Was für eine Diode ist das? (in Dual Phono-Entzerrer TVV43)

Gast #4932708
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Ich suche Ersatz für die Diode mit der Bezeichnung "E 37,5 C20" in 
diesem Phonoentzerrer von 1964.

Die Diode hat ein quaderförmiges schwarzes Kunststoffgehäuse. Ich würde 
nur hilfsweise eine "moderne" Siliziumdiode einbauen, weil ich das Gerät 
soweit es geht original erhalten möchte. Um was für einen Typ handelt es 
sich?

Gruss
Insasse
Angehängte Dateien:
Gast #4932725
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Insasse schrieb:
> Ich suche Ersatz für die Diode mit der Bezeichnung "E 37,5 C20"
...
> Um was für einen Typ handelt es
> sich?

Es handelt sich naheliegenderweise um einen Selengleichrichter E37,5C20.

http://semicon-data.com/diode/dsl/e0/E37%2c5C20.html

Im Handel wird der wohl nicht mehr erhältlich sein.
Aber du könntest versuchen auf dem Flohmarkt einen DUAL TVV43 
Phonoentzerrer von 1964 zu erwerben und das Teil dort ausbauen... :-))
Gast #4932755
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Insasse schrieb:
> Danke für den Hinweis. Gibt es technische Gründe die gegen einen
> Ersatz durch eine 1N4001 oder ähnlich sprechen?
>
> Gruss
> Insasse

Eigentlich keine. Da der Spannungsabfall in Durchlassrichtung etwas 
geringer sein dürfte, könnte die Abgegebene Betriebsspannung an den 
Vorverstärker geringfügig höher sein (in Zusammenhang, mit der heutigen, 
höheren Netzspannung). Sollte das deutlich sein, könntest Du ja noch 
einen zusätzlichen Reihenwiderstand mit einbauen. Aber bei der schon 
vorhandenen Anzahl an Reihenwiderständen würde ich damit rechnen, das 
das garnicht auffällt.
Gast #4932775
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Insasse schrieb:
> Gibt es technische Gründe die gegen einen
> Ersatz durch eine 1N4001 oder ähnlich sprechen?

Ein Selengleichrichter hat etwas andere Eigenschaften als eine Si Diode, 
trotzdem sollte der 1:1 Austausch möglich sein.

Um dem elektrischen Verhalten des Originals näher zu kommen, kann ein 
Kondensator, etwa 1nF, parallel und ein Widerstand 47 Ohm in Reihe zur 
Diode geschaltet werden.
Ersterer könnte sich hier tatsächlich als nützlich erweisen 
(Brummodulation), der Widerstand ist aufgrund des hochohmigen Trafos 
sicher entbehrlich.
Gast #4933149
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Harald W. schrieb:
> Insasse schrieb:
>
>> Ich habe nun eine Diode 1N4001 eingebaut.
>
> War Dir ein Brückengleichrichter zu teuer?

Da die ganze Quelle sehr hochohmig ist (Vorwiderstände vor der 
Primärwicklung des Trafos) würde ich damit rechnen, das dann die 
Betriebsspannung des Verstärkers deutlich höher werden würde. Dem könnte 
man zwar durch Anpassung der Vorwiderstände (oder Ersatz durch einen 
passenden Kondensator) begegnen, aber da der TE allerdings das Gerät 
möglichst originalgetreu erhalten möchte, ist es so wohl die beste 
Lösung.

Edit: das minus kam aber nicht von mir.
#4933685
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Harald W. schrieb:
> Manfred schrieb:
>
>> Wo liegt der Sinn, einen defekten Einweggleichrichter durch eine Brücke
>> ersetzen zu sollen?
>
> Weniger Brumm?

Offensichtlich war Brumm vorher kein Problem. Also nochmal: warum sollte 
er die gesamte Abstimmung des Netzteils verändern, wenn er doch 
eigentlich nur den defekten Selen-Gleich-riecht-er ersetzen will?

Baust du in dein Auto eigentlich auch gleich Doppel-Scheibenbremsen ein, 
wenn die Bremsbeläge der bisher gut funktionierenden Trommelbremsen 
verschlissen sind?
Gast #4933752
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VOA schrieb:
> Ein Selengleichrichter hat etwas andere Eigenschaften als eine Si Diode,
> trotzdem sollte der 1:1 Austausch möglich sein.
>
> Um dem elektrischen Verhalten des Originals näher zu kommen, kann ein
> Kondensator, etwa 1nF, parallel und ein Widerstand 47 Ohm in Reihe zur
> Diode geschaltet werden.
> Ersterer könnte sich hier tatsächlich als nützlich erweisen
> (Brummodulation), der Widerstand ist aufgrund des hochohmigen Trafos
> sicher entbehrlich.

Einzig richtige Antwort.
Evtl. sollte der Widerstand noch höher sein, um die 220V --- 230V 
auszugleichen.
Gast #4933976
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michael_ schrieb:
> Evtl. sollte der Widerstand noch höher sein, um die 220V --- 230V
> auszugleichen.

Den Widerstand halte ich auch für richtig.
Die Selendiode reduzierte durch ihren Innenwiderstand den maximalen 
Ladestrom für den C10, was dessen Lebensdauer zuträglich ist und auch 
die Peakströme in dem Kreis reduziert (es ist schließlich ein 
empfindlicher Phonoverstärker). Das sollte mit dem empfohlenen 
Widerstand nachgebildet werden.

Eine Anpassung an die etwas höhere Netzspannung ist überflüssig. Ob die 
Schaltung mit den AC151 mit 12V oder 13V versorgt wird, ist 
uninteressant. Die Transistoren haben ein max. UCE von 24V. Zudem hatte 
der TO statt 12V nur 12.5V gemessen ...
#4933985
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Axel S. schrieb:

>> Weniger Brumm?
>
> Offensichtlich war Brumm vorher kein Problem.

Nun, wahrscheinlich war der Toleranzpegel der Hörer damals grösser.
Ein Einweggleichrichter ist nicht nur wegen des theoretischen,
errechneten Brummspannung kritisch, sondern die Gleichstrombe-
lastung des Trafos führt auch zu grösseren, magnetischen Störungen.
Ich kann mir jedenfalls ausser der Einsparung von einigen Pfennigen
keinen vernünftigen Grund für die Verwendung einer Einweggleich-
richtung vorstellen.

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