigte er  stets  mit Sorgfalt und
> Genauigkeit.

"erledigte er  stets": Ein noch sehr neuer Code, wenig bekannt. Der 
Aussteller ist ein Insider: Das/Die/Der Subjekt/in surft mit dem 
Internet Explorer.

> Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war stets
> vorbildlich.

Besonderer Augenmerk liegt auf der Reihenfolge! "Vorgesetzten" kommt vor 
"Mitarbeitern". Das/Die/Der Subjekt/in leistet sich Patzer bei der 
Ausführung der Kehrwoche. Vorsicht!

> Unseren Kunden und Geschäftspartnern gegenüber trat er
> stets höflich, zugleich sicher und gewandt auf. Das Unternehmen wurde

"gewandt auf". Übersetzt nach: "Das/Die/Der Subjekt/in hängt sein Gewand 
auf." Ein Code für Erscheinen beim Kunden ohne Kleidung. Unklar ist, ob 
das auf Wunsch des Kunden geschehen ist.

> von ihm vorbildlich repräsentiert.  Herr  XXX  hat seine Aufgaben stets
> zu unserer vollen Zufriedenheit  erfüllt.

"vollen" in Zusammenhang mit "erfüllt": Ein Code für massiven 
Trollingerkonsum vor, während und nach der Arbeitszeit.

> Er war für uns ein wertvoller

"wertvoll": Wird gerne verwechselt mit "vollen"/"erfüllt" - steht 
tatsächlich aber für schwarze Konten.

> Mitarbeiter.
>
> Zum  XXX  verlässt  Herr  XXX  unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.

"Zum XXX": Das/Die/Der Subjekt/in arbeitet als V-Mann/in für den 
lampukischen Geheimdienst.

> Wir
> bedauern diesen Entschluss außerordentlich, danken ihm  für  seine
> stets wertvolle Mitarbeit und wünschen ihm beruflich und privat alles

"wertvolle Mitarbeit": Das/Die/Der Subjekt/in erhält von uns eine 
aussergewöhnlich hohe Abfindung.

> Gute sowie weiterhin viel Erfolg.

"Gute" und "Erfolg", getrennt durch exakt drei Wörter: Das/Die/Der 
Subjekt/in ist männlichen Geschlechts ("ERfolg"). Das "l" aus "Erfolg" 
ist um zwei Stellen nach links zu verschieben (Stichwort "Y-Chromosom") 
und wird damit zu "ERflog".

von Wühlhase (Gast)


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Dieser Thread ist ein sehr schönes Beispiel, warum ich mir bisher noch 
NIE ein Arbeitszeugnis ausstellen ließ.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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> Wird ja auch gemacht, denn wirkliche Entscheidungsgründe
> erfährt der Bewerber nie

Ich stimme zu, das man bei Absagen den wahren Grund selten erfährt (nie 
ist übertrieben).

Wenn ein Arbeitgeber eine Stelle ausschreibt, dann doch deswegen, weil 
er jemanden einstellen möchte. Der Arbeitgeber würde sich selbst 
schaden, wenn er allzu viel Schlechtes zwischen den Zeilen dazu dichten 
würde. Denn so wird es extrem unwarscheinlich, einen zufriedenstellenden 
Bewerber zu finden.

Arbeitszeugnisse sind ohnehin nicht so spannend, wie es hier dargestellt 
wird. In meinem Umfeld sind dokumentierte Erfahrungen (Projekte) und 
Zertifikate viel wichtiger. Außerdem kontrollieren wir, ob der Bewerber 
ehrlich ist, denn leider treffen wir vermehrt auf Schaumschläger die 
tolle Reden schwingen aber enttäuschend wenig auf dem Kasten haben.

Ich habe an zahlreichen Auswahlverfahren als Senior Developer beratend 
teilgenommen.

: Bearbeitet durch User
von Chef auf Rente (Gast)


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Ich hab nie etwas schlechtes in Zeugnisse geschrieben, wozu auch. Hatte 
keine Lust aufs Arbeitsgericht, also immer loben. Kost ja nichts. Wer 
wollte, konnte es auch selber schreiben.

War der MA eine Pfeife und ist von alleine gegangen, wurde das Zeigniss 
besonders gut. Wenn dann der Mitbewerb darauf reingefallen ist, hats 
mich nicht gestört.

von Niemand (Gast)


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Das Problem dabei sind doch eigentlich die unfähigen und verkappten 
Personaler selber.
Die wollen von jedem Bewerber fachliche Gratis-Dokus über ihr eigenes 
Können haben, ohne dass sich der Personaler wirklich darum kümmern und 
das prüfen muss!
Von der Unfähigkeit fachliche Kompetenz der Bewerber einzuschätzen, ganz 
zu schweigen!
Wie sollen das Personaler auch überhaupt hinbekommen, können die doch 
nur Smaltalk und Leute doof anmachen und selten dämlich ausfragen.

Das AZ da oben sieht sehr authentisch aus, keine grob versteckten 
Seitenhiebe, aber bei genauer Betrachtung sehr viele unmögliche 
Formulierungen in ganzem Widerspruch zur Abschlußformel.
Also hat der Verfasser damit eigentlich ein sehr unsauberes und 
unlogisches AZ verfasst, was mehr Fragen aufwirft als welche zu 
beantworten.
Würde ich mit dem Ersteller noch mal abklären, denn so kann das auch 
absolut negativ gewertet werden.

Also kann man Karls Statement dazu als Gesamteinschätzung annehmen.

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

Chef auf Rente schrieb:
> War der MA eine Pfeife und ist von alleine gegangen, wurde das Zeigniss
> besonders gut. Wenn dann der Mitbewerb darauf reingefallen ist, hats
> mich nicht gestört.

Warum denkt dann der Mitbewerber, daß Er vom ehem. Arbeitgeber was 
Brauchbares über den neuen Mitarbeiter erfahren wird?
- gegangen worden: suuuper Mann, leider bla bla, einvernehmlich getrennt
- fristgerecht, guter Mann: ein verärgerter Ex-Chef wird einem da wohl 
helfen
- fristgerecht, eher Fußvolk: Gott sei Dank, daß Der weg ist

Bisher hatte ich noch nie ein Arbeitszeugnis bekommen oder gefordert.
Probezeit gibt's eh - und wenn ich darin nicht überzeugen kann, hilft 
mir das AZ auch nicht weiter.

von Recruiting Trends (Gast)


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Niemand schrieb:
> Wie sollen das Personaler auch überhaupt hinbekommen, können die doch
> nur Smaltalk und Leute doof anmachen und selten dämlich ausfragen.

Du hast absolut keinen blassen Schimmer davon, was die so alles drauf 
haben. Die Tatsache dass sie jeder unterschätzt ist ihr größter Vorteil. 
Wenn es sein muss und die gerade spezielle Leute suchen, dann werden 
schon mal extra Webseiten erstellt und die Kandidaten mit Cookies und 
LSOs quer durch das Netz getrackt.
Was glaubst du denn was die jeden Tag acht Stunden lang machen?

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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http://acronyms.thefreedictionary.com/LSO

Wäre wohl gerade durchgefallen ...

Recruiting Trends schrieb:
> Was glaubst du denn was die jeden Tag acht Stunden lang machen?
GG ... genau Da wird's sich treffen - was macht ein Personaler, wenn er 
nicht personalieren kann?
Kaffee holen?

MfG

von Thomas P. (Gast)


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Nach den ganzen Beiträgen hier bin ich ehrlich gesagt ziemlich 
aufgewühlt. Ich dachte nicht, dass mein ehemaliger Arbeitgeber so viel 
über mich weiß, und es inzwischen so viele "No Go"-Formulierungen gibt. 
Ich werde mit meinem ehemaligen AG noch einmal ein Wörtchen reden.

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