Hallo zusammen, Kurz ein paar Infos zu mir: 30J., Tätigkeit Embedded-SW mit Schnittstellen zu HW/Applikation, bei Automotive-Zulieferer (IGM Disneyland), erster Job, 3J BE. Es steht möglicherweise ein Konzern-interner Wechsel an. Mein Job gerade: - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), - Mitten im Projekt, aber SW-mäßig ist das Thema in ein paar Monaten "durchgespielt", in der Gesamtheit nicht herausfordernd ("leicht zu liefern") - Kollegen? Viel Licht, weniger Schatten - Chef? Weniger Licht, mehr Schatten - Weiterentwirklung? Mehr Verantwortung? Wissensaufbau? - Aufgrund Platzhirscherei eher weniger - dafür aber Komfortzone, leicht zu handelndes Arbeitsumfeld Mein Job in Aussicht: - auch Automotive, aber antriebsunabhängig, interessanteres Thema - Kollegen/Chef ist eher unbekannt - brauch für einen Weg 20 Minuten länger (40 Minuten am Tag; 200 Min in der Woche ~ 3,33 Std.) - Weiterentwicklung erforderlich/gewünscht (zumindest fachlich) Patte bei beiden (erstmal) gleich. Da hier bestimmt viele vor so einer (ähnlichen) Entscheidung mit einer solchen Ausgangsbasis (wie oben beschrieben) standen - habt ihr euer funktionierendes Arbeitsumfeld verlassen? Seid ihr geblieben? Habt ihr es bereut, zu wechseln/zu bleiben? Was war der ausschlaggebende Trigger für die jeweilige Entscheidung? No Troll inside. Danke -a
anonymus schrieb: > Mein Job in Aussicht: > - auch Automotive, aber antriebsunabhängig, interessanteres Thema > - Kollegen/Chef ist eher unbekannt > - brauch für einen Weg 20 Minuten länger (40 Minuten am Tag; 200 Min in > der Woche ~ 3,33 Std.) > - Weiterentwicklung erforderlich/gewünscht (zumindest fachlich) Gute Kollegen sind für ein Wohlfühlklima extrem wichtig! Damit meine ich nicht abends noch ein Bierchen zischen gehen. Mit den Chefs ist das ähnlich. Langweile im Job OK, kann nerven. Möchtest du nicht Chef werden, trotz Platzhirsche? Wie lange fährst du jetzt bereits. Bei jetzt 10 Min. sind 20 Minuten = 30 Minuten eine Strecke noch OK. Neuer Job - Interessantere Aufgaben, nur für wie lange. Wie sieht es finanziell aus, was springt bei einem Wechsel mehr raus? RISIKO: Verheiratet, Kinder, Haus auf Pump, sonstige Verantwortungen, ....?
Stillstand ist Rückschritt und wer rastet, der rostet. Ist doch jetzt ein guter Zeitpunkt sich weiterzuentwickeln, bevor man in ein paar Jahren feststellt, dass man festgefahren ist und im schlechtesten Fall das eigene Wissen an Wert verloren hat.
Abradolf L. schrieb: > Stillstand ist Rückschritt und wer rastet, der rostet. Ist doch jetzt > ein guter Zeitpunkt sich weiterzuentwickeln, Ich seh in dem neuen Job keinerlei Weiterentwicklung: gleiche Branche, wohl auch gleiches Tätigkeitsgebiet (embedded SW-Entwicklung). Dein KnowHow-Portfolie wird durch diesen Wechsel nicht sonderlich facettenreicher. Der Nachteil, du fängst organisationstechnisch wieder bei Null an , musst dir erst einen Stand/Ansehen erarbeiten. Warum sollte man sich das antun?! Als Personaler ist da kaum ein "vernünftiger" Wechselgrund erkennbar, ergo könnt man kaltschnäuzig vermuten du wechselst weil dir das nahe gelegt wurde. Anders wäre das wenn du in eine andere Branche (bspw. Luftfahrt) oder Tätigkeitsbereich (bspw. Konzeptentwicklung) wechseln würdest. Oder wegen der Liebe (Fernbeziehung beenden) - das zählt paradoxerweise zu den Vernunftgründen.
Rick M. schrieb: > > Wie lange fährst du jetzt bereits. > Bei jetzt 10 Min. sind 20 Minuten = 30 Minuten eine Strecke noch OK. > es ist eher 50min Haustür-zu-Bürostuhl vs. 70min Haustür-zu-Bürostuhl > Neuer Job - Interessantere Aufgaben, nur für wie lange. > > Wie sieht es finanziell aus, was springt bei einem Wechsel mehr raus? > erstmal nix > RISIKO: Verheiratet, Kinder, Haus auf Pump, sonstige Verantwortungen, > ....? risiko null, da Konzern-interner Wechsel (keine Probezeit o.Ä.)
anonymus schrieb: > Mein Job gerade: > - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), Aber zu dem Team, das sich die Schummelsoftware ausgedacht hat, gehörst Du nicht, oder?
Alexander J. schrieb: > anonymus schrieb: >> Mein Job gerade: >> - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), > > Aber zu dem Team, das sich die Schummelsoftware ausgedacht hat, gehörst > Du nicht, oder? Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere Sauereien.
Alexander J. schrieb: > ausgedacht Ausgedacht hat das ein BWLer. Realisiert ein/viele Ing. anonymus schrieb: > Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel) Schlecht, da werden Neuentwicklungen weniger werden. E-Auto, Gasmotoren etc. Diesel wird ausser bei Nutzfahrzeugen an Bedeutung verlieren also Wechsel. Zumal wenn der neue Job Antriebsunabhängig ist, dann ists für deinen Job egal ob E-Motor oder Verbrenner. Insofern nützliche Weiterentwicklung. Fahrt mit mehr als 40min einfach ist für mich persönlich die Schmerzgrenze. Ich hatte in meinen >25J schon Fahrzeiten von 10 - 90min. einfach. Der erste Wechsel nach 3 jahren ist ok, wenn es fachliche Weiterentwicklung ist ist auch ok. Wenn du Führungsambitionen hast dann sollte da was in den nächsten 2-5 Jahren passieren.
anonymous schrieb: > 70min Haustür-zu-Bürostuhl 70 min × 2 × 5 = 11 h 40 min / Woche Umziehen. Oder Zweitwohnung. PS Müssen auch Programmierer unbedingt jeden Tag ins Büro?
Georg M. schrieb: > anonymous schrieb: >> 70min Haustür-zu-Bürostuhl > > 70 min × 2 × 5 = 11 h 40 min / Woche > > Umziehen. Oder Zweitwohnung. schwer, weil bude erst auf pump gekauft + familie will auch was von mir haben (und ich von ihr). die verlängerung der ohnehin schon langen anreisezeit von 50min auf 70min ist auch ein negativer punkt auf der pro/con-liste. auf der suche nach weiteren pros und cons (und deren gewichtung) sind weitere meinungen/erfahrungen gefragt! danke und beste grüße, -a
Cyblord -. schrieb: > Alexander J. schrieb: >> anonymus schrieb: >>> Mein Job gerade: >>> - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), >> >> Aber zu dem Team, das sich die Schummelsoftware ausgedacht hat, gehörst >> Du nicht, oder? > > Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt > entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere > Sauereien. Bist du irre?
Qwertz schrieb: >> Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt >> entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere >> Sauereien. > > Bist du irre? Nein, materiell. Ideologie bezahlt keine Rechnungen.
Qwertz schrieb: > Bist du irre? Die Diskussion ist völlig unsinnig. War Alfred Nobel der größte Killer des 19/20 Jahrhunderts weil er den modernen Sprengstoff erfunden hat? Ohne den Sprengstoff hätten wir 90% weniger Tunnels und Kanäle, Häuser wären teurer, Strqaßen auch und Zehntausende dürften noch mit Hammer7Meisel schuften. Aber man kann damit auch Bomben bauen. Schuld ist aber der der befiehlt abzudrücken! Die "Schummelsoftware" kann kanz normal als Testsoftware entwickelt worden sein, wo man bestimmte Dinge eben abschalten will um anderes besser testen zu können. Der Schuldige ist der Manager der den Einsatz in fertigen KFZ abgenickt hat!
Der Andere schrieb: > > Die "Schummelsoftware" kann kanz normal als Testsoftware entwickelt > worden sein, wo man bestimmte Dinge eben abschalten will um anderes > besser testen zu können. > Der Schuldige ist der Manager der den Einsatz in fertigen KFZ abgenickt > hat! +1 nailed it. zurück zum thema wieder
Ich sehe in dem geplanten Wechsel keine Herausforderung. Unbequemlichkeiten ja, aber keine Herausforderung. Das ist kein Karriereschritt. Es wäre einer, wenn der Titel im neuen Job mit "-leiter" enden würde. Damit meine ich nicht "Stehleiter" ... Das ist ein Wechsel seitwärts. Dafür kann man gute Gründe haben, aber "ich suchte eine neue Herausforderung" nimmt einem niemand als Grund für diesen Wechsel ab.
Jack schrieb: > neue Herausforderung Kann auch fachlicher Art sein. Jack schrieb: > Es wäre einer, wenn der Titel im neuen Job > mit "-leiter" enden würde. Du solltest deine Karrierescheuklappen mal abnehmen.
Hi, also da du in der gleichen Firma und im gleichen Gebiet bleibst, ist es wohl eher eine Weiterentwicklung statt eine neue Herausforderung. Ich würde es persönlich machen, weil nach 3 Jahren ein Wechsel und Neues immer gut tut. Kommt noch eine Gehaltserhöhung dazu, wäre das optimal. Ich selber wechselte nach 2,5 Jahren die Teams um mehr zu sehen. Aber ehrlich: Es handelt sich um den gleichen "Schwierigkeitsgrad" bei der Arbeit (am Anfang war es natürlich toll, weil neu). Ich persönlich bilde mich jetzt privat weiter in eher Mathematik lastigen Themen - Stichwort Simulation von Systemen. Hier von verspreche im mir später wirklich einen Wechsel in "interessantere" Themengebiete und Spezialwissen ... und eben ein Job außerhalb der üblichen 90% IT Stack Overflow Copy Paste Jobs. Eine Herausforderung wäre, wenn du wirklich dich konkret auf eine (Senior Stelle,) Architekten Stelle oder Teamleiter Stelle bewirbst und auch einen Firmenwechsel in Kauf nimmst oder dein Fachgebiet wechselst. So, dass ist meine Sicht derzeit auf die Dinge ;)
> - brauch für einen Weg 20 Minuten länger (40 Minuten am Tag; 200 Min in > der Woche ~ 3,33 Std.) Gestohlene Zeit, die dir niemand zurückgeben wird. Der neue Job ist also voll für den Arsch.
Cyblord -. schrieb: > Alexander J. schrieb: >> anonymus schrieb: >>> Mein Job gerade: >>> - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), >> Aber zu dem Team, das sich die Schummelsoftware ausgedacht hat, gehörst >> Du nicht, oder? > > Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt > entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere > Sauereien. Cyblord, bist du anonymus?
geradeGast schrieb: > Cyblord -. schrieb: >> Alexander J. schrieb: >>> anonymus schrieb: >>>> Mein Job gerade: >>>> - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), >>> Aber zu dem Team, das sich die Schummelsoftware ausgedacht hat, gehörst >>> Du nicht, oder? >> >> Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt >> entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere >> Sauereien. > > Cyblord, bist du anonymus? Nein. Aber ich fand die Frage so dämlich...
Cyblord -. schrieb: > Qwertz schrieb: >>> Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt >>> entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere >>> Sauereien. >> >> Bist du irre? > > Nein, materiell. Ideologie bezahlt keine Rechnungen. Hier ein Empfehlung speziell für dich: Ethik für Nerds - Warum Programmieren eine gesellschaftliche Verantwortung mit sich bringt http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/kolumnen-sendungen/generator/ethik-fuer-nerds-100.html
Ich kenne einige die ihre Komfortzone verlassen haben und es bis heute bitter bereuen.
Developer schrieb: > Ich kenne einige die ihre Komfortzone verlassen haben und es bis heute > bitter bereuen. Und ich kenne einige die in ihrer vermeintlichen Komfortzone unglücklich sind.
Developer schrieb: > Ich kenne einige die ihre Komfortzone verlassen haben und es bis > heute > bitter bereuen. Und ich kenne einige die dabei wissen dass sie das richtige tun.
anonymus schrieb: > Mein Job gerade: > - Steuergeräte für Verbrennungsmotoren (Diesel), da würde ich auch anonym bleiben wollen
Gehalt, Strukturen...alles bekannte Größen. Neue Kollgen, neuer Scheffe dagegen unbekannte; so wie du, für die. Das könnte die eigentliche Herausforderung werden. Dafür einen längerer Arbeitsweg und anfänglich bißchen frischen Wind um die Nase? Hoffentlich lohnt sich wenigstens der neue Ausblick ausm Bürofenster? Klingt für mich nach "selber Ort - anderes Hotel". Neue Herausforderung geht anders! Die findeste nicht im Garten vom Nachbarn oder der nächsten Bettenburg drei Straßen weiter - nach 2-3 Jahren kennste die auch in- und auswendig und dann schweifen die Gedanken wieder ab. Vielleicht auch früher, wenn der neue Kollege stinkt.
Mark B. schrieb: > Developer schrieb: >> Ich kenne einige die ihre Komfortzone verlassen haben und es bis heute >> bitter bereuen. > > Und ich kenne einige die in ihrer vermeintlichen Komfortzone unglücklich > sind. Wie kann man denn in der Komfortzone unglücklich sein? Irgendwie schließt sich das doch gegenseitig aus. OK, du schreibst "vermeintlich" dazu, also eine Komfortzone, die in Wahrheit keine ist - kannst du vielleicht ein konkretes Beispiel nennen, damit auch ich es verstehe? Ich bin der Meinung, dass Veränderung per se nicht automatisch etwas Gutes darstellt, so wie es hier bei Manchen für mich durchklingt. Schuster, bleib bei deinen Leisten! Wenn mir mein aktueller Job gefällt, dann suche ich nicht krampfhaft nach Veränderung, nur um "was Neues" zu machen oder um auf weitere 2% Verbesserung zum Status quo zu spekulieren.
> Wenn mir mein aktueller Job gefällt, > dann suche ich nicht krampfhaft nach Veränderung, nur um "was Neues" zu > machen oder um auf weitere 2% Verbesserung zum Status quo zu > spekulieren. Hier gibt es dafür ein Sprichwort: "Wenn es der Kuh zu wohl wird, geht sie aufs Eis tanzen".
Qwertz schrieb: > Wie kann man denn in der Komfortzone unglücklich sein? Irgendwie > schließt sich das doch gegenseitig aus. OK, du schreibst "vermeintlich" > dazu, also eine Komfortzone, die in Wahrheit keine ist - kannst du > vielleicht ein konkretes Beispiel nennen, damit auch ich es verstehe? Stell dir vor, Du arbeitest in einem großen Konzern. Du bist ein kleines Rädchen in einem großen Getriebe. Die Arbeit ist recht anständig bezahlt, das ist also nicht unbedingt ein Grund zum Wechseln. Aber Du hast wenig Abwechslung im Job, viel Routine und wenige bis gar keine Einflussmöglichkeiten. Wenn Du Ideen und Vorschläge bringst, werden sie regelmäßig ignoriert - selbst wenn Kollegen von Dir sie gut finden. Würdest Du bleiben oder wechseln?
Mark B. schrieb: > Stell dir vor, Du arbeitest in einem großen Konzern. Du bist ein kleines > Rädchen in einem großen Getriebe. Die Arbeit ist recht anständig > bezahlt, das ist also nicht unbedingt ein Grund zum Wechseln. Aber Du > hast wenig Abwechslung im Job, viel Routine und wenige bis gar keine > Einflussmöglichkeiten. Wenn Du Ideen und Vorschläge bringst, werden sie > regelmäßig ignoriert - selbst wenn Kollegen von Dir sie gut finden. > > Würdest Du bleiben oder wechseln? Wechseln. Aber nicht auf einen anderen Posten in demselben Konzern. Und auch nicht in einen anderen Konzern, die sind sich alle so aehnlich. Was, ein aehnlich gut bezahlter Job findet sich ausserhalb von Konzernen nicht? Da bleibt nur ein Wechsel der Anspruchshaltung, dass der gutbezahlte Job auch in allen anderen Belangen perfekt sein muss. Das ist ein Job, keine Selbstverwirklichung. Schon die Erhoehung der unbezahlten Jobzeit von 100 auf 140 Minuten taeglich sollte als Ausschlusskriterium mehr als ausreichend sein. konzerni
Bürovorsteher schrieb: >> - brauch für einen Weg 20 Minuten länger (40 Minuten am Tag; 200 Min in >> der Woche ~ 3,33 Std.) > > Gestohlene Zeit, die dir niemand zurückgeben wird. Der neue Job ist also > voll für den Arsch. Da alle anderen Parameter nicht wirklich unterschiedlich sind, wäre das für mich auch das Killerkriterium. Vierzig Minuten am Tag ist viel. Zu viel, wenn es nicht deutlich mehr Geld gibt. Gruss Axel
Mark B. schrieb: > Stell dir vor, Du arbeitest in einem großen Konzern. Du bist ein kleines > Rädchen in einem großen Getriebe. Die Arbeit ist recht anständig > bezahlt, das ist also nicht unbedingt ein Grund zum Wechseln. Aber Du > hast wenig Abwechslung im Job, viel Routine und wenige bis gar keine > Einflussmöglichkeiten. Wenn Du Ideen und Vorschläge bringst, werden sie > regelmäßig ignoriert - selbst wenn Kollegen von Dir sie gut finden. > > Würdest Du bleiben oder wechseln? Ganz klare Antwort, ich würde natürlich bleiben! Ich sehe in deiner Beschreibung auch ehrlich gesagt kaum Nachteile: - Ein kleines Rädchen zu sein ist doch gut, dann hat man nicht zu viel Verantwortung, die einen eventuell belasten kann. Das heißt ja noch lange nicht, dass die eigene Arbeit nichts wert ist. - Wenig Abwechslung, viel Routine heißt übersetzt: die Arbeit geht leicht von der Hand, man muss nicht ständig Feuerwehr spielen, ist auch gut für den Blutdruck und das Überstundenkonto. - Dass eigene Ideen und Vorschläge ignoriert werden: man muss damit leben können, dass es nicht immer so läuft wie man will, das Leben ist kein Wunschkonzert. Ist ja auch nicht weiter schlimm, wird es halt anders oder wie bisher gemacht, es geht hier ja nur um die Arbeit und keine Ehe.
Qwertz schrieb: > Ganz klare Antwort, ich würde natürlich bleiben! Man sollte halt mit 30 auch ein bischen an die Zukunft denken. Wenn in 5 Jahren keiner mehr Dieseltechnik will und der TO 8 jahre Dieseltechnik gemacht hat, was dann? Mit 35 in die Rente? Oder vieleicht doch früher mal was anderes machen, das mehr Zukunft hat? Fakt ist wenn er zu lange das Gleiche macht, dann ist er raus für andere Dinge. und wenn das Gleiche nicht mehr gefragt ist dann ist er irgendwann ARBEITSLOS! Zu deinem Programmieren und Ethik. Ich hatte oben schon gesagt, der Erfinder des Sprngstoffs ist nicht der Böse, sondern der der daraus Bomben baut und noch mehr, der der befiehlt sie einzusetzen! Darauf kam keine Reaktion, weil du weisst daß ich recht habe, nur weiter Sticheln gegen die "bösen" Softwareentwickler bei Bosch / VAG. Beende den Unfug einfach, er hat hier nichts verloren, und die meisten wissen zum Glück, daß nicht die Entwickler schuld sind, sondern die <selbstzensiert> Manager, die den Einsatz eigentlich zu verantworten haben, sich aber davor drücken! Nein ich arbeite nicht in dem Bereich, sondern mache Software für Banken und um Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche zu bekämpfen. Und muss mich auch fragen, ob diese Software in Ländern wie Türkei, Ungarn, Russland nicht vieleicht dazu benutzt wird um die Opposition und die freie Presse zu bekämpfen. Also bevor DU die Ethikkeule schwingst überlege dir was mit dem was DU entwickelst/produzierst vieleicht andere Leute unterdrückt, ermordet oder gequält werden oder allgemein gegen Gesetze verstoßen wird - ohne dein Wissen!
Qwertz schrieb: > Mark B. schrieb: >> Stell dir vor, Du arbeitest in einem großen Konzern. Du bist ein kleines >> Rädchen in einem großen Getriebe. Die Arbeit ist recht anständig >> bezahlt, das ist also nicht unbedingt ein Grund zum Wechseln. Aber Du >> hast wenig Abwechslung im Job, viel Routine und wenige bis gar keine >> Einflussmöglichkeiten. Wenn Du Ideen und Vorschläge bringst, werden sie >> regelmäßig ignoriert - selbst wenn Kollegen von Dir sie gut finden. >> >> Würdest Du bleiben oder wechseln? > > Ganz klare Antwort, ich würde natürlich bleiben! > Ich sehe in deiner Beschreibung auch ehrlich gesagt kaum Nachteile: > > - Ein kleines Rädchen zu sein ist doch gut, dann hat man nicht zu viel > Verantwortung, die einen eventuell belasten kann. Das heißt ja noch > lange nicht, dass die eigene Arbeit nichts wert ist. Manche hätten vielleicht gerne mehr Verantwortung, bekommen diese aber nicht. Oder noch schlimmer: Manche bekommen mehr Verantwortung, ohne dass man ihnen mehr Befugnisse oder mehr Gestaltungsspielraum zugesteht. > - Wenig Abwechslung, viel Routine heißt übersetzt: die Arbeit geht > leicht von der Hand, man muss nicht ständig Feuerwehr spielen Doch, das muss man in der Firma hier. Es gibt viele Altlasten und "technische Schulden", weil man hier früher sehr schlampig entwickelt hat und damit lange Zeit durchgekommen ist. Wäre kein Problem wenn man den alten Code komplett wegschmeißen und neu entwicklen könnte, aber das wird nicht genehmigt. > - Dass eigene Ideen und Vorschläge ignoriert werden: man muss damit > leben können, dass es nicht immer so läuft wie man will, das Leben ist > kein Wunschkonzert. Ist ja auch nicht weiter schlimm, wird es halt > anders oder wie bisher gemacht, es geht hier ja nur um die Arbeit und > keine Ehe. Solange eine Firma wirtschftlich gesund dasteht mag man das so sehen. Wenn sie schon knapp an der Pleite vorbeigeschrammt ist, obwohl der Markt für die Produkte allemal groß genug ist, dann wurde aber offensichtlich vieles falsch entschieden. Dann ist es nicht mehr so lustig wenn man die Leute in den eigenen Reihen ignoriert, die tatsächlich verstehen wo die Probleme liegen. Das Management kapiert es jedenfalls nicht so wirklich. Dann kommt der übliche Bullshit: "Wir sind zu teuer, wir müssen dies und jenes nach Indien verlagern, ..." Ja und warum ist man zu teuer? Weil unfähige Leute die Entscheidungen treffen und nicht auf die Leute mit Sachverstand hören.
Mark B. schrieb: > Es gibt viele Altlasten und > "technische Schulden", weil man hier früher sehr schlampig entwickelt > hat und damit lange Zeit durchgekommen ist. Wäre kein Problem wenn man > den alten Code komplett wegschmeißen und neu entwicklen könnte, aber das > wird nicht genehmigt. Ein Bekannter macht das freiberuflich im Webbereich (Rails Applikationen, hauptsächlich in Australien wo er sein Hauptwohnsitz hat). Hat über die letzten Jahre auch entsprechende Libraries für "non-intrusive Refactoring" von Rails Apps geschrieben, die er nun vermarktet und consulted. Ende 30, Tagessatz 1400-2200€, jenachdem wie sehr es brennt. Erfolgreich Feuerwehrmann spielen oder alten Scheiß effizient aufräumen ist eine ertragsreiche Domäne für Freiberufler, wenn mans drauf hat und sich den entsprechenden Ruf erarbeitet hat. Ich finde sowas bewundernswert, wenn jemand etwas richtig gut kann und es schafft daraus den entsprechenden Output zu generieren.
Der Andere schrieb: > Man sollte halt mit 30 auch ein bischen an die Zukunft denken. Wenn in 5 > Jahren keiner mehr Dieseltechnik will und der TO 8 jahre Dieseltechnik > gemacht hat, was dann? > Mit 35 in die Rente? > Oder vieleicht doch früher mal was anderes machen, das mehr Zukunft hat? > Fakt ist wenn er zu lange das Gleiche macht, dann ist er raus für andere > Dinge. und wenn das Gleiche nicht mehr gefragt ist dann ist er > irgendwann ARBEITSLOS! Schwarzmnaler! Man kann ja auch innerhalb des Konzerns in verwandte Bereiche wechseln, wenn eine bestimmte Sparte tatsächlich Probleme mit dem Geschäftsmodell bekommt. Ein SW-Entwickler ist ja nun nicht auf Dieseltechnik beschränkt, nur weil er jahrelang in dieser Domäne unterwegs war. Sein Handwerkszeug (Methodenkompetenz, Soft skills) kann er leicht auf andere Bereiche übertragen, ich sehe hier das Problem nicht. > Zu deinem Programmieren und Ethik. Ich hatte oben schon gesagt, der > Erfinder des Sprngstoffs ist nicht der Böse, sondern der der daraus > Bomben baut und noch mehr, der der befiehlt sie einzusetzen! > Darauf kam keine Reaktion, weil du weisst daß ich recht habe, nur weiter > Sticheln gegen die "bösen" Softwareentwickler bei Bosch / VAG. > Beende den Unfug einfach, er hat hier nichts verloren, und die meisten > wissen zum Glück, daß nicht die Entwickler schuld sind, sondern die > <selbstzensiert> Manager, die den Einsatz eigentlich zu verantworten > haben, sich aber davor drücken! Ich habe mit keiner Zeile explizit gegen die "bösen" Softwareentwickler bei Bosch / VAG gestichelt. Ich habe ausschließlich auf den Beitrag von Cyblord reagiert, weil er provokativ meinte, dass es ihm völlig egal ist, was er für Software entwickelt, solange nur die Kohle stimmt. Diese Haltung kann ich nicht unterstützten, sie ist einfach unmoralisch. Klar kann man viele gute oder neutrale Dinge auch für einen bösen Zweck einsetzen, das lässt sich grundsätzlich nicht verhindern (Stichwort Küchenmesser). Aber es sollte einem nicht einfach alles völlig egal sein, solange nur die Bezahlung stimmt. > Also bevor DU die Ethikkeule schwingst überlege dir was mit dem was DU > entwickelst/produzierst vieleicht andere Leute unterdrückt, ermordet > oder gequält werden oder allgemein gegen Gesetze verstoßen wird - ohne > dein Wissen! Im Bereich Medizintechnik ist das wohl eher unwahrscheinlich.
Qwertz schrieb: > Im Bereich Medizintechnik ist das wohl eher unwahrscheinlich. Kennst du nicht die ganzen Fälle in denen Leute immer und immer wieder in die Röhre geschoben werden und der/die MTA immer wieder schön auf den Strahlungsbutton drückt? :)
Qwertz schrieb: > Im Bereich Medizintechnik ist das wohl eher unwahrscheinlich. Und wenn deine Geräte für unethische illegale Medikamentenversuche an Menschen benutzt werden? Kannst du es wissen?
Cyblord -. schrieb: > Qwertz schrieb: > >> Im Bereich Medizintechnik ist das wohl eher unwahrscheinlich. > > Und wenn deine Geräte für unethische illegale Medikamentenversuche an > Menschen benutzt werden? Kannst du es wissen? Nein. Wenn es auch unwahrscheinlich ist, kann wohl niemand jeden Use Case kennen und jeglichen Missbrauch definitiv ausschließen. Es ging mir auch viel mehr um Kritik an der unmoralischen Attitüde "interessiert mich doch eh nicht, an was ich entwickele, hauptsache die Bezahlung stimmt". Die kannst du damit wohl kaum rechtfertigen.
Cyblord -. schrieb: > Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt > entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere > Sauereien. Wie die Jungs bei Topf & Soehne.
Cyblord -. schrieb: > Und wenn? Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt > entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere > Sauereien. Die Kohle ist also eine Art Zwinge mit Scharnier, die man sich an den Kopf schraubt oder schrauben lassen hat, Damit der Kopf nur noch nicken kann.
Tommi schrieb: > Cyblord -. schrieb: >> Ich entwickle was man mir sagt. Wenn die Kohle stimmt >> entwickle ich auch Schummelsoftware, Spionagesoftware oder andere >> Sauereien. > Wie die Jungs bei Topf & Soehne. Schummelsoftware mit Gaskammern auf eine Stufe zu stellen ist schon ne enorme Transferleistung...
Der Andere schrieb: > Und muss mich auch fragen, ob diese Software in Ländern wie Türkei, > Ungarn, Russland nicht vieleicht dazu benutzt wird um die Opposition und > die freie Presse zu bekämpfen. Dazu musst du vermutlich nicht mal ins Ausland gehen.
Der Andere schrieb: > Nein ich arbeite nicht in dem Bereich, sondern mache Software für Banken > und um Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche zu bekämpfen Interessant, wo kann man denn das machen? In der Bankenhauptstadt Frankfurt? Was für Informatiker oder? Macht ihr damit ein gutes Geschäft?
anonymus schrieb: > 30J., Embedded-SW, Automotive-Zulieferer > erster Job, 3J BE. > Konzern-interner Wechsel möglich > > Mein Job gerade: nicht herausfordernd > > Mein Job in Aussicht: > auch Automotive, Weiterentwicklung erforderlich/gewünscht Du bist erst seit 3 Jahren im Beruf und hast noch 37 Jahre vor dir. Stehst also noch am Anfang, und fragst, ob du in dieser Position bis zum Renteneintritt verbleiben sollst - überspitzt formuliert. ;) 3 Jahre sind eine gute Zeit, um zu wechseln - hab ich auch so gemacht, auch konzernintern. Sprich aber erst einmal mit deinem Chef, ob er in seinem Bereich Entwicklungsmöglichkeiten für dich sieht. Er kennt die mittelfristigen Planungen. Hast du ihn über deinen Veränderungswunsch schon informiert? Weiß er, daß du dich unterfordert fühlst? Parallel dazu informierst du dich über die evtl. neue Stelle(n): kontaktiere die MA dort, frag, was die zuvor gemacht haben. Du kannst auch beim Personalbüro nachfragen. Schildere die Situation und deine Wünsche u. Ziele. Das ist die Zentrale, wo alle aktuellen und zukünftigen Stellenanforderungen am frühesten bekannt sind. Nützlicher Nebeneffekt: Du fällst beim zuständigen Personaler positiv auf. Personalentwicklung ist deren Kernaufgabe. Vielleicht wirst du auch für ein Förderprogramm vorgemerkt ... etc.
Der Andere schrieb: > Diesel wird ausser bei Nutzfahrzeugen an Bedeutung verlieren So schnell aber auch nicht. Für Pendler gibt es keine Alternative und wird es so schnell auch keine geben. Weltweite Lithium-Kapazitäten würden für ca. 10 Millionen Autos reichen, im Schland fahren 40 Millionen Autos. Gut, in Afghanistan sind sie militärisch dran das Land auszubeuten, dort gibt es viel Lithium-Vorkommen. Weder kann das vorhandene Netz so viel Ladestrom tragen, noch können die Kraftwerke so viel Energie abgeben das alle plötzlich elektrisch fahren: beides haben wir im Moment nicht. Wohlbemerkt würden die meisten Ä-Autos nachts ohne Sonne geladen, es fehlt auch die Möglichkeit die Energie zu speichern. Ein aneres Thema was kaum einer anspricht: Lithium-Akkus altern schnell, ihr kennt das von Notebooks. Eine neue Batterie wird ein Vermögen kosten. Tesla ist mehr ein Yuppie-Spielzeug das kaum einer bezahlen kann und selbst dieses Ä-Auto hat statt 400km gleich 270km-Reichweite sobald man auf BAB fährt: stellt euch vor wenn ihr alle auf der Tankstelle fast eine Stunde warten müsst, selbst das ist schon superschnelle Ladezeit. Eine tolle Vorstelleung. Eine nach wie vor offene Frage ist: was passiet mit Gesundheit wenn man dauerhaft in starken magnetischen Feldern sitzt? Gesundheitsfördernd wird es sicher nicht sein. Aber genau so wie im Fall Diesel wird die Autoindustrie später nicht schuld sein, so viel steht fest.
Gästchen schrieb: > Eine nach wie vor offene Frage ist: was passiet mit Gesundheit wenn man > dauerhaft in starken magnetischen Feldern sitzt? Gesundheitsfördernd > wird es sicher nicht sein. Sicherlich nicht schlimmer als das was die Dieselschleudern so rauspusten.
Gästchen schrieb: > Weder kann das vorhandene Netz so viel Ladestrom tragen, Ja 10 Autos gleichzeitig an einer BAB-Tankstelle macht dann schon mindestens 220kW, mit der Gegenrichtung 440kW. Ohne die Toilettenbeleuchtung(en). Da der eigentliche Betankungsvorgang etwa die 10-fache Zeit benoetigen wird - 60 Minuten statt bisher ca 6 Minuten - sind die 10 Autos eine sehr wohlwollende Annahme, die leicht um den Faktor 10 schlimmer werden koennte. Das funktioniert auf der 400V-Ebene gar nicht mehr. gdksg
gdksg schrieb: > Gästchen schrieb: >> Weder kann das vorhandene Netz so viel Ladestrom tragen, > > Ja 10 Autos gleichzeitig an einer BAB-Tankstelle macht dann schon > mindestens 220kW, mit der Gegenrichtung 440kW. Ohne die > Toilettenbeleuchtung(en). > Da der eigentliche Betankungsvorgang etwa die 10-fache Zeit benoetigen > wird - 60 Minuten statt bisher ca 6 Minuten - sind die 10 Autos eine > sehr wohlwollende Annahme, die leicht um den Faktor 10 schlimmer werden > koennte. > > Das funktioniert auf der 400V-Ebene gar nicht mehr. > > gdksg Ja, und ? Dafür hat man doch Ings, um solche Probleme zu lösen. Oder schaffen das die Bacheloretten, die heute aus den Unies kommen, nicht mehr ? Gruss Axel
> Ja, und ? > > Dafür hat man doch Ings, um solche Probleme zu lösen. > Oder schaffen das die Bacheloretten, die heute aus den Unies kommen, > nicht mehr ? > > Gruss > Axel Gegen Bürokratie kann ein Ing. auch nichts ausrichten. #netzausbau
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