Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Bug in LTSpice?


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von Timmy (Gast)


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Hallo,

in einem LC Schwingkreis mit L=1 und C=1n ist f0=5033Hz, oder ist meine 
Formel falsch?

Bei mir geht LTSpice nämlich genau bei 5kHz in die Resonanz....

von HildeK (Gast)


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Bei mir ist die Kombination bei der Frequenz 5.0329366KHz in Resonanz.

Zeig mal deine Simulationsschaltung ...

von Timmy (Gast)


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Angehängt.

von Ralf (Gast)


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geht doch

von HildeK (Gast)


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Wundert das dich, wenn du 5.000kHz als Spannung einprägst? Wo sollen da 
die 5.033kHz herkommen?

von voltwide (Gast)


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Bug in LTspice? -> Bug in Timmy!

von olaf (Gast)


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Wir brauchen einen neuen Timmi!

https://www.youtube.com/watch?v=nZXj2Q1RNbM

Olaf

von Karsten B. (kastenhq2010)


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Timmy hat anscheinend keinen AC Sweep durchgeführt, sondern manuell 
seine Spannungsquelle mit verschiedenen Frequenzen gefüttert. Und in dem 
Fall nimmt die Spannung zwischen L unc C bei 5 kHz während einer Sekunde 
Startvorgang zu, was sie bei 5032 Hz in dieser Simulation nicht macht.

Edit: Änder mal den Timestep.

: Bearbeitet durch User
von Murmelchen (Gast)


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HildeK schrieb:
> Bei mir ist die Kombination bei der Frequenz 5.0329366KHz in Resonanz.

Mein geliebter HP-15C gibt 5032,921210 aus und

der galculator 2.1.4 bestätigt das mit 5032,92121045.


Apropos,

wenn ich den galculator auf UPN umschalte und dann die folgende
Sequenz, wie ich sie auch beim HP-15C eingebe, eingebe,

1 Enter
2 Enter
pi *
1E-9 sqrt
*
/

kommt da 10065,8424209 raus, also genau das Doppelte.

Ein Bug, ein Feature oder mache ich da etwa was falsch?


Mit besten Grüßen

Murmelchen

von Marek N. (bruderm)


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Wer misst, misst Mist.

Schauen wir einmal genauer hin: Ein System, das eine Resonanzfrequenz 
von 5032 Hz hat, wird mit 5000 Hz angeregt. Wir beobachten eine 
Schwebung von 32 Hz, die nur langsam abklingt, da das System durch das 
hohe L eine hohe Güte hat, zudem ist der Quellenwiderstand 0 und der 
parasitäre Widerstand der Induktivität 1 Ohm.
Der geneigte Leser darf jetzt Zeitkonstante, Güte, Banbreite, Dämpfung 
und Verstimmung ausrechnen.

von Timmy (Gast)


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Das lag tatsächlich am timestep. Was nimmt LTSpice denn für einen Wert, 
wenn man ihn nicht angibt?

von Helmut S. (helmuts)


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Timmy schrieb:
> Das lag tatsächlich am timestep. Was nimmt LTSpice denn für einen Wert,
> wenn man ihn nicht angibt?


1. Wenn man keinen Zeitschritt angibt, dann schätzt LTspice den 
Zeitschritt. Dabei versucht es einen möglichst großen Zeitschritt zu 
nehmen um schnell zu simulieren.

2. Man kann nur den maximalen Zeitschritt vorgeben. Wenn LTspice (SPICE) 
an einer Stelle keine Lösung findet, dann halbiert es den Zeitschritt. 
Das Spiel geht so lange weiter (atto Sekunden?) bis es dann aufgibt mit 
der Fehlermeldung "time step to small".

3. Jetzt gibt es noch die Besonderheit, dass LTspice in der 
Standardeinstellung die ERgebniss komprimiert um Speicherplatz zu 
sparen. Dabei können aber kleine Details verloren gehen. Um das 
abzustellen muss man die Kompression abstellen.
Eigentlich sollt man das bei allen Analog-Simulationen machen in denen 
man höchste Präzision haben will. Die SPICE-directive dafür steht unten.
.options plotwinsze=0

von HildeK (Gast)


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Murmelchen schrieb:
> 1 Enter
> 2 Enter
> pi *
> 1E-9 sqrt
> *
> /
>
> kommt da 10065,8424209 raus, also genau das Doppelte.
>
> Ein Bug, ein Feature oder mache ich da etwa was falsch?

Ich habe noch einen HP35 aus der Schublade hervorgeholt - von ganz 
hinten.
Der konnte nichts anderes als UPN und hat mit deiner Tastenfolge 
5032,921211 herausbekommmen ...
Also: Bug.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Ein HP28S bekommt damit 5032.92121045 heraus.
Und der Excalibur 5032.921210448


EDIT: LTSpice auch...

: Bearbeitet durch Moderator
von Elektrofan (Gast)


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Windows-Rechner liefert:
5032,9212104487035036227530142746 Hz

Man gebe nie mehr Stellen an, als sinnvoll ist ...

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Murmelchen schrieb:
> wenn ich den galculator auf UPN umschalte und dann die folgende
> Sequenz, wie ich sie auch beim HP-15C eingebe, eingebe,
>
> […]
>
> kommt da 10065,8424209 raus, also genau das Doppelte.

Der Galculator behandelt die Enter-Taste anders als die HP-Rechner:

HP: Direkt nach einer Zahleneingabe über die Zifferntasten schiebt die
Enter-Taste die Zahl als oberstes Element auf den Stack. Sonst wird das
oberste Stack-Element dupliziert. Die vordefinierten Konstanten
enthalten das abschließende Enter bereits, so dass hier die Enter-Taste
ebenfalls zu einer Duplizierung führt.

Galculator: Die Enter-Taste dupliziert immer das oberste Stack-Element.
Wird als nächstes eine Zahl über die Zifferntasten eingegeben, wird das
duplizierte Element überschrieben. Die vordefinierten Konstanten werden
aber nicht wie eine Zahleneingabe, sondern wie eine mathematische
Funktion mit 0 Argumenten behandelt, deswegen möchte man normalerweise
vor so einer Konstanten kein Enter drücken.

In deinem Beispiel liegt deswegen die 2 zweimal auf dem Stack. Das führt
dazu, dass statt 1/(2·π·sqrt(1E-9)) 2/(2·π·sqrt(1E-9)) berechnet wird
und die 1 am Ende ungenutzt auf dem Stack liegen bleibt. Lass dein
zweites Enter weg, dann stimmt das Ergebnis:

1
1 Enter 2 pi * 1E-9 sqrt * /
2
3
-> 5032.92121045

Ob diese Eigenart des Galculators ein Bug oder so gewollt ist, kann ich
nicht sagen.

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