Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Wenn ich der Boss in meinem Laden bin kann ich doch auch mein Gehalt> frei bestimmen oder?
Solange bis das Finanzamt eine versteckte Gewinnausschüttung vermutet.
Diesen Fall sollte man vermeiden. Was spricht denn dagegen ein übliches
Geschäftsführergehalt anzusetzen und dem Rest vom Gewinn ordentlich an
den Eigentümer (Dich) auszuschütten? (alles oben gesagte ist natürlich
für Kapitalgesellschaften)
Was mir auch aufgefallen ist: Kleinste Klitschen wo man den Eindruck hat
es gibt mehr Geschäftsführer als sonstiges Personal. Bsp. mein Autohaus
vor Ort: Drei Geschäftsführer, Angestellte drei bis vier (mehr habe ich
nie gesehen).
Karl Hans Wurschtinger schrieb:>Angestellte drei bis vier (mehr habe ich> nie gesehen).
Ja, klar, die muessen ja auch schuften bis zum Umfallen. Wie sonst soll
das Geld fuer die
> Drei Geschäftsführer,
hereinkommen?
sdgsdf
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Was mir auch aufgefallen ist: Kleinste Klitschen wo man den Eindruck hat> es gibt mehr Geschäftsführer als sonstiges Personal. Bsp. mein Autohaus> vor Ort: Drei Geschäftsführer, Angestellte drei bis vier (mehr habe ich> nie gesehen).
Sowas kann auch rein formale Gründe haben. Eine zumindest damals eher
kleine Firma hatte ihre 3 Geschäftsführer bestimmten Vorschriften zu
verdanken (IIRC USA)
sdgsdf schrieb:> Ja, klar, die muessen ja auch schuften bis zum Umfallen.
Es gilt zwar auch für GF der Mindestlohn, aber höher als für
Paketzusteller ist der auch nicht. ;-)
Cyblord -. schrieb:> Ein Geschäftsführer ist normalerweise auch ein Angestellter und nicht> der Inhaber.
Deshalb kennt das GmbH-Gesetz den Begriff des geschäftsführenden
Gesellschafters ;-) Normalerweise wird morgen die Sonne scheinen.
Joe G. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Ein Geschäftsführer ist normalerweise auch ein Angestellter und nicht>> der Inhaber.>> Deshalb kennt das GmbH-Gesetz den Begriff des geschäftsführenden> Gesellschafters ;-)
Ja und? Der TE ging aber wohl davon aus, dass Geschäftsführer = Inhaber
gilt und das gilt eben NICHT. Trotzdem kann es aber so sein.
Cyblord -. schrieb:> Ja und?
Ich wollte dir damit durch die Blume mitteilen, dass deine Antwort
sinnfrei war. Was ist „Normalerweise“?
Eine gute Antwort sollte vielleicht wie folgt lauten:
Ein GmbH Geschäftsführer kann sowohl selbst Inhaber/Teilinhaber der GmbH
sein als auch nur ein reiner Angestellter der GmbH. Im ersten Fall
spricht man vom geschäftsführenden Gesellschafter, im zweiten Fall vom
Geschäftsführer.
Die meisten Inhaber ihrer Firmen, beschäftigen sich selber als
Geschäftsführer auf 400,- Euro Basis, damit sie keine Sozialbeiträge
zahlen müssen und das Geld alles an sie selber fliesst. Davon zahlen sie
zwar Einkommensteuer und Sozi wie alle anderen auch, haben dafür aber
die Krankenkasse billig und müssen keine Rentenversicherung zahlen.
Insbesondere zahlen sie nicht für zwei Einkommen sondern haben als
Doppelverdiener beide Abzugsmöglichkeiten, also die Freibeträge des
Angestellten und die Abzugsmöglichkeiten des Inhabers für geschäftliche
Belange. Einige Spezis beschäftigen sich selber sogar noch als
Selbständige, um Geld rauszuziehen, für das sie ansonsten Gewerbesteuern
zahlen müssten.
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Wenn ich der Boss in meinem Laden bin kann ich doch auch mein Gehalt> frei bestimmen oder?
Wenn ich der Boss in meinem Laden bin suche ich mir keinen Job über
irgendeine Jobbörse :-)
Ansonsten zählt der "Fremdvergleich" (was bekommt ein angestellter
Geschäftsführer in einem Unternehmen gleicher Art und Größe). Immer
wieder gerne genommener Streitpunkt mit den Finanzbehörden ("verdeckte
Gewinnausschüttung").
Der Füher schrieb:> Davon zahlen sie> zwar Einkommensteuer und Sozi wie alle anderen auch, haben dafür aber> die Krankenkasse billig und müssen keine Rentenversicherung zahlen.
Bleib mal in Deinem Buker und erzähle keinen Unsinn. Auf 400 € Basis
(alleine) ist man nicht Krankenversichert.
Leute mir ist klar dass der Geschätsführer nicht automatisch der
Firmeninhaber ist, bei Mittelständlern ist das aber die Regel.
Mir sind eben nur manche dieser Firmen aufgefallen wenn auf den
Kontaktseiten drei Geschäftsführer augelistet sind und der Laden nicht
mal 10 Mitarbeiter hat, vielleicht noch ein paar Externe, das war es
dann aber auch. Wenn sie was verticken, arbeiten die Verkäufer als
Externe auf Provisionsbasis, so kenne ich das in einem Laden der
Maschinenteile vertreibt.
Ich frage mich halt wie sowas funktionieren kann wenn drei Häuptlinge
agieren die entspr. bezahlt werden wollen aber das Personal kaum
vorhanden ist das das erwirtschaften kann. Beisp. der oben genannte
Autohändler, die Gewinnspanne beim Neuverkauf ist jämmerlich, verdient
wird mit Service, dafür brauchts aber auch Personal, das wird dann nat.
finanziell abgebunden wie ein nasser Sack aber ob das dann reicht für
ein Gehalt im Bereich 60-80k, je Geschäftsführer, ich frage mich wie das
funktionieren soll.
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> der oben genannte> Autohändler, die Gewinnspanne beim Neuverkauf ist jämmerlich, verdient> wird mit Service, dafür brauchts aber auch Personal,
Heutzutage wird im Service nicht mehr nach Arbeitsaufwand sondern
mit Pauschalen-Kalkulationen das richtige Geld verdient. So ein
Zahnriemenwechsel ist gewöhnlich für einen erfahrenen KFZ_Mechaniker
in einer Stunde erledigt. Material ca. 50-100 Euro, je nach Hersteller.
Reparaturrechnung 300-500 Euro. Na, jetzt rechne mal nach, wo die
Spanne her kommt. Alles was der Normalo selbst nicht machen kann,
wird mit Pauschalen erschlagen. Bremsen, Kupplung, Lichtmaschine,
Anlasser, Radlager usw. usf.. Der Autofahrer darf zwar vergleichen,
aber die Pauschalen pendeln sich in der Branche schnell ein.
Wer ne Karre fahren will/muss wird zur Ader gelassen und das mit
System und wehe wenn bei den modernen Wohlstandsmühlen mal ein
Elektronikmodul kaputt geht. Dann wirds schnell 4-stellig und mehr.
Da sind dann auch mal offiziell gleich mehrere Module hin und keiner
kanns überprüfen. ;-(
Hallo,
Als GGF unter dreien im 8 Mannladen bin ich Entwickler und sitze beim
Kunden auf IBN 2-3 Wochen bis alles läuft und der Kunde zufrieden ist.
So verdiene ich mein GGF Gehalt selber und bei der Bank liegt ein
Formular, mit dem ich für alles mit meinem Privatvermögen hafte.
Das Finanzamt ahnt hinter jedem Euro den ich kriege Steuerbetrug und
alle paar Jahre kommt einer ums Eck und will für 10 Jahre Sozialbeiträge
nachgezahlt haben.
Ich kann mein Gehalt frei wählen, solange die Bank und das Finanzamt
zufrieden sind.
SW
Cyborg schrieb:> Heutzutage wird im Service nicht mehr nach Arbeitsaufwand sondern> mit Pauschalen-Kalkulationen das richtige Geld verdient. So ein> Zahnriemenwechsel ist gewöhnlich für einen erfahrenen KFZ_Mechaniker> in einer Stunde erledigt. Material ca. 50-100 Euro, je nach Hersteller.> Reparaturrechnung 300-500 Euro. Na, jetzt rechne mal nach, wo die> Spanne her kommt. Alles was der Normalo selbst nicht machen kann,> wird mit Pauschalen erschlagen. Bremsen, Kupplung, Lichtmaschine,> Anlasser, Radlager usw. usf.. Der Autofahrer darf zwar vergleichen,> aber die Pauschalen pendeln sich in der Branche schnell ein.> Wer ne Karre fahren will/muss wird zur Ader gelassen und das mit> System und wehe wenn bei den modernen Wohlstandsmühlen mal ein> Elektronikmodul kaputt geht. Dann wirds schnell 4-stellig und mehr.> Da sind dann auch mal offiziell gleich mehrere Module hin und keiner> kanns überprüfen. ;-(
Oder mit Unwahrheiten / Unwissen.
Mir wurde neulich von einem Reifenhändler gesagt, ich dürfe meine Reifen
gar nicht fahren (da zu groß).
Natürlich hätte er gerade vier neue im Lager die er mir für x Euro
verkaufen könnte.
Zwei Wochen später, hatte der TÜV-Sachverständige komischerweise kein
Problem mit der Reifengröße...
MfG
Danish B. schrieb:> Oder mit Unwahrheiten / Unwissen.>> Mir wurde neulich von einem Reifenhändler gesagt, ich dürfe meine Reifen> gar nicht fahren (da zu groß).>> Natürlich hätte er gerade vier neue im Lager die er mir für x Euro> verkaufen könnte.>> Zwei Wochen später, hatte der TÜV-Sachverständige komischerweise kein> Problem mit der Reifengröße...
Daraus lernen wir: Selber denken, im Fahrzeugschein nachgucken, nicht
verarschen lassen.
SW schrieb:> Als GGF unter dreien im 8 Mannladen bin ich Entwickler ...> Das Finanzamt ahnt hinter jedem Euro den ich kriege Steuerbetrug und> alle paar Jahre kommt einer ums Eck und will für 10 Jahre Sozialbeiträge> nachgezahlt haben.
Kenn ich. Frag doch mal einen Fachmann nach der "kleinen Ag". Die ist
auch nicht aufwändiger als eine GmbH. Da werden aber aus
Geschäftsführern Vorstände, und die sind immer Unternehmer und zahlen
keine Sozialbeiträge.
MfG Klaus
Der Füher schrieb:> Die meisten Inhaber ihrer Firmen, beschäftigen sich selber als> Geschäftsführer auf 400,- Euro Basis, damit sie keine Sozialbeiträge> zahlen müssen und das Geld alles an sie selber fliesst.
Da wären sie aber schön blöde:
bei Minijobs (die inzwischen übrigens bis 450 gehen) zahlt der AG 31% an
Sozialabgaben und dafür bekommt man nichts, keine KV, keine ALV und
keine richtige RV
die 31% können Sie sich als Gesellschafter-Geschäftsführer sparen, denn
sie sind normalerweise nicht sozialversicherungspflichtig
SW schrieb:> alle paar Jahre kommt einer ums Eck und will für 10 Jahre Sozialbeiträge> nachgezahlt haben.
da gibt es ein sogenanntes Statusfeststellungsverfahren, das macht man
ein Mal und gut ist
Walter S. schrieb:> da gibt es ein sogenanntes Statusfeststellungsverfahren, das macht man> ein Mal und gut ist
Und dann gibt es eine kleine Änderung innerhalb der Gesellschaft oder
ein neuer Sachbearbeiter will sich wichtig machen und alles geht von
vorne los. Bei einer "ein Mann GmbH" mag das alles noch einfach sein,
bei dreien wirds schwieriger.
MfG Klaus
Klaus schrieb:> Bei einer "ein Mann GmbH" mag das alles noch einfach sein,> bei dreien wirds schwieriger.
Die können dann aber wenigstens Skat spielen, wenn es ihnen zu
langweilig wird, die Mitarbeiter bei der Arbeit zu beobachten.
MfG Paul
Ist das mit den Krankenkassen nicht umgekehrt? Man gründet eine GmbH und
stellt sich selbst als Geschäftsführer ein, damit man wieder in die AOK
zurückkehren kann?
Paul B. schrieb:> ie können dann aber wenigstens Skat spielen, wenn es ihnen zu> langweilig wird, die Mitarbeiter bei der Arbeit zu beobachten.Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Ich frage mich halt wie sowas funktionieren kann wenn drei Häuptlinge> agieren die entspr. bezahlt werden wollen aber das Personal kaum> vorhanden ist das das erwirtschaften kann.
ich weiß ja nicht in welcher Welt ihr lebt aber gerade bei kleinen
Betrieben leisten die "Häuptlinge" den Löwenanteil der Arbeit?
Meint ihr die 3 Eigentümer in eurer Werkstatt sind den ganzen Tag am
Eierschaukeln oder stehen mit der Peitsche hinter den 3 Mitarbeitern,
hinter jedem ein Aufseher?
Das ist grober Unfug.
Aus dem elterlichen Betrieb (~10 Angestellte) kenn ich das eher so dass
die Eigentümer (meine Eltern, davor die Großeltern) schon mal viel mehr
produktiv leisten als die Angestellten (bei weniger freien Tagen) und
nach Feierabend dann noch das Organisatorische/die Buchhaltung
hinzukommt.
Andere kleine Firmen aus dem Bekanntenkreis sind da ähnlich: die
Eigentümer sind in der Regel auch die Arbeitstiere die sich um alles
kümmern, selbst produktiv sind und bei Fehlern dafür haften.
Und dann kommen irgendwelche Angestellten die den Arsch selber nicht
hochkriegen daher und blöken bei jeder Gelegenheit wie schwer sie es
doch haben.
Ich glaube hier wird mal wieder ein Feindbild auf Personen die nach
Chef, Eigentümer oder Geschäftsführer riechen projeziert.
Denn die pösen Kapitalisten sind per se die Wurzel allen Übels und der
arme Angestellte wird geknechtet wo es nur geht.
jaja, ihr lebt in einer traurigen, aber simplen Welt.
SW schrieb:> Als GGF unter dreien im 8 Mannladen bin ich Entwickler und sitze beim> Kunden auf IBN 2-3 Wochen bis alles läuft und der Kunde zufrieden ist.> So verdiene ich mein GGF Gehalt selber und bei der Bank liegt ein> Formular, mit dem ich für alles mit meinem Privatvermögen hafte.
Genau so sieht es abseits von DAX-Konzernen aus.
Auch in meinem KMU hat der Inhaber gefühlt eine 70h-Woche.
Ich würd nicht mit demt auschen wollen. Dem gönn ich seinen BMW gerne.
Masl schrieb:> Aus dem elterlichen Betrieb (~10 Angestellte) kenn ich das eher so dass> die Eigentümer (meine Eltern, davor die Großeltern) schon mal viel mehr> produktiv leisten als die Angestellten (bei weniger freien Tagen) und> nach Feierabend dann noch das Organisatorische/die Buchhaltung> hinzukommt.
So kenne ich das auch - vieles im Unternehmen ist auch einfach nur
organisatorische Arbeit, die man zwar "nicht sieht", die aber wichtig
ist und gemacht werden muss.
Dass der Eigentümer/Geschäftsführer vor allen anderen im Betrieb ist und
erst deutlich nach ihnen fährt, ist wohl auch eher die Regel.
Dazu kommen dann noch Arbeiten, die oftmals zu hause erledigt werden
(Buchführung, Überlegungen/Entscheidungen zu Investitionen usw.)
> Andere kleine Firmen aus dem Bekanntenkreis sind da ähnlich: die> Eigentümer sind in der Regel auch die Arbeitstiere die sich um alles> kümmern, selbst produktiv sind und bei Fehlern dafür haften.
Jepp, ist so. Allerdings leben viele mMn auch zu sehr für ihr
Unternehmen.
> Auch in meinem KMU hat der Inhaber gefühlt eine 70h-Woche.> Ich würd nicht mit demt auschen wollen. Dem gönn ich seinen BMW gerne.
Oder man macht einfach deutlich weniger und spart sich den BMW - so wie
hier ;-)
Aber wie Du schon schreibst: neidisch bin ich auf die Leute nicht. Man
zahlt dafür einen hohen Preis.
Chris D. schrieb:> Aber wie Du schon schreibst: neidisch bin ich auf die Leute nicht. Man> zahlt dafür einen hohen Preis.
Es gibt natürlich immer extreme Beispiele.
Mit Sicherheit kommt man auch mit weniger als 70h aus, vor allem wenns
mal läuft. Ich meine mich zu erinnern dass du ja früher auch mehr
arbeiten musstest.
Bei meinen Leuten würd ich eher mal mit 50h rechnen, ist aber saisonal
schwankend.
Messen und Händlertermine finden auch gerne Sonntags statt.
Mich stört eher dass jeder Wicht hier im A&B ständig über die pösen
Unternehmer lästert.
Das Gros derer sind nämlich keine Sklaventreiber oder Stinkstiefel, ganz
im Gegenteil.
Aber ohne Feindbild ist das Leben halt komplizierter.
Masl schrieb:> Chris D. schrieb:>> Aber wie Du schon schreibst: neidisch bin ich auf die Leute nicht. Man>> zahlt dafür einen hohen Preis.>> Es gibt natürlich immer extreme Beispiele.> Mit Sicherheit kommt man auch mit weniger als 70h aus, vor allem wenns> mal läuft. Ich meine mich zu erinnern dass du ja früher auch mehr> arbeiten musstest.
Ja, das stimmt. Anfangs stimmt das Klischee sehr oft: kein Urlaub,
Überstunden, keine Wochenenden, wenig Geld :-}
Wichtig ist, dass man das möglichst bald auf ein gesundes Maß
zurückfährt. Das können manche wohl nicht.
> Bei meinen Leuten würd ich eher mal mit 50h rechnen, ist aber saisonal> schwankend.
Das geht. Ja, hier gibt es auch Stoßzeiten. Dadurch, dass wir jetzt aber
nur noch die eigene Produktpalette pflegen, haben wir das recht gut im
Griff.
> Messen und Händlertermine finden auch gerne Sonntags statt.
Es kommt wohl auf die Messe an. Auf der K war ich mit meiner Frau
letztes Jahr auch über's WE. Ansonsten waren "meine" Fachmessen immer
während der Woche. Allerdings sind wir ausschließlich Besucher und sehen
das eher als Ausflug (abends gut essen gehen, gutes Hotel mit
Spa-Bereich, Kneipenbummel usw.), bei dem man viele neue Eindrücke
gewinnt. Wichtig ist es meiner Erfahrung nach auch, jeden Tag nicht mehr
als 4-5 Stunden Messe zu absolvieren. Sonst wird es anstrengend für
Körper und Geist.
> Mich stört eher dass jeder Wicht hier im A&B ständig über die pösen> Unternehmer lästert.> Das Gros derer sind nämlich keine Sklaventreiber oder Stinkstiefel, ganz> im Gegenteil.> Aber ohne Feindbild ist das Leben halt komplizierter.
Wenn das alles so einfach ist (ordentlich Geld absahnen und andere für
sich arbeiten lassen), dann sage ich immer: jeder darf ein Unternehmen
gründen. Nur zu! :-)
Chris D. schrieb:> Wenn das alles so einfach ist (ordentlich Geld absahnen und andere für> sich arbeiten lassen), dann sage ich immer: jeder darf ein Unternehmen> gründen. Nur zu! :-)
Was passieren kann, wenn er tatsächlich Eierschaukeln spielt und nicht
rechtzeitig mitkriegt, dass seine faktisch das Geschäft führenden
Arbeiter das Geschäft an die Wand fahren: Bei festgestellter
Insolvenzverschleppung haftet er auch dann mit seinem Privatvermögen,
wenn die Firmenform eine Haftungsbeschränkung vorsieht.
Cyblord -. schrieb:> Daraus lernen wir: Selber denken, im Fahrzeugschein nachgucken, nicht> verarschen lassen.
so ein Unfug, wann hast du das letzte Mal einen Neuwagen gekauft?
Meiner war ab Werk mit 205/40R17 bestückt, Eintrag im Fahrzeugschein
Fehlanzeige, dort steht nur 195/45R16,
also dürfte ich nach deiner Aussage nicht mit der Werksbestückung
fahren?
Dito mit dem Heckspoiler von Escord RS2000 Mk2 von 1977, der TÜV wollte
sogar die nichtvorhandene ABE des original ab Werk bestückten
Heckspoilers sehen welche ich natürlich nicht zeigen konnte.
https://c1.staticflickr.com/4/3686/9347034806_9984afc94b_b.jpg
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Wenn ich der Boss in meinem Laden bin kann ich doch auch mein Gehalt> frei bestimmen oder?
Nein, auch wenn permanente neoliberale Propaganda es anders vermuten
lässt, Feudalismus gilt heute als längst überwunden. Auch in diesem Fall
greifen bestimmte Gesetze je nach der Gesellschaftsform. Z.B. bist du
als GF kein Inhalber. Hier ist nix mit Selbstbedienung.
Cyblord -. schrieb:
> Daraus lernen wir: Selber denken, im Fahrzeugschein nachgucken, nicht> verarschen lassen.
Seit der Änderung 2005 (?) stehen im Fahrzeugschein nicht mehr alle
infragekommenden Reifengrößen, sondern nur noch die kleinstmögliche. Die
anderen sind meist im Fahrzeugbrief oder schlußendlich in den CoC
aufgeführt (was halt vorher als 'Brief' bezeichnet wurde).
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Was verdient ein Geschäftsführer?
auf dem Papier im Grunde nichts.
Nur: wie kommt die "tatsächliche Kohle" aufs Konto?
Masl schrieb:> ich weiß ja nicht in welcher Welt ihr lebt aber gerade bei kleinen> Betrieben leisten die "Häuptlinge" den Löwenanteil der Arbeit?
Du weißt es nicht, vermutest aber wild drauf los.
Masl schrieb:> Meint ihr die 3 Eigentümer in eurer Werkstatt sind den ganzen Tag am> Eierschaukeln oder stehen mit der Peitsche hinter den 3 Mitarbeitern,> hinter jedem ein Aufseher?
Das habe ich 1995 erlebt.
> Das ist grober Unfug.
Aus Deiner Sicht. Aus meiner eigenen nicht.
Masl schrieb:> Mich stört eher dass jeder Wicht hier im A&B ständig über die pösen> Unternehmer lästert.
Die Wichte sind es, die die Arbeit erledigen, die letzetn Endes
verkauft werden kann.
> Das Gros derer sind nämlich keine Sklaventreiber oder Stinkstiefel, ganz> im Gegenteil.
Das mag sein. Aber komplett in Abrede zu stellen, daß es auch solche
gibt, ist auch nicht das Richtige.
MfG Paul
Paul B. schrieb:> Masl schrieb:>> ich weiß ja nicht in welcher Welt ihr lebt aber gerade bei kleinen>> Betrieben leisten die "Häuptlinge" den Löwenanteil der Arbeit?>> Du weißt es nicht, vermutest aber wild drauf los.
Natürlich weiß ich es, ich hab ja auch Beispiele gebracht.
Falls du dich auf das "?" in meinem Satz beziehst: das war natürlich ein
Typo. Ich wollte keine Frage stellen sondern eine Aussage machen.
Hier nochmal im Klartext:
"Gerade bei kleinen Betriebeb leisten die Häuptlinge" den Löwenanteil
der Arbeit."
Paul B. schrieb:>> Das Gros derer sind nämlich keine Sklaventreiber oder Stinkstiefel, ganz>> im Gegenteil.>> Das mag sein. Aber komplett in Abrede zu stellen, daß es auch solche> gibt, ist auch nicht das Richtige.
Es gibt immer schwarz und weiß.
Natürlich ist das so, das ist nichts neues.
Das Gros der Betriebe dürfte das aber nicht sein sonst würden die hier
reihenweise pleite gehen.
Ein normaler Betrieb mit einem normalen Geschäftsmodell kann es sicht
einfach nicht leisten, zuviele Mitesser durchzufüttern.
Das geht erst ab einer bestimmten Größe.
Paul B. schrieb:> Masl schrieb:>> Mich stört eher dass jeder Wicht hier im A&B ständig über die pösen>> Unternehmer lästert.>> Die Wichte sind es, die die Arbeit erledigen, die letzetn Endes> verkauft werden kann.
Wie gesagt, das Gros der Unternehmer, Vorgesetzteen, Manager,
Geschäftsführer, Inhaber ist eben nicht so.
Die arbeiten erstmal genauso mit wie der kleine Arbeiter und haben dann
ihre Aufgaben noch obendrauf.
Ich erkenne dein Gegenbeispiel an, behaupte aber weiterhin dass das eine
traurige Ausnahme ist. Viele Betriebe können sich dieses Verhalten
schlicht nicht leisten.
Beweisen wird das hier ohnehin niemand können.
Markus schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Daraus lernen wir: Selber denken, im Fahrzeugschein nachgucken, nicht>> verarschen lassen.>> Seit der Änderung 2005 (?) stehen im Fahrzeugschein nicht mehr alle> infragekommenden Reifengrößen, sondern nur noch die kleinstmögliche. Die> anderen sind meist im Fahrzeugbrief oder schlußendlich in den CoC> aufgeführt (was halt vorher als 'Brief' bezeichnet wurde).
Ja mei, dann schaut man halt im Brief. Bisschen Transferleistung gehört
zum Punkt "selber denken" schon dazu. Oder man informiert sich einfach
anderweitig. Es gibt da so ein Ding, wo man Dinge nachgucken kann, ist
sicher nur ne Phase aber wird halt grad gehypt, diese WWW Ding mein ich.
Cyblord -. schrieb:> Ja mei, dann schaut man halt im Brief. Bisschen Transferleistung gehört> zum Punkt "selber denken" schon dazu.
Bei kreditfinanzierten oder geleasten Fahrzeugen ist der Brief nicht
einsehbar.
Dr. A. Fissur schrieb:> Bei kreditfinanzierten oder geleasten Fahrzeugen ist der Brief nicht> einsehbar.
Es gibt seit Jahren genug Autokreditanbieter bei denen man den Brief
behält, z.B. Ing-Diba.
Vieles ist ja schon gesagt worden.
Das Gehalt des GGF darf nicht so hoch gewählt werden, dass dies die
Firma ruiniert (Oben wurde ja schon gesagt, dass es einem Vergleich
standhalten muss Inhaber != GF).
Mehrere GF in kleinen Firmen hat man z.B. bei mehreren mitarbeitenden
Inhabern (== mehrere GGF).
Ein GGF einer GmbH ist im allgemeinen selbstständig (muss man
nachweisen). Damit entfällt die Sozialversicherungspflicht und die
Rentenversicherungspflicht. Beides kann man aber freiwillig
weiterführen, wenn man mag.
Abradolf L. schrieb:> Dr. A. Fissur schrieb:>> Bei kreditfinanzierten oder geleasten Fahrzeugen ist der Brief nicht>> einsehbar.>> Es gibt seit Jahren genug Autokreditanbieter bei denen man den Brief> behält, z.B. Ing-Diba.
Da sieht man, dass Dr. A. Fissur nicht auf Kredite angewiesen ist und
alles direkt zahlt :)
OT:
> Bei kreditfinanzierten oder geleasten Fahrzeugen ist der Brief nicht> einsehbar.
Wieso Brief, wenn der Quatsch wie Reifengrößen auch im Schein steht?
Hier war irgendwie diese Diskussion mit den Reifengrößen losgebrochen
worden.
Gisbert schrieb:> Da sieht man, dass Dr. A. Fissur nicht auf Kredite angewiesen ist und> alles direkt zahlt :)
Man kann seine Fakten auch checken ohne darauf angewiesen zu sein.
Karl Hans Wurschtinger schrieb:> Ich dachte da gäbe es nach oben keine Grenzen wenn man ne eigene Firma> hat> Wenn ich der Boss in meinem Laden bin kann ich doch auch mein Gehalt> frei bestimmen oder?
Deine Freiheit endet dort, wo die Freiheit der andren anfängt.
Die Kreditoren waren so frei dir Geld zu leihen.
Das Gemeinwesen hat im Finanzamt einen Vertreter um deine Freiheiten zu
begrenzen.
Viele Geschäftsführer sind nicht Eigentümer des Unternehmen.
Wenn ich ein guter Handwerker bin, heisst das noch lange nicht dass ich
auch ein guter Chef, Verkäufer und Rechnungschreiber bin, also stelle
ich mir einen Geschäftsführer an. Der muss dann damit jonglieren, dass
der Eigentümer des Ladens ein Angestellter ist.
Zudem gibt es die lustigsten Mischformen:
So bin ich Kommanditist und würde meinem Komplementär unser KG sofort
etwas husten, wenn der sich ohne zu Fragen einen Vorteil zu Lasten des
Unternehmen genehmigt. Wie das "husten" geht, steht in unserem
Gesellschaftsvertrag.
Ich bin Genosse einer Wohnungsgenossenschaft (ohne hauptamtlichen
Geschäftsführer) die wiederrum Genosse einer Internetgenossenschaft (mit
hauptamtlichen Geschäftsführer) ist.
Da würden wir der Geschäftsführung auch etwas husten - wie soetwas
geregelt wird liest man in den Statuten und dem GenG.
Masl schrieb:> Die arbeiten erstmal genauso mit wie der kleine Arbeiter und haben dann> ihre Aufgaben noch obendrauf.
Und wenn sie dann gelegentlich erst am frühen Nachmittag ins Büro
kommen, denkt der "kleine Arbeiter", sie hätten am Vormittag eine ruhige
Kugel geschoben. In den meisten Fällen war derjenige entweder die ganze
Nacht lang mit irgendwelchem Bürokram beschäftigt, hatte Auswärtstermine
oder war sonstwie beschäftigt.
Andreas S. schrieb:> Und wenn sie dann gelegentlich erst am frühen Nachmittag ins Büro> kommen, denkt der "kleine Arbeiter", sie hätten am Vormittag eine ruhige> Kugel geschoben. In den meisten Fällen war derjenige entweder die ganze> Nacht lang mit irgendwelchem Bürokram beschäftigt, hatte Auswärtstermine> oder war sonstwie beschäftigt.
...oder waren bei Gericht eingeladen
Stichwort: Schlecker
Ich mache gleich eine Büchse Mitleid auf...
-Paul-
> Ich mache gleich eine Büchse Mitleid auf...
Paul, früher habe ich deine Beiträge geschätzt. Es ist es also klar: es
gibt auf der Welt nur schwarz oder weiß, gut oder böse, edle
ausgebeutete Arbeitnehmer und moralisch verkommene Kapitalistenschweine.
Keinerlei Nuancen dazwischen, nichtmal verschiedene Grautöne, von Farben
gar nicht zu reden.
Ich bin zwar noch nicht ganz in deinem Alter, aber ich glaube, erkannt
zu haben, dass selbiges die Menschen nicht besser macht - warum auch?
Ich aute mich mal: ich bin einer dieser GF-Finsterlinge. Einer muss ja
schließlich den Vorturner in meiner GmbH machen, wenn diese nur einen
einzigen Angestellten hat - nämlich mich.
Manchmal ist alles ganz anders.
Bürovorsteher schrieb:> Paul, früher habe ich deine Beiträge geschätzt.
Jetzt offenbar nicht mehr. Aber: Ich kann nicht jedermanns Liebling
sein.
> Es ist es also klar: es> gibt auf der Welt nur schwarz oder weiß, gut oder böse, edle> ausgebeutete Arbeitnehmer und moralisch verkommene Kapitalistenschweine.>> Keinerlei Nuancen dazwischen, nichtmal verschiedene Grautöne, von Farben> gar nicht zu reden.
Das hast DU geschrieben -nicht ich. Diese Schlussfolgerung kann man
m.E.n.
aus meinen Worten sicher nicht ziehen. Ich habe mir lediglich erlaubt,
den Heiligenschein etwas anzuheben, um zu sehen, ob er mit LED bestückt
ist.
> Ich bin zwar noch nicht ganz in deinem Alter, aber ich glaube, erkannt> zu haben, dass selbiges die Menschen nicht besser macht - warum auch?Bürovorsteher schrieb:> Ich aute mich mal: ich bin einer dieser GF-Finsterlinge. Einer muss ja> schließlich den Vorturner in meiner GmbH machen, wenn diese nur einen> einzigen Angestellten hat - nämlich mich.
Das war mir lange, lange vor dem auten klar, in welcher Stellung Du
Dich befindest.
Fakt ist: Ich bin so froh, aus dem Rennen zu sein -das glaubt gar
Keiner!
2x bin ich in meinem Berufsleben komplett finanziell über den Nuckel
gezogen worden. Beide Male nach 1990. Beide Male von skrupellosen
.......
sog. Geschäftsführern.
Daher meine hohe Meinung darüber. NIEMAND prüft deren Qualifikation.
Paul.
> 2x bin ich in meinem Berufsleben komplett finanziell über den Nuckel> gezogen worden. Beide Male nach 1990. Beide Male von skrupellosen> .......> sog. Geschäftsführern.
Ja, und? Denkst du wirklich, dass du da der einzige bist, dem es so
ging?
Bei mir waren es im übrigen beide Male genausolche nostalgisch
verklärten Scheiß-Ossi-Pfeifen wie wir beide es sind.
Die dachten, dass sie ganz rabiat auf Turbokapitalismus machen müssten.
Mit echten Wessis und Schweizern hatte ich da nie Probleme, da ging es
meist eine Größenordnung gelassener zu. Grund: denen steht das Wasser
finanziell nicht bis zum Halse.
Bürovorsteher schrieb:> Ja, und? Denkst du wirklich, dass du da der einzige bist, dem es so> ging?
Ach so: Daß es auch noch Andere auf die gleiche Weise getroffen hat,
macht so ein Vorgehen weniger schlimm?!
Das Problem ist: In dieser Wirtschaftsordnung kann jedes Rindvieh eine
Firma eröffnen -bar jeder wirtschaftlichen Kennung. Das Amt treibt ihm
sogar noch die Arbeitskräfte zu. Nach 2 Jahren werden dann die Hände zum
Offenbarungseid gehoben.
Ich glaube, es ist das Vernünftigste, wenn ich das nicht weiter
vertiefe.
Es führt zu Nichts.
Paul
Bei Aktiengesellschaften muss aber das Grundgehalt des/der GF und die
Boni veröffentlicht werden. Tut euch selber den Gefallen und
recherchiert das nicht für eure eigene Firma, es kommen euch sonst nur
die Tränen.
> Das Problem ist: In dieser Wirtschaftsordnung kann jedes Rindvieh eine> Firma eröffnen -bar jeder wirtschaftlichen Kennung.
Das Problem hat sich nur graduell geändert.
Früher in unserer achsotollen Ostzone wurden die Hirntoten vom Staat in
die Führungspositionen gehoben. Die hatten in den allermeisten Fällen
weder von Tuten (Betriebswirtschaft) als auch vom Blasen
(Wissenschaft/Teechnik/Personalführung) Null Ahnung. Der Besuch der
Parteischule oder auch die Parteizugehörigkeit alleine waren als
Qualifikationsmerkmal voll ausreichend.
Es hat keinen Sinn, seinen Hass am Wort "Geschäftsführer" festzumachen.
Es gibt da verschiedene Personen und auch verschiedene Firmen.
Bürovorsteher schrieb:> Es hat keinen Sinn, seinen Hass am Wort "Geschäftsführer" festzumachen.> Es gibt da verschiedene Personen und auch verschiedene Firmen.
Gut, da muß ich Dir Recht geben. Es ist eben eine Erfahrung, die sich
mir in das Gedächtnis unlöschbar eingeprägt hat und die mich im
Rückblick immer noch bitter macht.
MfG Paul